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Gießener Zeitung

Bezugspreis 40 pfg. monatlich

( Neueste Nachrichten)

verteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig­ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Erscheint Mittwochs und Samstags. Rebattion: Selters­weg 83.

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Für Aufbewahrung oder Südiendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. Ş.

Nr. 25.

Telephon: Nr. 362.

Die neuen Webrvorlagen. sind von der Norddeutschen" im Auszuge veröffentlicht worden. Den Löwenanteil an den Vorlagen hat die Armee davongetragen.

Die Vorschläge

Samstags liegt für die Stadtabonnenten der

3llustrierte Wochen- Anzeiger

gratis bei.

Expedition: Seltersweg 83.

da

Mittwoch, den 27. März 1912.

sind, sollen bezüglich der Personalbesetzung nach Art der Torpedoboote organisiert werden. Der Mehrbedarf an Personal macht eine Verstärkung der jährlichen Perso­nalvermehrung des Flottengesetzes bis zum Jahre 1920 um durchschnittlich 75 Seeoffiziere, Marineingenieure, Aerzte und Zahlmeister und 1600 Mann notwendig.

Die Gesamtkosten

für diese Verstärkung des Heeres und der Flotte stellen sich für 1912 auf 97 Millionen Mark, für 1913, in welchem Jahre der höchste Kostenbetrag erreicht wird, auf rund 127 Millionen Mark, für 1914 auf rund 114 Millionen Mark. Der Anteil der Flotte beträgt 1912 rund 15 Millionen Mark, 1913 rund 28 Millionen Mt., 1914 rund 38 Millionen Mark und erreicht im Jahre 1916 seine Höchstsumme mit 43 Millionen Mark.

Reichstag.

der Heeresverwaltung bezwecken eine schnellere Durchführung und Ergänzung des Friedenspräsenzgesetzes von 1911 durch Aufstellung von zwei Feldartillerie- Regimentern bei den Divisionen 37 und 39, ferner von zwei neuen preußischen Armeekorps unter Verwendung der drei Divisionen beim 1. und 14. Armeekorps. Neu errichtet soll ferner wer­en eine siebente Armeeinspektion. Ueber die Zahl der Lufzustellenden dritten Bataillone bei den sogenannten Kleinen Infanterieregimentern ist dahin Entscheidung ge­roffen, daß so viele Bataillone angefordert werden, als ür die normale Stärke der Armeekorps und für einige besondere 3wede notwendig sind. Es handelt sich um Mit dem Etat des Reichsamtes des Innern wurde 14 Bataillone. Außerdem soll Sachsen ein Infan­am Freitag Kehraus gemacht. Er nahm allerdings noch Terieregiment aufstellen. Ferner rechnet der Entwurf mit mehr Zeit in Anspruch, als vorgesehen worden ivar, nem weiteren Pionierbataillon, mit Ergänzungen un- da sich, wie schon telegraphisch gemeldet, noa) über ver­rer Berkehrstruppen, mit Auſſtellung einer Fliegerschiedene Fragen längere Debatten entspannen. Nachdem truppe und mit Erhöhung des Etats bei einer großen das Ordinarium erledigt war, erfolgten die einmaligen Lnzahl von Infanterie- Bataillonen und Feldartillerie= obteilungen. An Kavallerie soll in Preußen als Folge der Bildung zweier neuer Armeekorps ein Kavallerie Regiment zu fünf Schwadronen aufgestellt werden. Auch iit Bayern ist eine Verstärkung der Kavallerie in Mussicht genommen. Bei jedem Infanterieregiment soll ene Maschinengewehrkompagnie eingerichtet werden.

Madallaham

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( Bickener Tageblatt)

Anzeigenpreis 20 pig.

die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklametei! 50 Pig.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei.

Telephon: Str. 362. 24. Jahrg.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Der Zentralvorstand der nationallibera= len Partei versammelte sich am Sonntag zu einer konstituierenden Sitzung, die nach dem B. T." mit einer empfindlichen Niederlage für den linken Flügel der Par­tei endete. Bassermann wurde zwar zum Vorsitzenden wiedergewählt, aber bei der Abstimmung wurden nicht weniger als 30 unbeschriebene Bettel abgegeben. Bei der Wahl zum geschäftsführenden Ausschuß unterlag der Abgeordnete Stresemann. Von 112 abgegebenen Stim­men waren nur 39 für ihn. In längeren Ausführun­gen über die gegenwärtige Situation schilderte Basser­mann eingehend die Vorgänge in der Fraktion und be­mühte sich, den Zwist in der Partei abzulenken.

Parteitage der Volkspartei. Der stark besuchte rheinische Parteitag der fortschrittlichen Volks= partei wählte an Stelle des eine Wiederwahl ablehnen­den Professors Schloßmann den Abgeordneten Dr. Pott­hoff mit großer Mehrheit zum Vorsitzenden. Der Par­teitag stimmte dem Verhalten der Zentralleitung bei den Reichstagswahlen zu. Der Parteitag der fortschritt­

lichen Volkspartei in Bayern sprach der Parteileitung und der Fraktion der Volkspartei im Reichstage Zu­Ausgaben, die im allgemeinen in flotterem Tempo bestimmung und Anerkennung für die flare und zielbe- wußte Tätigkeit im Wahlkampf zum Reichstag aus. handelt wurden. Nur über zwei soziale Probleme kam es noch zu etwas längeren Auseinandersetzungen. Das erste war die Frage der Säuglingsfürsorge, die u. a. dem fortschrittlichen Pastor Heyn Gelegenheit gab,

foino ritinasrede zu halten Riel neues murde hei

Zählen Sie Krankheiten!

Ihre

Leiden Sie nicht manchmal an einem der folgenden Uebel?

Bei wem von obigen Übeln mehrere zusammen auftreten, der hat nicht eine Anzahl Krankheiten, sondern nur eine, die Nervosität, aber diese ist eine Sie kann

nicht nur dem Kranken, sondern seiner ganzen Umgebung das Leben verbittern, schwere Lähmungen, Rückenmarks leiden Geisteskrankheit, Epilepsie und

Hopfschmerzen, Gliederreißen, Zuckungen, Rücken­Schmerzen, Gesichtsschmerzen, Schmerzen im Hals, Armen und Gelenken, Augenflimmern, Blutwallungen, IHerzklopfen, Schlaflosigkeit, sehr lebhaften oder rechte Plage der Menschheit. schweren Träumen, Beklemmungen, Schwindelan­fallen, Angstgefühlen, übermäßiger Empfindlichkeit gegen Geräusche ,, Reizbarkeit, besonders früh nach dkem Aufstehen, Unruhe, Launenhaftigkeit, Versagen dks Gedächtnisses, gelben Hautflecken, Klopfen in dken Adern, Lach-, Wein- und Gähnkrämpfen, Ge­fühl von Taubheit in den Gliedern, Zittern der Hände und Kniee bei Erregungen, blauen Ringen um die Augen, Ohrensausen, sonderbaren Gelüsten und Abneigungen, Schreckhaftigkeit usw.?

Das sind nämlich die Zeichen der Nervosität, mit der viele Menschen behaftet sind, ohne zu wissen, was ihnen eigentlich felt

Ein stattliches Äußere und Körperkraft sind durchaus kein Zeichen für gesunde Nerven, es gibt Männer, die jeder, der sie sieht, für Bärennaturen hält und die trotzdem hochgradig nervös simd Auch jeder Trinker ist es, wer ganz gesunde Nerven hat, wird nicht trunksüchtig. Bitte hier abtrennen!

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Herrn

ein frühes Hinsiechen

Ablehnung der Junggesellensteuer in Preußen. Die Steuerkommission des preußischen Abgeordnetenhauses hat einen nationalliberalen Antrag auf Einführung einer Junggesellensteuer, die mit einem Einkommen von 3000 Mt. beginnen und zu dem bis­03. einfüh­e Steuer­Mt. Ein­

Der letzte Halt

sind oft die letzten Stationen auf solchem Leidenswege. Die Nerven sind ja nicht nur eine Anzahl mikroskopisch feiner Fasern, die die verschiedenen Körperteile durch­ziehen, sondern das Gehirn und das Rückenmark sind die Hauptbestandteile des Nervensystems und man kann daher sagen, wenn die Nerven angegriffen sind, so

ist das Mark des Lebens angegriffen.

Der Nervöse gleicht einem Baume, an dessen Wurzeln die Fäulnis arbeitet, er fällt nicht sofort, aber er fällt vor der Zeit, wenn nicht helfend eingegriffen wird.

Noch gibt es Mittel,

dem Verderben Einhalt zu tun. Jede Nervosität hat ihren Grund in einer Überanstrengung der Nerven. Was dem einen, der mit starken Nerven geboren wurde, tausendmal nichts schadet, kann einen anderen, dessen Nervensystem sonst gesund, aber von Natur aus nicht sehr kräftig ist, schon auf ein­mal ruinieren.

5- Pfennig: Marke

Dr. Arthur Erhard

G. m. b. H.

Berlin W 35.

Ein wenig zuviel Arbeit oder zuviel Amüsement, eine starke Ge­eine angreifende mütserregung, Krankheit können ihn für lange oder, wenn nichts dagegen getan wird, für immer nervenleidend machen.

Gegen Überanstrengung des Körpers oder eines Körperteiles helfen nur zwei Dinge: Ruhe( leicht gesagt, aber schwer getan!) und Stärkung durch diejenigen Nähr stoffe, die bei der Überanstrengung übermäßig verbraucht worden sind.

Ruhe kann man allerdings den Gliedern schaffen, wenn man sich hinlegt, aber mit den Nerven ist

es eine andere Sache. Ihr hauptsächlichster Teil, das Gehirn, läßt sich nicht zur Ruhe zwingen, es arbeitet weiter, es kann nicht die Gemütsbewegungen, die Sorgen, den Schreck, die geschäftlichen Gründe oder was sonst zur Nervosität führte, ohne weiteres beiseite schieben, sondern diese Einflüsse wirken weiter. Aber was es dabei an Nervenkraft verbraucht, das läßt sich auf andere Weise ersetzen.

Die Wissenschaft hat gesprochen!

Es sind vorwiegend organische Phosphorsäurever­bindungen, die sogenannten Lecithine, durch welche das Nervensystem ernährt wird. Diese kann die Wissen­schaft jetzt in konzentrierter Form herstellen. Sie bilden die wirksamen Bestandteile von Dr. Erhards Visnervin.

Wie günstig Visnervin das angegriffene Nerven system beeinflußt, das geht aus folgenden Briefen hervor. Beim ersten Falle haben wir es mit einer der lästigsten Folgen der Nervosität, der Schlaf­losigkeit und nervösen Aufgeregtheit zu tun. Der Leidende schreibt:

Ihr ,, Visnervin" hat sich bei mir vorzüglich be­währt. Ich werde das Präparat meinen mitleidenden Nebenmenschen bestens empfehlen. In erster Linie konstatiere ich, daß meine schlaflosen Nächte ge­wichen sind, seit ich Ihr Visnervin" einnehme und erfreue mich wie früher eines gesunden Schlafes. Die nervösen Aufregungen haben ganz bedeutend nach­gelassen. Ich bitte um Zusendung von 3 Dosen Visnervin".

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Ernst Zaiser, Straßburg.

Bitte wenden!

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Die Einsame.

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Teppiche die Parketten, über die sie als Kind so oft ge­

lassen. Kostbare Gobelins bedeckten die Wände und weiche

Japan im Schnee.

sich

ihren Sublet Irma traten die Tränen in die

abachtet und von den

neugierigen Blicken raish

Augen. Da fühlte sie

der Portiersfrau

be­

bergblaiſend. eilte fie