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Ministerpräsident Rolo w zo w demnächst die geplante Reise nach Paris antreten, um den Be such des französischen Ministerpräsidenten Boinare zu erwidern. Der russische Ministerpräsident wird, wie das Blatt weiter zu melden weiß, auf der Rüdreise auch Berlin besuchen, wo er von Kaiser Wil helm empfangen werden wird.

China.

Peting. In einer geheimen Sitzung des Ministerrates erklärte der Kriegsminister, die Regierung werde jedem Angriff auf die innere Mongolei sich standhaft widersetzen, dagegen die russischen Beding­ungen über die äußere Mongolei annehmen. Bezüglich Tibets erklärte der stellvertretende Premierminister, die Regierung sei bereit, mit Großbritannien auf der Grundlage der Aufrechterhaltung des status quo zu verhandeln. Die Erklärungen fanden in längerer De­batte die Zustimmung des Ministerrates.

Amerika.

Washington. Wie die Blätter melden, wird das erste amerikanische Kriegsschiff den Pa­namafanal voraussichtlich am 15. Auguſt 1913 durchfahren, während der Kanal von Handels­schiffen vom Dezember 1914 an benutzt werden tann. Der Erbauer des Kanals, Oberst Goethals, schätzt die Boukosten jetzt nur auf 375 Millionen Dollars.

Aus Stadt und Land.

Die Regelung des Ueberganges der Befugnisse von dem Großherzoglichen Landesversicherungsamt in Darmstadt auf das Reichsversicherungsamt ist durch folgende Bekanntmachung des Reichskanzlers in der Darmstädter 3tg." vorgesehen:

" Mit Zustimmung des Großherzoglich Hessischen Ministeriums des Innern bestimme ich:

1. Die dem Großh. Landesversicherungsamt in Darmstadt reichsgesetzlich übertragenen Befugnisse gehen vom 1. Oktober 1912 auf das Reichsversicherungsamt über.

2. Die Erledigung der am Tage dieser Bekannt= machung bei dem Großh. Landesversicherungsamt an­hängigen und später anhängig werdenden Revisionssa chen der Invaliden und Hinterbliebenenversicherung übernimmt das Reichsversicherungsamt.

Andere, insbesondere aus dem Gebiete der Un­fallversicherung bis zum 30. September 1912 anhängig werdenden Sachen wird das Großherzogliche Landesver­sicherungsamt noch tunlichst erledigen. Die am 1 Dt­tober 1912 noch nicht erledigten Sachen sind unverzüg­Itch an das Reichsversicherungsamt abzugeben.

3. Das Großh. Landesversicherungsamt wird die­jenigen Sachen, welche sich auf die Durchführung der Reichsversicherungsordnung beziehen, insbesondere die Genehmigung der Satzung der land- und Forstwirtschaft­lichen Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hes­sen, auch vor dem 1. Oktober 1912 alsbald nach dem Eingang an das Reichsversicherungsamt abgeben.

wegen 4. Das Reichsversicherungsamt wird sich Abgabe der Akten und Erteilung von Auskünften mit dem Großherzoglich Hessischen Ministerium des Innern in Darmstadt in Verbindung setzen.

5. Diese Bestimmungen sollen in dem Deutschen Reichsanzeiger" und in der Darmstädter 3tg." veröffent licht werden.

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n Gießen.( Landwirtschaftliche Kreisschau.) Die Gesamtbesuchsziffer an den drei Ausstellungstagen be­lief sich auf zirka 20 000. Das Ergebnis des Reiter festes am Montag war folgendes: Preisreiten: 1. Frl. A. Küchel- Butzbach, 2. A. Fischer auf Fuchs= wallach des A. Schwan- Gießen, 3. W. Bichler auf Wallach des L. Lotz- Gießen, 4. K. Brüdmann- Groß= farben:- Schaufahren: 1. L. Brüdmann- Neu­hof mit Zweispänner, 2. Hoffutscher Huhn- Gießen mit Viererzug, 3. Frl. Küchel- Butzbach mit Einspänner, 4. K. Brüdmann Großfarben mit Einspänner, 5. derselbe mit Tandem, 6. L. Haas- Gießen mit Viererzug, 7. Fr. Schlüter- Gießen mit Einspänner. Spring Konkurren 3: 1. K. Brüdmann Großfarben, 2. E. Leffing- Oberlahnstein, 3. W. Bichler- Gießen.-Sch a u- fahren für Arbeitsgespanne im wagen: 1. L. Brückmann- Neuhof mit Dekonomiewa­gen. 2. W. Bichler- Gießen mit Erntewagen, 3. Fr. Rumpf Gießen mit Dekonomiewagen, 4. Tribus und Sundheim mit Frachtwagen, 5. L. Keßler- Großenlin den mit Dekonomiewagen, 6. Lanz- Gießen mit Ziegen gespann. Der Erntewagen des Herrn Bichler zeigte ein Bauerngehöft mit Gemüsegarten, Hoftor, Scheune und Dreschern. Landwirtschaftliches Trab fabren, 1600 Meter: 1. H. Brüdmann- Neuhof mit Fuhrwerk des Gutspächters Leonhard in Wisselsheim,

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Jagdreiten mit 2. Breinemann- Heibertshausen. Auslauf, 2000 Meter: 1. E. Lessing- Oberlahnstein, 2. W. Löber- Gießen, 3. W. Bichler- Gießen, 4. A. Fischer Gießen, 5. A. Klein- Gießen. Die Preisverteil ung erfolgte in der Festhalle durch die Fürstin Emma von Lich. Die Herren, die bei der Preis verteilung leer ausgingen, erhielten ein Erinnerungszei chen. Nach der Preisverteilung hielt der Leiter der Aus stellung, Vorsitzender des Landwirtschaftskammer- Aus schusses für Oberhessen, Landtagsabg. Breiden= bach Dorheim, eine Ansprache, worin er seiner Freude über den schönen Verlauf der Ausstellung Ausdrud gab und namens der Landwirtschaftskammer den Preis= stiftern und Ausstellern dankte.

n. Gießen, 21. Sept. Heute sind die Reser= visten des hiesigen Regimentes entlassen worden. Fro zogen sie der Heimat zu.

o Grüningen. Der Adam Jsheimsche Ge= fangverein feiert am 29. Juni 1913 sein fünfzig­jähriges Jubiläum mit Weiheweihe. Von einem Ge­Jangwettstreit wird abgesehen. Das Fest soll im alten vollstümlichen Stile abgehalten werden.

o Schlitz. Als Vertreter des Kaisers traf hier Prinz August Wilhelm von Preußen zur elf­hundertjährigen Jubelfeier der Stadtkirche ein und nahm im Schloß Wohnung.

):( Bilbel. Bürgermeister Mühlschwein wurde weger Urkundenfälschung, die er als Standesbeamter begangen, von der Gießener Straffammer zu einem Mo­nat Gefängnis verurteilt, der Ratsschreiber Berg erhielt aus gleichem Grunde eine Woche Haft.

s Darmstadt, 20. Sept. Gestern nachmittag begaben sich im Auto von Jagdschloß Wolfsgarten aus die Großherzlichen Herrschaften anläßlich des elfhundert­jährigen Jubiläums der Kirche von Schlitz zum Besuch des Grafen von Görtz nach Schlitz und die Prinzessin Ludwig von Battenberg mit der Prinzessin Luise und dem Prinzen Georg nach Schloß Friedrichshof.

dolf Goerrig den neuen preußischen Wassergesetzentwis und die Interessen Hessen- Nassaus. Es wurde eine Re solution angenommen, die staatliche Maßregeln gege die Fleischteuerung fordert.

Aus Bojen. V

Serlin ftammend

):( Ems. Vor dem hiesigen Standesamt hat diems, Dr. Blume

ser Tage ein Pärchen den Bund fürs Leben geschlosser bei den die Braut 62, der Bräutigam 66 Lenze zäh ):( Kassel. Auf der Strede Warburg- Arolsen Franfenberg- Marburg bei der Station Corbach, wur der Wagen des Selterswasserfabrikanten Drehmann au Cerbach von einem aus Kassel kommenden Zuge erfa und zermalmt. Drehmann und der Kutscher wurde vom Wagen geschleudert; dabei geriet der Kutscher u ter den Zug, so daß ihm ein Bein abgefahren wurd

Der Großherzogin Eleonore. Ein Oberhesenlied*) Von Karl Schäfer.

Vont Taufstein geht ein Klingen zu Wetterau und Lab

inden worden.

die beim Tode worden. Gie Sie gab an, ih

zu haben; ein

beleht nicht mehr

Ge Für jeder ffee täglich von nährträftigen M ellt, hat er fich fchmad, fowie Bevölkerungsfrei Millionen Menjd

Glück zu, du Hessenfürstin, auf deiner Lebensbahn! icher und billi

Dich grüßt die Heimaterde in jedem Zweig und Hal Dich preisen froh die Gauen der Nidda und der Schwain Dir schlagen warm entgegen die Herzen, treu gesinnt, Grüß Gott, in deinem Wirken, du Oberhessenkind! Aus unsres Volles Mitte, so gütig, hold und schlicht, Stiegst du empor zum Throne, die Anmut im Gesicht Es rauscht zu deinem Ruhme so manches hehre Lie Das laut im Vogelsberge durch alle Wipfel zieht. Um Burgruinen flüstern die Winde dir zum Lohn Von edler Frauenwürde und Tugend auf dem Thr O mög' des Glüdes Sonne dir niemals untergeh'n Und dich im Kreis der deinen Zufriedenheit umweh'n! O mögst du immer bleiben dem Volle wohlgesinnt! Glüd auf, zu deinem Wirken, du Oberhessenfind!

*) Das Oberhessenlied" wird bei der Gebur Kauftagsfeier, die der Verein der Oberhessen zu Ehren Großherzogin am 22. September im Kaisersaale Darmstadt abhält, zum erstenmale gesungen werden.

s Darmstadt. Eine bekannte und beliebte Per­fönlichkeit, der frühere Ehrenbeigeordnete und mann Philipp Rahlert, ist vorgestern vormittag im 78. Lebensjahre gestorben. Vor Jahren konnte er das Fest der goldenen Hochzeit feiern.

s Darmstadt, 21. Sept. Heute begann hier der dritte deutsche Kongreß für Säug­lingsfürsorge. Zur Ausschußsizung sind die Mit­glieder des Vorstandes und des Ausschusses, die Lei­ter und stellvertretenden Leiter der 18 3weigstellen; zur Mitgliederversammlung sämtliche Mitglieder der großen 3entrale, die Mitglieder der Ausschüsse der Zweigstellen, die Angehörigen des Patronats und sämtliche Hilfs fräfte der Zentrale und des Patronats eingeladen. Der

Bom Arbeitsmarkt im Auguft.

Das Berichtsbild ist auch im vergangenen Mo im ganzen als günstig zu bezeichnen. Die Metall industrie ist zur Zeit noch voll beschäftigt. An Spa lern war Mangel. Das stärkste Angebot von Arbe träften stellen die Maschinenschlosser, für die in der n sten Zeit feine Einstellungen zu erwarten sein dürf Aehnlich ist es bei den Mechanikern. Bei den B

Großherzog und die Großherzogin haben ihr Erscheinen schlessern machte sich ein Mangel an älteren felbſtä für Samstag zum Kongreß zugesagt. Gestern Freigen Arbeitern bemerkbar. Für Sattler und Tan tag nachmittag trat die Großherzogliche Zentrale für Mutter und Säuglingsfürsorge in Hessen zu einer Aus­schuksizzung und Mitgliederversammlung zusammen. Die Sitzung wurde von Finanzminister Dr. Braun in Vertretung des verhinderten Ministers des Innern er­öffnet. Regierungsrat Pist or erstattete den Geschäfts­bericht, der günstig abschließt. Im Anschluß daran sprach Frl. Schubert über die Tätigkeit der Kreis pflegeschwestern. Frl. v. Gordon berichtete über die Außenfürsorge für Säuglinge. Prof. Dr. Koeppe­Gießen machte Mitteilungen über den nunmehr voll­endeter Bau einer Kinderklinik in Gießen. Eine Anzahl Kreisräte erteilten Auskunft über die Tä­tigkeit der Mutterberatungsstellen.

):( Diez. Der Kreistag des Unterlahnkreises un­ternahm am 20. September eine gemeinschaftliche Be­reifung der Lahnstraße über Altendiez, Hirschberg, Holz­appel, Laurenburg, Ralfofen, Oberndorf, Nassau, Dau­senau nach Ems.

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):( Limburg. Bischof Willi, der zurzeit im Redemptoristenkloster in Geistingen weilt, wurde am Donnerstag von einer Herzaffettion befal­len. Der Bischof ließ sich abends 9 Uhr die Sterbe­safremente reichen. Am Freitag hat sich das Befinden des Bischofs wieder gebessert.

):( Hanau. In Zahlungsschwierigkeiten ist die große Baufirma J. H. Had in Hanau geraten. Eine Aufstellung hat ergeben, daß die Aktiven, die etwa zwei Millionen Mark betragenden Passiven noch um 190 bis 200 000 Mark übersteigen.

):( Frankfurt a. M. Am 15. September fand hier der 1. hess.enassauische Delegiertentag des Hansabundes statt, an dem Vertreter aus allen Teilen der Provinz teilnahmen. Es wurde ein aus 12 Mitgliedern bestehendes Präsidium für den Provinzial­verband gewählt und zwar Herr Bankier Hohenemser zum 1. Vorsitzenden, Herr Rentier Sturm- Wiesbaden und Herr Obermeister Kniest- Kassel zu seinen Stellver­tretern. Reichstagsabgeordneter Legationsrat Freiherr v. Richthofen behandelte in längeren Ausführungen die neuen Richtlinien des Hansabundes und Syndikus Ru­

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3ierer ist die Vermittlung abgeflaut. In der teseville- Industrie ist die Beschäftigung zur Zeit gut. Die Verbesserung wird zum größten Teil auf be Geschäftsverkehr mit England zurückgeführt. In Industrie der Holz- und Schnik stoffe war den Schreinern die Beschäftigung zufriedenstellend. für Wagner, Küfer, Glaser und Rahmenmacher war Beschäftigung gut. An Me 3 gern herrschte Mam Landwirte, verla Im Schuhmachergewerbe war der Geschä gang gut, im Schneidergewerbe der Ga entsprechend langjam. In den Bauberufen die Arbeitsgelegenheit für Maurer und Zimmerleute gering. Im Malergewerbe überſtieg das gebot an Arbeitskräften erheblich die Nachfrage. Ja fenbach a. M. war die Bautätigkeit besser als im monat, in Darmstadt dagegen geringer. Weißbi waren in Darmstadt start begehrt zur Fertigstellung Bauten. Jm Buchdrudergewerbe machte ein starkes Ueberangebot von Arbeitskräften bemed Jm Hotel und Gastwirtschaftsgewer war der Geschäftsgang wegen der fortgesetzten ung Durch die Schließung stigen Witterung-schlecht. Saisongeschäfte machte sich nach Frankfurt a. M. Zuzug von allem Personal bemerkbar. Für Fabr arbeiter bot sich in Mainz stets Arbeit in den mentfabriken. Der Bedarf an Erdarbeitern zum Teil auch durch Arbeiter gelernter Berufe werden, dagegen hat sich die Arbeitsgelegenheit Hausburschen als unzureichend erwiesen. Bei Erntearbeiten wurden eine große Anzahl Hilfsarb Bei von der Landwirtschaft beschäftigt. Bau der Edertalsperre sind zur Zeit zirfa 1 bis 1200 Mann beschäftigt. Der Arbeitsnachweis zenhausen führt Klage darüber, daß eine große von Wanderern, obwohl sie mittellos find, feine annehmen wollten. In Mainz hat die Arbei legenheit für a britarbeiterinnen nad fen. Dienstboten haben sich mehr als im Vo vormerlen lassen; zugleich hat sich aber auch die frage nach Dienstboten erheblich gesteigert. In der wirtschaft herrscht rege Nachfrage nach Arbeitern.

Underberg

Bovenkamp

Many- Bitter

Knorr

Knorr- Suppe 7Schwaben

3 Teller 10 P

KNORR

KNO Boulon

Bouillon

Knorr- Suppe

Erbsen

feine

3 Teller 10 Pfg

Keine moderne Küche

ohne

Knorr- Suppen­

Würfel

Farbe

Chem. Reinigen u