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Die Einsame.

Laufen. Teppiche die Parketten, über die sie als Kind so oft ge­

lassen. Kostbare Gobelins bedeckten die Wände und weiche

Japan im Schnee.

Irma traten die Tränen in die Augen. Da fühlte sie ihren Schleier rasch herablassend, eilte sie neugierigen Blicken der Portiersfrau be­

sich von obachtet und, Den

Die Einsame.

Die Einsame.

Aummer 19

Beilage zur Darmitädter Zeitung

Reichstagsitichwahl in Beffen 1912

Stichwahl am 22. Januar 1912

Die Kandidaten der Stichwahl und die auf sie entfallen­den Stimmen

23. Januar 1912

Hauptwahl am 12. Januar 1912

Die Kandidaten der Hauptwahl 1912 und die auf sie entfallenen Stimmen

Christlich und Deutsch­503.,

Wahlkreis

Christlich­Soziale, National­liberale Wirtsch. Vgg.

Fortschritt­liche Volkspartei

Ab­Sozial gegebene demokraten Stim

Gewählt

Wirtsch.

gg.,

Zentrum

National liberale

Fortschritt liche Volkspartei

. ò. Ròm.

Ab- Wahl­gegebene be Sozial- Stim rechtigte demokraten men über­

und

men

haupt

verwandte

1. Gießen- Nidda

Dr. Werner

Bedmann

Parteien

Dr. Werner Dr. Werner

unter­stüßten den

Fort

Erkelenz

Bedmann

13 032

11 885

24 917

9784

schrittler

6969

7943

24 696

29 988

2. Friedberg- Büdingen

Dr. Strad

Busold

Dr. Strad

unter. stützten den

Schröder

Dr. Strad

Leuchtgens

Busold

11 706

10 640

22 346

National­liberalen

2105

7357

2567

9258

21 267

25 162

3. Alsfeld- Lauterbach­

Bindewald

Hed

Schotten

8153

9394

17 547

Hed

Bindewald unterstützte 6174 Bindewald

Hed 3214

Möbus 2799

Vetters 3029

15407

19 755

4. Darmstadt- Groß- Gerau

Dr. Osann

Dr. Quessel

16 744

21 610

38 364

6. Erbach- Bensheim

Rippel

9091

7. Worms- Heppenheim.

Hasenzahl 11 874

Dr. Duessel unterstützten Dr. Osann Rippel

Dr. Osann Dr. Streder 11 170 7268

Dr. Quessel

18 326

36 760

41943

20 965

Hasenzahl

4588

unterstützte Rippel

Scior

4371

Dr. Sauer 3621

Hasenzahl

8256

20 015

27285

Frhr. v. Heyl

Engelmann

27 269

8. Bingen- Alzey.

18 222

Dr. Beder

Korell

12 000 12

12 010

9047

Frhr. v. Heyl

unterstützten Frhrn. v. Heyl

lebel

Frhr. v. Heyl

Becker

Engelmann

6080

11 325

3959

6644

27 867

32 142

Korell

unterſtügten unterstüßte

Dr. Beder

24 010 Becker Dr. Becker Dr. Becker

Die Ergebnisse der Stichwahl Dom 22. Januar 1912 im Wahlkreife Darmitadt- Groß- Gerau

Hauptwahl 1912 Stichwahl 1912

10 848

Korell 9372

Adelung

2315

22 543

25 747

Gemeinde

Osann

Strecker

Quessel

Osann

Natlib.

Quessel

Soz.

Gemeinde

Hauptwahl 1912 Stichwahl 1912

Hauptwahl 1912 Stichwahl 1912

Quessel

S03.

Gemeinde

Kreis Darmstadt

Darmstadt

5491 3374

6121

Pirheilgen

358

119

800

8132 483

7588

Kreis Groß- Gerau

836

Astheim

92

106

102

117

Königstädten

76

84

96

114

145

Braunshardt

57

7

35

63

43

Bauschheim.

63

33

86

87

100

Leeheim

99

39 118

128

130

Eberstadt

244

237

866

431

997

Berkach

39

Erzhausen

56

35

220

76

234

8

22

50

24

Mörfelden

26 106 571

91

642

Cichollbrücken

90

16

51

111

53

Biebesheim.

181

80 185

255

256

Nauheim.

64

129 159

160

203

Gräfenhausen

100

22 171

128

177

Bischofsheim

175 407

404

426

533

Raunheim

38

83 254

100

280

Griesheim

215 217 873

354

1004

Büttelborn.

164

46 160

205

180

Rüsselsheim

236 189 907

357

1137

Hahn mit Eich

161

31

96

192

113

1009

Crumstadt

196

37

Weffel.

63

66

109

114

20

87

246

83

Stockstadt

73

111

125

157

174

Nieder- Beerbach

41

31 114

68

126

Dornberg

Trebur

125

80 270

207

297

Nieder- Ramstadt mit

Dornheim

129

42 164

157

190

Walldorf.

33

80 369

66

e 440

Waschenbach.

147

69

305

213

345

Erfelden

119

44

79

163

90

Ober- Ramstadt

210

74 570

290

615

Wallerstätten

91

40

83

117

108

Pfungstadt

418

219

788

536

924

Geinsheim

78

64

94

147

98

Wolfskehlen

120

49 74

170

83

Roßdorf

Traisa.

233

67 317

328

365

Ginsheim

62

109 269

253

126

Worfelden

103

26

65

133

75

Schneppenhausen.

19

4

56

27

58

Gustavsburg

123

65 171

167

194

35

39 131

72

149

Goddelau

132

94

67

184

110

Weiterstadt.

74

37 270

118

Kreis Groß- Gerau 3085 2580 6193

285

Wixhausen m. Sens­

Groß- Gerau

244

417 473

477

682

felderweg.

79

39 231

107

250

Haßloch

20

8

37

23

43

Kelsterbach

125

77 616

190

648

Klein- Gerau

Insgesamt 11 170 7268 18 326 16 744

21610

57

30

84

80

99

5

Kreis Darmstadt 8084 4688 12130

Das Ergebnis der gestrigen Stichwahlen in Hessen Frhrn. v. Heyl, der es auf rund 10 000 Stimmen Vor-| nalliberalen, dem Landwirtschaftslehrer Heck, Platz zu machen.­hat der bürgerlichen Sache weitere Verluste gebracht; nach sprung vor seinem sozialdemokratischen Gegner brachte. In In Friedberg- Büdingen gelang es dem einmütigen Eintreten Offenbach und Mainz sind jetzt auch Darmstadt und Alzey- Bingen hat, wenn die amtliche Nachprüfung das Resul- der bürgerlichen Parteien für Dr. Strack( natl.) den Wahlkreis Erbach Bensheim von der Sozialdemokratie erobert, tat nicht ändert, der fortschrittliche Pfarrer Korell mit der Sozialdemokratie wieder zu entreißen. In Gießen blieb in beiden Fällen nicht ohne Schuld der Fortschr. Voltspt. 10 Stimmen über seinen nationalliberalen Mitbewerber Dr. der bisherige Abg. Dr. Werner( Wirtsch. Vgg.). Hessen wird Im Wahlkreise Darmstadt ist aber doch wenigstens ein großer Becker gefiegt. Die Hilfstruppen, die der Fortschr. Volkspt. im neuen Reichstag durch 1 Mitglied der Wirtsch. Vgg., Dr. Teil der fortschrittlichen Stimmen auf den nationalliberalen von der Sozialdemokratie zugeführt wurden, waren zahlreicher Werner, durch 2 Nationalliberalen, Dr. Strack und Heck, Skandidaten abgegeben Erbach- Bensheim scheinen die frei- als die Reserven, die für Dr. Becker noch aufgebracht werden 1 Fortschrittler, Storell, 1 bei keiner Fraktion, Frhr. v. Heyl, finnigen Stimmen fast restlos auf den Sozialdemokraten konnten. In Alsfeld- Lauterbach scheidet der bisherige Ab- und 4 Sozialdemokraten, Ulrich, Dr. David, Dr. Quessel und übergegangen zu sein. Glänzend ist der Stichwahlsieg des geordnete Bindewald( Wirtsch. Vgg.) aus, um einem Natio- Hasenzahl vertreten sein.

Deutsche Mädchen in Frankreich

Von Leonore Niessen- Deiter 3.

einer Arbeit oder Stellung stark mit. In Norwegen beispiels-| aus, da es keine Freistunden, also auch kein Außer- dem- Hause weise fann es einem leicht geschehen, daß man in den Ferien gibt. Bleiben also nur gelegentliche Gespräche mit dem übrigen in der Sommerfrische etwa von einer jungen Lehrerin bedient Dienstpersonal. Daß es nicht das beste Französisch ist, das in wird, die sich auf diese Weise etwas zuverdient oder einen der Küche gesprochen wird, versteht sich am Rande, außerdem Vor einigen Jahren habe ich auf den Wunsch und die Landaufenthalt möglich macht. Ja eine mit den Verhältnissen aber steht l'Allemande felbft in der Küche gewöhnlich ganz Information einer in Südfrankreich lebenden Vorstandsdame vertraute Norwegerin versicherte mir, daß eine Reihe Mädchen isoliert da. Erstens wird sie wie das häufig der Fall ist: vom Verein der Freundinnen junger Mädchen aus guten, aber armen Familien einfach Stellungen als als Tochter aus einem Offizier, Arzt- oder Beamtenhause aunter der Aufschrift Junge Mädchen im Auslande" einen Ar- Dienstmädchen annehmen, ohne ihre gesellschaftliche Wertung zu andere freundschaftliche Beziehungen anzufnüpfen wünschen, als tifel veröffentlicht, der mir seither eine Reihe von Zuschriften, verlieren, jo lange nur ihr Betragen dementsprechend sei. mit der Köchin oder dem Zimmermädchen, zweitens aber namentlich aus Südfrankreich, verschafft hat. Der Artikel be- Benn die Praxis dem entspricht, kann nur Bravo teilt das Personal mit ziemlicher Pünktlichkeit dieselbe Nicht­zwedte eine Warnung an alle jungen deutschen Ma d- sagen. achtung, die die Herrschaft der Allemande entgegenbringt. Man

man

en, ohne genaueste Erkundigung, bestimmteste schriftliche Ab- Aber in Frankreich sind die Auffassungen in dieser Be- braucht nicht auszuführen, welche schwere sittliche Gefahren machungen und, last not least, das nötige Alter und die ziehung erstens sehr anders, und zweitens geht die überwiegende eine solche Isolierung für einen jungen, umgangsbedürftigen Energic, sich im Notfalle wehren zu können, ins Ausland zu Menge der jungen Mädchen ganz und gar nicht mit der Absicht und gewohnten Menschen mit sich bringt. Dazu kommt geben, nicht um die Strebsamkeit wackerer junger Menschen hinaus, Dienstmädchen zu werden. Im Gegenteil. Die noch ein Umstand, der von zu vielen Seiten erwähnt, um nicht fleinlich einzudämmen, sondern um Vorkommnisse und Situati Anerbieten, namentlich bei den au pair- Stellen, sind meist zu sagen betont wird, als daß ich ihn übergehen dürfte. Im onen zu vermeiden, die für die einzelne wie für den deutschen verlockend genug, und nur zu häufig sieht sich die Sache von allgemeinen fümmern sich die Herren des Hauses so wenig Namen draußen gleich unrühmlich, wenn nicht schmählich sind. Deutschland aus durchaus so an, als ob das junge Mädchen um das deutsche" Fräulein" etwa der Kinder, daß es nicht Die verschiedenen Zuschriften, u. a. von einem deutschen Kon aus gutem Hause in eine gleichgestellte Familie aufgenommen für nötig gehalten wird, ihr auch nur die Tageszeit zu bieten. sulat in Südfrankreich, veranlassen mich, dieselbe Warnung, werden sollte, wo es als Entgelt für seinen Aufenthalt und ist sie aber jung, so fümmern sie sich im Gegenteil etwas und zwar besonders mit Bezug auf Südfrankreich, zu wieder die Annehmlichkeit, umsonst die Sprache zu erlernen, etwas zu viel und etwas zu intensiv um dasselbe Fräulein". volen; das einmütige, von einander unabhängige Urteil von Hausarbeit zu übernehmen hätte. In Wirklichkeit ist seine Führt das dann zu Weiterungen irgendwelcher Art, so ist jeit Jahren an Ort und Stelle ansässigen Deutschen verdient Stellung sehr viel ungünstiger als die eines Dienstboten, der seibverständlich niemals der Herr, sondern das Fräulein" jedenfalls in Deutschland gehört zu werden und wird auf alle seine bestimmten Obliegenheiten und Rechte hat: l'Allemande schuld, und es wird wegen mauvaise conduite entlassen, oder Fälle auffärend wirken. Die jungen Mädchen, die an ist der wenig geachtete Packesel, dem man ungeniert alles es wird ihr, wenn sie von sich aus fündigt, das ausbedungene pair oder gegen geringes Gehalt in Frankreich Stell- aujiädt, was fein anderer tun mag, und der dafür kein Anrecht Gehalt nicht gezahlt. Eine Dame berichtet mir einen Fall, ung suchen, sind zum großen Teil Töchter guter, aber mehr auf die geringste freie Stunde hat. Und was sowohl die wo ein deutsches Fräulein auf ein Schloß kam, vermutlich also oder weniger vermögensloser Familien, die einen Auslands- au pair wie die übrigen meist sehr schlecht bezahlten Stellen auf ein durchaus glänzendes Angebot. Ihre Stammertür hatte aufenthalt, gewöhnlich um die Sprache zu erlernen, nicht er angeht: das Französischlernen ist gewöhnlich völlig illusorisch. weder Schloß noch Riegel, was einer der Diener zu einem schwingen tönnen, und die gern arbeiten wollen, um ihren Die junge Deutsche geht nach Frankreich, um Französisch zu nachtlichen Ueberfall benutte. Folge: nicht etwa der Diener, Wissensdurst zu befriedigen. An sich gewiß etwas durchaus lernen, aber man hat sie kommen lassen, um von ihr auf das Fräulein" war schuldig, und da ihr nichts übrig blieb, Bernünftiges und Lobenswertes; kein vernünftiger Mensch wird billige Weise Deutsch zu profitieren, und also wird Deutsch mit als fortzugehen, bezahlte man ihr Gehalt nicht aus. einen anderen darum weniger gut behandeln, weil er arbeitet. ihr gesprochen: das heißt, sie muß mit den Kindern deutsch fummervollsten und schmählichsten sind natürlich die Fälle, in Aber erstens sind die verständigen Menschen überhaupt in der sprechen, denn eine andere Unterhaltung ist selten. Etwa außer denen ein unerfahrenes, törichtes Geschöpf aus der Hilflosigkeit Minderheit, und zweitens spricht die jeweils übliche Auffassung dem Hause die Sprache zu erlernen, schließt sich von selbst seiner Lage heraus in Schande und Elend kommt, rücksichtslos

Am