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Rassel. Ein Regierungserlaß zum Schutz Raubvögel wird bekannt gemacht. Die dortige Re­ng weist in einer Verfügung an die Schulen auf Notwendigkeit des Schutzes der Raubvögel hin und at auf, die Kinder darüber zu belehren. In vielen den find die Raubvögel durch unausgesetzte Ver­ung, die meist aus mangelnder Kenntnis her t. außerordentlich selten. Sollen sie in unserem Va­nbe nicht noch gänzlich verschwinden, dann ist es großhere Zeit, Maßregeln dagegen zu treffen und vor Begleitu en die Kenntnis der Raubvögel in weite Kreise zu of Ron.

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:( Kassel. Der Besuch der Viktoria Luise" Sigen Dr nunmehr morgen Donnerstag früh stattfinden. einen glerdings ist auch dabei Voraussetzung, daß die Wind­en Bude nachgelassen hat und die Witterung überhaupt für es Mob Fahrt günstig ist.

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Aus aller Welt.

Bestehe Paris. Ein Sieg über die Verunstaltung farrer Natur durch Reklame. Die französische Kammer hat er Lan 350 gegen 3 Stimmen das Gesetz angenommen, is die Reklameschilder an den Eisenbahnen mit einer such höhten Steuer belegt. Die neue Steuer ist so hoch be= tig aufen, daß sie die Streckenreklame unmöglich macht, 12 das ist der Zweck des Gesetzes.

Kraft::: Berlin. Mit Hinterlassung von 80 000 mrt. Industrie dulden ist der Bauunternehmer Alfred Müller aus irgermeisiederschönweide bei Berlin geflüchtet.

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dort Paris. Um sich Geld für den Besuch des hierauf inematographen zu beschaffen, hat ein 17jähriger Bur­Marcel Rouches am 1. März seine alte Tante n. Bei l mordet. Das Schwurgericht, vor dem Rouches mühle n wegen dieser Tat zu verantworten hatte, verurteilte geht dar

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zum Tode.

Dieses tur: Dortmund, 13. Aug. Heute vormittag ungdeutic urden etwa 26 Arbeiter der Montage- Firma Lotz u. Sperrt von einer Schlackenhalde verschüttet. Bisher 11 von d 5 Tote geborgen worden. Es sollen, wie gerücht r im Streie verlautet, mehr als 10 Tote zu beklagen sein. ch des BriBrandenburg, 12. Aug. In den Bren­abor- Werken war im Automobilbetrieb in der vorigen Beche ein Streif ausgebrochen, weil die Firma zwei aula lasene Arbeiter nicht wieder einstellen wollte. Das es, fin minnen der Firma, daß während des Streiks Arbei­in Opp Praus anderen Betrieben die Arbeit der Streifenden enrichten sollten, wurde von den Arbeitern zurückgewie­Die Firma sperrte daraufhin gestern abend sämtlichen 3000 Arbeiter aus.

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üftig gefi Bochum. Die Verwaltung der Zeche Loth­en und gen" teilt mit, daß sämtliche bei dem Unglück Ge­elen jetzt geborgen sind. Die Leichtverletzten in Berg­Bns heil befinden sich den Umständen entsprechend

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Rheinbabas Marschieren als beste körperliche

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Uebung.

tung erle In unseren Tagen ist die Hast, von einem Orte ihre anderen zu gelangen, so groß, und die Mittel zu ur Ausstequemer künstlicher Fortbewegung sind so zahlreich, daß e erläute die meisten Leute den vorzüglichen Einfluß, wei­

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en das Gehen auf die menschliche Gesundheit ausübt, micht mehr flar machen und ihn daher auch nicht Beumer- Dusnutzen. Der Turnlehrer der Universität Pennsylva­bische Ten, Herr W. J. Cromie, hat sich in einem im New­ahrt, der Outlook veröffentlichten Artikei über seine eigenen

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unter Feinden.

Roman von Karl Matthtas.

( Nachdruck verboten.)

e richten ett gerungen, diese mit Verlusten zurückgeworfen. Bei

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Im Rausche der ersten Seligkeit wollte er zu Bour­Her eilen, um ihm die Wundermär mitzuteilen. Doch Braune überlegte. Mit der Glücksnachricht allein war dem Staatsmin arrsinn dieses Mannes nicht betzukommen. Nur mit Wiedergefundenen Hand in Hand konnte er dieses ergrämte, verbitterte, rachsüchtige Gemüt beugen. So beschloß Waldemar, nach Orleans zu reisen, sei­De geden Braut ſelbſt abzuholen und dem Vater zuzuführen, hne daß dieser eine Ahnung des Glücksfalles hatte. Um die Stadt der Jungfrau waren in der Zwischen­theftige Kämpfe entbrannt. Bei Ladon und Maizie hatten die Preußen mit den übermächtigen Fran­Beaume de Rolande hatten sie gegen eine Armee von 200 000 Mann gestritten und diese auseinander ge= der grengt und teilweise vernichtet. Dann folgten die Ge­Fete bet Villepion und Loigny, nach denen sich die instrom Bayern bereit machten, wieder das verlorene Terrain zu erobern. Und dieser Termin sollte bald kommen. Kö­ig Wilhelm war der resultatlosen Kämpfe im Süden on Paris müde geworden; er befahl dem Prinzen Sriedrich Karl, die Entscheidung endgültig herbeizufüh= ren. Der Prinz zog die erforderlichen Streitkräfte zu­Tammen und rückte mit dem 3., 9. und 10. Korps, zu dem die Bayern und Hessen gesellten, gegen Orleans. Am BDezember entbrannte die Schlacht, die Franzosen wur­Den bis auf 15 Kilometer von der Stadt zurückgedrängt and erlitten fürchterliche Verluste. Am 4. Dezember wurden sie, umfaßt von den deutschen Heersabteilungen, ber die Loire gedrängt, Orleans schon in den Vormit­gsstunden von St. Loup aus beschossen, dann die Vor­

Berlin

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Erfahrungen als Fußgänger, sowie über die beste Art zu gehen und über alle Vorteile, welche man aus die­fer förperlichen Uebung zu ziehen vermag, des längeren ausgesprochen.

Er begrüßt das Marschieren nicht allein als eine be ste unter allen, die sämtliche Muskeln des Körpers der besten Körperübungen, sondern als die überhaupt zu mehr oder weniger starker Betätigung bringt. In einem Tagesmarsche fönnen wir die höchste Gesamtlei­stung erzielen, deren der Körper überhaupt fähig ist, ohne uns zu strapazieren und indem wir die allerbeste Wirkung für den Organismus erreichen. Wer mager ist, nimmt durch Gehübungen an Gewicht zu und

fühlt sich auch sonst wohler, was sich bald in seinem klareren Auge und in seiner strafferen Haltung zeigt; ein beleibter Mann verliert durch das Marschieren Fett und sein Körper wird in normalere Gewichtsverhält= nisse gebracht, was zu seinem Wohlbefinden sehr bei­trägt. Cromie führt einen Ausspruch des Veteranen unter den Fußgängern, Westons, an, der noch im Alter von 72 Jahren auf einer Fußtour täglich durchschnitt­lich 70 Kilometer zurücklegte, und der stets die Ansicht vertrat, das Gehen erhalte und fördere die Gesundheit junger Leute, verjünge Männer mittleren Alters und verlängere Greisen das Leben.

Natürlich darf man sich nicht gleich allzugroße An­strengungen zumuten, sondern muß sich zu solchen erst langsam trainieren, und von kleinen Märschen anfan­gend, allmählich zu größeren übergehen. Cromie gibt dem ungeübten Fußgänger einige beherzenswerte Winke. So muß nach seiner Erfahrung der Fuß zuerst mit dem Hacken und nicht mit dem Ballen auftreten, und beim Gehen flach auf dem Boden ruhen, so daß sich bei jedem Schritte das Gewicht des Körpers auf die ganze Sohle verteilt. Allzu starkes Auswärtswenden der Fußspitzen ist nicht zu empfehlen, vielmehr geht man am besten, wenn der Fuß fast gerade nach vorne ge­richtet ist. Die Arme sollen in natürlichem Herabhän­gen pendeln und die Körperhaltung soll aufrecht genug sein, um Brust und Lunge Raum zu gewähren. Auch der Fußbekleidung ist die gebührende Aufmerksamkeit zu­zuwenden. Die Strümpfe müssen glatt an dem Fuß an liegen, ohne Falten zu werfen; die Stiefel sollen gut passer und über den Zehen recht bequem sitzen.

Cromie ist der Ansicht, daß man sich zu jeder Ar: Arbeit am besten durch einen tüchtigen Marich ſtählt und vorbereitet. Ein solcher ist für den Körper dasselbe, was Großreinemachen" für die Wohnung ist.

Mutter Erde.*)

In der Schul koom vir des Wori

Vo' der Mutter Erde", Un der Lähre lang un braat Aa' dem Wort erklärte.

Wie er meent, se dehte all Den Begriff jetzt kenne, Saare: Wer kann jetzt en Sazz Mit dem Wort mir nenne!"

" Jch, ich waaß en Satz", rief laut Haselipse Dicker,

,, Mutter ehr de wäsche gehst,

Schmier mer noch zwa Sticker!"

*) Aus Siw wesache for 3e I a che." Neueste Scherzgedichte in nassauischer Mundart von Rud. Diez. Mit vielen Bildern. Verlag des Verfassers, Wiesbaden, Schützenhofstraße 14. Preis 60 Pfg.

städte und der Wald von Cercattes gestürmt, sodaß Ge­neral Chanzy den Abmarsch nach Chateaudun anord­nete. Nachdem auch Boulay genommen war und das 21. Korps Bourbitt über Gien zurückgezogen war, räumten auch die letzten Franzosen die Stadt, und der Großherzog von Mecklenburg zog noch in derselben Nacht an der Spize der 17. Division in die wiederge­wonnene Stadt ein, wo dann auch Prinz Friedrich Karl sein Hauptquartier aufschlug.

Von allen den Kriegsunruhen, dem Jammer und Elend hatte Desiree nichts gemerkt. Sie lag besinnungs­los im Fiebertaumel. Sie hörte das Donnern der Ka­nonen, das Krachen der Geschosse nicht, die ab und zu in der Nachbarschaft einschlugen und die alte Josnes an ihrem Bette erbeben machten. Die arme Alte hatte ihr Kindchen, wie sie Desiree nannte, nach besten Kräften gepflegt, treu gewacht an seinem Bette, bis die erste Todesgefahr vorübergegangen war. Dann nach der Krisis, die mit unerhörter Wucht kam, war sie selbst fast zusammengebrochen, denn die unaufhörlichen Nachtwa­chen schwächten sie ungemein. Ein Glück, daß Geld ge­nug im Hause war, um dem Mangel zu begegnen; denn die Arzneimittel und der Lebensunterhalt waren teuer in Orleans geworden. Gerade, als sich die Fieberhitze gebrochen, rückten die preußischen Sieger in die Stadt. Der Umstand, daß eine Typhuskranke da set, schützte Frau Josnes vor der gefürchteten Einquartierung. Der herbeigerufene Arzt, den schon Monsieur Pres empfoh­len, Dr. Cambriels, und die Jugend der Patientin ta= ten Wunder, Desirec genas allmählich. Das Fieber wich. Die Schwäche wurde durch angemessene Diät beseitigt. Ende Januar konnte sie das Bett verlassen. Vor allen Dingen wollte sie nun den Ihrigen Nachricht geben. Aber ein Brief an Frau von Tarandal blieb unbeant­wortet, ein zweiter, nach Luefwarden gesandt, gleichfalls. Die unsichere Postverbindung mochte wohl schuld sein. An Waldemar wußte sie nicht zu schreiben. Aus Rei­

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinde in Gießen.

Donnerstag, den 15. August. Fest Mariae Himmelfahrt. Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Militärgottes­dienst.

Nachm. 2 Uhr: Festandacht mit Segen.

Abends um 8% Uhr ist Versammlung der Gemeinde.

Bad Nauheim

Programm v. 15. bis 17. Aug. 1912. Donnerstag, 15. August, nachmittags und abends Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaus­saale Lichtbilder- Vortrag des Herrn Kränzlin vom Norddeutschen Lloyd in Bremen:, Entwicklung der In­nendekoration auf den Ozeandampfern". Freitag, 16. August, nachmittags und abends Kon­zert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr im Kurhaus­saale Operette vorstellung: Eva Samstag, 17. August, nachmittags Konzert der Kurkapelle. Abends 84 Uhr im Konzerthaus 6. Künst­lerkonzert unter Mitwirkung der Kammersängerin Frau Paula Dönges vom Opernhaus Frankfurt a. M.

Hotel- Restaurant Germania

Parkstrasse 50

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Bad Nauheim Besitzer Heinrich Wagner Vorzügl. Küche Prima Weine

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Besitzer Hartmann Langsdorf

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Gastwirtschaft u. Metzgerei mit elektr. Betriebe. Eigene Aepfelwein- Kelterei.

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chenbach war er wohl schon längst fort; wo also sollte ste ihn finden?

Da trat der brave Kiezze thr entgegen. Nach Deft rees Genesung hatte Frau Josnes doch einen Offizier aufnehmen müssen. Sie wohnte nun mit dem Mädchen in einem engen Stübchen zusammen. Desiree erkannte den ehemaligen Krankenwärter sofort. Ste pries das Ge schick, das sie mit ihm zusammengeführt, und teilte ihm ihre hilflose Lage mit. Kieze traf die beste Maßnahme, indem er sofort an Waldemar unter militärischer Adresse schrieb. Acht Tage später trat dieser in das Stübchen der Wirtin ein, an dessen Fenster Desiree mit einer Handarbeit beschäftigt war.

" Desiree Waldemar!" tönten ihre Rufe, die bis zum Zimmer des Oberstleutnants hinüberschallten, wo die Josnes gerade beschäftigt war. Als diese erschreckt hinüberlief, fand sie zwei glücklich Liebende, die sich nach harter Prüfung wiedergefunden hatten und sich über­selig in den Arnen hielten. Die alte Frau begriff die Situation, letse drückte sie die Türe zu und überließ das Brautpaar sich selbst, das sich so viel, so unendlich viel zu erzählen hatte.

Wahrlich, die Nachrichten, welche Waldemar brachte, wogen schwer. Als Desiree hörte, daß der Bruder, daß der Vater lebe, brachen ihre Tränen auf's Neue hervor, aber es waren Freudentränen, und das Beben, welches durch ihren Körper ging, schmerzte sie nicht. Glück­schauernd legte sie das Haupt an des Geliebten Brust und flüsterte:

" Nun laß mich sterben, mein Waldemar, nun habe ich der Freude genug genossen."

,, Nein, nicht sterben, mein Lieb," sagte er, sie tüs­send. Nun werden wir leben und mit dem Segen Dei­nes Vaters glücklich werden. Fortan fann und wird er nicht länger widerstehen. Nun muß sich uns seine frit­here Liebe wieder zuwenden."

Fortsegung folgt.)