men zu bei jogar mit erichlag wa hier durd ung von Do heren Ungi iche Entite
Gießener Zeitung
machte mar eine ander ben mit den e verschieber
Der fozialber hringen, t Den Latjade
it dem die
at Cleff da
beharrte.
feinem fozia
40
C
Bezugspreis 40 pig. monatlich
( Neueste Nachrichten)
exteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, fret ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 90 Bfg.
meg
-
Erscheint
Rittwoche und Samstags. Redaktion: Selters83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.
Beg, auf der r. 82
angeltreble
lbst gewal
.
1. Blatt.
gestellte Uric Herrn Hue herd ausfin nijchädigung ond zögern noch, dem König von Montenegro rlich rund ihren Kriegserflärungen nachzufolgen. Dh spreten felbft un en alle Anzeichen dafür, daß diese zurückhaltung nur Und wievie arouf berechnet ist, noch eine Frist zu gewinnen, bis ibt sich ein Ballanstaaten mit ihren Kriegsvorbereitungen, ins
Zu den Balkan- Wirren.
Bulgaren, Serbien und Griechen
höhung besondere mit ihrem Aufmarsch an der türkischen Grenze ng des per fertig sind. Inzwischen schlagen sich schon die Monhtbewußtsein
fen, rflossen, m Abend td und laben
enegriner mit den Türken an der Grenze herum.
Gleichzeitig mit dem Vorstoß Montenegros auf Berana an der östlichen Grenze Montenegros sind die montenegrinischen Truppen auch im Süden in der Richlung auf Stutari zum Angriff übergegangen. Ihre Arillerie beschoß von der Gegend von Podgorizza aus die tirlifd) en Stellungen auf dem östlichen Seeufer.
Podgoriza, 10. Oft. Die Montenegriner Frauen, mahmen gestern die Höhe von Plawnizza. Heute wurde fman ihm farle Befestigung von Detschitsch erstürmt, wobei wiele montenegrinisch Offiziere fielen. Nach hartnädigem SI: Bun Biderstand ergab sich der türkische Kommandant mit der Bejagung. Auf beiden Seiten gab es schwere Verluste. Den Montenegrinern fielen vier Geschütze in die Hände. Ueber stattgefundene Kämpfe bei Berana fehlen mech Einzelheiten.
Ha
frisch
affee
.
Cetinje, 11. Oft. Der Kommandant der cntenegrinischen Artillerie, General Bogowitsch, hat sich ach dem Gefecht von Planitza erschossen. Der
Lönig hatte den General in barscheſter Weise getadelt,
her die Artillerie schlecht geführt und zu viel Munion werbraucht habe. Der General nahm sich die königThe Ungnade so zu Herzen, daß er sich kurz darauf αόρ.
Im übrigen darf man wohl den ganzen montene inijch- türkischen Krieg, solange er nicht zum allgemei Ballanbrande wird, als recht harmlos ansehen. Auch in Konstantinopel hält man den Krieg mit Montenegro für bedeutungslos. Man erklärt dort, und dem ist einige Berechtigung nicht abzustreiten, MonOhrh tine gro sei nicht in der Lage, einen Ofensivkrieg zu fühTn und die Türkei beabsichtige ihrerseits feine großen militärischen Operationen in Montenegro. Wahrschein
fen Herde
Ka
lobel
das beste
englanz
Alleiniger
Schulzlen
bt tiefsch
=
Expedition: Selters weg 83.
Samstag, den 12. Oftober 1912.
Ursache darin, daß man in Bulgarien, Serbien und Griechenland Zeit gewinnen wollte und gehofft habe, dak die Türkei große Truppenmengen an der montene grinischen Grenze vereinigen werde und dadurch sich nach den anderen Seiten hin schwächen werde. Der türkische Generalstab könne diese Naivität nur belächeln. Jm übrigen werde man gegen Bulgarien und Serbien and eventuell auch gegen Griechenland vorgehen und sich nicht länger mit Montenegro aufhalten.
( Gickener Tageblatt)
Anzeigenpreis 20 pfg.
-
die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 fg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Blazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei.
Telephon 9r.: 862.
24. Jabra.
ge=
fia und Cetinje soeben zur allgemeinen Kenntnis bradt hätten, daß sie nach dem Kriege feine Gebietserweiterungen dulden werden."- Das flingt allerdings sehr vieldeutig.
2000
* Griechische Freischürler, angeblich gegen Mann stark, besetzten in der Gegend von Diskata die Grenze, die sie überschritten. Sie wurden von türkischen Grenztruppen mit empfindlichen Verlusten zurüdgeschla
Salontti, 11. Oft. Die Arnauten grif- gen. Ueber ganz Rumelien, einschließlich des Sandschals Novibazar, ist der Belagerungszustand verhängt.
fen zu den Waffen und ziehen gegen die serbi- che Grenze.
本
Athen, 10. Ott. Ministerpräsident Venizelos
erklärte bei einer öffentlichen Kundgebung, er hoffe noch immer, daß der Frieden erhalten bleibe. Als ihn die
=
London. In hiesigen amtlichen Kreisen ist jetzt alle Hoffnung geschwunden, daß der Friede auf dem Balkan erhalten bleiben fönnte.
Verbandlungen.
Menge mit den Rufen:„ Es lebe der König!" unter Zu den türkiscb- italienischen Friedensbrach, wiederholte er diesen Satz und fügte bei, wenn Griechenland in seinen Hoffnungen getäuscht werden solle, könne das Volk zu seinem Heere und zu seiner Flotte Vertrauen haben. Es soll sogar Aussicht vorhanden sein, daß Griechenland vom Balkanbund ab= springi und der Türkei keine Kriegserklärung überreicht.
197-90801
-
Belgrad, 11. Oft. In hiesigen unterrichteten Kreisen wird der Ausbruch des allgemeinen Bollantrieges als unvermeidlich angeschen. Jede weitere diplomatische Aktion wird als zwed los bezeichnet. Der Beginn der Feindseligkei ten wird spätestens für Montag erwartet.
Athen, 11. Okt. Es besteht kein Rest von
* Nach den letzten Rachrichten aus türkischer Quelle fönne die Unterzeichnung des Friedensvertrages mög licherweise schon am Samstag( heute) erfolgen. Dem gegenüber veröffentlicht die„ Tribuna" eine Depesche aus Duchn, die besagt:„ Jn letzter Stunde, als die Hauptpunkte der Friedensverhandlungen bereits erledigt wa ren, hat die Türkei neue un annehmbare Vorschläge in den Vordergrund gestellt. Wahrscheinlichkeit nach werden, wenn diese Forderungen nicht alsbald zurückgezogen werden, die Verhand=
Aller
Zweifel mehr, daß auch hier der Krieg aus vollem Her- lungen abgebrochen, und der Krieg mit größter Enerzen heraus erwartet wird. Es ist nur eine Frage we
niger Tage, wann Griechenland und seine anderen beiden Verbündeten dem Beispiele Montenegros folgen
werden.
Berlin, 11. Oft. Ein Wiener Telegramm der Vossischen Zeitung meldet: Sofort nach Ausbruch des Krieges werden Oesterreich und Rußland gleichleutende Neutralitätserklärungen abgeben. Eine russische Anregung, Desterreich- Ungarn und Rußland möchten übereinstimmend gleichzeitig erklären, daß sie aus Anlaß des Balkantrieges teine Ge= bietserweiterungen anstreben würden, wurde von Cesterreich- Ungarn abgelehnt mit der Begründung, daß Desterreich mit Rußland durch ihre
gie fortgeführt werden." Wie von der„ Agenzia Stefant" amtlich gemeldet wird, hat das italienische erste
Geschwader, das unter dem Befehl des Admirals Viale sich in den italienischen Gewässern befindet, Befehl erhalten, sich zur Abfahrt in das ägäische Meer bereit zu halten.
Politische Rundschau.
Deutschland.
Die Ernennung des Prinzen Eitel Friedrich zum Oberstleutnant im österreichischen Infanterie- Regiment Nr. 34, die durch den Kaiser Franz Joseph, soeben erfolgte, ist deshalb besonders bemerkenswert, weil der Prinz damit in der österreichischen Ar
in Striegserfarire übereinstimmenden Erflärungen in Athen, Belgrad, Bremer einen höheren ang als in der preuifchen ein
Das Glückskind.
Roman von Jrene von Hellmuth.
( Nachdruck verboten.)
„ Laß ihn, Mathilde!" sagte sie fast streng, ihm ist un wohl, er hatte der Sorgen und des Kummers mehr genug auf dieser Welt." Mathilde nickte weinend vor sich hin. Durch mich,
14,
ich, ich allein hatte Schuld da= o, es ist hart, ich ertrage es nicht!" Wiederum sank sie am Bettrand nieder und schluchzte um Erbarmen, indes Aurelia leise zu ihr trat:
Wohl fann Dir dieser Vorwurf, den Du selbst Dir den gemacht, nicht erspart werden," sagte sie. Du hast 6limm gewirtschaftet mit seinem mühsam verdienten Gelde, allein daran ist jetzt nichts mehr zu ändern, hoffentlich läßt Du Dir den traurigen Fall eine Lehre sein." Eine fleine Pause entstand, niemand sprach ein Bort, nur Mathilde weinte noch immer unaufhörlich mi herzbrechend, als Aurelia wieder begann:
" Faffe Mut, Liebste, Du wirst jetzt eben schaffen Crassen, Deinen und der Kinder Unterhalt zu verdienen, unid ich will Dir gern dabei behilflich sein."
Cobel
bestbew
Fenpol
Derall erha
perall zu h
Filterer fadhi
Salom
rnde Arbeit
Tudt
1. Schwei
Majciar Webla
Die beiden Kleinen waren, sich eng umschlungen balltend, auf dem Sofa eingeschlafen, und boten mit ihren art geröteten Wangen einen gar lieblichen Anblick.
Sie hingen in inniger, rührender Zärtlichkeit aneinander, wie man es bei Kindern, und schon gar bei Geschwistern, selten trifft. Es war noch niemals vorgetommen, daß sie sich miteinander zankten oder stritten. feines mochte das andere weinen schen, alles, was sie gefchenkt bekamen, teilen sie redlich mit einander. An Lante Aurelia besaßen die Kinder eir: treue, sorgfamme Beschütterin. Das Fräulein hatte nur den einen, großen Fehler, daß es mit allen Mitteln darnach trachtette, einen Mann zu bekommen, und deshalb öfters von Mathilde verspottet wurde.
Dann zog sie sich tagelang auf ihr Zimmer zurück, grollend mit ihrem Schicksal im allgemeinen, und mit der gesamten Herrenwelt im Besonderen, weil es keiner einsehen wollte, was für ein Juwel er an ihr besitzen könnte.
Doch immer waren es die Kinder, die sie ihren Schmerz vergessen machten, und durch ihr heiteres Geplauder alle Schatten verscheuchten.
So gelobte sich Aurelia auch in dieser Nacht, die ihr die schrecklichste ihres bisherigen Lebens dünkte, zu tun, was in ihren Kräften stand, um den kleinen nach Möglichkeit den Vater ersezen zu helfen.
II.
Weihnachten stand vor der Tür. Frau Mathilde faß, ganz in thre Arbeit vertieft, am Fenster. Aus der ehemals so lebensluftigen, in allen besseren Streisen der Stadt wohlbekannten Frau war eine fille, in fich ge= fehrte, trauernde Witwe geworden. Ste arbettete in den letzten Wochen faft zu viel, um ihren und der Kinder Unterhalt zu verdienen. Einen Augenblid ruhten jetzt die fleißigen Hände, um den Mund irrte ein leises Lächeln, als sie nach den eifrig spielenden Kindern| schaute.
Röschen hantierte emfig mit allerlei Puppengeschirr, Indem sie lustig dazu sang:
Wenn ich groß bin, wenn ich groß bin. Weiß ich auch, was ich werd,
Ich werd' eine Köchin, eine Köchin am Herd." Waldemar, der Junge, mit dem blonden Arauskopf, schwang seinen hölzernen Säbel, und fiel lachend mit heller Stimme ein:
Wenn ich groß bin, wenn ich groß bin, Weiß ich auch, was ich werd,
Ich werde ein Reiter, ein Reiter zu Pferd."
In diesem Augenblic trat Tante Aurelia zum Ausgehen gerüstet ein. Sie trug eine furze, enganliegende
Belzjacke, eine dazu passende, aber sie viel zu jugendlich fleidende Pelzmüze nebst Muff.
Mathilde" sagte sie, auf die blaffe Frau zutretend, ,, es ist ein flarer, heller Tag heute; ich gehe aus, um einige Freundinnen zu besuchen, willst Du, daß ich bte Kinder mitnehme? Ich dächte, es würde ihnen gut tun, ein wenig frische Luft zu schöpfen."
Röschen fann allenfalls mit Dir gehen," erwiderte jene,„ Waldemar klagte heute über Schmerzen im Hals, und soll deshalb im Zimmer bleiben."
Ach, Muttchen, wenn Waldi nicht mit geht, bleibe ich auch da, sonst ist er ganz allein," meinte Röschen trenherzig.
Geh Du nur mit," entschied die Mutter, ihr tommt ohnehin jetzt zu selten hinaus, Waldemar bleibt schön bet mir, nicht wahr, mein Jungchen?"
Der Kleine nickte, aber doch traten ihm die Tränen in die blauen Augen, als sein Schwesterchen, ihm die Hand reichend, sagte:„ Ich komme ja bald wieder, Waldi, dann spielen wir weiter."
Er wäre doch gar zu gerne mitgegangen, nun fühlte er sich so einsam, die Mutter saß meist still bei ihrer Arbeit und weinte nicht selten, seit der Bater tot war. Waldemar eilte an das Fenster, drückte das Stumpfnäschen platt an die Scheiben und schaute traurig den sich Entfernenden nach, bis sie seinen Blicken ent= schwanden.
Tante Aurelia schritt, Röschens kleine Hand in der ihrigen, eilig vorwärts. Die Wintersonne lag grell auf bem frisch gefallenen Schnee, der wie Diamanten glit zerte, und blendete so die Augen, daß man sie fast nicht aufschlagen fonnte.
Einige Straßen hatten die beiden schon durchschritten, als Röschen, plößlich stehen bleibend, lebhe t ausrief:„ Ei, fteh doch mal, Tantchen, was ist denn da? Dort, ich meine, wo die vielen Leute find!" Gortsegung folgt.)


