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reise nach Belgien, England, Frankreich und Desterreich Ungarn fortjeßen, um seine offiziellen Aufträge zu er lebigen.

Die deutsche Seeberufsgenossenschaft beabsichtigt die zwangsweise Einführung der untentele graphie auf den Passagier- und Frachtdampfern Deutschlands, die den Atlandischen und Stillen Ozean freuzen.

Berlin. Die Reichshauptstadt birgt in diesen Tagen einen seltenen Besuch in ihren Mauern, den aufs herzlichste zu begrüßen, unfer offiziöses Regierungs or gan, die Nordd. Allg. 3tg." Veranlassung genommen hat. Es handelt sich um schwedische Journa listen, die der Einladung deutscher Kollegen folgten und so deren vorjährigen Besuch in den nordischen Län­dern erwiderten. Für die Stellung zweier Mächte zu einander kann die Haltung der Presse von nicht gerin­gem Einfluß sein, daher fällt den schwedischen Blättern für eine freundschaftliche Gestaltung der deutsch- schwedi schen Beziehungen ein bedeutender Einfluß zu.

Desterreich.

Die österreich- ungarischen Botschafter bei den Mächten haben nunmehr detaillierte Anweisungen für den Vorschlag des Grafen Berchtold erhalten, so daß die Konversation nunmehr bald in Fluß kommen dürfte.

Ungarn.

Budapest. Die ungarische Regierung hat angesichts des bevorstehenden Wiederzusammentritts des Abgeordnetenhauses umfassende Sicherheitsmaßregeln ge­

troffen.

Frankreich.

Paris. Auf einer Sedanfeier in Fran­

reich erklärte der ehemalige französische Kriegsminister Etienne, daß die gegenwärtige politische Situation ern­

ſter denn je wäre. Wir ständen am Vorabend großer

Ereignisse.

Spanien.

Madrid. Der von französischen Blättern an­gekündigte Anschluß Spaniens an die Triplentente wird in Madrid nicht bestätigt.

China.

Die chinesische Regierung hat die Ansprüche Großbritanniens auf Tibet in einer ziemlich energischen Note zurückgewiesen. Die Note wurde dem britischen Gesandten in Pefing überreicht.

Amerika.

Bei den nächsten Wahlen in den Vereinigten Staaten werden dadurch, daß zum ersten Mal auch Frauen ihre Stimme abgeben, fünf Millionen mehr Stimmberechtigte sein als im Jahre 1908.

Vom Bergbau.

( Schluß.)

bezirt fiel sie von 52 397 auf 51 736, während sie sich| legschaft berechnet, von 1,862 auf 1,929 gestiegen. J

in Niederschlesien mit 27 988 auf der gleichen Höhe hielt wie im Vorjahr( 27 979).

Der Jahresarbeitsverdienst eines Arbeiters der Ge­famtbelegschaft betrug in den letzten Jahren:

im D.- B.- Bez. Dortmund in Oberschlesien

1907 1908 1909 1910 1911 M. M. M. M. M. 1562 1494 1350 1382 1446 1003 1016 986 964 980 1185 1182 1136 1122 1168 990 1000 975 974 998 1455 1409 1344 1375 1395 Die Jahreslöhne der unterirdisch beschäftigten eigent­lichen Bergarbeiter( etwa die Hälfte der Gesamtbeleg= fchaft) betrugen:

Im letzten Abschnitt des Berichts wird ausführlich n- und Arbeiterverhältnisse in den preußischen Bergbaubezirken berichtet. Die Ar­beiterzahl( ohne Beamte) stieg im Oberbergamtsbezirk Dortmund von 334 619 in 1910 auf 341 716 im Be richtsjahr, in Oberschlesien von 116 262 auf 117 403, im Aachener Bezirk von 22 224 auf 23 302; im Saar­

90)

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthtas.

im Saarbezir! in Niederschlesien

im Aachener Bezirk-

Dortmund Oberschlesien Saarbezirk Niederschlesien Acchen

1907 1908 1909 1910 1911 M. M. M. M. M. 1871 1766 1556 1589 1666

1130 1146 1100 1068 1094 1330 1333 1273 1248 1298 1080 1088 1045 1040 1069 1599 1532 1456 1502 1524 Auf eine Schicht der Gesamtbelegschaft sowie der eigentlichen Bergarbeiter entfiel in den letzten 3 Jahren folgender Verdienst: Unterirdisch beschäftigte

( Nachdruck verboten.) Du hattest Recht, Waldemar," sprach er zu Tyrolt, als er im Beisein von Tante Nataly die Hände seiner Kinder ineinanderfügte. Des Menschen Herz ist wan­delbar. Gott lenkt es nach seinem Entschluß, und indem er mir mein Sedan in der Schlechtigkeit meines Sohnes und der Erbärmlichkeit meiner chauvinistischen Freunde zeigte, öffnete er mir die Augen, daß ich den einzigen Weg zum Frieden fände, der nicht Haß und Revanche, sondern einzig und allein in Eurem Glücke zu finden ist."

Verzeih mir, Vater, daß ich nur einen Augenblick an Deinem Edelsinn zweifeln konnte", bat Desiree, den Kopf an seine Brust legend.

Gesamt. belegschaft

eigentl. Bergarbeiter 1909 1910 1911 M. M. M.

Bergbau des Dortmunder Bezirks fiel die entsprechen Verunglüdungsziffer von 2,240 auf 2,222.

Am Schluß des Berichts wird noch über die Täi keit des Berg gewerbegerichts Dortmun berichtet. Die Zahl der im Jahre 1911 erhobenen S gen betrug danach 1179( 33 auf je 10 000 Mann be Belegschaft.)

Aus Stadt und Land.

Gießen, 4. September 1911

Der Großherzog hat folgende Auszeit nungen zum 31. August 1912 zum Jubiläum der Op werfe verliehen und zwar: das Ritterkreuz 1. Klasse Verdienstordens Philipps des Großmütigen den inhabern der Firma Adam Opel, Heinrich Dp

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abend und Friz Opel; das Ritterfreuz 2. Klasse desfell paren ein 6 Friedr. Die hl; das Allgemeine Ehrenzeichen mit nach Hause. 3nschrift Für treue Arbeit" den Fabritarbeitern Ro Börner, J. Schmitt, Joh. Treber, Martin Summerband deutsche Martin Daum, Philipp Heinr. Müller, Adam Sc. Mts. in W Heinr. Daum, Peter Schmitt, Martin Burk, 3. Senlung abhält, lich, Friedrich Schilling, Adam Hummel, A. Diehl der zufolge Joh. Hummel 14.

Aerztlicher Fortbildungskurs

der Verlau

Die erhöhten

der Universität Gießen. Im Wintersemester 1912 der Produkti werden folgende Vorträge für Aerzte gehalten: 1. Be ſowie der Ro 5,33 5,37 5,55 Dr. Garten: Die neueren physiologischen Methodiprechende Br zur Untersuchung der Herztätigkeit. 2. Profeffor fumierenden Neumann: Die Protozoen als Krankheitserreger muß, da ein Die bakteriologische Diagnose in der Praxis. 3. r auf Kosten

1909 1910 1911 M. M. M. Dortmund 4,49 4,54 4,69 Oberschlesien 3,48 3,44 3,48 3,97 3,91 3,98 Saarbezirk 3,96 3,97 4,06 4,51 4,50 4,60 Niederschlesien 3,23 3,23 3,30 3,47 3,46 3,54 Aachen 4,45 4,49 4,59 5,01 5,09 5,19 Die Lebens- und Unfallversicherung

" Nun, der alte Stern war faum noch erkennbar, mit einer dicken Kruste von allem Häßlichen umgeben, das die Seele des Menschen nur erfüllen konnte", wehrte er kopfschüttelnd. Ich bemühe mich noch immer, ihn ganz und gar berauszuschälen und von den eklen Schlacken frei zu machen. Dazu soll Dein Verlobter mir belfen. Willst Du das, Du braver, uneigennütziger Mann?"

Nun denn, verlaß mich nicht mehr. Gib Deine neue Stellung auf, aieb zu uns, nach dem freien Bel­gien. Wir wollen und dort ein neues Heim, eine neue Werkstätte bauen und zusammen arbeiten zum Wohle ber Menschheit und des Friedens."

XXVII.

der Beamten der dem Bergbauverein angehörenden 3e chen erfolgte hauptsächlich bei der Versicherungsgesellschaft Nordstern". Die Zahl der mit dieser Gesellschaft ein­gegangenen Lebensversicherungen stieg von 8654 Poli­cen mit einer Versicherungssumme von 48,8 Millionen Mar zu Anfang 1911 auf 8837 Policen und 50,74 Mill. Mt. zu Anfang 1912. Gegen Unfall und Inva­lidität waren auf den Vereins werken im Jahre 1911 12 479 Personen versichert mit einer Jahresprämie von 332 860 Mt. Davon zählte allein der Nordstern" 8272 Personen und 236 223 Mt.

Fünfundzwanzig Jahre des ununterbrochenen Friedens sind dahingeflossen. In tel weben die Flag­gen aller Nationen. Auch die französische Trikolore Tattert von dem Maste der stolzen Schlachtschiffe der Republik, die gekommen sind, teilzunehmen an der

Ueber die gesamte Arbeiter Versicherung werder ebenfalls ausführliche statistische Nachweise ge­boten, sowohl über den Allgemeinen Knappschaftsverein wie die Sektion 2 der Knappschafts- Berufsgenossenschaft. Darach betrug die Mitgliederzahl des Knappschaftsver eins Ende des Berichtsjahres 366 793 gegen 352 156 Ende 1910. Der Belegschaftswechsel betrug auf 100 der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeiter 62 3u­gänge und 59 Abgänge. Das Vermögen des Knapp schaftsvereins stieg von 175,3 Mill. auf 199,4 Mill. Mark.

Von der Sektion 2 der Knappschaftsberufsgenossen­schait wurden im letzten Jahre für tödliche Unfälle ins­gejamt 4,22 Mill. Mr. an Entschädigungen gezahlt. Für nicht tödliche Unfälle wurden 8,17 Mill. Mr. an Entschädigungen aufgewandt. Insgesamt wurden für Get die Zwecke der Unfallversicherung innerhalb des tionsbezirks im letzten Jahre 15,57 Mill. Mt. umge­legt, von denen 99,6 Proz.. allein auf den Steinkohlen­bergbau entfielen.

Nach einer Uebersicht über die Todesursachen der im Oberbergamtsbezirk Dortmund sowie beim gesamten Bergwerksbetriebe Preußens vorgekommenen Verun­glüdungen ist die Zahl der tödlichen Unfälle im Bergwerksbetriebe Preußens, auf 1000 Mann der Be­

Feier des größten deutschen Werkes, der Vollendung des Kaiser Wilhelm- Kanals. Frankreich, das solange feindlich beiseite gestanden, wenn es galt, deutsche Er­folge zu würdigen, deutscher Kunst Einlaß zu gestatten, deutsche Industrie anzuerkennen, hat trotz seiner Hand­voll chauvinistischer Schreier das Grollen aufgegeben und salutiert mit seinen ehernen Feuerschlünden, dem deutschen Katser, der gekommen ist, das Wert zu vollen­den, welches sein großer Ahne begonnen hat. Unter feierlichen Hammerschlägen wurde der Schlußstein_ge­legt. Im Namen des dreieinigen Gottes, zur Ehre Kat­ser Wilhelms, zum Heile Deutschlands, zum Wohle der Völker waren die Worte, welche Wilhelm II. dazu sprach. Und nun beginnt die Flottenrevue. Die mächtt­gen Schiffskoloffe haben Stellung genommen. Die Ho­henzollern" fährt durch ihre Reiben. Der deutsche Kat­ser steht auf ihrer Kommandobrücke. Ueberall schallen ihm die begeisterten Zurufe der Matrosen, die rollen­den Geschützfalven der Schiffe entgegen, daß durchdrin­gende Hurrab der Oesterreicher wird abgelöst von dem Evviva" der Jtaltener, der Dreibund feiert sein Ber brüderungsfest. Wie jedoch das Kaiserschiff bei dem französischen Panzer Hoche" vorüberkommt, winken die Franzosen stumm in den Wanten; die Musik spielt wohl auf dem Schiffe, der französische Admiral faluttert, die Kanonen werden gelöst, aber der Gruß ist fühl. Wie anders Klang der Salut in Kronstadt, als die Fran­zosen um Rußlands Freundschaft warben.

Dr. Voit: Klinische Demonstrationen. 4. Prof. Poppert: 1) 3ur chirurgischen Behandlung

Gießen. 2

en unter Anerken

Appendicitis; 2) Klinische Demonstrationen. 5. Bmtsdiener Leon Dr. Opitz: Konservative Gynäkologie. Röntgenbeha lung in der Gynäkologie. 6. Prof. Dr. Vossius Dienſte vom Aus der Unfallpraxis in der Augenheilkunde. Das ulatland verfekt u ferpens corneae. 7. Prof. Dr. v. Eiden: Ueber der Inschri tramteningeale Komplikationen bei Ohreiterungen. U Gießen. D die direkten Untersuchungsmethoden der Luftwege der Speiseröhre. 8. Prof. Dr. Sommer: Diffe le des Elektrizi tialdiagnose der progressiven Paralyse. Hirntumorang entgegen. Auc 9. Prof. Dr. Jesionet: Moderne Syphilistherapon zwei neuen Ueber Elzem und Ekzemtherapie. 10. Profeffor ale ist in Koeppe: Ueber den praktischen Wert der Aufstellum bereits teilweise des Begriffes der Diathese spez. der ersudativen montiert werd these. Die Bedeutung von Heubners Energie Quoti Bagenhalle ten" für die Säuglingsernährung in der Praxis. Herstellung foll den Vorträgen finden 5 vor Weihnachten und 5 men werden. Weihnachten und zwar im allgemeinen alle 14 Gießen. Donnerstag von 5 bis 7 Uhr statt. Einzelne enem in etwa 14 S ungen bleiben vorbehalten. Die Teilnehmerfarte ollendet, an der sämtliche Vorträge beträgt 10 Mart. Der Betrag vorher mit genauer Adresse an die Universitäts- Qui einzusenden, worauf Zusendung der Mitgliedskarte folgt. Anmeldungen bis spätestens 15. Oftober erbein

Sie können nicht vergeben und vergessen," sagte ein Herr zu seiner Begleiterin, welche gleich ihm an der Rampe eines Lustdampfers stand, der bet Beginn der Flotten- eRevue dem Ufer zugefahren war und abfelts in der Nähe des Hoche" htelt. Diese zurückhaltung ist das Eingeständnis, daß sie die Boulangisten und die anderen Revancheschreter in Paris fürchten."

Ich bitte Dich, sprich nicht so laut, der Papa tönnte

n Sedan. Ein schöner Zug ist es, daß man den militärischen Vereinen jährlich des großen Tap von Sedan gedenkt. Diesen Tag feierte letzten Gomm wieder der Kriegerverein Gießen mit Fa lien im Philosophenwald. Sehr gut war das Fet sucht und es bot reichliche Gelegenheit zur Unterhalt für Groß und Klein. Der Vorsitzende, Staatsam Trümpert, hielt die Ansprache, die in ein Hoch Kaiser und Großherzog austlang. Der Vorsitzende Kriegerkameradschaft, Bruchhäuser, gab eine G derung aus seinen Kriegserlebnissen am 31. Auguft 1. September 1870 und brachte dem Keiegerverein

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Gießen, ist bei Bi Leirmund von en. Der Tod

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Hirra aus. Oberassistent Margolf trug ein hübben, unter A Gedicht vor. Scheibenschießen, Tanz und gemein, vom 1. OH

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Dich hören," warnie die Dame, eine noch immer( 10 Uhr, fom

Brünette, an seiner Seite.

der Gewerficha

Bah, der hört nichts," lächelte ihr Gatte, ein Oranien u fer hochgewachsener Mann, im Anfange der Fünfels und Le

behaglich seinen blonden Vollbart streichelnd.

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er mit dem Franzosen drüben spricht, hört und fick nichts mehr von der ganzen Flottenparade."

Aber der Blonde irrte sich. Der Bezeichnete, Greis, mit silberweißen Haaren und Bart, aber ungebeugter Haltung und eleganter Erschein wandte sich plötzlich dem Ehepaare zu, welches foc seine Reden im zärtlichsten Tone ausgetauscht hatte

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firdhenrats in

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griff seines Nachbarn Arm und stellte ihn feinen Entlaffur

dern vor.

Mein Shwiegersohn Waldemar Tyrolt und m Tochter Desiree, seine Frau. Die hier Herr Graf d court, General der Republik."

Der Letztere verbeugte sich, ohne die Dame au Augen zu lassen. Bet Nennung des Namens erb der Ausdruck der Freude sein männlich schönes, tich bräuntes Antlitz,

Ihr Vorname, Madame, verbunden mit dem men Ihres Herrn Baters, erwedt in mir die G nerung an ein hochbedeutendes Erlebnis," sagte er volltönender Stimme. Bor fünfundzwanzig Ja hatte ich das Glud, mit einer jungen Dame gleichen mens auf der Esperance" nach Bordeaux zu fabren sie von dort nach Orleans zu begleiten."

Das war ich, Herr General ,,, entgegnete die raschte Frau, welche schon bet Nennung feines Nam gestutzt hatte. Ich habe sie nicht vergessen, Ste re ten mich vor& erter und Untergang."

Wir haben viel von Ihnen gesprochen, mein ber rief Tyrolt voll Freude über dieses Zusammentre nach so langen Jahren; es war stets mein Wunsch, fennen an fernen und Ihnen au banken."

( Schlus

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