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Gießener Zeitung

ition u Schabenregul Beamten. Stellung und dauernd. Gefl Offerten fus.&.. Danfenftein& Bag

Berlin B.

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Bezugspreis 40 pfg. monatlich

( Neueste Nachrichten)

Ene Bürgen, Rateniertelfährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, fret ins Haus. gibt sonellten Selbig bgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig­

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gabestellen vierteljährlich 90 Pfg.- Mittwochs und Samstags. peg 83.

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Erscheint

Redaktion: Selters­Für Aufbewahrung oder Rücksendung tht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 36.

Telephon: Nr. 362.

Politische Rundschau.

Deutschland.

Eine Reserve- Infanterie- Bri 3333 Gewinne ade wird dieses Jahr beim 18. Armeekorps gebildet. ine: solche Aufstellung von Reservebrigaden ist eine Neue­ng in der deutschen Armee, sie soll zugleich auch im ar över erprobt werden.

Gewinne

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versendet das Gene Lotteriebank

Hamburg. Der Direktor der deutschen Levante­ini, von Jakob, erklärte, die Gesellschaft erleide durch Dardanellensperre einen Verlust von 1 Hiertelmillion Mark täglich. Er hat das auswärtige mt ersucht, ihre bisherigen Ansprüche zu vertreten. Die ese: lschaft betrachtet sowohl Italien als auch die Tür­i als regreßpflichtig.

Desterreich.

Wien, 3. Mai. In Braila erfährt man aus Kon Eisendantinopel, daß die Dardanellen von heute an täglich

In Giesseu: Bud Flimm, Kgl Pr. Lott. E Dei Jakob Dany, Ernst tin Krug, W. Ruppert Semmler

Elunden geöffnet werden.

Frankreich.

Paris, 3. Mai. Nach einer anscheinend offiziö n Beitungsmeldung sind die Kreuzer Loire" und Gigt, ale sonde" nach Mogador beordert worden, weil die omente varen ohne Grianzösische Regierung die Mitteilung erhalten hat, daß ind meine Schmerzen gan ie Lage der im Susgebiet ansässigen Deut= Dergeblich hoffte, bon chen infolge der unter den Eingeborenen herrschenden pärung nicht unbedenklich sei.

bon zwei Röhren

Den. Fr.. M. in Dr.­

GICK

Paris, 3. Mai. Mehrere Soldaten verhafteten iner Deutschen, namens Berghoff, 26 Jahre alt, aus Effer, der sich als Chauffeur ausgab. Er wurde dabei rztlich warm empfohlene saber ascht, als er Zeichnungen von Forts aufnahm. Er baſtillen. Preis der Grſtändig und wurde nach kurzem Verhör ins Ge­Zag 20 Pf. Nachener nating is abgeführt.

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bufte 6. m. b. G., Haden

in: Adlerdrogerie: 0 Löwen drogerie: W Vleteriadregerle: Wilh

Türkei.

Die Türkei trifft an den Küsten des ägäischen Neenes gegen die Abwehr des zu erwartenden italieni­Es besteht Bichen- Pilane Angriffs fieberhafte Vorbereitungen. ie bicht, ein Vordringen der italienischen Flotte durch Naffen- Verankerung von Torpedos zu verhindern. Ge­en 24 türkische Segelschiffe sollen bereits von den Jta­buch Nr. enem beschlagnahmt und in die Bai von Stampalia jebracht worden sein.

aussergewöhnlichk Wilh. Streck, Umsonst reichhaltige

Lierfreunde,

Aus Stadt und Land.

Gießen, 4. Mai 1912. Gießen. Die Umgestaltung des Städtischen r und Gärtat, tetrizitätswerts zur Ueberlandzentrale hat

ur Folge, daß mit der Zeit die Gaskraftmaschinen durch

Samstags liegt für die Stadtabonnenten der

Illustrierte Wochen- Anzeiger

gratis bei.

Erpedition: Seltersmeg 83.

Samstag, den 4. Mai 1912.

größer sein wird. Zu diesem Zwecke wird die neue Maschinenhalle nach der Wasserseite hin erweitert.

n Dr. Cook der Nordpolfahrer in Gießen. Soeben wird uns die interessante Nachricht, daß Dr. Cook, der so stark angefeindete Nordpolforscher hier in Gießen am Dienstag, 7. Mai, abends 8 Uhr, im Saale des Hotels Großherzog v. He sen einen Vortrag über seine Fahrt nach dem Nord= pol halten wird. Dr. Cook, der mit aller Zähigkeit und neuen schlagenden Beweisen seinen Kampf um den Ruhm als Erster den Nordpol entdeckt zu haben durchführt, wird auch hier in diesem Sinne sprechen und außerdem seinen Vortrag durch Lichtbildervorführungen eigener Aufnahmen illustrieren. Man darf gespannt sein, was uns dieser interessante Mann, über den ein so heftiger wissenschaftlicher Kampf, wie nie zuvor in einem ähn lichen Fall, entbrannte, zu sagen haben wird. Sein plötzliches Wiederauftauchen nach so langem Schweigen ruft allein schon größtes Interesse hervor und soviel sich

bis jetzt sagen läßt, scheint er dieses Mal an Hand po= sitiver Beweise vorzugehen. Schon während seiner vier­monatlichen Tournee durch die Vereinigten Staaten, von der er eben zurückkehrt, hat er überall größte Triumphe gefeiert und ist nun nach Europa gekommen, um sich auch hier gegen die aller Welt zu Ohren gekommenen Anschuldigungen seines Rivalen Pearn( der sich jetzt auf Dr. Cooks öffentliche Herausforderungen in größtes Schweigen hüllt) zu verteidigen. Für Deutschland, Eng­land und Frankreich hat sich Dr. Cook zu großen Tour­neen verpflichtet und Einladungen von überall liegen vor, ein Zeichen, daß das Interesse an seiner Persön­lichkeit noch nicht im mindesten erlahmt ist. Deutschland will er zuerst bereisen, da es ihm nach seinen eigenen Mitteilungen von größtem Wert ist, sich die Anerkenn­ung der deutschen Presse zu holen. Vor uns liegen Zei­tungsausschnitte aus allen Ländern. Die Dagens Ex­einem preß", Kopenhagens größtes Blatt, schreibt in Bericht über einen kürzlich stattgefundenen Vortrag Dr. Cooks: Der gestern Abend von Dr. Cook veranstal­tete Vortrag war ein Triumpf für den vielgeschmähten Forscher. Er errang einen glänzenden Sieg über seine Widersacher. Donnernder Applaus ließ die Wände er­Der Utica Observer", eines der größten beben." Blätter des Staates New- York, sagt: s.. Nun nimmt Dr. Cook nochmals den Fehdehandschuh auf und zwar in einer Weise, die schon durch ihre Kühnheit Aufsehen erregen muß!" Die wissenschaftliche Deutsche Zeit= schrift Rundschau zweier Welten, berichtet: Jn geisterten Ausdrücken unterstützen Männer wie Amund­sen, Nordenskjold, Sverdrup, Admiral Schley, General Greely und viele andere Autoritäten auf dem Gebiete der Wissenschaft und Geographischen Forschung Dr. Cook

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er und Beamte, Dampfmaschinen ersekt werden, deren Stärke erheblich in seinem Stampf um das Alleinrecht des Titels eines

nd ein Haustier

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Ifswohls am Herze

zuverlässigsten übe

Fragen aus de

Börse

SO. 16, rstraße 71.

Unter Feinden.

Roman von Karl Matthtas.

41­

( Nachdruck verboten.)

Das will ich nicht behaupten," entgegnete die Da ne zögernd. Indessen Ste werden begreifen, das Kind stene Französin. Die Schmach, welche ihrer Nation ngetan, erfüllt auch sie mit Haß. Und dann kam der Rampf mit Olivier. Ste wurde in herbe Trauer ver­ebt. Nehmen Ste alles zusammen. Wie können Sie enten tezt noch Deftree's Gatte zu werden?"

ele haben Recht, gnadige Frau, fagte er tonlos. Desiree fann mich nicht mehr lieben."

Ich liebe Dich dennoch, mein Waldemar, rief Begllelung des Arztes eingetreten war, ich liebe Dich

nehm ausgeftattetes as Mädchen, welches letse die Tür geöffnet und in der Post abgeholtnniger und unwandelbarer als fe. Du bist ohne Ma­

jennig.

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fennig.

Probenummern!

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Welt.

rd: New- York

fel mor meinen Augen und in meinem Herzen. Ich jabe Dich wiedergefunden und pretse Gott dafür."

Deftree, meine heißgeliebte Desiree," jubelte er uffeligem Entzücken. Du bist bet mir? O, nun ist alles, alles gut! Ich werde gesunden und glücklich sein. Bott: wird mir die Straft schenken, das unermeßliche Blud zu tragen."

t dem Impuls des Entzückens wollte er sich emparheben, die Schmerzen zogen ihn aber aufs Bett jurit. Und so streckte er th: sehnsüchtig die Hände ent­gegen und umfaßte die zarte Gestalt der Jungfrau, die chlu zend an seinem Bette niedergesunken war. In Donnigem Entzücken strich er ihr mit den Fingern über ihr dunkel gewelltes Haar, und als sie ihr Antlit erhon, um in seine glühenden Augen zu schauen, als he Fith an ihn herandrängte, um seine schmachtenden Rippen mit innigem Kusse zu berühren, da drang ein wonniger Schauer durch seinen ermatteten Körper, mit einem Lächeln des Glücks schloß er die Augen.

Komm, met: Kind," mahnte die Tante, welche rats

los dastand, komm, es ist genug! Du wirst ihn töten. Stehst Du denn nicht?"

Desiree erhob sich behutsam.

Glück tötet nicht, und Waldemar ist glücklich," ant­wortete sie letse. Nicht den Tod, sondern das Leben wird ihm metne Liebe geben, denn fortan werde ich ihn pflegen und nicht mehr von seiner Seite weichen."

Es ist unmöglich, mein Kind. Entseßlicher Zufall, der Dich hierherführte, wo Du nie erscheinen durftest! Nicht einen Augenblick länger darfst Du hier verwet­Ten Darum fomm mit mir, ich beschwöre Dich."

Ich foll mich wieder von thm trennen, nachdem mtch Gott selbst mit ihm zusammengeführt? Tante Na­taly, das tarn Dein Ernst nicht sein!"

Der Oberarzt, welcher von Doktor Zimmer herbet­gerufen worden war, trat jetzt zu dem aufgeregten Mädchen, das, sich von der Verwandten fret machend, wieder am Bette niederknteen wollte.

" Folgen Sie Ihrer Tante, verehrtes Fräulein," sagte er gütig, lassen Sie den Kranken ein wenig allein. Noch müssen wir die Nerven des Armen schonen; er ist zu schwach, um zu viel des Glückes zu ertragen. Ich werde Sie rufen lassen, sobald er nach Ihnen ver­langt. Nicht wahr, Sie werden kommen?"

Desiree versprach es freudig und Frau Nataly wagte es nicht, sie Lügen zu strafen. Die Damen gin= gen zu ihren Gemächern hinauf.

" O Tante, böse Tante, wie konntest Du mir seine Nähe verheimlichen," sprach Desiree mit sanftem Vor­wurf, wie tonntest Du ihn täuschen, den armen Kran­ten, der sich in Sehnsucht verzehrt? Ahnst Du denn nicht, daß ich ihn allein von Stechtum und dem Tode retten kann?"

" Vergiß Deinen Vater nicht," warnte Nataly. Er würde rafen, wenn er Dich bet jenem Manne fände, den er haßt. Waldemar trägt die Schuld an dem Tode Deines Bruders. Du mußt Dich für immer von Det­nem einstigen Verlobten scheiden."

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 20 pig.

die 44 mm breite Inseratenzeile.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlag@ druckerei.

Telephon Nr.: 362. 24 Zabro.

Nordpolentdeckers." Doch hiermit sei genug gesagt, wir werden den Mann selbst hören, sagt er doch in seiner Einladung: Hört mich erst selbst und dann bildet Euer Urteil!" Der Vorverkauf zum Vortrag Dr. Cooks liegt in Händen der J. Rider'schen Universitätsbuchhandlung. Anti- Mystiker und Spiritisten- Entlarver Stuart Lan n Wichtige Enthüllungen. Der bekannte court, der es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht hat, die raffinierten und versteckten Schliche und Kniffe rücksichtslos aufzudecken, die fortgesetzt von gewissen Spi­ritisten und ähnlichen Gauklern in der dreistesten Weise und meist in betrügerischer Absicht zur Täuschung der Menschen angewendet werden, gibt am Sonntag, den 5. und Dienstag, den 7. Mai cr. in Steins Garten 2

Enthüllungs- Vorstellungen mit verschiedenen Program­men. Alle die unbegreiflichen, verblüffenden Experimente, die schon manchen an der Naturgesetzlichkeit der Dinge irre gemacht haben, wird Herr Lancourt vorführen und

sofort enthüllen, u. a. auch die große Materialisations=

szene, bei welcher lebende Menschenhände und ganze le­bende Menschenarme ohne den Körper vor den Augen des Publikums erscheinen und vieles andere. Die Ein­trittspreise sind für Inhaber von Einladungskarten, die den hiesigen Geschäftsinhabern zur Gratisabgabe an die Kunden zugestellt worden sind, mit Rücksicht auf die teuere Zeit so niedrig( s. Inserat) als möglich bemessen. Den Vorverkauf hat die Musikalienhandlung von Ernst Challier, Neuenweg, übernommen. Kinder unter 16 Jahren haben unter keinen Umständen Zutritt.

o Büdingen. Ende August und Anfang Sep­tember wird hier die diesjährige Tagung deutscher

Worficht!

Oles Malzloffen wird oft onbroumin Onn concloft. Bathiniums Wolzloffen ift aber aus Marlz fewconftellt.

Das Gehalt mocht' 6!

" Ich weiß, daß Waldemar unsern Olivier nicht ge tötet hat," entgegnete das Mädchen mit fester Ueber zeugung. Er konnte es nicht tun, selbst wenn der Brit der ihm mit der Waffe entgegentrat. Fremde haben es getan. Olivier fiel für Frankreich, Waldemar f die Sache der Deutschen. Olivier starb, ich beklage e ttef. Aber Waldemar wurde gerettet, er ist auf den Wege der Befferung, thm gehört die Welt. Ich bitt feine Welt- und darum muß ich bet thm bleiben." " Wir wollen morgen nach der Stadt," unterbrach die Tante thre Rede." Wir müssen zum Vater. Er ist unglücklich und verlangt nach unserm Trost. Ihm mußt Du treu zur Seite stehen, nicht fenem Manne, der Dich freiwillig aufgab. Soll Dein Vater auch sein lentes Kind verlieren?"

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Dennoch muß es sein, Tante Nataly. Waldemar würde sterben, wollte ich nun von hinnen gehen. Ich muß bleiben.

XIV.

Der Wagen, den Laurence aufgetrieben, konnte ruhig in den Schuppen zurückgeschoben werden. Die Reise war vergessen. Desiree ließ sich durch nichts von dem, was sie ihre Pflicht nannte, abbringen. Da der Oberarzt die Nerven Tyrolt's an diesem Tage noch scho= nen wollte, Elteb sie oben, aber am anderen Tage war sie bereits mit dem Frührot im Krankenzimmer, wo sie den Geliebten glückstrahlend wiederfand. Nun über­nahm Desiree ganz seine Pflege. Außer dem Arzte er­laubte sie niemand auch nur die geringste Hilfeleistung. Ste streichette die Wangen des Geliebten, bis daß sie wieder zu blühen begannen, sie reichte ihm Trank und Medizin und bediente ihn wie eine Magd. Die Nähe des geliebten Mädchens übte einen heilsameren Ein­fluß aus als Medizin und alle Verbandsmittel. Der Oberarzt kam oft, er billigte Desiree's Pflege ganz und gar.

( Fortsetzung folgt.)