Ausgabe 
30.9.1911 Zweites Blatt
 
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Gießener Zeitung

Bezugspreis 40 Pfg. monatlich

( Neueste Nachrichten)

oiertelführlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig. ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg.

Dienstage, Donnerstags, Samstags.

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Erscheint Redaktion:

Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Nr. 204.

( 2. Blatt.)

Literarisches.

rtanf. Als erstes Heft der Sammlung Das Gemeinde­bürgerrecht Deutschlands in Einzeldarstellungen" von halt. Lager: Gerichts assessor Dr. Waldecker ist im Verlag von C.

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Bindernagel's Hofbuchhandlung in Friedberg Das Ortsbürgerrecht in Hessen" erschienen( 5% [ 21/3 Bogen, Preis Mt. 1.50). Die Sammlung will Gemeindebürgerrecht für die einzelnen deutschen Staaten historisch darstellen. Das erste Heft bietet ein ansprechen­des Stück hessischer Wirtschafts- und Verfassungs= Ge­schichte. In anregender Darstellung wird die Heraus= bildung der ortsbürger- und heimatrechtlichen Verhält­nisse in Hessen seit den ältesten germanischen Zeiten ver­folgt und deren spätere gesetzliche Behandlung geschil­dert. Ein außerordentlich reichhaltiges Material ist ge­schickt verarbeitet und macht jede Seite des Werkchens interessant.

Wiesbaden, asse 551,

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chuppenflechte, Hautausschläge,

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Enthält alle amil. Bekanntmachungen

der Großherzoglichen Bürgermeisterei

des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberheffens Expedition: Seltersweg 83.

( Haus Brüder Schmidt.)

Samstag, den 30. September 1911.

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Bismarcbuch für den gebildeten Deutschen, und zumal für Alldeutschlands Jugend, seine Abiturienten Studenten, seine Lehramtszöglinge und seine Kadetten. Ein wirkliches Buch zum Durchstudieren an schönen Ur­laubstagen, oder an langen Winterabenden. Danken wir ihm, indem wir sein prächtiges Bismarckbuch nach Kräf­

ten verbreiten!

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Das Der Schiffs zimmermann, Wrad. Von Friedrich Gerstäder. Mit 36 Bildern Mt. 3.- Wenn das Kennzeichen einer gediegenen Ju­gendschrift ist, daß sie gleicherweise jung wie alt inte­ressiert, so dürfte dieser Band die Probe glänzend be­stehen.

? Der Weg zum Reichtum. Wie man ohne besondere Talente oder Glücksumstände auf rechtliche Weise in gute Vermögensverhältnisse kommt. Lebenser­fahrungen und Belehrungen. Preis 1.60 Mk., gebun­den 2 Mt.. Verlagsanstalt Emil Abigt, Wiesbaden 35. Das Buch enthält u. a. wertvolle Ratschläge der er­folgreichsten Männer unserer Zeit, plaudert über den Werdegang mehrerer Millionäre, bringt praktische Winke für selbständige Geschäftsleute, Angestellte, Eltern und Erzieher. Es zeigt, welche Grundsätze, Eigenschaften und Kenntnisse nötig sind, sich selbst zu helfen". Eltern soll­ten in erster Linie das Buch lesen und ihre Kinder durch das Beispiel erziehen.

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Jugend, ich grüße dich. Von T. G. Starnfeld. Mit 24 Bildern und 17 Vignetten Mt. 4.-. Durch das herrliche Buch lacht flotter Humor und ein lustiger Schalt ist sein Begleiter. Die Kleinen werden diesen Gruß freudig empfangen, die Großen wie eine liebe Erinnerung ihn mitgenießen.

Kultur

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Landhaus und Villa. Illustr. Kunst­Angewandte Hausgärten zeitschrift für Eigenhauskultur, Architektur und Wohn­ungskunst Kunst. Unter Mitwirkung führender Männer, heraus­gegeben von Emil Abigt. 7. Band. Jährlich 12 Hefte für 12 Mark, Einzelhefte Mk. 1.25 durch die Westdeut­

Bedenkliches Schwinden unserer Heizmaterialien. Es unterliegt keinem 3wei fel, daß der Vorrat unserer Erde an Brennmaterialien im Schwinden begriffen ist, während sich der Verbrauch und damit der Preis ständig steigern. Trotzdem geschieht die Ausnutzung, d. h. die Umwandlung der in die­sen Brennmaterialien aufgespeicherten Energie in Wärme nur in sehr unvollkommener Weise. Der größte Teil der im Betrieb befindlichen häuslichen und gewerblichen Heizanlagen sind außer stande, mehr als 10 Prozent der ihnen zugeführten Wärmemenge auszunutzen. Noch ungünstiger stellt sich dieses Verhältnis für gewisse Ge­werbe, die selbst diesen geringen Prozentsatz nur immer So für kurze Zeiträume zur Geltung bringen fönnen. 3. B. der Schmied, der nur einen Nuzeffekt von höch­stens 3 Prozent zu erzielen vermag. Abhülfe gegen diese mehr als bedenkliche Erscheinung kann nur dadurch ge­schaffen werden, daß die Millionen und Abermillionen von Einzelfeuerungen verschwinden, in denen die immer lostbarer werdenden Brennmaterialien verzettelt und ver­geudet werden. Mit Recht vertritt deshalb Dr. A. Neu­burger in seiner soeben erschienenen sehr bemerkenswer- sche Verlagsgesellschaft in Wiesbaden 35. Weil Haus­Ge­ten Abhandlung über das Feuer in Haus und werbe den Standpunkt, das nur die Zentralen in Form von Fernheizwerken oder welcher Art sie sonst sein mögen, den kommenden Geschlechtern das werden leisten können, was wir bisher inbezug auf Behand lung und Ausnutzung der Brennmaterialien nicht zu er­reichen vermocht haben, und daß man sobald wie mög­lich allgemein zu solchen zentralen Heizsystemen über gehen sollte. Welche Perspektiven sich dabei der Ver­wertung von Elektrizität und Gas eröffnen, behandelt der Verfasser in äußerst interessanter und leicht verständ­licher Darstellung. Wir finden diese übrigens durch eine große Zahl sorgfältig und geschmackvoll gewählter Text­illustrationen, farbiger und schwarzer Bilderbeilagen ganz ausgezeichnet illustrierte Arbeit in Hans Kraemers ful­turwissenschaftlichem Prachtwerk Der Mensch und die Erde", dessen neueste Lieferungen 130-134 vor­liegen( Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57, Lieferung 60 Pfg.)

Bismard, sein Leben und sein Werk, von Gottlob Egelhaaf. Mit einem Bismarckbild. Ein starker Band von 456 Seiten geheftet Mt. 7.50, in Lei­nenband Mt. 9.-, in Halbleder Mk. 10.-. Verlag von Carl Krabbe( Erich Gußmann) Stuttgart. Der Ver­fasser, ein geschulter Historiker und ein Mann, der mit­ten im politischen Leben steht, stellt knapp und klar das staatsmännische Ringen und Wirken Bismarcks dar. Der Historiker äußert sich in der urkundlichen Genauig feit und Treue, mit der er jedem Vorgang ins Gesicht leuchtet, der nationalgesinnte Politiker in dem warmen Gefühlsstrom, der unterirdisch die Darstellung begleitet. Der wackere Schwabe hat zu der überreichen Bismarck­literatur einen Beitrag geliefert, zu dem jeder greifen wird, dem es um die rasche und sichere Feststellung des tatsächlichen Hergangs und der politischen Zusammen- hänge zu tun ist. Egelhaafs Arbeit ist eine grundgelehrte Darstellung, aus Quellen ersten Ranges, das auch dem Forscher Neues bietet: wir erwähnen nur die letzten Afte des Vorspiels von 1866, oder die Vorgänge bei Bismarcs Entlassung; und dabei nicht blaß und farb­los, objektiv", sondern die nationalen, erzieherischen Werte dieses einzigartigen Heldenlebens auch in wür­diger Weise hervorhebend und unterstreichend; kurz das Bismardbuch, wie wirs bis jetzt nicht besaßen, das

beispiele und Einrichtungen für alle Ansprüche vorge­führt werden, ist die Zeitschrift ein immerwährender gu­ter Ratgeber für Fachleute und Laien.

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( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 pfg.

die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellens gesuche und Familienanzeigen 10 Pig.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. sieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg.

20. Kaufmann Joseph Gustav Allmayer ein Sohn, Walter.

20. Steinhauer Johann Bruno ein Sohn, Otto. 21. Elektromonteur Heinrich Gißel eine Tochter, Anna Marie.

22. Fabril- Betriebsleiter Karl Denlinger eine Toch­ter, Anna Maria Theresia.

22. Versicherungsinspektor Max Speier ein Sohn,

Kurt.

22. Bierbrauer Heinrich Weber eine Tochter, Else Luise Minna.

22. Vizefeldwebel Johann Finger eine Tochter, Helena Dorothea Henriette.

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22. Kaufmann Heinrich Friedrich ein Sohn, Hel­mut Karl Heinrich.

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23. Sergeanten Karl Ochsenhir, ein Sohn.

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25. Portier Georg Eisenbrandt eine Tochter, Ma­rie.

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26. Schlosser Wilhelm Steger eine Tochter, Anna Katharine.

Aufgebote.

22. Adolf Seibert, Metzger, mit Katharina Wa­gener, beide in Gießen.

22. Heinrich Keil, Taglöhner in Wiesed, mit Lina Henß in Gießen.

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22. Karl Wilhelm Staubach, Postbote in Alten­Bused, mit Maria Schmitt in Gießen.

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23. Otto Imhoff, Werkmeister in Gießen, mit Anna Müller in Detmold.

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23. Karl Otter 2., Bahnschaffner in Gießen, mit Margarete Adolph in Heuchelheim.

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23. August Kneip, Kaufmann in Düsseldorf, mit Marie Lamberth in Gießen.

23. Heinrich Hahn, Kaufmann in Gießen, mit Jo­hanna Neuhaus in Oberlahnstein.

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25. Wilhelm Amend, Postassistent in Worms, mit Emilie Auguste Pauline Hedrich in Nieder­Gemünden.

25. Ferdinand Nord, Maschinenschlosser, mit Elisa­bethe Schepp, beide in Gießen.

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26. Emil Klug, Fuhrmann, mit Margarete Fuchs, beide in Gießen.

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27. Johann Broger, Viehwärter, mit Susanna Libera, beide in Beckrath.

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28. Friedrich Benner, Bahnarbeiter in Heuchel- heim, mit Helene Döpfer in Gießen.

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29. Friedrich Nothnagel, Bahnbau- Assistent in Gie­Ben, mit Elisabethe Schneider in Griesheim. Eheschließungen.

Soeben ist das Oktoberheft der rühmlichst be­kannten und beliebten Darmstädter Kunst- Zeitschrift ,, Deutsche Kunst und Dekoration"( Verlags­anstalt Alexander Koch, Darmstadt), diesmal in einem neuen, phantasievolleren Gewande, erschienen. Fast das gesamte Gebiet der freien und angewandten Kunst kommt in diesem vorliegenden Hefte zur edelsten Würdigung. Die Malerei ist durch zahlreiche bedeutende Werke von berufenen Künstlern vertreten. Plastische Schöpfungen werden u. a. von Prof. Hoetger- Darmstadt dargeboten Sep. 23. August Westrupp, Schneider, mit Christina und auch eine umfangreiche Veröffentlichung besonders wohlgelungener Beispiele neuzeitlicher Landhaus- Archi­tektur und Raumkunst ist zu lesen. Das Heft enthält über 125 Abbildungen nebst farbigen und Sepiatonbei­lagen und ist für Mt. 2.50 durch alle Buchhandlungen oder direkt von der Verlagsanstalt Alexander Koch in Darmstadt zu beziehen.

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Eine für die Leserinnen angenehme Ueberrasch­ung bringt die Oktober- Nummer der Großen Mo­denwelt" mit Fächervignette. Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57, indem die so überaus belieb­fen Normalschnitte jetzt sämtlich für nur 20 Pfg. und 10 Pfg. Porto abgegeben werden, wobei jetzt das ganze Kostüm, der Mantel, Rock und Taille zusammen, Rock und Jackett zusammen für je nur ein Schnitt a 20 Pfg. gerechnet werden. Abonnements auf Große den Titel) zu 1 Mark vierteljährlich nehmen sämtliche Gratis= Modenwelt" mit Fächervignette( man achte genau auf Probenummern bei ersteren und dem Verlag John Postanstalten und Buchhandlungen entgegen. Henry Schwerin, Berlin W. 57.

Keller, beide in Gießen.

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23. Otto Seipel, Landwirtschaftslehrer, mit Jo­hanna von Münchow, beide in Gießen.

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23. Otto Neuer, Kanzleigehilfe, mit Elise Habicht, beide in Gießen.

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23. Dr. Ludwig Hillenbrand, Lehramtsassessor in Wimpfen a. Bergstr. mit Elisabeth Engelhardt in Gießen.

27. Heinrich Momberger, Schutzmann in Bad= Nauheim, mit Anna Heilmann in Gießen. 28. Dr. Jakob Horn, Lehramtsassessor in Worms, mit Luise Seibel in Gießen. Gestorbene.

Sep. 22. Luise Müller, geb. Krez, 79 Jahre alt.

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23. Elisabethe Else Weinlig, 18 Jahre alt.

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24. Elise Euler, geb. Simon, 59 Jahre alt.

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24. Ochsenhirt( Knabe ohne Vornamen), 20 Std.

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26. Georg Stabel, 91 Jahre alt.

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28. Friedrich Hermann Hezger, 2 Mte. alt.

Hautausschläge- Geschwüre

fennzeichnen das Bemühen der Natur, die im Blute befindlichen Unreinigkeiten auszuscheiden. Reine Haut hat nur derjenige, wel.

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. cher reines Blut hat. Folglich is in solchen Fällen eine Blut­

Geborene.

Sep. 17. Bantbeamten Gustav Heinrich Zeuner ein Sohn. 19. Rechtsanwalt Georg Konrad Wilhelm Kauf­mann eine Tochter, Maria Magdalena Hen­riette.

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