Einzelbild herunterladen

t, daß

swertes efchwo­nd Ge

legung Ermä ng der

1 preu:

bracht: Inter

durch ihrer

Derfitä Mit:

r Leh­

beson

heftig

och hat

Rüften­ß der

veitere

Das

Sudgets er auf ie und

sgaben elegra rd auf hund Frant r noch

11 er:

on 28

ng der

ntwurf

e Ein

für die

sgesell

en und

Il, daß

Ergeb Fürsten 13 Gin­

dzivar

estrigen

n aus

lzburg,

von der

Beritan

werden.

ranken­

rfranft

haben

1. Die

höhere

e find expflege,

bildung. Sheiton

Teras

ber den

sellschaft nieder,

heim in I einer f deren

rs ner­

stammt.

n wird

en Gon­

Mönch

redigten Wahn­

auf ber

Kugel

jungen

Sportiert

tgenom­ederholt

amilien,

gerichtet

uf einem

sich ihr

nde auf

Ließt sich

White tfchaften

Er fand

freute

in alter

ert.

Dame,"

on Neu­

rtmann.

von ihr;

te, aber

ie fonit,

was ab

r untu=

Wetter,

die Ma

Ité feine

ler und

en Ame

täuschen.

Das Mits

n an er

und gedroht, er werde die Kinder der Betreffenden er schießen und zwar mit vergifteten Pfeilen. Es gelang der Polizei, einem der Kinder zu folgen, die von dem Mann für seine Botengänge benutzt wurden und dadurch konnte dieser selbst festgenommen werden.

Bei dem Brande einer Gastwirtschaft in Grünenthal jet Albersdorf in Holstein wurden 15 in einem Raum schlafende Arbeiter von dem Feuer überrascht. Einem ge­lang es nicht mehr, das Freie zu gewinnen und er fand den Tod in den Flammen. Seine Leiche wurde später völlig verkohlt aus dem Schutt gezogen. Die 14 anderen erlitten zum Teil erhebliche Brandwunden.

Eine Bande bewaffneter Räuber überfiel in der Nähe von Marsala auf Sizilien das Schloß der millionenreichen Familie Genzy, in dem sich der Sohn mit Bediensteten allein befand. Die Räuber schleppten den Sohn ins Ge­birge und verlangten 30 000 Lire Lösegeld. Die Familie weigerte sich, das Lösegeld zu zahlen und verständigte die Behörden, die zwei Infanteriebataillone ins Gebirge ab­schickte. Sie fonnten aber nur die Leiche des ermordeten Sohnes finden.

Eine weibliche Anarchistenbande überfiel gestern in Warschau den reichen Antiquitätenhändler Abraham Mut­termilch und raubte ihm die Brieftasche mit 1400 Rubeln jowie Uhr und Kette.

Aus den Gerichtssälen.

Bestrafte Milchpauscherei. Die Milchpanscherei scheint ein schönes Stück Geld einzubringen, denn selbst hohe Geldstrafen sind nicht imstande, die Panscher von ihren üb­len Gepflogenheiten abzuschrecken. Vor dem Solinger Schöffengericht hatte sich wieder einer dieser unverbesser­lichen Herren, ein Befiber aus Wald, der schon viermal wegen Milchfälschung bestraft worden ist, zuletzt mit 350 Mart, wegen desselben Vergehens zu verantworten. Bei den Milchproben hatte der Nahrungsmittelchemiker festge= stellt, daß der Milch, die der Angeklagte geliefert hatte, 16 v. H. Wasser zugescht war. Der Amtsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Monat und eine Geldstrafe von 350 Mart. Das Gericht fah jedoch noch einmal von einer Gefängnisstrafe ab, erkannte aber, um dem Angeklag= ten, wenn möglich, endlich die Pauscherei zu verleiden, auf auf die höchste zulässige Strafe von 1500 Mark oder im Un­vermögensfalle 300 Tage Gefängnis, ein Urteil, wie es wohl faum wegen Milchverfälschung jemals ausgesprochen worden ist.

Die Berliner Krawallprozesse haben mit dem gestern im Prozeß wegen der Streifkrawalle auf dem Wedding ge= sprochenen Urteil ihr Ende erreicht. Zwei Angeklagte wur­den zu einem Jahre, einer zu neun Monaten, die übrigen Angeklagten zu einem bis fünf Monaten Gefängnis und die wegen Beleidigung Angeklagten zu 50 und 100 M Geld­strafe verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. Verschiedene Strafen wurden durch die Untersuchungshaft als ganz oder teilweise verbüßt erachtet.

Vermischtes.

Scheintot in den Sarg gelegt. Die Witwe Papet, eine im 84. Lebensjahre stehende Rentnerin, starb, wie aus Bourges in Frankreich gemeldet wird, in der vor­gestrigen Nacht in ihrer Wohnung. Menigstens hielt man sie für tot. Ein Arzt stellte den Totenschein mit der in Frankreich nun einmal üblichen Beschleunigung aus, und infolgedessen wurde der Körper der Frau eingesargt. Da man sie aber in Varis in einem Erbbegräbnis beisetzen wollte, so wurde für den Transport ein 3infsarg bestellt. Als gestern der Klempner gerade damit beschäftigt war, den Deckel des Metallfarges zu verlöten, gab die Schein­tote Rebenszeichen von sich und fing bald darauf sogar an, ganz munter zu plaudern. Man entfernte sie schleunigst aus der düsteren Umgebung und legte sie wieder in ihr Bett, wo sie bald vollends zu sich kam. Eine Minute später, und der Sar hätte sich für immer über die Witwe geschlossen. In weitesten Kreisen herrscht Entrüstung über die Aerzte, die mit einer grenzenlosen Leichtfertigkeit Totenscheine ausstelien, ohne die ihnen von der moder­nen Wissenschaft an die Hand gegebenen Hilfsmittel zur sicheren Feststellung des Todes anzuwenden.

Die Hinrichtung der japanischen Verschwörer ist nach Meldungen aus Tokio am Dienstag erfolgt. Sie begann uni 8 Uhr und erreichte erst um 3 Uhr nachmittags ihr Ende. Es war nur ein einziger Galgen errichtet worden, an dem die Verurteilten einer nach dem andern aufge= fnüpft wurden. Die Delinquenten wurden zuerst in die ogenannte Sünderzelle gebracht, von wo man sie auf das Schaffott schleppte. Der Urteilsvollstreckung wohnte nur der Gefängnisdirektor, ein Gefängnisarzt, die Verteidiger der Verurteilten, einige Richter und wenige fremde Per­sonen bei.

Die Schwimmlonfurrenz der Stadträte. Eine ori ginelle Ueberraschung, die nicht auf dem Programm stand. erlebten die Zuschauer auf dem Schwimmfest des Heidel­berger Schwimmklubs Neckar", nämlich ein Stadtrats= jd, wimmen. Ein Gönner des Vereins stiftete während der Veranstaltung 100 M unter der Bedingung, daß auch die anwesenden Stedträte zum Schluß des Programms ihre Kunst im Schwimmen zeigten. Und die drei anwe­senden Stadträte besonnen sich nicht lange; wenige Minu­ten später schon staken sie in den Badehosen und plät= scherten vergnügt im Wasser. Und sie hatten auch das Recht dazu; hatten sie doch mit ihrem Stadtratsschwim men" einen richtigen blauen Lappen" erworben, und zwar für Wohltätigkeitszwecke.

In

Merkwürdiger Selbstmord eines Elfjährigen. Strausberg bei Berlin verschwand vor 2 Wochen der 11 Jahre alte Sohn Wilhelm des in Berlin wohnhaften Maurers Wolff. Der Knabe zeigte in der letzten Zeit ein gedrücktes Wesen und äußerte zu Schulkameraden wieder­holt, er werde sich ein Leid antun. Falls er einmal ver­schwinde, werde man ihn in einer Erdhöhle als Leiche auffinden. Tatsächlich entdeckte ein Arbeiter letter Tage in der Nähe der städtischen Mühle unter einem Erdhügel den Leichnamt des Knaben. Der Körper war fast voll­ständig eingegraben. Der jugendliche Lebensmüde hatte sich offenbar in das Erdreich verkrochen, um den Tod durch Ersticken zu finden.

Die Tragödie eines Waisentindes. Jm Leichenschau­gericht von Warwickshire in England kam gestern eine Kindertragödie, wie sie in Gerhart Hauptmanns Han­nele" geschildert ist, zur Verhandlung: der Selbstmord der dreizehnjährigen Anna Farmer. Seit seinem vierten Jahre lebte das verwaiste Kind im Hause seines verhei­rateten Onfels. Im November wurde sie zur Arbeit in eine Fabrik geschickt, aber schon wenige Tage später wie­der entlassen. Man nahm der kleinen Anna das zu Hause sehr übel, und sie tat ihr Bestes, anderswo Arbeit zu be= fommen, aber kein Mensch wollte das schwächliche Kind haben. Am Mittwoch wollte sie der Sohn ihres Onkels zwingen, ihm die Schuhe zu reinigen, und als die Kleine sich sträubte, schlug sie der junge Lümmel. Die Frau des Onfels warf sie nun aus dem Hause und sagte ihr, sie

solie sich nicht unterstehen, heimzukommen, ohne Arbeit gefunden zu haben. Hunger und Kälte trieben jedoch die Kleine am Abend wieder in das unfreundliche Heim, wo sie mit bösen Worten empfangen wurde. Da lief das Kind verzweifelt in die Nacht hinaus, und am Morgen wurde seine Leiche aus dem Kanal gezogen. Der Wahr­spruch des Leichenschaugerichtes lautete auf Selbstmord im Zustande temporärer Geistesverwirrung."

"

Ein Fell von Aussag auf der Insel Fünen. Die Le­pra, die bekanntlich im Altertum und Mittelalter Tau­sende von Opfern forderte, ist auch heute in Europa noch nicht ganz ausgestorben, und namentlich in den nordischen Ländern wird noch dann und wann ein Fall von Aus­faz gemeldet. In Svendborg auf der Insel Fünen ist die­ser Tage ein Fall von Aussatz festgestellt worden. Die Frau eines Telephonarbeiters mußte vor einiger Zeit we­gen Gliederschmerzen und eines Hautausschlages an den Füßen und Unterschenkeln ärztliche Hilfe in Anspruch neh=

men.

Der Arzt glaubte aussahähnliche Symptome fest­stellen zu können, und der Fall wurde an das Sanitäts­follegium in Kopenhagen berichtet. Der Spezialarzt für Hautkrankheiten, Professor Dr. Ehlers, der sich ganz be­sonders dem Studium des Aussages gewidmet hat, begab sich sofort nach Svendborg und konstatierte, daß tatsächlich Aussatz vorliegt. Es wurden sofort umfassende Verhal­tungsmaßregeln zur Jelierung der Kranken in einem Hau­se außerhalb der Stadt getroffen, und man hofft, verhin­dern zu können, daß die gefährliche Krankheit weiter um sich greift. Die ertrankte Frau stammt aus Island, wo Fälle von Aussatz nicht zu den Seltenheiten gehören.

Der Einbruch im Pfarrhose. In Oberndorf am Neckar fuhr der Stadtpfarrer Brinzinger früh morgens um 4 Uhr plötzlich aus dem Schlaf empor und sah einen Mann vor seinem Bett stehen, der leise zu ihm sagte: Pfarrer, ich brauche Geld! Keinen Lärm machen! Kein Licht anzün­den; sonst sind Sie des Todes!" Troy allen Schredens rasch besonnen, erwiderte der Stadtpfarrer: Ich habe den Kassenschlüssel nicht bei mir, ich muß ihn erst holen." Dem in der Dunkelheit nicht erkennbaren Einbrecher scheint dies eingeleuchtet zu haben, er ging mit dem Stadtpfarrer in die Studierstube hinaus, wo das Geld verwahrt war; der Pfarrer aber sprang in ein angrenzendes drittes Zimmer und rief seinem auf demselben Korridor schlafen­den Vikar und zum Fenster hinaus den gerade gegenüber wohnenden städtischen Polizeiwachtmeister zu Hilfe, die beide die Rufe hörten und sofort erschienen. Der Einbre­cher hatte daraufhin sofort die Flucht ergriffen und war im Dunkel der Nacht unerkannt entkommen. Der Poli­zeihund Tell aus Stuttgart hat ihn aber dann im Gast­hause zur Sonne, einer Wandererherberge, herausgefun­den. Es ist ein junger Schlosser, der zu Tode erschrak, als der vierbeinige Polizist auf ihn zufam.

Deutsche Ingenieure für türkische Dienste gesucht. Vom türkischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten werden für das laufende Jahr Ingenieure für den Wegebaudienst gesucht. Gefordert wird Kenntnis der französischen Sprache und praktische Betätigung im Wegebaufach. Als Mo­natsgehalt werden je nach der Vorbildung 2500 bis 3500 Piaster, das sind 460 bis 640 Mark, angeboten. Mel­dungen sind an die Direktion für Brücken und Chausseen im Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Konstanti­nopel zu richten. Bisher erfreuten sich französische Wege­bautechniker einer besonderen Bevorzugung in der Türkei. Ratsam ist, die Beschäftigung nur auf Grund eines Ver­trages zu übernehmen. Es wäre erwünscht, wenn deutsche Diplomingeniuere und Regierungsbaumeister bei solchen Arbeiten im Auslande mitwirkten. Sie würden dadurch nicht allein ihren eigenen Blick erweitern, sondern auch zur Förderung des Deutschtums im Auslande beitragen.

Ein böser Schaltsstreich. In Altlußheim bei Schwetzin­gen spielte ein Zigarrenarbeiter in der Hamburger Lot­terie. Ein Spaßrogel, der seine Hoffnungen kannte, sandte dem Manne einen fingierten Brief, er habe 33 000 Mark auf seinen Losantel gewonnen. Bei der Rheinischen Kre­ditbank in Ludwigshafen sei das Geld zu erheben. Der Gewinner verließ sofort die Fabrik und lief nach Hause, um seiner Frau das große Glück mitzuteilen, mußte sich aber dann vor Aufregung ins Bett legen, und das war ganz gut. So machte er wenigstens weiter keine Dumm­heiten, wie sein Bruder und Lospartner, der zunächst sei­ner Braut den Laufpaß gab, weil er jetzt eine Reichere ha­ben könne, und dann in's Wirtshaus ging, um ein Fest zu veranstalten. Als die Wahrheit endlich herauskam, wollte er sich in seiner Verzweiflung den Schädel ein­

rennen.

-

Musikfreundinnen. A.: Wie hat Ihnen dergestrige Kammermusifabend gefallen?" B.: Ich habe von dem ganzen Konzert nichts gehört neben mir saßen zwei Damen, die sich die ganze Zeit davon unterhielten, wie sehr sie die Musik lieben."

Aus dem Reiche der Technik.

Eine epochemachende Erfindung. Ein amerikanischer Ingenieur hat eine neue Erfindung gemacht, die es er­möglicht, Schiffe in voller Fahrtgeschwindigkeit sofort zu einer Gegenbewegung zu bringen. Die betreffende Er­findung wird direkt unter der Kommandobrücke ange= bracht und kann von dem Kommandanten selbst bedient werden. Dank dieser neuen Erfindung soll es möglich sein, die Kollisionsgefahr bedeutend zu vermindern. Nach den stattgehabten Probeversuchen haben die Schrauben so= fort bei vollster Geschwindigkeit durch Anwendung des neuen Apparates aufgehört, sich zu drehen und in ent­gegengesetzten Sinne zu wirken begonnen.

Die Ueberheizung der Wohnungen.

Nach einem häufig mißbrauchten Muster könnte man du Satz prägen: Sage mir, wie du heizest, und ich sage dir, wer du bist. Nicht nur mit Bezug auf den einzelnen Men­schen und seine förperlichen Gewohnheiten und Bedürf= nisse, sondern auch nach ganzen Völkern ist das Verhalten in der fünstlichen Erwärmung der Wohnungen verschic= den. Man braucht sich in den Provinzen und Ländern nur nach den Ofen und ihrer Einrichtung umzusehen, um wichtige Anhaltspunkte wie für das Klima auch für die dort lebenden Menschen zu gewinnen.

Bisher ist nun scheinbar noch niemand auf den Ge­danken verfallen, eine Feststellung dahin zu versuchen, mit welcher mittleren Wohnungstemperatur die Leute in den einzelnen Ländern durchschnittlich auskommen. Da mit der Statistik so viel gearbeitet wird, könnte man sich wohl auch auf eine solche jedenfalls nübliche Abschätzung ein­lassen. Einzelne Ziffern dieser Art liegen übrigens doch schon vor, wenn sich auch ihr Wert nicht recht prüfen läßt. So behauptet ein Fachmann im Medizinischen und Chirur gischen Journal" der Stadt Boston, daß ein gehistes Zim­mer in England, wenn es dem Behagen der Bewohner ent­spricht. nur etwa 15% Grad Celsius hat, in Amerifa bin=

gegen mehr als 24 Grad. Dieser Unterwyled at, wie jes der zugeben wird, der einige Wärmeempfindlichkeit besitzt, canz außerordentlich groß. Nun wird ein Kenner der Physik und Hygiene freilich einwenden, daß mit der Gegen­überstellung solcher Temperaturziffern noch nicht alles ne­sagt ist, da für das Wärmegefühl der Grad der Luftfeuchtig feit von größtem Einfluß ist. Bei Berücksichtigung dieses Punftes wird der Unterschied zwischen Amerikanern und Engländern aber noch größer.

Der Mensch braucht selbstverständlich einen gewissent Feuchtigkeitsgrad der Luft, und je wärmer diese ist, desto mehr Feuchtigkeit braucht er. Nun ist aber in den Ver­einigten Staaten und in Kanada die Luftfeuchtigkeit im Durchschnitt überhaupt schon geringer, als beispielsweise in England, und es ist daher ganz töricht, seine Wirkung durch verstärktes Heizen noch mehr herabzuseben. Die eng= lischen Hygieniker gehen so weit, zu behaupten, daß der Gewöhnung an feuchte Luft das gute Aussehen ihrer Lands­Teute, die helle Gesichtsfarbe und die glatte Saut zu ver­danken sei, obgleich sie dafür freilich eine stärkere Neigung zu rheumatischen Erkrankungen in Kauf aehmen müssen.

Daß die Amerikaner die Heizung der Wohnungen in ganz unvernünftiger Weise übertreiben wird am besten an der Tatsache gezeigt, daß die Feuchtigkeit in ihren Woh= mungen oft nur halb so groß ist wie in der Wüste Sahara. Die Folgen lassen sich von den Aerzten leicht nachweisen, denn es gibt gewisse Sorten von Katarrhen, die man ge= radezu als amerikanische Nationalkrankheiten bezeichnen kann. Vielleicht steht wenigstens teilweise die leberhand­nahme der Quacksalberei und der Patentmedizinen in Ame= rifa auch damit in Zusammenhang.

Gewiß werden auch nach der anderen Richtung viele Fehler gemacht. Eiskalte Schlafiimmer, zugige Korridore und feuchtkühle Wohnzimmer sind ebenso wenig als gefund zu bezeichnen. Arme Leute brauchen sich überdies vor einer iteberheizung ihrer Wohnungen infolge der hohen Kohlen­preise nicht in acht zu nehmen. Wer aber nach seinem Be­hagen leben kann, der sollte sich sagen, daß ein zu starkes Heizen, namentlich wenn nicht durch regelmäßiges und ge= nügendes Oeffnen der Fenster oder andere Ventilation für einen Ersatz der Feuchtigkeit gesorgt wird, den Grund zu vielen Erkrankungen legt.

Drabinachrichten und neuestes.

Eine Stiftung für die Akademie der Künste. Berlin, 26. Januar. Geheimer Kommerzienrat Arn­hold hat der Akademie der Künste 500 000 Mark zum Au­fauf eines Terrains in Rom vor der Porta Pia und dem Bau von Atelterhäusern auf diesem Gelände zur Verfü­gung gestellt. Mit dem Rompreis ausgezeichnete Stipen­diaten sowie andere junge Künstler sollen Gelegenheit ha­ben, längere Zeit sorgenlos in Rom zu arbeiten.

Deutsche Lokomotiven für Frankreich. Chemnitz, 26. Januar. Die sächsische Maschinenfabrik Hartmann hat von der französischen Ostbahn den Auftrag zur Lieferung von Lokomotiven im Werte von zwei Mil­lionen erhalten. In der Notwehr erschossen.

Neisse, 26. Januar. Im hiesigen Stadtwäldchen suchte ein Kupferschmiedegeselle sich einer Dame, die sich in e- gleitung eines Mannes befand, zu nähern. Der Begleiter der Dame gab einen Revolverschuß auf den Gesellen ab, der ihn sofort tötete.

Schwer bestrafte Unvorsichtigkeit.

Crossen a. D., 26. Januar. Die hiesige Straffamt= mer verurteilte den 14jährigen Eigentümerssohn Schulze aus Jähnsdorf, der aus Unvorsichtigkeit seine 13jährige Schwester erschossen hat, zu 10 Tagen Gefängnis.

Rachcaft von Wilderern.

Breslau, 26. Januar. Der Oberförster Adam Kle­dos wurde auf einem Gute bei Neu- Radomsk in Rußland, als er beim Abendessen saß, durch ein Fenster von Wilde= rern erschossen.

Ein Schüler als Lebensretter.

Tiefenbach( Niederbayern), 26. Januar. Hier hai ein 11jähriger Schüler ein auf dem Gise eingebrochenes Mädchen mit großer Klugheit und Geistesgegenwart voi dem sicheren Tode des Ertrinkens gerettet. Er legte fich auf die dünne Eisdecke und froch auf dem Bauche, einen Rodelschlitten vor sich herschiebend, bis zu der Eingebroche nen heran. Das Mädchen konnte den Rodel erfassen und der Knabe zog es an diesem glücklich aus dem Wasser, vor­sichtig wieder auf dem Bauche zurückkriechend.

Unschädlich gemachte Mädchenhändler.

Nom, 26. Januar. Unter dem Verdacht des Mädchen­Handels wurden in Rom zwei Russen verhaftet, in deren Begleitung sich eine Frau und ein junges Mädchen befan= den. Sie waren im Besitz von Fahrkarten, um in den nächsten Tagen nach Argentinien abzureisen.

Die Leiche eines Afrikaforschers gefunden. Paris, 26. Januar. Der Leichnam des ersten Euro­päers, der bis Timbuktu vordrang, des 1826 dort erschlage= nen englischen Afrifaforschers Laing, ist von einem franzö= fischen Offizier auf Grund von Ueberlieferungen der Ein­geborenen einen Meter tief unter einem Baum gefunden worden.

Die Best breitet sich in China in erschreckender Weise aus. O Paris, 26. Januar. Einer Meldung aus Pefing zufolge breitet sich die Pest im Innern Chinas in er­schreckender Weise aus. In Fudiansjan sind der Seuche in der letzten Woche angeblich 2776 Menschen erlegen. Der internationale Gerichtshof in Tientsin hat seine Sibungen abgebrochen, da die Richter vor der Pest geflohen sind. Auch aus Pefing flüchten die Europäer.

Gharbin, 26. Januar. Die Dörfer, die als Pet herde gelten, sind auf einen weiten Umkreis abgesperrt. Am 24. Januar befanden sich hier 1552 Personen in Bech­achtung, darunter zwet Europäer. In den letzten 24 Stun den sind 39 Personen der Senche erlegen.

Handel und Verkebr.

Cassel, 25. Januar. Schlachtvichpreise vom 24. Januar. 1. Rinder. A. Ochsen: a) vollfleischige angemästete höchsten Schlachtwertes 83-85 M, b) vollfleischige ausgemästete im Alter von 4 bis 7 Jahren M, c) junge fleischige, nicht aus­gemästete und ältere ausgemästete 75-78 M, d) mäßig ge= nährte jünge, gut genährte ältere 68-73 M. B. Bullen: a) vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 77 bis 78 M, b) vollfleischige junge 75-76 M, c) mäßig ge­nährte jüngere, gut genährte ältere 66-68 M. C. Färsen u. Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlacht­wertes 80-82 M, b) vollfleischige ausgemästete ühe höch sten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 74-76 M, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere ühe und Färsen 66-71 M, D) mäßig genährte Kühe und Färs sen 55-60 M, e) gering genährte Kühe und Färsen 48-52 M. 2. Kälber.( Lebendgewicht.) a) Doppellender, feinster Mast 3. b) feinste Mastkälber- 3, c) mittlere Masts und beste Saugfälber 54-56 3, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 48-50 3, e) geringere Saugfälber 42 big 47. 3. Safe. A. Stallmastschase: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 78-80 M, b) ältere Masthammel, ge ringere Mast lämmer und gut genährte junge Schafe 73 bis 75 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merz schafe) M. 4. Schweine. a) Fettschweine über 150 Kilogr -M, 6) vollfleischige von 120-150 Rilogr. 66-68 M. c) vollfleischige von 100-120 Kilogr. 64-65 M, d) vollfleischige von 80-100 Gifvar. 62-63 M, e) vollfleischige unter 80 g 60-61 M.