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26.10.1911 Erstes Blatt
 
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Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen

NERVENSCHWÄCHE

die Ursache vieler und hartnäckiger Krankheiten.

gibt zahllose große und kleine Störungen im mensch­lichen Körper, bei denen man wie vor einem Rätsel steht, weil sie mit einer merkwürdigen Zähigkeit jeder ehandlung trotzen.

Verschwinden sie dann nach längerer Zeit scheinbar von elbst, so werden sie häufig von irgend einem anderen ebenso roblematischem Übel abgelöst, ohne daß sich auf den ersten lick ein Zusammenhang zwischen beiden nachweisen läßt. Und doch besteht er! Man findet ihn, wenn man den eidenden auf den allgemeinen Zustand seines Nervensystems ntersucht. Man wird dann fast immer erkennen, daß Leute, ehaftet und belastet mit Übeln und Leiden, die scheinbar mit en Nerven garnichts zu tun haben, eines oder mehrere on folgenden Symptomen aufweisen: Anhaltendes, täglich iederkehrendes Kopfweh, Händezittern, Ziehen in den liedern, Taubwerden einzelner Hautstellen, Zucken der Augen­der, seelische Verstimmungen oder Angstzustände, innere nruhe ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der einsten Aufregung, Reizbarkeit und ärgerliche Stimmung, sonders morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, Impo­nz, leichte Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder in n Gliedern, Alpdrücken, schwere Träume usw. usw. Besonders das immer wiederkehrende Kopfweh, Verstimm­gen, körperliche und geistige Schlaffheit, resp. Müdigkeit und edankenlosigkeit sind ganz ausgeprägte Merkmale von ervenschwäche und Kennzeichen eines außerordentlich nsten Zustandes. Denn

Nervenleiden zehren am Leben, untergraben seine Wurzel! Selbst Epilepsie, Geisteskrankheiten, nervöse Lähmungen id auch nichts anderes, als besonders schwere resp. durch machlässigung verschlimmerte Nervenstörungen. Starke Beeinträchtigungen der Sehkraft, des hörs usw. durch Nervenstörungen sind chts seltenes.

Aber selbst wenn es bei ganz leichten scheinungen bleibt, so verursacht doch merhin das Versagen der Nerven soviel behaglichkeiten in der Familie und in der sellschaft und besonders soviele Störungen Berufe, wie kaum ein anderes Leiden. Der Geschäftsmann, der nervös ist, wird m gegenüber, der seine gesunden Nerven t, stets im Nachteile sein. Er wird nicht truhiger Sicherheit, sondern zerfahren, überlegt oder zaghaft handeln, wird also it seltener das richtige, die geeignete, eckdienliche und zielbewußte Maßregel fen. Statt mit ruhiger Überlegung und tschlossenen Sinnes seinen Vorteil zu chen, wird er sich von Launen und mmungen beherrschen und abirren lassen. ine kranken Nerven sind ein gewaltiges, ihm selbst unbewußtes Hindernis für sein rwärtskommen.

Was ist da zu tun? Das einzige, was da hilft, aber auch ganz her hilft, ist eine genügende Stärkung der

läufig auf 1 Prozent festgesetzt.

Nerven.

Ob sie gelingt, das kommt auf verschiedene Umstände an.

Stärken kann man die Nerven wie jedes andere durch Überanstrengung ermattete Organ, durch Ruhe und bessere Ernährung.

Aber Ruhe für die Nerven läßt sich nicht immer schaffen. Wenn jemand durch Überarbeitung nervös geworden ist, so müßte er für lange Zeit aufhören, zu arbeiten. Sind die Nerven durch Kummer und Sorgen angegriffen, so müssen Kummer und Sorgen beseitigt werden, was beides natürlich nur selten möglich ist.

Bleibt also in den meisten Fällen nur die bessere Ernährung der Nerven als

der einzige Weg zur Rettung!

Jedes Organ, welches arbeitet, verbraucht bestimmte Nähr­stoffe. Auch das Nervensystem, zu welchem auch Gehirn- und Rückenmark gehören, arbeitet ununterbrochen. Der Nährstoff, den es dabei verbraucht, ist eine organische Phosphorsäure­verbindung und heißt Lecithin.

Unter normalen Verhältnissen ist es in der täglichen Nahrung in einigermaßen genügender Menge vorhanden, zur Stärkung überanstrengter Nerven, die wieder einen Vorrat an Kraft sammeln sollen, genügt das aber nicht. Ihnen muß das Lecithin in größeren Mengen zugeführt werden.

Es ist nun gelungen, das Lecithin in ziemlich konzentrierter Form zu gewinnen und es bildet den hauptsächlich wirkenden Bestandteil von Dr. Arthur Erhards VISNERVIN.

Sorgfältige Versuche, welche Arzte anstellten, haben gezeigt, daß Dr. Erhards VISNERVIN ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Kräftigung der Nerven ist und es wurden da mit in Tausenden Fällen so großartige Erfolge erzielt, wie sie in den umseitig abgedruckten Zuschriften attestiert sind.

Diese gewaltige Menge von Briefen liegt in unserem Bureau zur Prüfung auf ihre Echtheit bereit, jedermann kann sie einsehen.

Was Tausenden geholfen hat, kann doch wohl auch Ihnen helfen!

Wir sind davon überzeugt und wollen es Ihnen ermög­lichen, daß Sie sich auch selbst kostenlos überzeugen. Füllen Sie die anhängende Postkarte mit Ihrer genauen Adresse aus und wir senden Ihnen

ganz gratis und portofrei eine Probedose.

Versuchen Sie dieselbe und entschließen Sie sich dann, ob Sie das Mittel weiter gebrauchen wollen. Senden Sie weder Geld noch Briefmarken mit, sondern erproben Sie VISNERVIN erst gratis! Es wird Ihnen vorzüglich be­kommen und Sie werden uns dankbar sein, daß wir Ihnen durch die kostenlose Überlassung einer Probe Gelegen­heit gegeben haben, unser gutes und reelles Mittel kennen zu lernen, weil dasselbe keine Prüfung zu scheuen hat.

Wir garantieren,

daß es keinerlei Reizmittel oder schädliche Substanzen enthält, sondern unter allen Umständen gut vertragen wird. Der Geschmack ist angenehm, die Anwendung einfach.

Ebenfalls gratis und portofrei

fügen wir jeder Sendung noch ein interessantes und lehrreiches Buch bei, welches in klarer, allgemein verständlicher Form Aufschluß über das Nervensystem und über Nervenleiden gibt. Jede Krankheit zehrt an der Lebenskraft und man kann sagen, daß jeder Monat Krankheit eine Verkürzung des Lebens um eine unberechenbare Zeit bedeutet.

Bestellen Sie deshalb die Gratisprobe sofort, damit Ihnen sofort geholfen werden kann!

Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., Berlin W. 35.

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Dr. Arthur Erhard

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n Die gestrige Sitzung der Stadtverordneten erklärte sich mit dem Abkommen zwischen der Bürgermeisterei und den hiesigen Kartoffelhändlern, wonach sich diese ver= pflichteten, bei Bestellung durch die Bürgermeisterei den Zentner Kartoffeln für 3.50 bis 4 Mark zu liefern, ein­verstanden.

n Die Gesellschaft für Erd- und Völ­

G. m. b. H.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

die 44 mm brette Inseratenzeite. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs­zieles( 30 Tage), bet gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§.

Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg.

preise. Bis zum Schlußtermin waren 500 3tr. Kartof­feln zum Bezug angemeldet. Die Kartoffeln werden den Bestellern in den Keller geliefert.

):( Rodheim. Durch die Firma Schroeder in Frankfurt a. M. wurde der Anschluß einer neuen Quelle an die gemeinsame Wasserleitung für Bieber- Rodheim ausgeführt. Die Firma, welche auch für Vetzberg und Hohensolms die Ausführung in Händen hat, hofft bis zum 15. November die Leitung für Vezberg betriebs­fertig zu stellen.

):( Marburg. In der letzten Sitzung der Stadt­verordneten fand ein Antrag der Beamtenvereinigung, daß die Stadt Seefische beziehen und die Metzgerinnung ersuchen soll, die Fleischpreise herabzusetzen eventuell einen städtischen Fleischmarkt einzurichten, Zustimmung. Da­durch, daß man 7000 3entner Kartoffeln bestellt hat, die zu 3.40 Mark geliefert werden, sind die Kartoffel= um 1 Mark gefallen.

):( Nassau. Gestern Abend fand eine Konferenz zur Sanierung des in Konkurs befindlichen Spar- und Kreditvereins Nassau statt. Die zur Deckung des Fehl­betrages erforderlichen 50 000 Mt. sollen durch frei­willige Beiträge der Mitglieder gedeckt werden. Diese sol­len bei Minderbemittelten die Mindesthöhe von 100 Mt. betragen und bei den Bessersituierten nach der Steuer­veranlagung festgesetzt werden.

Geschäftliches.

)( Buk. Eins der schwierigsten Probleme persön licher Sicherheit ist noch immer die Selbstvertei digung. Auf dunkler Landstraße und bei jeder Art von Ueberfall ist der Ueberfallene durch die Ueberrasch­ung und dadurch, daß der Angreifende die Waffe für sich hat, zunächst im Vorteil. Die wirksamste, aber auch die gefährlichste Verteidigung war bisher der Revolver, aber welche Verantwortung birgt es in sich, daß man zum eigenen Schutze fremdes Menschenleben gefährden muß! Es ist daher eine neue Erfindung mit Freuden zu begrüßen, von der in diesen Tagen die erste Nachricht durch die Zeitungen läuft. But, d. h. be­täubt und kampfunfähig, ist eine Waffe, die sich in äu­Berlicher Gestalt in feiner Weise vom wirklichen Revol­ver unterscheidet, im Gegner also vollkommen das Ge­fühl wachruft, als trete man ihm mit tötlicher Waffe ge­genüber. Statt dessen aber entwickelt But mit furcht­barem Knall aus seinen Patronen nur starke Gasdäm­pfe, die den Feind absolut betäubt und kampsunfähig" machen, ohne sein Leben oder seine Gesundheit im ge­ringsten zu gefährden. Dieser neue wichtige Fortschritt auf dem Gebiete der Selbstverteidigung wird zweifellos von allen, die es angeht, auf das Freudigste begrüßt werden. Näheres im Inseratenteil.

)( Die Futter not hat in diesem Herbste viele Landwirte gezwungen, ihre Wiesen abweiden zu lassen, da es sich nicht verlohnte, einen zweiten Schnitt zu nehmen. Auf diese Weise erhielt das Vieh noch etwas Futter. Im allgemeinen ist aber den Wiesen hiermit nicht gedient. Im Gegenteil, ein zu starkes Beweiden, noch dazu bis in den Spätherbst hinein, schwächt die Wiesenpflanzungen. Es darf dies eben nur ausnahms­weise einmal als Notbehelf in futterarmen Jahren aus­geführt werden. Damit nun die Wiesen und Weiden im kommenden Jahre nicht im Ertrage zurückbleiben und auch eher neues Futter geben, muß dies Jahr die Düng­ung mit Thomasmehl und Kainit nicht nur fräftiger be­irch messen, sondern auch zeitiger als sonst gegeben werden; am besten schon jetzt im Herbst, sobald das Vieh nicht mehr ausgetrieben wird. Zeitig im Herbst gedüngte Wiesen, Weiden und Kleefelder überstehen nicht nur den Winter besser, sondern beginnen auch im Frühjahr ihr Wachstum zeitiger und geben eher neues Futter als später oder gar nicht gedüngte Flächen.

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Berlin W. 35

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jer eepper mu jener Gemahlin das Fest der Gol­denen Hochzeit.

s Darmstadt. An dem 14. Kursus der Schutz­mannsschule in Darmstadt nimmt unter 11 Schutzleuten auch einer aus unserer Stadt teil.

* Limburg. Die von der Stadt beschafften Kartoffeln werden zu dem billigen Preise von 3.30 Mt. an die Besteller abgegeben. Es ist dies eine ganz bedeutende Differenz gegen die hiesigen Markt­

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Thomasmehl und Kainit können zweckmäßig vor Ausstreuen gemischt werden, und zwar für sandige und Moorböden etwa zu gleichen Teilen, während für lehmige und tonige Böden die Thomasmehlgabe höher zu bemessen ist.

Wichtig für Asthamatiker.

Die Erfahrung des Herrn Hermann van der Berg in Wesel muß ein Troft für alle Afthamatiker sein, indem ihnen ein Weg ge eigt, wodurch dieses lästige Uebel fofort gelindert werden kann. Er schreibt: fmol- Asthma- Pulver hat bei mir vorzügli gewirkt. Ich hatte oft schwere Anfälle von Atemnot, sobald ich aber dieses Pulver gebraucht hatte, spürte ich sofort große Erleich­terung und werde es fedem Asthmaleidenden empfehlen.

Aftmol- Asthma Pulver kostet die große Blechbose M. 2.50, in Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man sich an die Engel- Apotheke, Frankfurt a/ M.