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Uhr

n!

Schüler sagten.

Brüder

waren:

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-

So fragte er einst zwei Schüler, die| des Russ nach mehr Licht aber vorläufig einmal als frommen Wunsch zurückstellen und uns an Realeres halten: An die ver­" Ja. ,, Sie sind Zwillinge?" besserungsbedürftige Straßenbeleuchtung. Nach Beschluß der Wo sind Sie geboren?"" In Berlin." ,, Und Stadtverordnetenversammlung sollen einige Hauptstraßenzüge Sie?" wandte er sich nun zu dem anderen Zwilling. und Plätze anstelle des Gases elektrisches Licht erhalten. Dieser Auch in Berlin), Herr Professor"( allgemeines Gekicher). Beschluß ist als weiterer Punkt in der Entwicklung zur größeren Stadt Gießen recht erfreulich. Aber leider sind einige unserer Einen anderen Schüler fragte Br.: Was ist Thr lieben Spießbürger dagegen. Diejenigen Anwohner nun, welche sich Vater?" Der ist tot; er war Besitzer einer Mineral­der Anbringung der erforderlichen eisernen Rosetten an ihren wafferanſtalt. So schreiben Sie", sagte Br. zu dem Häusern widersetzen, erhalten statt dessen animalische Hörner. Primus, der die Schülerliste führte, unter, Stand des Diejenigen Stadtverordneten, welche weiterhin Petroleum bren­nen, werden zu unbesoldeten Beigeordneten gewählt, um sie so Baters': Witwe einer Mineralwasseranſtalt." In der bekannten Weinstube von Lutter und Wegner schon rein äußerlich als Gegner jeglicher Neuerung kenntlich ( Charlottenstraße) pflegte Bresemer seinen Abendtrunk zu tun und so sprach er einst im Geschichtsunterricht beim dreißigjährigen Kriege von der Schlacht bei Lutter und Wegner"; er meinte natürlich die Schlacht bei Lutter am Barenberge.

Für

zu machen.

Wie uns von gut unterrichteter Seite versichert wird, haben mehrere Bewohner eine Petition an den Magistrat ge­richtet, in den Verbindungsmöglichkeiten zwischen zwei Straßen­zügen einige der alten Stadtlaternen aufzuhängen, welche zu der Bater Zeiten an Retten quer über den Hauptstraßen baumelten. Dies hätte den Vorteil, daß man die Rosetten für das elektrische Licht dann später nicht mehr anzubringen braucht. Und das Licht dieser trüben Ampeln dürfte gerade hinreichen, um die Ent deckung der hier gelegenen Fiebersümpfe durch das Wach- und Schließinstitut zu ermöglichen. Am Tage geht da ja doch nie­mand. Insbesondere die Polizei nicht, welche aus berufenem Munde einen Tadel der verfeinerten Riechorgane ehrsamer Gießener Einwohner vernahm und daraus ihre Schlüsse zog. Ein klein wenig Schweinerei schadet ja auch schließlich nicht. Aber sie gleich mit elektrischen Bogenlampen beleuchten, das geht wirk­Empfehle allen Nierleidenden meine von vielen lich nicht; der nicht im schönen Gießen Uransässige muß sich erst Aerzten bestens empfohlene langsam daran gewöhnen.

Dierenleidende!

Nierenbinde

( ges. geschützt)

Dieselbe ist bequem zu tragen und hat sich

Wer gern ausgeht, kann dies jetzt mit Fug und Recht be­sorgen und sich bei der gestrengen Gattin mit der Bürgerpflicht entschuldigen. Es gibt u. v. a. alle paar Tage eine Wahlver­sammlung. Da sich der furor teutonicus bei uns nicht nach außen entladen kann, so tobt er herinnen in den Sälen von Steins Garten und Cafè Leib. Schimpfen und Versprechen sind die Hanpterfordernisse, wies mit dem Halten von Mund und Wort

seit langen Jahren gut bewährt. steht, barüber fehlt uns die Erfahrung, denn beides wurde seither

Versandt gegen Nachnahme durch den Verfertiger

Wilhelm Heine, Bad Wildungen, obere Brunnenallee.

mebr Licht!

Lokalplauderei vom blonden Hans.

Wie wenige werden wissen, worauf diese letzten Worte des Altmeister Goethe, von dessen Referendarzeit am Kammer­gericht in Wetzlar übrigens die Garbenheimer Eltermütter an­geblich Indecentes erzählen können, in Grund abzielen. Viel leicht war's die Nacht des Todes, der seinen Geist umfing, oder das von der Unschlittkerze dürftig gebrannte Dunkel des Kranken­zimmers, oder waren es die dunklen Gedankengänge des zweiten Teils seines Faust, die es zu erhellen galt? Nein, sondern es war ein idealeres Licht, das der Veredelung des eignen Ich und der Zeitgenossen galt, gemeint, denn Goethe war Freimaurer und das eben sind neben Ausübung der Wohltätigkeit die Ziele der Freimauverei.

Für unsere Musenstadt wollen wir diese ideale Fassung Meine diesjährige

noch nicht beobachtet.

1. National und Liberal Trennt nur Straßenbreite; Doch ist's später nicht egal, Schaut nur mal ins Weite!

2. Geht der Schlagbaum in die Höh' Tut entrüstet jeder; Reichstags- Wahigang, ach! Ohweh Rosa rot und röter.

3. Einsicht rufet auf den Plan

Alle guten Geister:

Bringt mir mal den Kübel ran Mit' nem bischen Kleister,

um den Riß zwischen den liberalen Parteien zu flicken. Ob's helfen wird? Vielleicht! oder auch nicht! Denn wir Deutsche mit unserem Nachahmungstrieb müssen doch wenigstens etwas hahnen und oder stierkampfähnliches haben, wo wir, wie in südlichen Ländern die Gegner in der Oeffentlichkeit mit gesträubtem Ge­fieder und wehenden Haarschweifen krähend, krächzend, prustend schnaufend für wenig Geld oder ganz umsonst übereinander her­fallen sehen.

Es bleibt uns nur der Wunsch, daß jenen Parteiführern, welche noch keinen eignen Mondschein über ihrem bedeutenden Kopf haben, bald eine elektrische Bogenlampe unters Schädeldach scheinen möge, denn auch hier gilt der Ruf für verblendete Gegner: Mehr Licht!

Weihnachts- Ausstellung in Kinderspielwaren

ist eröffnet und lade ich zum Besuche höfl. ein

Grösste Auswahl

Viele Neuheiten.

J. H. Fuhr.

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Beilage zur Gießener Zeitung".

Illustrierter

Wochen- Anzeiger a

Welt- Rundschau.

Bezugspreis fürs Vierteljahr 1 Mark durch die Agenten, 1,20 Mark durch die Post und 1,50 Mark direkt unter Kreuzband.

Stadt- Anzeiger.

100 Mark prämien erhalten unsere Abonnenten laut unseren Bedingungen.

Inserate die 44 mm breite Petitzeile 25 Pfg.; Reklame die 90 mm breite Petitzeile 50 Pfg. Extra- Beilagen nach Uebereinkunft.

Das Abonnement auf den Illustr. Wochen- Anzeiger" ist erst dann gültig, wenn der Bezie er eine auf seinen Namen ausgestellte und von unserer Expedition abgestempelte Vierteljahrs- Abonnementsquittung in Händen hat und diese Quittung vor Beginn des betr Vierteljahres, für das sein Abonnement Gültigkeit haben soll, durch Zahlung eingelöst hat. Das Abonnement kann auch durch Bezahlung von wöchentlich 10 Pfg. fortgesetzt werden, in diesem Falle wird dann am Schluß des Vierteljahres die Vierteljahrs- Abonnements­Quittung aushändigt. Jeder Abonnent hat eine laufende Nummer auf seiner Abonnements- Quittung, der wir uns bei Briefkasten- Beant­wortungen etc. bedienen. Nur bei schriftlicher Abbestellung oder nicht rechtzeitiger Einlösung der Abonnements- Quittungen gilt der Bezug dieses Wochen- Anzeiger als aufgehoben. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Nr. 24. Gießzen, 25. November 1911.

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P. P.

8. Jahrg.

Gießen, 25. November 1911.

Der schon seit 8 Jahren in verschiedenen Zeitabschnitten erschienene ,, Jllustrierte Stadtanzeiger" erscheint

jetzt regelmäßig wöchentlich einmal und zwar gemeinsam mit der seit Monaten in weiten Kreisen beifällig beach­teten ,, Jllustrierten Weltrundschau". Als Haupttitel für diese neue Aufmachung ist

,, Illustrierter Wochen- Anzeiger"

gewählt mit dem Ziele, daß auch manches interessante Lokal- Ereignis im Bilde wiederzugeben verdient. Hierzu erbitten wir Anregungen und Unterstützung.

Hochachtungsvoll

Verlag des ,, Illuftr. Wochen- Anzeiger"

Albin Klein.

Abonnements und Inserate werden gern jeder Zeit in der Geschäftsstelle, Seltersweg 83, entgegen genommen.

Hochschul- Anekdoten.

Professor Klein, erster Lehrer des Gießener Gymnasiums etwa 1830 von seinen Schülern

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,, der alte Dachs" genannt, hatte die Marotte, alle Schüler nach dem Namen der Mutter zu nennen, da die Incische Ordnung, wie er behauptete, die einzig richtige sei. So nannte er Karl Vogt, den nachmals berühmten Natur­forscher, der sein Schüler war und der dies erzählt, " Follenius" und war wütend, wenn Vogt auf diese An­rede nicht sofort reagierte. Unglücklicherweise war in dieser Klasse ein Schüler Krug, dessen Mutter eine ge­

borene Heß war, und außerdem ein Better dieses, namens Heß, dessen Mutter eine geborene Krug war. Da der alte Dachs" nun nach seinem System Heß Krug" und Krug, Heß" nannte, so kann man sich denken, welche Verwirrungen hierbei oft entstanden.

Am Gießener Gymnasium wirkte um 1830 ein Lehrer Dr Völcker, ein kränklicher und überaus ver­weichlichter Mann, der in der Klasse oft entsetzliche An­fälle von Krampfhusten bekam und dann Blut spuckte. Wenn Völker einen Schüler strafte, so ließ er ihm zu­

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