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Menschenkindern glaubhaft schien.

leise einen Befehl zu. Auf und ab schwankt das kleine| fall, wie er kaum je zu erwarten war, wie es kaum Boot in der leicht von See hereinstehenden Dünung. Die beiden Offiziere flammern sich auf dem schlüpfrig glatten Deck an dem Geländer fest. Immer noch rieselt der Regen hernieder. Feucht und schwer drücken die Südwester auf den Kopf, hängen die klebrigen Delröcke auf den Schultern.

Gespannteste Aufmerksamkeit erfordert die Navigier ung. In der Jade findet man sich bei Tage, wenn die Bojen fehlen, kaum zurecht. Starke Ebb- und Flut strömungen versetzen den Schiffer unberechenbar. In der Nacht ist es ohne Feuer schier eine Unmöglichkeit, sich zu orientieren. Für das Auslaufen der Boote sind einige Signalfeuer am Lande angezündet. Durch sorg­sames Peilen vermag man den Kurs der Boote zu be­stimmen. Mott, faum erkennbar leuchtet hin und wie­der eines dieser Lichter durch die regenschwere Luft. Die angestrengte Tätigkeit nimmt des Flottillenchefs Sinne voll in Anspruch. Nur ganz verstohlen, mit blitz­artiger Schnelle, taucht zuweilen vor seinem geistigen Auge ein Bild aus der Vergangenheit, ein Gedanke an das Morgen" auf.

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Er sieht deutlich im Periskop das Bild des plötzlich dicht vor ihm auftauchenden mächtigen feindlichen Linien­schiffes. Er fühlt den Stoß, hört die gellenden Schreie der Leute spürt das Versinken seines Bootes übersteht nochmals all die qualvollen Stunden, bis er mit seiner Besatzung wie durch Wunder gerettet wurde, gerettet durch einen Zu

ein

Die Ebbströmung hatte das halb voll Wasser ge= laufene Boot in die Elbe geführt. Unweit Cuxhavens wurde die Signalboje aufgefischt und das Hebefahrzeug Vulkan" vollbrachte die Rettung, entriß die dem siche­ren Tode Geweihten nach 20stündigem Eingeschlossensein ihrem nassen Grab, in dem sie schon mit beiden Füßen standen. Das alles kostete der Kapitän zur See nun | nochmals durch. Wie oft hatte er es in Träumen und im Wachen schon getan. Aber die Erinnerung an

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diese gräßlichen 20 Stunden, die ihm wie Jahre schie= nen, wollten ihn nicht verlassen.-- Heut nun be­sonders stieg immer und immer wieder diese schauerliche Episode in sein Hirn. Wird der morgige Tag dir etwas Aehnliches bescheeren, oder wird er dir einen raschen Tod bereiten?" fragte er sich.-

14 Unterseeboote, eine stattliche Macht, und ver= lassen kann er sich auf seine Kommandanten. Es sind schneidige Männer, die sich nicht scheuen, dem Sensen­mann lachend ins Antlitz zu schauen,- sie wer= den den Gleichmut nicht verlieren, auch wenn ihnen im Periskop der feindliche Bug auf die Nase stößt.

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14 Unterseeboote.... Der Feind verfügt noch über die doppelte Zahl von Linienschiffen. Aber was machts? Wenn jedes seiner Boote nur eins zur Strecke bringt, wird das genügen, um seine stolze Kraft zu brechen, um die Wage zugunsten der deutschen Flotte zu belasten.

14 Unterseeboote-- 14 Treffer-- ist's nicht zuviel verlangt? Er legt sich auf's Handeln... Wenn auch nur die Hälfte ihrer Geschosse richtig lanziert, sieben feindliche Schlachtschiffe havariert werden.... Auch das würde genügen, eine Panik beim Feinde her­vorzurusen, würde die Hoffnung der eigenen Marine neu emporlodern lassen. Und er betet um den Erfolg der Sieben

Und doch, ist's nicht wie beim Roulette in Monte Carlo?

-

Die Gewinnchancen sind gar zu gering. Ein Kampf, ein wie ein irdener Topf gegen einen eisernen, wie Wachslicht gegen einen elektrischen Scheinwerfer. Nein, -- nicht verzagen. Wie heißt es? Die fitneß to win", der Wille zum Siege!" Ja, der ist vorhan­den! Und Farraguts Wort: Es kommt nicht auf die Kanone allein an, sondern auf den Mann hinter ihr." So ist's. Nicht von der Zahl der Streiter, von ihrem ,, Beist" hängt der Erfolg ab.

Stolz schlägt sein Herz. Der sieghafte Geist, nein, wirklich, der fehlt den Seinen nicht, das weiß er. Er sah in die leuchtenden Augen seiner Kommandanten, als der Admiral gestern nachmittag nach der Befehlsausgabe das Hoch auf Se. Majestät ausbrachte, indem er sie aufforderte, mit ihrem letzten Blutstropfen ihre Treue zu Kaiser und Reich zu besiegeln, ihnen beim Abschied sagte, sie seien des Vaterlandes letzte Hoffnung. So siegesgewiß schauten sie aus, diese dreizehn Offiziere, daß er Sr. Exzellenz kühn versichern durfte, sie würden

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tige Schicksal. Da können wir hoffen, den Feind bald aufzuspüren."

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sich des Vertrauens des Vaterlandes wert zeigen, die Hoffnung, die die Flotte auf sie setze, nicht betrügen.

Das alles ging ihm nun durch den Kopf. Vertrau­ender schaute er voraus.-

Herrgott, wenn nur das widerliche Gepladder stop­pen wollte, nicht mal' ne Zigarre kann man sich in den Hals stecken. Das Verlangen nach dem anregenden Kraut wird übermächtig.

Still sagt er für sich hin: Wenn der Regen auf­hört, wenn es aufklärt, nehme ich das als gutes Omen."-

Jetzt ist Schillig querab. Einzelne Wogen klatschen über den Vorsteven und der Regen-- läßt nach. -- Erleichtert atmet der Flottillenchef auf. Immer matter fallen die Tropfen, hier und da zerreißt das Dunkel, einige Wolken heben sich vom Himmel ab, nun erscheint ein Stern, da noch einer. Die Luft wird ganz sichtig. Ein Freudenjauchzer entringt sich der Brust des Kapitäns, der voller Behagen eine Holländer aus dem schmalen Etui entnimmt und sie entzündet. Mit Inbrunst zieht er den aromatischen Qualm aus dem langen Glimmstengel ein. Sein Blick schweift über die hell erscheinende Wasserfläche.

*) Den vorstehenden, hochinteressanten Artikel ent­nehmen wir mit Genehmigung der durch die Heraus­gabe patriotischer Bücher bekannten Verlagsfirma Wil helm Köhler, Minden i. Westf., dem soeben die Front", von Submare, 188 Seiten Text, Preis Mt. 2, durch jede Buchhandlung zu beziehen. Der Herausgeber ist eines der bekanntesten Marine- Offiziere, seine hohe Stellung in der Marine zwingt ihn jedoch, dieses besonders auch in Frankreich und England Aufsehen er­regende Buch, welches gerade jetzt in dieser politisch be­wegten Zeit das größte Aufsehen erregen wird, anter Pseudonym erscheinen zu lassen.

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