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Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen

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der Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei sowie vieler anderer

sterteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig­ausgabestellen vierteljährlich 90 Pig. Dienstage, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Geltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Str. 224.

Telephon: Nr. 362.

des Großherzoglichen Polizei- Amfes Behörden Oberheffens Expedition: Seltersweg 83.

( Haus Brüder Schmidt.)

Freitag, den 17. November 1911.

( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm brette Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H.

Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg.

Junge De

Junge Ehe.

or der Grace- Kirche in New York standen an einem hellen,

fonn

hermorgen wohl ein Dutzend Frauen der

bei flarem Sommerhimmel und spiegelglatter See, glichen einem Die ersten Tage ihrer Flitterwochen auf dem schönen Schiff

Zählen Sie Krankheiten!

Leiden Sie nicht manchmal an einem der folgenden Uebel?

Copfschmerzen, Gliederreißen, Zuckungen, Rücken­chimerzen, Gesichtsschmerzen, Schmerzen im Hals, Arnen und Gelenken, Augenflimmern, Blutwallungen, lerzklopfen, Schlaflosigkeit, sehr lebhaften oder chweren Träumen, Beklemmungen, Schwindelan­ällen, Angstgefühlen, übermäßiger Empfindlichkeit egen Geräusche, Reizbarkeit, besonders früh nach em Aufstehen, Unruhe, Launenhaftigkeit, Versagen less Gedächtnisses, gelben Hautflecken, Klopfen in lem Adern, Lach-, Wein- und Gähnkrämpfen, Gefühl om Taubheit in den Gliedern, Zittern der Hände nd Kniee bei Erregungen, blauen Ringen um die Lungen, Ohrensausen, sonderbaren Gelüsten und Abneigungen, Schreckhaftigkeit usw.?

Das sind nämlich die Zeichen der Nervosität, mit der iele Menschen behaftet sind, ohne zu wissen, was ihnen igentlich fehlt.

Bei wem von obigen Uebeln mehrere zusammen auftreten, der hat nicht eine Anzahl Krankheiten, sondern nur eine, die Nervosität, aber diese ist eine rechte Plage der Menschheit. Sie kann nicht nur dem Kranken, sondern seiner ganzen Umgebung das Leben verbittern, schwere Lähmungen, Rückenmarks­leiden, Geisteskrankheit, Epilepsie und ein frühes Hinsiechen

Der letzte Halt

sind oft die letzten Stationen auf solchem Leidenswege. Die Nerven sind ja nicht nur eine Anzahl mikroskopisch feiner Fasern, die die verschiedenen Körperteile durchziehen, sondern das Gehirn und das Rückenmark sind die Hauptbestandteile des Nerven­systems und man kann daher sagen, wenn die Nerven angegriffen sind, so

Ruhe kann man allerdings den Gliedern schaffen, wenn man sich hinlegt, aber mit den Nerven ist es eine andere Sache. Ihr hauptsächlichster Teil, das Gehirn, läßt sich nicht zur Ruhe zwingen, es arbeitet weiter, es kann nicht die Gemütsbewegungen, die Sorgen, den Schreck, die ge­

Ein stattliches Aeußere und Körperkraft sind durchaus eint Zeichen für gesunde Nerven, es gibt Männer, die jeder, ist das Mark des Lebens angegriffen. schäftlichen Gründe oder was sonst zur Nervosität führte,

er sie sieht, für Bärennaturen hält und die trotzdem hoch­radig nervös sind.

Auch jeder Trinker ist es, wer ganz gesunde Nerven at, wird nicht trunksüchtig.

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Der Nervöse gleicht einem Baume, an dessen Wurzeln die Fäulnis arbeitet, er fällt nicht sofort, aber er fällt vor der Zeit, wenn nicht helfend eingegriffen wird.

5- Pfennig­Marke

Dr. Arthur Erhard

G. m. b. H.

Berlin W 35.

Lerennung die in der Angelegenheit handeln ichtigeren Personen, die konservative Partei, daß Pommern im Wahlkreis Greifswald- Grimm die a demokraten mit zwei braunen Lappen und die innigen mit einem für Stimmenenthaltung zu ge­en versucht hat. Ferner versprach ein dritter Ab­ter einem Arbeiter 1 Mt. für jede nicht abgegebene lemokratische Stimme. Redner fam dann auf Pußerung des Wahlaufrufes der Nationalliberalen pechen man solle einen unabhängigen Kandidaten len und führte aus, wenn es wirklich in Hessen Fall sei, daß ein Beamter politisch nicht unabhängig finne, so müsse man gerade deshalb Urstadt wäh­um darin Aenderung zu schaffen. Sehr interessant Ito ten sich die Ausführungen Beckers über die kon­dine Partei in Preußen. Der Kampf mit ihr sei und beschwerlich, doch habe er den Vorteil, daß der en in vollem Umfange Farbe bekenne. Redner be­effe den bei der Finanzreform so berühmt geworde Jamiliensinn" an der Hand eines Antrages der rativen betreffend Fideikommisse. Dort wird klipp fr ausgeführt, diese Einrichtung bezwecke die Er­e und Erhaltung des Glanzes einiger hervorra­ar Familien auf Kosten der anderen. Zur Begrün­der Ablehnung eines geheimen, direkten Wahl­Sfür Elsaß- Lothringen und Preußen werde paußischen Junkern die preußische Eigenart" ins führt, die es mit sich bringe, daß der Preuße ich wählen könne. Redner entwickelte eine andere

von

Noch gibt es Mittel,

dem Verderben Einhalt zu tun. Jede Nervo­sität hat ihren Grund in einer Ueberan­strengung der Nerven. Was dem einen, der mit starken Nerven geboren wurde, tausendmal nichts schadet, kann einen anderen, dessen Nervensystem sonst gesund, aber von Natur aus nicht sehr kräftig ist, schon auf einmal ruinieren.

Ein wenig zuviel Arbeit oder zuviel Amüsement, eine starke Gemütserregung, eine angreifende Krankheit können ihn für lange oder, wenn nichts dagegen getan wird, für immer nervenleidend machen.

Gegen Ueberanstrengung des Körpers oder eines Körperteiles helfen nur zwei Dinge: Ruhe( leicht gesagt, aber schwer getan!) und Stärkung durch diejenigen Nähr­stoffe, die bei der Üeberanstrengung über­mäßig verbraucht worden sind.

ohne weiteres beiseite schieben, sondern diese Einflüsse wirken weiter. Aber was es dabei an Nervenkraft ver­braucht, das läßt sich auf andere Weise ersetzen.

Die Wissenschaft hat gesprochen!

Es sind vorwiegend organische Phosphorsäureverbin. dungen, die sogenannten Lecithine, durch welche das Diese kann die Wissen­Nervensystem ernährt wird. schaft jetzt in konzentrierter Form herstellen. Sie bilden die wirksamen Bestandteile von Dr. Erhards Visnervin. Wie günstig Visnervin das angegriffene Nervensystem beeinflußt, das geht aus folgenden Briefen hervor. Beim ersten Falle haben wir es mit einer der lästig­sten Folgen der Nervosität, der Schlaflosigkeit und nervösen Aufgeregtheit zu tun. Der Leidende schreibt:

"

Ihr Visnervin" hat sich bei mir vorzüglich bewährt. Ich werde das Präparat meinen mitleidenden Nebenmenschen bestens empfehlen. In erster Linie konstatiere ich, daß meine schlaflosen Nächte gewichen sind, seit ich Ihr Visnervin" einnehme und erfreue mich wie früher eines gesunden Schlafes. Die nervösen Aufregungen haben ganz bedeutend Ich bitte 3 Dosen nachgelassen. um Zusendung von Visnervin". Ernst Zaiser, Straßburg Bitte wenden!

über den eigentlichen Beginn der Arbeiten ist in Kürze erstere von ihnen befürwortete nach einigen kurzen Wor­zu erwarten. ten die Stimmabgabe für Professor Urstadt. Der andere Aus dem Rheingau. Ein Weingutsbe­Redner, Bedmann, betonte in etwas längeren Aus­führungen die Notwendigkeit, sich der politischen Situalizer in Winkel ließ alle vom Heu- und Sauerwurm be­fallenen Trauben sammeln und tat sie in eine Bütte tion anzupassen und mit der Fortschrittlichen Volkspar­tei gegen die Reaktion und ihre Begünstiger Front zu machen. Seine Partei stehe den erwähnten Aufrufen im Gieß. Anz." der 7 Wähler" usw. fern. Er fordere alle Parteigenossen auf, Mann für Mann für Professor Urstadt zu stimmen.

"

In seinem Schlußwort spann Justizrat Metz die Schlachtlosung des alten Frizz noch etwas weiter aus im Sinne der Fortsetzung: Das Kavallerie- Regiment, Er sei der Ansicht, daß das nicht sofort einhaut viele Freisinnigen aus Gründen persönlicher Rücksicht= nahme in der Hauptwahl der Urne fern geblieben seien. Dieses Verhalten sei tadelnswert. Er hoffe, daß dies= mal alle ihren Mann stehen würden und die Fort­schrittliche Volkspartei zeige, daß sie sich auch aus eige­ner Kraft durchsetzen könne.

Aus Stadt und Land.

Es wird Zeit,

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vierteljährlich 1.20 Mt. frei ins Haus geliefert. In unserer Expedition, Seltersweg 83( Laden), a b- Hochachtungsvoll

geholt 1.00 Mt. Gießen, 17. November 1911. Teuerungszulagen bei der Eisen= bahnverwaltung. Infolge der zunehmenden Verteuerung aller Nahrungsmittel hat die preußische Eisenbahnverwaltung beschlossen, sämtlichen unteren Bahnbeamten bis auf weiteres eine tägliche Zulage von

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von ihrer Entdeckung mitzuteilen. und wieder einen Blick auf jenes Fenster, entdeckte sie ihr hübsches Visavis an seinem Platz. hlich und ohne irgendwelche Absicht von Annys Seite ent­Frauen nun einmal ſind, warf sie in den nächsten Tagen bin obachtungsposten, hütete sich Aber neugierig, wie die kleinen und fast jedesmal

aber wohl, ihrem Charley etwas

Ganz all­

Diese stand ebenso

erzürnt als ratlos mitten unter den

furchtbarer

Diese Weise seine still Angebetete und dem die geschlossenen Fenster bei der unglaublichen Sige Der junge Mann aus dem gegenüberliegenden Flat, der auf ſuchte dann eines Sages den einfachsten Weg auf. fleinen Gesellen, und da der August an A nicht gefehen hatte,

scharge, so war die Situation allerdings teine angenehme.