Alle abgebildeten Modelle können leicht im Haufe gefchneidert werden
mit Hilfe von favorifichniffen. Zu beziehen durch die hielige Verkaufsffelle: Alex. Salomon& Co., Schulftraße.
Das Reich der Frau.
Neue Sommermoden.
Wir haben uns in der letzten Modenummer über die modelinien unterhalten und wollen des halb heute mehr auf die Kleinigkeiten eingehen, die den Anzug so reizvoll ergänzen, aber auch seinen guten Eindruck verderben können.
Zunächst noch einige Worte über die Sommerftoffe.
Neben den bisher beliebten und bekannten Waschstoffen, wie Leinen, Kattun, 3ephir, musseline, Batift ufm. macht sich der in letzter Beit etwas zurückgetretene Pikee wieder bemerkbar. Eine großze Konkurrenz erhalten diese Stoffe im Baumwoll Doile, der so duftig wirkt und sich so leicht reinigen läßt. Das Unterkleid hann aus Batist oder Satin bestehen.
Empirekleid fr. 5602.
Straßenkostüm.
Jade Nr. 190jj. Rod Nr. 3223.
6421
Aermel. Der gleiche Streifen bildet auch den Gürtel, während ein breiter Streifen mit dem mäander. muster die leicht eingereihte Tunika des Rockes abschließt. Das schlichte Material bildete Baumwoll. Doile und gleichfarbiger Satin. Letzterer war für den unteren Rock ver. wendet, über den die Tunika aus Doile fiel. An der Kimonotaille schränken ausspringende Säumchen
Sommerkleid mit Dardangerfliderei. Bluse nr. 6421. Rod Nr. 3203.
Die Modefarbe ist, wie bereits erwähnt wurde, neben grün kirschrot, das fast an keiner Toilette fehlt. Es besitzt eben wie keine andere Sarbe die Eigenschaft, ein Kleid zu beleben und sei es noch so sparsam angewendet.
Zu den Toilettenergänzungen gehören vor allen Dingen Schuhe und Strümpfe, Taschen, Jabots, Schirme usw. Alle diese Sachen sind ebenfalls den Gesetzen der Mode unterworfen, indem fie fich der Sorm und dem Charakter des Anzuges anpassen. Schuhe und Strümpfe werden von den Modedamen genau in der Sarbe des Kleides gewählt. Wer sich nur mit dem hellen oder schwarzen Lackschuh begnügt, kann die Sarbe des Strumpfes dem Schuh oder dem Kleid anpassen. Voraus. gesetzt wird hierbei, daß der Schuh mit dem Kleid nicht zu sehr kontrastiert. Dem dunklen Kleid Sarf fich niemals der helle Schuh gesellen; dagegen kann ein schwarzer Lackschuh zu einem hellen Kleid getragen werden, obgleich bei weißen Toiletten stets auch der weiße Schuh vorzuziehen ist. Caschen und Schirme müssen dem Charakter des Kleides angepaßt sein. Der Leinenschirm darf sich niemals einer seidenen Toilette gesellen; ebensowenig gehört der elegante Spitzenschirm zum
B
Schirm und pom padour mit Richelieuftideret. Shirm Wr. 31-35. Pompadour ftr. 81312.
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schlichten, glatten Leinenkleid. Bei einem mehrfarbigen Kleide muß die Sarbe des Schirmes aus den vorhandenen Sarben gewählt werden. Auch die Sarbe des soutes ist mitentscheidend. Alles in einer Sarbe zu wählen, zeugt nicht von sicherem, feinsten Geschmack. Ein gutgeschulter Geschmack vermag die verschiedensten Sarben so gegeneinander abzustimmen, daß fie als ein einheitliches Ganzes erscheinen. Das gleiche gilt von den Taschen und Pompadours.
Was die Jabots und Krawatten betrifft, dürfen Erscheinungen mit kurzer Taille nur lange, schmale Sormen wählen, während schlanke Siguren mit langer Taille durch kurze, dicht fallende Jabots die Sigur verbessern können. P. G.
Beschreibung der Bilder.
Ar. 5602. Wohl noch nie sind die Bestrebungen für Reformierung der Srauenkleidung so mit den Gesetzen der neuen Moderichtung zusammengefallen, wie in diesem Jahre. Einen Beweis dafür liefert modell nr. 5602. Dieses reizende Reformkleid zeigt die typische kurze Taille und den angeschnittenen Balbármel. Die weitere Garnitur bilden kragenähnliche Bretellen, wie die Abbildung zeigt, an deren Stelle aber auch ein hinten ab. gerundeter, vorn eckiger matrosenkragen treten kann. Als material Siente blau- grüner Wollmuffeline mit grünen Seidenblenden und etwas Stickereieinsatz. Der Schnitt hierzu ist in 44, 48, 52, 56 cm halber Oberweite für 1.25 m. erhältlich.
Sommerkleid mit bardangerftiderei, Bluse Nr. 6421, Rod r. 3205. Ein apartes und in jeder Beziehung dankbares material für die Sommergarderobe bietet die leicht herzustellende Hardangerfickerei. An unferer Vorlage umgibt ein schmaler, ganz durchfichtig gearbeiteter Einsatz den viereckigen Ausschnitt, wobei er fich vorn fintsseitlich fortsetzt, und begrenzt, von Plissee begleitet, den dreiviertellangen
die Weite auf der Schulter ein. Zur Taille ist der Schnitt in 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 60 Pf., zum Rock in 96, 100, 108, 116, 125 cm Büftweite für 80 Pf. er. hältlich. Sür die Bar dangerstickerei ist zu dem Rockeinsatz die naturgroße Photographie des Muster faizes unter Nr. 401 für 70 Pf. zu beziehen, wäh rend der schmale Einsatz in der im gleichen Verlage erschienenen Broschüre über Hardangerstickerei naturgroß abgebildet ift. Kostüm Jade Nr. 19 011, Rod Nr. 32 23. Die 2b. bildung veranschaulicht die Mode der kurzen, flotten Jacken und die Susammen. stellung zweierlei Stoff. arten. Tuch und Seide
6412
Aufjer der Modell- nummer gebe man bei Beftellung von Schnittmustern der Internationalen Schnittmanufaktur zu Dresden- I. 8-31 als Maf an: für Taillen die Hälfte der Oberweite, für Röcke die ganze Hüffweite, die, wie die nebenitehende Abbildung zeigt, zu nehmen find.
Smedbluse Nr. 6412.
11, IX.
6433
Säumchenbluse Nr. 0433.
in dem modernen, dunklen Kirschrot ergaben das material; dazu Umlegekragen und Aermelaufschlag aus Irish- Guipure. Die Jacke zeigt einen aparten, vorn pattenartig geformten Teil, der im Rücken in gleicher Weise auf den mittleren Rückenteil greift. Der schmale Schalkragen, den der Spitzenkragen belegt, reicht bis zum Taillenschluß, wo die Jacke mittelst zweier Knöpfe geschlossen wird. Dreiviertellanger Aermel. Die Seide der Jache wiederholt sich als breite Blende auf dem Drei- Bahnenrock. Ju der Jacke ist der Schnitt in 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für so Pi.. zum Rock in 96, 100, 104, 108, 112, 116, 120, 125, 135 cm süftweite für 60 Pf. zu beziehen..
Schirm und Pompadour Nr. 51315 und 31312. Schirm und Pompadour bestehen hier übereinstimmend aus weißem Leinen und sind mit einer aparten Richelieufticherei aus. gestattet. Der Schirm zeigt die immer noch beliebte 12 teilige Sorm. Der Pompadour ist mit hübscher, geschweifter Linie gearbeitet, mit der, der Ueberschlag harmoniert. Unterlegt ift der Pompadour mit zartfarbiger Waschseide, die doppelseitig, haltbar und billig ist. Die Mustervorzeichnung ist zum Schirm für 60, zum Pompadour für 50 Pf. erhältlich. Smodbluje Nr. 6412. Eine der kleidsamsten Blusen für Backfische und schlanke Er scheinungen ist die Smockbluse. Unsere Vorlage ist mit rundem Ausschnitt gearbeitet, der durch eine Passe nebst Stehkragen aus Tüll gefüllt wird. Der Tull ist auch für die Ellbogenpuffe und Bündchen verwendet. Als material für die Bluse diente heller Woll musselin. Sür die Smocharbeit ist der Smock Dorzeichner zu empfehlen, wodurch das lang wierige Einreihen fortfällt. Der Schnitt zur Bluse ist in 42, 44, 46, 48, 50 cm halber Oberweite für 70 Pf. erhältlich.
Säumchenbluje Ar. 0435. Diese Bluse eignet sich ihrer Säumchen wegen besonders für schlanke Erscheinungen. Die Säumchen find in ganzer Taillenbreite ausgeführt und zwar im Rücken durchgehends, vorn in Brusthöhe ausspringend. Auch der Aermel zeigt durch. gehende Säumchen, der in ein glattes Bündchen mit etwas Soutachebesatz tritt. Der gleiche Besatz wiederholt sich auf der Ausschnittblende. Als material hönnen nur leichte Stoffe, wie Wollmuffeline, pongeeseide, Batist, Sephir und ähnliches in Betracht kommen. Zur Bluse ist der Schnitt in 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 50 Pf. erhältlich.
Empirekleid mit Rimonotaille Nr. 5611. Weißer Muffelin mit kleinen roten Punkten und roten, weißharierten Kanten diente zur Herstellung des hochmodernen, aparten Kleides. Die Kanten garnieren in effektvoller Weise den oberen und unteren Rand des fiebenteiligen, spitzen Panzerteiles, die spitz zulaufenden Kimono blusenteile und die unteren Aermelränder. Dem unteren Rand des Panzers fügt sich ein fadengerader Plisseefaltenvolant an. Der Schnitt hierzu ist in 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56 cm halber Oberweite für 1 m. erhältlich.
Bluse mit Bändchenarbeit Nr. 6444. Weißer Doile Пinon und schwarze Spitzenbändchen vereinigen fich für die elegante Dorlage die von fleißigen Bänden leicht herzustellen ist. Die Bändchen. arbeit erscheint als Taillenteil mit tiefem Ausschnitt, an den fich ein schmaler Streifen anfügt. Barmonierendes Aermelbündchen. An Stelle der Bändchenarbeit kann dieser Teil auch aus Stoff ge arbeitet werden. Der Mustervorzeichnung zum Spitzenteil, Sie unter Nr. 31285 für 2.50 m. erhältlich ist, liegt ein ausführlicher, illustrierter Technikzettel bei. Der Schnitt zur Bluse ist in 44, 48, 48, 50 cm halber Oberweite für 60 Pf. zu beziehen.
31285
Empirefleid mit Rimonotaille fr. 5011.
Bale mit Bändenarbeit. 6444
Frauen!
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Giessener Zeitung"


