Ausgabe 
14.1.1911 Drittes Blatt
 
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schlagen hat, wofür er vom Schöffengericht zu 3 Mona ten Gefängnis verurteilt wurde. Die von ihm einge­legte Berufung wurde verworfen.

Wegen Sittlichkeitsverbrechen an zwei kleinen Mäd­chen, wurde der 17jährige Ludwig Fischer aus Hart­mannshain zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Dem Tanzlehrer Wilhelm Will in Gießen ging ein Strafbefehl über 3 Mark zu, weil er eine unvorschrifts­mäßige Handangel benutzt hat. Trotzdem er angab, es die sei eine einfache Angel, setzte das Schöffengericht Strafe auf 5 Mark fest, da es eine komplizierte Angel für vorliegend erachtete. Die Straffammer war anderer Ansicht und sprach den Angeklagten frei.

Dem Fuhrunternehmer Konrad Rübsamen in Gie­Ben ging wegen Tierquälerei ein Strafbefehl über 60 Mark zu, weil seine Pferde, die wund waren, gefahren wurden. Das Schöffengericht kam infolge Einspruchs zur Festsetzung der Strafe auf 40 Mark, da nicht die nöti­gen Vorsichtsmaßregeln zur Heilung getroffen Der Angeklagte behauptete das Gegenteil und legte Be­rufung ein. Das Urteil wurde bestätigt.

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- Das wirksamste Mittel, das der Indu­strie- und Handelswelt zur Erweiterung ihrer Absatzge­biete zur Verfügung steht, ist die Zeitungs- Re­flame. Die Schwierigkeit aber, bei der Mannigfaltig­keit des Reklamewesens das Zweckmäßige und Richtige zu treffen, macht es den Inserenten) wünschenswert, einen zuverlässigen Führer und Ratgeber zur Verfügung zu haben. Dem um die Jahreswende regelmäßig erschei= nenden Zeitungs- Katalog der Annoncen- Expe= dition Rudolf Mosse wird deshalb stets besonderem Interesse entgegengesehen. Auch die neue 44. Auflage dieses bewährten Handbuches enthält wieder alle wünschenswerten Angaben in übersichtlichster Anordnung. Wie früher, ist auch diesesmal Rudolf Mosses Nor­mal- Zeilenmesser, der die einzig sichere und bequeme Handhabe für eine korrekte Zeilenberechnung der Anzei­gen bietet, dem Kataloge beigefügt. Als besondere Bei­gabe zum Katalog widmet die Firma Rudolf Mosse ihren Geschäftsfreunden wieder eine elegant ausgestattete Schreibmappe mit Notizkalender für jeden Tag des Jahres und interessanten Verkehrs- und statistischen No­tizen. Bemerkenswert sind die in der Schreibmappe ent­haltenen Reproduktionen auffälliger Annoncen- Entwürfe, die von der Firma Rudolf Mosse für Kunden Hauses angefertigt wurden.

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6. August Klippert, Bolzenfräser, mit Elisabethe Kern, beide in Eiringhausen.

9. Heinrich Otto, Schlosser, mit Katharine Dörr, beide in Marburg.

9. August Wehn, Kaufmann in Gießen, mit Jo­

hanna Anna Friederike Wulkow in Bünde.

9. Frizz Georg Reiber, Bankbeamter in Gießen,

mit Ursula Hutzelmeyer in Nürnberg.

9. Friedrich Stuhl, Optiker und Mechaniker, mit Maria Wallrafen, beide in Gießen.

10. Karl Stiegler, Maschinist, mit Philippine Geiß, beide in Gießen.

10. Friedrich Brück, Landwirt in Nonnenroth, mit Katharine Horny in Birklar.

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10. Jakob Bomba, Arbeiter in Alt- Zattum, Josepha Nowak in Klein- Krebbel.

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10. Anton Langsdorf, Polizeisergeant in Groß­Rechtenbach, mit Katharine Rau in Oberkleen.

12. Ludwig Becker, Vizefeldwebel in Gießen, mit Elisabethe Eckert in Limburg. Eheschließungen.

Jan. 7. Ernst Niemann, Bahnhofsrestaurateur, mit

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Käthe Kirch, beide in Gießen.

7. Heinrich Seim, Postbote in Gießen, mit Sa­bina Gerlach in Vollmerz.

11. Wilhelm Gelzenleuchter, Brotfahrer, mit Bau­line Best, beide in Gießen. Gestorbene.

Jan. 6. Wigand Gernhardt, Privatier, 63 Jahr alt.

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6. Katharine Bonarius, geb. Launspach, 65 J.

6. Katharine Wilhelmine Pfeil, geb. Sax, 80 J. 7. Karoline Mizze, 70 Jahre alt.

8. Johann Heinrich Schädler, Privatier, 71 J.

8. Anna Katharine Pfeil, geb. Hill, 78 Jahre.

10. Johannes Adam, Installateur, 56 Jahre alt.

10. Helene Benner, geb. Lich, 64 Jahre alt.

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10. Marie Helene Viehmann, 2 Wochen alt.

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12. Luise Ruckstuhl, geb. Hert, 72 Jahre alt.

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Der frischgefallene Schnee ist alsbald nach Beendig ung des Schneefalls und wenn dieser während der Nacht stattgefunden hat, längstens bis 8 Uhr vormittags von dem Fußsteig zu entfernen, und zwar muß der Fußsteig in seiner ganzen Breite bis zur Fahrbahn schneefrei ge macht werden.

Bei fortdauerndem Schneefall ist diese Reinigung so oft als nötig zu wiederholen.

Der festgetretene und festgefrorene Schnee auf den Fußsteigen ist, solange der Frost andauert, mindestens auf die Breite von 1 Meter mit Sand zu bestreuen und nach dem Auftauen unter sorgfältiger Vermeidung von Beschädigungen der Fußsteige gründlich zu beseitigen. Die Schußmannschaft ist angewiesen, den Befolg ge nau zu kontrollieren und geeignetenfalls Strafanzeige zu erheben.

Gießen, den 28. Dezember 1910. Großh. Polizeiamt.

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