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Gießener Zeitung

( Neueste Nachrichten)

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NERVENSCHWÄCHE

je Ursache vieler und hartnäckiger Krankheiten.

' s gibt zahllose große und kleine Störungen im mensch­lichen Körper, bei denen man wie vor einem Rätsel steht, weil sie mit einer merkwürdigen Zähigkeit jeder bandlung trotzen.

Verschwinden sie dann nach längerer Zeit scheinbar von bst, so werden sie häufig von irgend einem anderen ebenso oblematischem Übel abgelöst, ohne daß sich auf den ersten xk ein Zusammenhang zwischen beiden nachweisen läßt. Und doch besteht er! Man findet ihn, wenn man den denden auf den allgemeinen Zustand seines Nervensystems ersucht. Man wird dann fast immer erkennen, daß Leute, altet und belastet mit Übeln und Leiden, die scheinbar mit Nerven garnichts zu tun haben, eines oder mehrere nfolgenden Symptomen aufweisen: Anhaltendes, täglich derkehrendes Kopfweh, Händezittern, Ziehen in den adern, Taubwerden einzelner Hautstellen, Zucken der Augen­, seelische Verstimmungen oder Angstzustände, innere The ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der insten Aufregung, Reizbarkeit und ärgerliche Stimmung, euzplatz und anders morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, Impo­m. Schmidt 1 ,, leichte Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder in Gliedern, Alpdrücken, schwere Träume usw. usw. nberg) esonders das immer wiederkehrende Kopfweh, Verstimm­Men, körperliche und geistige Schlaffheit, resp. Müdigkeit und ankenlosigkeit sind ganz ausgeprägte Merkmale von wenschwäche und Kennzeichen eines außerordentlich saten Zustandes. Denn

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15, Mai.

aft Salzquelle. Nervenleiden zehren am Leben, untergraben seine Wurzel!

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elbst Epilepsie, Geisteskrankheiten, nervöse Lähmungen auch nichts anderes, als besonders schwere resp. durch 1: Städtische nachlässigung verschlimmerte Nervenstörungen. 180/12 arke Beeinträchtigungen der Sehkraft, des ors usw. durch Nervenstörungen sind s seltenes.

eiten.

Her selbst wenn es bei ganz leichten cheinungen bleibt, so verursacht doch erhin das Versagen der Nerven soviel zur Verhaglichkeiten in der Familie und in der

Junt 1893

ellschaft und besonders soviele Störungen Berufe, wie kaum ein anderes Leiden. eer Geschäftsmann, der nervös ist, wird

Sin Bleis gegenüber, der seine gesunden Nerven

stets im Nachteile sein. Er wird nicht ruhiger Sicherheit, sondern zerfahren, berlegt oder zaghaft handeln, wird also

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cxdienliche und zielbewußte Maßregel feen. Statt mit ruhiger Überlegung und schlossenen Sinnes seinen Vorteil zu 10en, wird er sich von Launen und mungen beherrschen und abirren lassen. 16 kranken Nerven sind ein gewaltiges, ihm selbst unbewußtes Hindernis für sein wärtskommen.

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Was ist da zu tun? a: s einzige, was da hilft, aber auch ganz er hilft, ist eine genügende Stärkung der

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Nerven. Ob sie gelingt, das kommt auf verschiedene Umstände an.

Stärken kann man die Nerven wie jedes andere durch Überanstrengung ermattete Organ, durch Ruhe und bessere Ernährung.

Aber Ruhe für die Nerven läßt sich nicht immer schaffen. Wenn jemand durch Überarbeitung nervös geworden ist, so müßte er für lange Zeit aufhören, zu arbeiten. Sind die Nerven durch Kummer und Sorgen angegriffen, so müssen Kummer und Sorgen beseitigt werden, was beides natürlich nur selten möglich ist.

Bleibt also in den meisten Fällen nur die bessere Ernährung der Nerven als

der einzige Weg zur Rettung! Jedes Organ, welches arbeitet, verbraucht bestimmte Nähr­stoffe. Auch das Nervensystem, zu welchem auch Gehirn- und Rückenmark gehören, arbeitet ununterbrochen. Der Nährstoff, den es dabei verbraucht, ist eine organische Phosphorsäure­verbindung und heißt Lecithin.

Unter normalen Verhältnissen ist es in der täglichen Nahrung in einigermaßen genügender Menge vorhanden, zur Stärkung überanstrengter Nerven, die wieder einen Vorrat an Kraft sammeln sollen, genügt das aber nicht. Ihnen muß das Lecithin in größeren Mengen zugeführt werden.

Es ist nun gelungen, das Lecithin in ziemlich konzentrierter Form zu gewinnen und es bildet den hauptsächlich wirkenden Bestandteil von Dr. Arthur Erhards VISNERVIN.

Sorgfältige Versuche, welche Arzte anstellten, haben gezeigt, daß Dr. Erhards VISNERVIN ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Kräftigung der Nerven ist und es wurden da mit in Tausenden Fällen so großartige Erfolge erzielt, wie sie in den umseitig abgedruckten Zuschriften attestiert sind.

Diese gewaltige Menge von Briefen liegt in unserem Bureau zur Prüfung auf ihre Echtheit bereit, jedermann kann sie einsehen.

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doch wohl auch Ihnen helfen!

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Versuchen Sie dieselbe und entschließen Sie sich dann, ob Sie das Mittel weiter gebrauchen wollen. Senden Sie weder Geld noch Briefmarken mit, sondern erproben Sie VISNERVIN erst gratis! Es wird Ihnen vorzüglich be­kommen und Sie werden uns dankbar sein, daß wir Ihnen durch die kostenlose Überlassung einer Probe Gelegen­heit gegeben haben, unser gutes und reelles Mittel kennen zu lernen, weil dasselbe keine Prüfung zu scheuen hat.

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daß es keinerlei Reizmittel oder schädliche Substanzen enthält, sondern unter allen Umständen gut vertragen wird. Der Geschmack ist angenehm, die Anwendung einfach.

Ebenfalls gratis und portofrei fügen wir jeder Sendung noch ein interessantes und lehrreiches Buch bei, welches in klarer, allgemein verständlicher Form Aufschluß über das Nervensystem und über Nervenleiden gibt. Jede Krankheit zehrt an der Lebenskraft und man kann sagen, daß jeder Monat Krankheit eine Verkürzung des Lebens um eine unberechenbare Zeit bedeutet.

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Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., Berlin W. 35.

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( Gießener Tageblatt)

Anzeigenpreis 15 Pfg.

die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 fs. Die 90 mm breite Zeile im efla meteil 50 fg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Sahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Plasvorschriften ohne Berbindlichkeit. Berlag der ,, Gießeuer Zeitung". m. b. S.

Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg.

| eines weiteren Gemeindebackhauses Bedürfnis geworden. Hierbei kam der Bürgermeister, der Land­tagsabgeordnete Leun auf den Gedanken, eine von ihm schon bei Bäckern beobachtete Einrichtung zu verwerten, indem er im zweiten Stock des Backhauses eine Ba= deeinrichtung mit verschiedenen Badezellen, in denen Brause', Wannenbäder 2c. verabreicht werden, herstellen zu lassen. Die über den Zügen des Ofens ein­gebauten Beulen sind an die Wasserleitung angeschlos sen und da das warme Wasser in die Höhe steigt, wäh­rend das kalte fällt, wird durch den Druck der Wasser­leitung das erwärmte Wasser in den zweiten Stock in die Höhe getrieben, so daß man bei jeder Badewanne je nach Wunsch faltes oder warmes Wasser zur Ver= fügung hat.

*) Bad Nauheim, 14. Juli. Der Maha­radja von Pudukota in Indien ist mit Gefolge im Hotel Kaiserhof zur Kur abgestiegen.

-d- Büdingen, 14. Juli. Eine schwere Bluttat trug sich auf dem Erbacher Hof zu. Als der Vorar= beiter Feierabend bot, widersetzte sich ein Kuhschweizer, 30g das Messer und brachte dem Vorarbeiter lebensge­fährliche Verletzungen bei. Der Täter wurde verhaftet.

* Aus dem Kreise Wetzlar. Mit dem " Wetzlarer Ochsenfest" tritt Regen ein, dies hat sich zur Freude aller Landwirte und Gartenbesitzer diesmal wie­der bestätigt. Die gesamte Vegetation draußen, die durch die Trockenheit der letzten Wochen sich nicht recht entfalten konnte, atmet jetzt wieder freier auf. Die Zeit der Kornernte ist da, an welche sich unmittelbar die gesamte Fruchternte anreihen dürfte. Dazu gibt es noch viele Gemüsefelder mit Kraut und Kohlrabi zu be­stellen. Da reicht für den Bauersmann ein achtstündi­ger Arbeitstag nicht aus, da heißt es Ueberstunden ma­chen, und wie gerne tut er dies, wenn ihm nur die Witterung hold ist.

-n= Rodheim a. d. Bieber, 13. Juli. Jm Kreise Biedenkopf bestehen bis jetzt 9 freiwillige Feuerwehren, die nächsten Sonntag hier in Rodheim ihren Bezirks­feuerwehrtag abhalten, wozu die Vorbereitungen im Gange sind. Da auch aus Hessen und dem Kreise ich Wetzlar mehrere Wehren ihr Erscheinen zugesagt haben, so wird sich die Veranstaltung zu einem großen Fest gestalten. Der Festplaß, in unmittelbarer Nähe der Haltestelle gelegen, erhält elektrische Beleuchtung und als th Festmusik wurde eine Gießener Kapelle angeworben. n,= m= Limburg, 14. Juli. Hier kommen am näch­sten Sonntag Vereine aus Frankfurt mit den Lahnver­einen und der Mainzer Rudergesellschaft zusammen. Im 1. Vierer sind die stärksten Gegner Frankfurter Germa­nta, Mainzer Rudergesellschaft und Homberger Ger­mania. Jm Lahnvierer wird Gießen sein Rennen gewinnen können. Der Gastvierer bringt eine Wieder­holung des Großen Vierers und im Zweiten Vierer hat der Frankfurter Ruderklub Aussichten, seinen stärk­sten Gegner, die Düsseldorfer Germania, matt zu setzen. Die Vorrennen sollen um 7 Uhr beginnen und um 11 Uhr beendet sein.

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lungen stattfanden, erfolgten im Jahre 1910 deren 3728. In dem ganzen Jahrzehnt wurden beinahe 30 000 Bauernfamilien angesiedelt, außerdem noch zahl­reiche Arbeiter. Das ist gewiß ein schöner Erfolg, den die Arbeit der inneren Kolonisation bisher aufzuweisen hat, und es ist zu wünschen, daß sie auch fernerhin rüstig vorwärtsschreitet.

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- Rödgen b. Gießen, 14. Juli. Das gestrige hat Gewitter, welches mit Hagel begleitet war, strichweise in den Fluren viel Schaden angerichtet. Der Bliz schlug in eine Schafherde und tötete 40 Tiere. Der Schäfer blieb unverletzt.

) Großen Linden, 14. Juli. Durch das stete Anwachsen der Bevölkerungszahl ist die Errichtung

*) Frankfurt, 14. Juli. Die Maul- und Klauenseuche wurde gestern wiederum bei einem Antrieb von Großvieh im Biehhof festgestellt. Der Vieh­hof wurde gesperrt, das verseuchte Vieh sofort abge­schlachtet.

*) Frankfurt, 14. Juli. Der Kaiser hat das für Müller, früherer Zeugfeldwebel bei der Hanauer Pulverfabrik, von seinem Vater und seinem früheren Pfarrer eingereichte Gnadengesuch abschlägig be­schieden und das am 1. April vom Oberkriegsgericht über Müller wegen Mordes verhängte Todesurteil be­stätigt.

Geschäftliches.

Die Fabrikate der Adlerwerke, vorm. Heinr. Kleyer A.-G., Frankfurt a. M., haben auf der Ge= werbe, Industrie- und Kunstausstellung, die seit dem 24. Mai 1911 in Krefeld stattfindet, da­durch gebührende Anerkennung gefunden, daß den aus­gestellten Erzeugnissen, Fahrrädern und Schreibmaschi­nen die höchste Auszeichnung, nämlich die Goldene Medaille, verliehen wurde. Während die Adler­brikat teilen, blieb die Adler- Schreibmaschine Fahrräder diese Prämie noch mit einem Konkurrenzfa­unter sieben wetteifernden Marken die einzige, die von dem Spezial- Preisrichter- Kollegium mit dieser Auszeich­nung bedacht wurde.

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Gießen.