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Extrabeilage werben nu

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Ohm- und Feldalhal

( berhessischer Beobachter)

Urteile

von Behörden, Krankenanstalten 2c.

über

Palminn Palmona

Pflanzenfett

Pflanzen- Butter- Margarine

Um dem Publikum zu zeigen, wie diejenigen, denen die Verantwortung für das leibliche Wohl Vieler( namentlich auch Kranker) übertragen ist, über unsere Produkte denken, veröffentlichen wir im Nachstehenden einige solcher Urteile cus der allerletzten Zeit. Sie bieten gewiß eine Garantie dafür, daß unsere Produkte in jeder Hinsicht nicht nur ohne Bedenken, sondern mit vollstem Vertrauen verwendet werden können.

H. Schlinck& Cie. A.-G.

Hamburg- Mannheim.

Alleinige Produzenten von Palmin" und Palmona".

Lokalanzeiger

Preise Alsfeld, Grünberg und Schotten.

onnerstag den 13. April 1911

Rohstoffe, nämlich der Baumwolle und der e, noch sehr unbefriedigend ist. Aller­ist die Baumwollproduktion in Togo von 1909 10 von 3000 Doppelzentnern auf 5400 Doppel­und die Baumwollproduktion von Deutschost= Don 2600 auf 3000 Doppelzentner gestiegen. Doch n diese 5-8000 Doppelzentner so gut wie gar in Betracht gegenüber unserem Jahresbe e von mindestens 4 Millionen Dop ntner. Die Frage ist aber um so ernsthafter, r Baumwollbedarf in der ganzen Welt außer ich steigt und die für den Anbau der Baumwolle te Fläche beschränkt ist. Noch geringer ist die oduktion unserer Kolonien, die im Jahre 1909 3000 Doppelzentner betrug, was für unseren Be­um in Betracht kommt, trotzdem gerade in Deutsch tafrika weite Gebiete für die Schafhaltung außer ich geeignet sind.

Reichstagswahlvorbereitungen.

Frankenthal. Der Landesausschuß der rittlichen Volkspartei der Pfalz beschloß die Kan­: für den Wahlkreis Kaiserslautern- Kirchheimbo­dem Landtagsabgeordneten Professor Hermann mel in Karlsruhe anzutragen. Der Wahlkreis slautern ist jetzt durch den Bündler Dr. Rösicke n. In der Hauptwahl 1907 erhielt er mit Ün­ung der Nationalliberalen 10 979 Stimmen, der demokrat 7629, der Zentrumsmann 4413 und der arteiler 4072. In der Stichwahl siegte dann Rö­it 14 727 Stimmen über den Sozialdemokraten,

689 erhielt.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 13. April 1911.

Gießen, 10. April. Nach den vom Ministe­es Innern genehmigten Beschlüssen der hessischen en Behörden sollen im Rechnungsjahr 1911 zur tung der Bedürfnisse der Gesamtheit der evange= Kirche 12 Prozent, der Gesamtheit der katholischen 5 Prozent Zuschlag zu den direkten Staats­erhoben werden.

Gießen, 13. April. Der Vorstand des Haupt­asses für den Blumentag, Frau Dr. Usinger, er= nen Aufruf an junge Frauen und Mädchen( über thre), die sich als Verkäuferinnen bei dem Blu­I betätigen wollen. Näheres siehe Inserat. Gießen. Die neue Tagesverbindung von 13 über Ems, Nassau, Limburg und Wetzlar Berlin wird am 1. Mai mit der Einführung euen Fahrplans eingerichtet. Sie kommt durch uen deutschen Bäderzüge zustande, von denen wir berichtet haben. Von diesem Bäderzuge verläßt ein Teil morgens 9 Uhr 8 Min. Wiesbaden und 9 Uhr 59 Frankfurt a. M., um in Bad- Nauheim vereinigt zu werden und 7 Uhr 33 Min. abends am Potsdamer Bahnhof in Berlin wieder einzutreffen. An diesen schließt eine besondere Verbindung von Koblenz an. Von hier fährt man 8 Uhr 47 Min. früh ab. Der Bäderzug, wie der Anschluß von der Mosel wird als D- Zug mit allen drei Klassen ausgestattet. Der neue Zug verkehrt vor=

Doppelzentner entstammten unseren Kolonien bereits über 30 000 Doppelzentner, also fast ein Sechstel, wäh= rend im Vorjahre der Anteil unserer Kolonien mit 16 000 Doppelzentner nur etwas mehr als ein Zehntel des rund 155 000 Doppelzentner betragenden Bedarfs ausmachte. An der wichtigen Erzeugung von Sisal hans sind die deutschen Kolonien sogar bereits mit rund einem Viertel beteiligt. Der Gesamtbedarf Deutsch­lands daran betrug im letzten Jahre 75 000 Doppel­zentner, von denen aus den Kolonien 19 000, im Vorläufig bis zum 30. September. Im nächsten Jahre soll jahre 17 000 Doppelzentner bezogen wurden. Sehr be­trächtlich ist auch bereits die Produktion unserer Kolo­nien an Kopra( getrockneten Kokosnußkernen), Palm­öl und Palmkernen, von denen das Deutsche Reich im Jahre 1909 rund 4 Millionen Doppelzentner einführte. Bereits im Jahre 1909 wurden aus unseren westafri fanischen Kolonien rund 55 000 Doppelzentner Palmöl ausgeführt. Ferner führten in demselben Jahre unsere gesamten Schutzgebiete etwa eine Viertelmillion Doppel­zentner gedörrte Kokosnußschnitzel aus rund ein Sechstel des deutschen Bedarfes, und 215 000 Doppelzentner Palmkerne, weit über ein Zehntel unseres Bedarfes.

Bedeutungsvoll für unseren heimischen Bedarf ist auch die Produktion an edeln Hölzern, wofür be­sonders Kamerun in Betracht kommt, das von 36 000 Doppelzentner der deutschen Einfuhr rund 8000, also fast ¼ geliefert hat, während Ostafrika in demselben die Jahre 14 000 Doppelzentner Gerb- Rinde lieferte, allerdings nur etwa 3 v. H. unseres über 400 000 Dop­pelzentner betragenden Jahresbedarfs ausmachen. Au­kerdem führte Ostafrika noch etwa 1700 Doppelzentner Wachs aus und trug dadurch nicht unerheblich zur Deck ung unseres sich auf rund 20 000 Doppelzentner belau­fenden Jahresbedarfs bei.

Dagegen läßt sich nicht leugnen, daß der Anteil der deutschen Kolonien und der Erzeugung unserer wich­

er aber schon am 1. März wieder aufgenommen werden. - Gießen. Das hessische Kreisamt Dieburg er­ließ neuerdings an die Bürgermeistereien eine sehr zeitgemäße Warnung vor den umherziehenden Altertums- Händlern und-Privatsammlern, die nur aus Gewinnsucht den Leuten die Altertümer gegen ein ge­ringes Entgelt abschwätzen. Erinnerungen aus früheren Zeiten und die mit einem Baue verbundenen Altertümer sollten überhaupt nicht abgegeben werden. Der einzelne Besitzer, wie auch die ganze Gemeinde sollten ihre Ehre darein setzen, alle Wahrzeichen der engeren Heimat an Ort und Stelle zu erhalten. Altertümer in Gestalt be­weglicher Gegenstände sollten vor ihrer Weggabe oder vor ihrer beabsichtigten Beseitigung einem unserer Hei­matmuseen angeboten werden.

* Butzbach. Das Jouz'sche Geschäftshaus und Hofreite an dem Marktplatz wurde zum Preise von 49 000 Mark an die Gräfl. Görtz'sche Brauerei in Schlitz, Inhaber Graf Görtz- Schlitz, verkauft. Verkaufstosten trägt der Käufer. In dem Hause soll eine Wirtschaft nebst Logierhaus eröffnet werden.

- Wetzlar. Die Stadtverordneten gaben in ihrer letzten Sitzung die Zustimmung für den Ankauf des Amtsgerichtsgebäudes für 60 000 Mt. und des Ge­fängnisses für 14 000 Mt. von dem Fiskus.

( Bote aus berhellen)

Telephon: Nr. 362.

23. Jahrg.

Wetzlar. Die Bilanz des Vorschuß- und Kre­ditvereins schließt mit Mt. 213 924 in Aktiva und Pas­siva ab. Die Haftsumme der 456 Mitglieder beträgt 228 000 Mark.

Wetzlar. In einer mehrtägigen Sitzung des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen sprach man sich für 3 wangsversicherung der Vieh­besiger gegen Maul- und Klauenseuche aus und be­zeichnete die gegenwärtigen Fleischpreise als in großem Mißverhältnis zu den Viehpreisen stehend, die verhält­nismäßig gering seien. Der Vorstand beschloß, auf die Presse einzuwirken, daß regelmäßige Veröffentlichungen der Vieh- und Fleischpreise erfolgen.

- Nieder- Ramstadt, 10. April. Die epilep­tischen Schuljungen des Männerhauses hatten den Groß­herzog in einem originellen selbstverfaßten Brief um sein Bild gebeten. Sie wollten einen Rahmen aus Na­turholz dazu verfertigen, und dann sollte das Bild ihren an Wandschmuck noch armen Stationsraum zieren hel= fen. Der Großherzog ist nun in der freundlichsten Weise auf diese Kinderbitte eingegangen und hat ein schönes Bild mit seiner eigenhändigen Namensunterschrift ge= sandt.

-r- Eichelsachsen, 7. April. Zur Abschiedsfeier des Lehrers Braun, welcher 5 Jahre hier amtierte, hatte sich gestern abend eine größere Anzahl Personen bei dem Gastwirt Schröder eingefunden. Lehrer Br. siedelt nach Rudingshain über, während Lehrer Schaaf von Ru­dingshain nach hier kommt.

Mainz. Die Holzarbeiter und Holzbildhauer haben für den 1. Mai den seit 1906 bestehenden Ta= rifvertrag gekündigt. Sie verlangen außer einem vierjährigen Tarifvertrag Lohnausbesserung und fürzere Arbeitszeit. Aussicht auf eine friedliche Einigung ist vorhanden. Ein hiesiger Jäger hatte vor einigen Tagen das seltene Glück, bei Mombach einen Adler zu erlegen. Das erlegte Tier hat eine Länge von 65 Zentimeter und eine Flügelspannung von 1,60 Meter.

Braunfels. Mühlenbesitzer Schäfer in dem Nachbardorfe Philippstein beabsichtigt seine Mühle in ein Elektrizitätswerf umzuwandeln u. Phi­lippstein, Bermbach und Altenkirchen mit elektrischem Licht zu versehen.

* Weil münster, 12. April. Dr. med. Becker von der hiesigen Landes- Heil- und Pflegeanstalt wurde zum Oberarzt ernannt.

* Diez. Zu der vom 13. Mai ab stattfindenden Dramensteiner Ausstellung sind schon über 200 Gegen­stände angemeldet. Am letzten Tage der Ausstellung fin­det ein Blumentag statt.

* Kassel. Der Exerzierplatz der Garnison Kassel soll auf das linke Fuldaufer, auf ein zu dem Rittergute Freienhagen und den Gemeinden Niederzweh­ren und Rangershausen gehörenden Grundstücke verlegt werden. Das Gelände des Exerzierplates bei Waldau ist Eigentum der Stadt.

Frankfurt a. M. Der bisherige Botschafter in Tokio, Freiherr Mumm von Schwarzenstein, ist wie­der in seiner Vaterstadt Frankfurt eingetroffen.

- Stuttgart. Am Blumentag zur Feier der silbernen Hochzeit des geliebten württembergischen Kö­

nigspaares, der bekanntlich am 8. d. Mts. abgehalten wurde, haben die Stuttgarter Sozialdemokraten sich nicht beteiligt. Dies wurde begründet mit der Erklärung, daß diese Veranstaltung eine Demonstration der bürgerlichen Parteien für die monarchische Staatsform" sei. Die Ver­anstaltung selbst wurde als Mißbrauch des Wohltätig­keitssinnes der Bevölkerung zu politischen Zwecken be­anstaltung kann doch nur Phanatismus führen. Das zeichnet. Zu einer derartigen Zergliederung dieser Ver­ganze Ergebnis des Blumentages fommt in erster Li­nie den Armen und Bedrängten zugute. Unter diesen werden sich doch wohl sehr viele befinden, die sozialde­mokratischer Gesinnung sind. Warum dann diesen Miß­ton in die freudige Stimmung der Einwohnerschaft Stuttgarts und des ganzen Landes, durch solche gänz­lich deplacierte Parolen? Deutlicher kann der Haß ge­gen die Monarchie nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden.

Citerarisches.

Frizz Boehle. Ein Buch seiner Kunst. 14 Blätter nach Gemälden und Handzeichnungen in voll­fommener Doppelton- Wiedergabe, verschiedenfarbig auf starkem Kunstdruckpapier gedruckt. Einleitung von W. Kotzde. Jn Mappe geheftet 1 Mark. Verlag von Jos. Scholz in Mainz.