Ausgabe 
11.11.1911 Zweites Blatt
 
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lung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannes­gemeinde.

Batholische Gemeinde in Gießen

Samstag, den 11. November.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge­legenheit zur hl. Beicht.

Sonntag, den 12. November.

23. Sonntag nach Pfingsten.

Vorm. von Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe.

Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.

Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.

Borm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt.

Abends 6 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht.

Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen.

Geborene.

Nov. 1. Universitäts- Fechtmeister Karl Fehn eine Toch­ter, Erika Anna.

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5. Ingenieur Erwin Otto August Burmester ein Sohn, Martin Erwin Eugen Johannes.

Bekanntmachung.

Betr.: Den Hufbeschlag im Kreise Gießen.

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Kraftlose Retten Sie sich

Nerven

Wenn eine Saite springt, so gibt es einen schrillen Mißklang und mit der Harmonie des Instrumentes ist es aus. Verstimmte Salten kann man wieder stimmen, gesprungene lassen sich nicht * mehr reparieren.

-

Was die Salten für das Instrument sind, das sind Ihre Nerven für Sie! Solange dieselben nur verstimmt, d. h. in ihrer Harmonie gestört sind, ist es möglich, sie wieder in Ordnung zu bringen, Ihnen zu helfen, ein total zerrüttetes Nerven­system kann aber kein Arzt mehr reparieren; Lähmungen, Geistesgestörtheit, Epilepsie und sonstige der schrecklichen Leiden sind der letzte schrille Miẞklang des zerstörten Lebens. Wir sagen das nicht, um jemanden zu erschrecken, sondern nur, um davor zu warnen, daß beginnende Nervenleiden zu leicht genommen werden.

Mancher leidet an dauerndem, nicht besonders schmerzhaftem

Di Kopfweh und beachtet es weiter nicht, mancher an leichtem Nachstehende Bekanntmachung bringen wir wieder- Mainzle Händezittern, Ziehen in den Gliedern, Taubwerden einzelner forderlic Hautstellen, Zucken der Augenlider, seelischen Verstimmungen holt zur Kenntnis der Beteiligten. des schr und Angstzuständen, innerer Unruhe ohne besonderen Grund, 3 Verdauungsstörungen bei der kleinsten Aufregung, Reizbarkeit rend de und ärgerlicher Stimmung morgens nach dem Aufstehen, Haut­Unterzei jucken, geschlechtlicher Impotenz oder übermäßiger Erregbarkeit, Blag 3, Zuckungen im Gesicht oder in den Gliedern, Alpdrücken, Angebot schweren Träumen und ähnlichen scheinbar ziemlich harmlosen fstellung Zufällen und achtet nicht weiter darauf.

Gießen, den 2. November 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt.

Betr.: Wie oben.

Bekanntmachung.

Die Gepflogenheit der Pferdebesitzer ihre Pferde mit außerordentlich hohen Stollen beschlagen zu lassen, hat verschiedentlich dazu geführt, daß die Pferde beim Ueber­schreiten der Geleise, insbesondere derjenigen der städti­schen elektrischen Straßenbahn in Gießen, mit den hohen Stollen in den Geleisen hängen geblieben sind, wodurch die Eisen von den Hufen gerissen und den Tieren er­hebliche Verletzungen zugefügt wurden. Eine Haftung der Stadt Gießen kann für derartige Unfälle nicht in Frage kommen. Die hohen Stollen haben weiter den Nachteil, daß die Pferde bei der ausgedehnten Verwen­dung von fugenlosem Asphaltpflaster leicht zu Fall kom­men. Endlich leiden die Hufe und Gelenke der Tiere sehr bei zu hohem Hufbeschlag, und es entstehen zahl= reiche Lahmheiten, die bei Verwendung niederer Stollen leicht vermieden werden können. Die Tierhalter können sich gegen diese Schädigungen selbst dadurch am besten schützen, daß sie den Pferden nur Hufeisen mit nicht zu hohen Stollen auflegen lassen.

Wir empfehlen daher, wie dies auch anderwärts üb­lich ist, die Zugtiere in der Zeit vom 1. April bis 1. November nur mit Hufeisen zu versehen, deren Stollen bis zu 2 Zentimeter über die Hufeisenfläche hervorragen. In den übrigen Monaten können die Stollen bis zu 3 Zentimeter erhöht werden.

Gleichzeitig weisen wir sämtliche Hufschmiede des Krei­ses Gießen an, den Tierhaltern von unserer Bekannt= machung stets vor dem Beschlagen der Tiere Kenntnis geben zu wollen.

Gießen, den 3. Juli 1911.

Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V. gez. Welcker.

Polizeiverordnung.

Betreffend: Verkehr auf den Wochenmärkten in Gießen.

Zum Schutze des Publikums gegen Unfälle bestim­men wir auf Grund des Art. 56 Abs 2 Ziffer 2 der Städteverordnung zunächst auf die Dauer von 4 Wochen folgendes:

§ 1.

Während der Marktzeiten am Dienstag, Donnerstag und Samstag von 8 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags dürfen Führwerke, die nicht den Wochenmarkt besuchen, und Reiter den Kanzleiberg, Braudplat u. die Marktlaubenstraße nicht passieren.

§ 2.

Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmung werden mit Geldstrafe bis 90 Mark bestraft. Gießen, den 31. Oftober 1911. Großh. Polizeiamt.

Gebhardt.

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erhielten.

Dienst Diese Symptome sind durchaus und Anerkennungsschreiben unaufgefordert aus allen K poftfret den Uni F1

halten

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nicht harmlos

besonders dann nicht, wenn mehrere zusammentreffen, sondern sie sind ein Zeichen, daß Verstimmungen resp. Störungen im Nervensystem vorhanden sind, seien sie nun aus angeborener Schwäche oder aus Ueberarbeitung, Ausschweifungen, Kummer, Sorgen oder aus mehreren dieser Ursachen zusammen entstanden. Solange die Störungen noch keinen ernsteren Charakter ange­nommen haben, ist in den meisten Fällen noch Hülfe möglich durch eine systematische Kräftigung der Nerven. Soviel als irgend möglich sollen die schädlichen Einwirkungen, aus denen das Uebel entstand, vermieden werden und ferner soll für

eine ausgiebige Stärkung der

Nerven

durch Zuführung der nötigen Nährstotte Sorge getragen werden. Ist das eine nicht möglich, so soll man wenigstens das andere, notwendigste, nicht unterlassen. Nicht jeder kann sich den Einflüssen entziehen, die seinen Nerven schädlich sind. Nicht jeder kann seinen Beruf wechseln, einige Monate Ferien nehmen, oder seine geschäftlichen und Familiensorgen von sich werfen. Jeder aber kann seinen Nerven ausreichende Nährstoffe zukommen lassen.

Für das Tier, das nicht geistig, d. h. mit den Nerven angestrengt arbeitet, für den Menschen auf niederer Kulturstufe, der die Hauptmasse seines Nervensystems, das Gehirn, nicht besonders anstrengt, bietet die tägliche Nahrung aus einfachen mineralischen und vegetabilen Stoffen Nahrung genug, nicht nur für die Muskeln( Eiweiß usw.), sondern auch für die Nerven( Lecithin, Phosphorsalze usw.)

Der Kulturmensch aber lebt nicht unter natürlichen Verhält­nissen, er arbeitet mehr geistig als körperlich, er genießt Alkohol und Tabak, Kaffee und andere Nervengifte,

Wir erbieten uns, Ihnen ohne einen Pfennig Kosten für Sie,

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Wir geben Ihnen die Versicherung, daß Sie staunen werden die in manchen Fällen fast ans Wunderbare grenzende W unseres Mittels und bemerken ausdrücklich( und garari dafür!), daß es keinerlei Reizmittel oder schädliche Subsi enthält, sondern von jedem, auch dem Schwächsten, te vertragen wird. Der Geschmack ist angenehm, das Einn mit keinerlei Umständlichkeiten verbunden, da Visnervi Pastillenform in einer leicht in der Westentasche zu trag

er lebt in ewiger Unruhe und Hast Dose versandt wird.

und strapaziert seine Nerven zehn- und hundertfach mehr, als es der Mensch im Urzustande tat, der keine Sorgen, kein Telephon und keine Nachtkaffees hatte.

Müßte jemand zehn- und hundertfache Muskelarbeit leisten, als ihm von der Natur ursprünglich bestimmt ist, so würde man es selbstverständlich finden, daß er sich anders nährt als unter gewöhnlichen Verhältnissen, daß aber die vermehrte Nervenan­strengung besondere Kräftigungsmittel nötig macht, daran denkt man erst, wenn die Nerven total erschöpft sind, und dann auch noch nicht immer. Man sollte aber rechtzeitig daran denken, nicht erst

wenn es fast oder ganz zu spät ist. Wir wollen Ihnen Gelegenheit geben, sich zu überzeugen, daß obige Darlegungen richtig sind, obgleich wir annehmen dürfen, daß Sie die Richtigkeit ohne weiteres einsehen. Aber immer­hin können Sie ja einmal die Probe aufs Exempel machen, zumal Sie das keinen Pfennig kostet.

Wir haben aus den für die Er­nährung des Nervensystems am meisten in Betracht kommenden organischen, phosphorsauren Ver­

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Herrn

Prüfen und urteilen Sie. Bestellen Sie die Gratisprobe sofort, die Verzögerung is der gefährlichste Feind der Gesundheit gewesen!

Dr. Arthur Erhard, G. m. b.

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Bitte hier abtrennen.

Dr. Arthur Erhard

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