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1910.

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zu leiden hatte. Hierfür standen in der offenen Klasse 1 Geldpreise zu 100, 70, 40, 15 und 10 Mr. zur Ver­ng. In der begrenzten Klasse waren drei Geldpreise 25, 15 und 10 Mt. und außerdem ein Diplom zu ver­een. Für beste Führerleistungen waren zwei Preise zu 10 Mr. ausgesezt. Ehrenpreise stifteten u. a. 1. Kreis­mann Reinhart- Gießen für besten Polizeihund in ßen; 2. Der deutsche Schäferhundverein für Führerleist­1men an deutschen Schäferhunden; 3. Rechtsanwalt Hom­gger- Gießen; 4. August Kilbinger- Gießen; 5. der Verein Sundesport"; Christian Spies- Gießen( sämtlich zur relen Verfügung der Richter); 7. der Dobermannpinscher­

6.

Jubilub für seine Mitglieder.

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Das Ergebnis der Prüfung war folgendes: 1. Preis 100 Mt. und 10 Mt. Führerpreis) des Klub Rauhhaarige

den Um Terriers": 3eno vom Edelhof, ein Airdale Terrier( Be­

befinde

er er Franz Erner in Weimar). 2. Preis( 70 Mark und wurde 25 Mt. Führerpreis des deutschen Schäferhundvereins): Rorma, ein schwarzer deutscher Schäferhund mit Abzei­Hen( Besitzer Adolf Blumental in Dortmund).- 3. Preis 40 Mt. und 10 M. Führerpreis): Tasso von Burbach, in schwarzroter Dobermannpintscher( Besizer Polizei- In­pettor Lücken in Herford i. W.). 4. Preis( 25 Mark End 25 Mr. Führerpreis des deutschen Schäferhundvereins): vom Flügelrad, ein dunkelgewolfter deutscher Schäferhund( Besizer Betriebsassistent Sautter- Mannheim). 5. Preis( 15 Mt. und 5 und 10 Mt. Führerpreis):

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Gesan, Morib, ein schwarzer Schäferhund mit braunen Abzeichen berger in Besitzer Polize wachtmeister Weißbecher- Frankfurt a. M.). urtstages 6. Preis( 10 Mt.): Bach us vou Dertzburg, ein schwarzer Schäferhund mit gelben Abzeichen( Besitzer Kri­enteten minal schutzmann Weber- Darmstadt). 7. Preis( Dent= Straßt münze): 2 or a von Daubringen, ein deutscher Schäfer= unge Hund( Besitzer Schutzmann Neuz- Gießen). 8. Preis nmitglied ( Dentmünze): Mar, ein schwarzer deutscher Schäferhund mit gelben Läufen( Guenther- Raurel). 9. Preis( Dent­rmünze): Gäsar, ein dunkelwolfsfarbiger deutscher Schäfer­morgen Hund( Besitzer das Großh. Polizeiamt- Darmstadt). ende öfter

Racsczi Hus Hessen und Nachbargebiet.

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Die ficher

Lang- Göns, 28. Mai. Bet den Quellfassungs­erte au arbeiten ist man hier nahe am Pfahlgrabeu auf einen ren schmu gemauerten 7 Meter im Durchmesser messenden Brun­le fanden men gestoßen. Es ist anzunehmen, daß er von den das An Römern angelegt worden ist, da noch etwas weiter, unsere am Holzheimer Pfad, sich die Ueberreste einer größeren Befestigungsanlage der Römer befinden.

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entsprech dermann * Lauterbach, 30. Mai. Auf Veranlassung des Künstler Landwirtschaftskammer- Ausschusses und unter dem Vor­juch eines fize des Herrn Landtagsabgeordneten Korell fand hier gemeine Besprechung über die Abhaltung der landwirtschaft: lichen Kreisschau statt, an der sich etwa 40 Veitreter aus den verschiedensten O ten des Kreises beteiligten. Als Ausstellungszeit wurde mit Rücksicht auf die im während Streise stattfindenden Herbstmanöver die Zeit vom 24. r Gder bis 26. September und als Ausstellungsplatz die neue liebenes Turnhalle mit dem umliegenden Gelände bestimmt. Summer Hungen, 30. Mai. Hier wurde ein neunjähriger en solcher Junge von einem schweren Steinfuhrwerk, bei dessen on Fahr Pfer den er stand, überfahren. Gc erlitt außer Verlegungen im Gesicht einen Beinbruch oberhalb des Knies. Die Pferde scheuten durch ein Geräusch und sprangen auf die Seite, wodurch das Unglück entstand.

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* Inheiden. Gestern nachmittag fand die Ian­despolizeiliche Abnahme des fertiggestellten Anschluß­Ausstell geleises des Wasserwerks Inheiden nad der Bahn­ftrecke Gießen Gelnhausen statt.

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* Hirzenhain, 30 Mai. Der diesjährige Imker­tursus des Oberhessischen Bienenzüchtervereins" findet bom 10. bis 25 Junt hier statt. Die Vorträge halten die Lehrer Hensel hier und Buß- Leihgestern. An dem Musterbienenstande des Herrn Hensel finden praktische Vorführungen für die ursteilnehmer statt.

)( Das Große Goldene Rad von Franken er­ftritt der Brennaborfahrer Ad. Schulze am Sonntag auf der Würzburger Bahn in einem Stundenrennen, nach dem

Konzert zum Besten des Saalbaufonds.

er dort bereits am Donnerstag das 20 und 25 Kilometer­Rennen um den Großen Preis von Sieboldshöhe gewonnen hatte.

)( Das Stundenrennen, welches am Sonntag in Treptow hinter Motorführung ausgefahren wurde, ge­wann H. Przyrembel, während Br. Demte Zweiter wurde. Beide fahren Brennabor.

Verein hessischer Zahnärzte.

Am Freitag, Samstag und Sonntag fand in Gießen das 16. Stiftungsfest des Vereins hessischer Zahnärzte und in Verbindung damit die Feier des 50jährigen Berufsju­biläums des Zahnarztes Dr. C. W. Ko ch statt. Aus allen Teilen des Deutschen Reiches waren Vertreter der in den Bundesstaaten bestehenden Vereine der Zahnärzte erschienen, um den Jubilar persönlich zu seinem Jubeltage zu beglück­wünschen.

Die Festlichkeiten nahmen am Freitag mit einem Em­pfangsabend ihren Anfang. Am folgenden Tage fand um 11 Ühr eine Feier zu Ehren Dr. Kochs statt. Zu dersel­ben waren u. a. erschienen: Der Rettor der Universität Prof. Dr. Strahl, Beigeordneter Keller, Regierungs­rat Welcker und zahlreiche Stadtverordnete. Der Vor­sißende des Vereins der hessischen Zahnärzte, Köhler­Darmstadt, begrüßte den Jubilar mit herzlichen Worten. In seiner Ansprache hob Redner die mannigfachen Ver­dienste Dr. Kochs um die Zahnheilkunde hervor, um am Schluß seiner Ausführungen dem Jubilar die Mitteilung zu machen, daß ihn der Verein der deutschen Zahnärzte zu seinem Ehrenmitglied ernannt habe. Beigeordneter Kel­ler hielt eine nicht minder fernige Ansprache, in der er Dr. Koch als einen der bewährtesten Führer der hessischen Zahnheilkunde bezeichnete und den Jubilar im Namen der Stadt beglückwünschte. Prof. Dr. Strahl gedachte in seiner Ansprache der uneigennüßigen Tätigkeit des Jubilars in dem zahnärztlichen Prüfungsausschuß an der Universi­tät. In schlichten Worten sprach Dr. Koch den Ver= sammelten seinen tief empfundenen Dank aus.

Den Tag beschloß ein glänzender Kommers im Hotel Großherzog". Zu demselben waren erschienen: Oberst v. Müller und die Offiziere des Kaiser- Regiments und Bei­geordneter Heylig en staedt, sowie die Stad verord­neten Dr. Bi ermer, Eichenauer und Jann, die Startenburgia", deren Ehrenmitglied Zahnarzt Koch ist, und wie am Vormittage die zahlreichen Freunde und Bekannten des Jubilars. Zahnarzt Köhler begrüßte die Gäste, welche schon lange vor Beginn des Kommerses den Saal des Hotels füllten. Die Ausführungen des Redners flangen in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog aus. Eine weitere Ansprache hielt Oberst v. Müller, der bei seinem Eintreffen dem Jubilar einen Blumenstrauß überreichte. An den offiziellen Teil des Abends schlossen sich Deklamationen von dem Regisseur Curt Kühne an, welche durch ihre hu­

morvolle Vortragsweise mitunter stürmische Heiterkeit er= weckten. Wohl ebenso gut gefielen die Vorträge des Re­gisseurs Norden und des Frl. Koch, welche hierbei ihr ganzes Können einsetzten. Das Lustspiel in 1 Aufzuge " Zum Einsiedler" und noch andere Deklamationen, auf einer im Saal dazu besonders hergerichteten Bühne gegeben, ern­teten ebenfalls ungeteilten Beifall.

Neben den geselligen Veranstaltungen, welche am Sonn­tag mit einem Festmahl im Hotel" Großherzog" und einem Ausflug nach dem Schiffenberg schlossen, hatten Hessens Zahnärzte auf ihrer diesmaligen Tagung auch nicht die Wissenschaft vergessen. Am Samstag fanden im Anschluß an die Jubiläumsfeier Vorträge, und Demonstrationen statt. Es sprachen an diesem Tage: Dr. Albrecht Frankfurt a. M. über Plattenguß mit dem Sachsschen Apparat", Prof. Dr. Eiler Heidelberg über Den heutigen Stand des synthetischen Suprarenins", Prof. Dr. Michel- Würz­burg über Die Lichttherapie" in der Zahnheillunde", Zahn­arzt Mohr Köln über zwei seltene Fälle von Trigemi­nusneuralgie", Privatdozent Dr. Reich- Marburg über " Pathologie der Zahnpulpa", Dr. Repp- Darmstadt über " Buchführung in der zahnärztlichen Tätigkeit", Richel­mann- Straßburg über Den Wert der nahtlosen Ringe für Kronen und Brückenarbeiten", Dr. S a 1 3 m an n- Frant

furt a. M. über Technik und Wirkung der Mandibular­

Injektion", Schröder-Benseler- Kassel über das Bhä­

nomen der Drehung der oberen Molaren im menschlichen

Jubilars das größte Interesse. Der Redner wußte in seinem Vortrage seinen Zuhörern von dem Stand der Zahnheil funde vor 50 Jahren ein anschauliches Bild zu entwerfen und gleichzeitig auch die inzwischen erzielten Fortschritte zu zeigen. In der Situng am Sonntag hielten Vorträge: Bode- Hannover über" Die Verwendung der Röntgenstrab­len in der Zahnheilkunde" und über Mittel und Wege zur Erzielung guter Röntgenbilder", Prof. Römer- Straßburg über Pathologie der Zahnpulpa", Dr. Rumpel- Berlin über Histopathologische Studien über Zahnwurzelgranulone und über das Echzahnproblem bei der Prothese", und Witze l- Wiesbaden über Die Trockenbehandlung der Zahn­wurzelabszesse und Neuerung im Zahnbrüdenbau". Sämt liche Vorträge der Zahnärzte legten das Bestreben an den Tag, für gegenseitige Belohrung zu sorgen, ein Umstand, der dem Verein hessischer Zahnärzte nur ein gutes Zeug nis ausstellen kann.

Ans dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 27. Mai 1910. was Schöffengericht Bad Nauheim hatte den Chauffeur Wilhelm Kaiser von Dietesheim wegen Be feldigung und Nötigung zu 5 Tagen Gefängnis verur­teilt. Der Angeklagte fuhr im Januar mit einem Au­tomobil die Straße Bad Nauheim Nieder- Mörlen. Straßenwärter Scheibel, der der Ansicht war, er wäre troß der Warnungstafeln zu schnell gefahren, rief dem Führer zu, worauf dieser abstieg und bemerkte, Schei bel wolle sich wohl ein rotes Röckchen verdienen. Beim Weiterfahren schimpfte er weiter und bei der Rückkunft hielt er wieder an und bemerkte, falls ihn Scheibel anzeige, so würde er in den Automobilzeitungen ber­öffentlichen, was er für ein Mann sei. Der Angeklagte legte Berufung ein, was zur Folge hatte, daß er nur wegen Beleidigung berurteilt wurde und zwar zu 30 Mr. Geldstrafe und Publikationsbefugnis.

Auf dem Gutshof zu Rodenberg wurde dem Breanmeister das Portemonnate mit 52 Mt. gestohlen. Der Dienstknecht Christian Volk aus Staudenbühl, der dort beschäftigt war, ein vielfach bestrafter Mensch, machte sich durch größere Geldausgaben verdächtig, was um so auffallender war, als daß er stets in Geldver legenheit war. Da er auch noch ein Portemonnate bet sich hatte, das dem gestohlenen glich, und er in der Nähe des Tatorts um die Zeit des Diebstahls gesehen worden ist, hielt ihn das Gericht für schuldig und ver urteilte ihn zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren und 5 Jahren Ehrverlust.

Nach einer Versammlung, in der Redakteur Flurer von Friedberg über die Reichsfinanzreform in Groß­Karben geredet hatte, Itek der Handelsmann Strauß die Bemerkung fallen:" Was will das Dreckmaul, der ist so dumm, daß er brummt, was der weiß, habe ich längst veraessen" Der Landwirt Bär, der diese Aeuße­rung auf sich bezog, erhob Privatklage wegen Belet­digung, doch das Schöffengericht fam zum Freispruch.. da Strauß angab, er habe den Bär nicht gemeint, bezw. er habe die Aeußerung nicht gebraucht. Wie das Schöffengericht, so tam auch die Straffammer zum Freispruch, da nicht feststand, daß der Kläger gemeint

war.

Der Oberfellner Matschke in Bad Nauheim hat gegen seine frühere Prinzipalin Frau Waltner Klage erhoben, weil sie ihn einen Steel" genannt hat. Diese erhob Widerklage, weil Matschke sich über ihren Ge­schäftsbetrieb unliebsam ausgesprochen hatte. Frau Waltner betam am Schöffengericht 3 Mark Geldstrafe und Matschke wurde f eigesprochen. Ja der Berufungs­instanz wurde auch die Angeklagte freigesprochen, da sie in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt

Gebiß", Dr. 3 im me re r- Pforzheim über" Neuerungen in der zahnärztlichen Technit" und Dr. K och über Die Zahnheilkunde vor 50 Jahren". diesen Vorträgen erweckten wohl die Ausführungen des hat.

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Von allen

gelangt. Es entzückt namentlich durch das von einer| tiefen Empfindung zeugende und gleich den Meereswellen bald sanft dahinglettende, bald zu mächtigem Brausen anschwellende Spiel des Klaviers und Harmoniums nach dem 1. Vers. Zweifellos hat Brieg bis jetzt gerade in feinen fleineren Werken wie in dem eben genannten sein Bestes geliefert. Beide Gesangsbereine standen in ihren Leistungen auf der Höhe ihres Könnens. Aus­gezeichnet gelangen den bewährten Sängern die drei Volkslieder a capella Es flog ein kleines Waldvöglein" ( ein Lied des 16. Jahrhunderts), Wiegenlied" von Silcher und das ewig schöne Wer hat dich, du schöner Wald" in der prächtigen Vertonung von Mendelssohn­Bartholdy Der Vortrag des Liedes Es flog ein kleines Waldvöglein" zeugte von einer vortrefflichen Schulung der Sänger, welche mit tiefer Empfindung das Bitten des draußen vor dem Hause um Einlaß begehrenden Waldvögleins zum Ausdruck zu bringen wußten: Ich bis so lang geflogen wohl durch den Willen dein"." Ein nicht minder großes Lob verdient die ausgezeichnete Wiedergabe des füßen Wiegenliedes von Friedrich Silcher, wiederholt werden mußte. Am meisten entzückte wohl die letzte Strophe des Stedes, deren Vortrag geradezu bewundernswert war. Der Kronbauer'ſche Quartettverein und der Schuler'sche Männerchor werden mit Stolz auf das borgestrige Konzert zurückblicken können, das zweifel­

Das Konzert zugunsten der Errichtung eines von Jahr zu Jahr immer notwendiger werdenden Konzert­saales, das am Sonntag in der Turnhalle am Oswalds garten der Kronbauer'sche Quartettberein unter Mitwirkung des in Steßen bereits öfter gehörten und beliebten Schule' schen Männerchor veranstaltete, bewies durch seinen guten Besuch, daß die Gießener Be­bölkerung die Darbietungen der hiesigen Gesangsvereine zu würdigen weiß und gewillt ist, nach Kräften zu der Lösung der Saalbaufrage beizutragen. Als Solisten pirkten bei dem Konzert Frl. L. Hegyest aus Köln a. Rh.( Violoncello) und Adolf Müller. Frankfurt a. M. ( Bariton) mit. Die Leitung lag in den bewährten Händen des Prof. Trautmann. Das Konzert bot recht viel des Schönen und Guten. Es enthielt verschiedene Chöre a capella, ferner Volkslieder a capella, für das Violon­western mehrere Soloftücke und ein Adagio und Allegro in tmeifters A- Dur mit Klavierbegleitung, während der Bariton des Herrn Müller in der Ballade Der Triumph des Zigeuner genotten" Sebens" und in dret Liedern zur Geltung fam. Den welches den Sängern stürmischen Veifall eintrug und zeichnete Klarheit seiner Stimme verfehlten denn hier Schluß bildete ein Männerchor mit Baritonsolo, Klavier Von den Männerchören verdienten Publikum und Harmonium Heben, id in erster Linie die Chöre a capella im alten( italieniſchen) Stil von Palestrina und Spengler Erwähnung. Vier­

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en, zweifle utgi Parlestrinas Wirken( 1514-1594) bezeichnet be Der Grund fanntlich den Höhepunkt der italienischen Kirchenmusik. los ihrem in Gießen das lezte Mal bor drei Jahren ge

tiefen Empfindung eine überraschende Technik zeigte. Von ihren übrigen Darbietungen war die Wiedergabe des Ständchen", eines Werkes des Vaters der Künft­lerin, am interessantesten, welches sich als eine recht an­mutige Arbeit erwies und Fel. Hegyesi gleichfalls Bet­fall eintrug. Die vollendete Technik, zarte Empfindung und Gestaltungsfraft, welche in dem Spiel der Künst lerin immer auf das glücklichste in den Vordergrund treten, werden Frl. Hegyesi auch in Zukunft einen warmen Empfang sichern. Der 2. Solist, der hierorts bereits auf das beste bekannte und beliebte Baritonist Adolf Müller, brachte die hier seltener zu hörenden Balladen Der Triumph des Lebens", bertont von Hugo Staun, und Salomo", komponiert von Hans Hermann, und zwei" fleinere Lieder von Hans Sommer und Rudolf Schuhmacher, Ganz letfe" und Das Stelldichein", zum Vortrag. Die Befangenheit des Sängers bet der Wieder­gabe der Ballade Der Triumph des Lebers" verlor sich bald und namentlich der Schlußgesang Das Stell. dichein" zeigte den Künstler auf der alten Höhe seines Könnens. Die Ausdrucksfähigkeit, langfülle und ausge­auch ihre Wirkung nicht: Der Künstler mußte sich zu einer Zugabe verstehen, die ebenfalls ausgezeichnet ge­fiel. Die treffliche Einstudierung der Chöre, das glän­zende können der beiden Solisten und nicht zuletzt die bewährte Leitung des Prof. Trautmann gestalteten alles in allem den Abend für jeden Konzertbesucher zu einem

jedenfalls im Anschluß an den großen Italiener aufführte, denn fügt. Die Soliften für den instrumentalen Teil des auch unsere anderen Gesangsvereine recht bald zu gleichen,

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Schwestern empfundenen Heimkehr" von 2. Uhland lehnen sich an

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seine hübschen Vertonungen eines aus dem 16. Jahr­hundert stammenden Liedes und der kurzen, aber tief den Stil der weltlichen, italienischen Musik des 15. und 16. Jahrhunderts eng an, fie fonnten also mithin einen intereffanten Vergleich zwischen den beiden Hauptrichtungen der damaligen Musik gestatten. Von den übrigen Dar­bietungen verdient die Banderkennung" von Ed. Grieg für Männerchor, Bariton, Klavier und Harmonium be­sonders hervorgehoben zu werden. Dieses prächtige Werk ist leider bis jetzt ziemlich selten hier zur Aufführung

Konzerts, Frl. Hegyest, zeigte sich auf ihren Violon cello als eine Künstlerin, welche es wirklich verdient, noch weiteren Streifen befannt zu werden. Das Adagio und Allegro in A- Dur für Violoncello in der altitali­enischen Vertonung von Boccherini gewann infolge seines anmutigen Vortrages der Kunstlerin sofort die Herzen der Zuhörer. Namentlich, manche Säße dieſes Werkes boten nicht geringe Schwierigkeiten, welche Frl. Hegyest jedoch in äußerst glänzender Weise zu bemeistern ber­stand. Noch mehr entzückte die Zuhörer die Gavotte von D. Popper, deren Interpretation neben einer äußerst

demselben Zweck dienenden Veranstaltungen beranlassen! Wenn, wie es bei der Kunstliebe der Bießener Bevöl ferung ganz ficher zu erwarten steht, es nun auch nicht an freiwilligen Spenden fehlt, wird Gießen in einer nahen Zukunft einen mit allen Grungenschaften der Neu­zeit ausgestatteten Konzertsaal befigen, der geradezu ein Bedürfniß durch die gänzliche Ungeeignetheit des Stadt­theaters für größere Ghoraufführungen geworden ist. ..

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