Die Städteverordnung im Sonderausschuß. Durchführung der Stadtverordnetenwahl ist ein enger
Der Sonderausschuß für die Verwaltungsgesetre vision hat am Donnerstag unter Vorsitz des Abgeordneten Oberbürgermeister Dr. Glässing die endgiltige Beratung des ersteu der sechs Gesezentwürfe, die Städteverordnung aufgenommen und die ersten 50 Artikel der Vorlage durch beraten und angenommen. Der Gesezentwurf war der Zweiten Kammer am 29. April v. J. erneut von der Regierung vorgelegt worden, wobet die von der Kammer bei der früheren Beratung geäußerten Wünsche und Beschlüsse berücksichtigt worden find. Ueber einzelne wichtige Fragen noch bestehende Differenzen soll später noch gemeinsam mit der Regierung in Beratung getreten werden.
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Die ersten 50 Artikel der Vorlage beschäftigen sich mit der Einrichtung der städtischen Verwaltung, dem Geltungsbereich der Städteordnung, der Begrenzung der Stadtgemeinde, der Bildung. Umgestaltung und Auflösung der Gemeinde, der Abtrennung einzelner Gemarkungsteile, dann mit den Ortssagungen, den Beftimmungen über die Angehörigen der Stadtgemeinden, ihre Rechte und Pflichten, die Rechte der Ortsbürger und die Stadtverwaltung und ihre Organe. In den ersten Artikeln wird beſtimmt, daß jede Stadtgemeinde im Sinne dieses Gesetzes einen Verband zur Selbstverwaltung ihrer Angelegenheiten bildet mit den Rechten etner Körperschaft des öffentlichen Rechts Anstatt der seitherigen Bezeichnung Großh. Bürgermeisterei" wird die amtliche Bezeichnung fünftig lauten„ Das Bürgermeisteramt". Ein wesentlicher Vorzng des Entwurfs ist, daß die Genehmigung des Staatsregierung bei d. Bildung, Umgestaltung und Auflösung, sowie bet der Abtrennung einzelner Gemacfungsteile und Vereinigung derselben mit einer Nachbargemarfung einheitlich im Gesetz vorgeschlagen wurde an Stelle der seitherigen verschiedenartigen Regelung. Die Bestimmungen, welche von den Angehörigen der Stadtgemeinde, ihren Rechten und Pflichten handeln, erhalten in den vorliegenden Artifeln eine neue präzise Fassung. Das Ortsbürgerrecht, welches für die städtische Verwaltung im auge, meinen nur wenig Bedeutung besitzt und im Wesent lichen nur noch für die Landgemeinden in Betracht kommt, hat eine bemerkenswerte Vereinfachung erfahren. Das seitherige Privileg für die Söhne von Beamten, Pfarrern und Lehrern zur Erlangung des Ortsbürgerrechts wurde besetttgt, desgleichen das besondere Wahlrecht zur Gemeindevertretung, welches bis jetzt mit dem Ortsbürgerrecht verknüpft war. Die gänzliche Ablösung des Nuhungsrechtes des Ortsbürgers soll nach Maßgabe beſſerer, noch zu erlaſſender gesetzlicher Bestimmungen zulässig sein.
Anschluß an die Wahlrechtsbestimmungen des Reichstags vorgesehen. Dies gilt besonders von den Be. stimmungen über die Stimmzettel und den Vorschriften des Wahlaktes. Die Vorschriften über die Besoldung, die Wahl und das Ausscheiden des Bürgermeisters und der Beigeordneten aus dem Amt haben eine bestimmtere Fassung erhalten. Die Entscheidung über die Staatsaufsicht, die Genehmigung gewisser Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung seitens des Kreisamts wurde mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieser Materie vorläufig ausgesetzt. Es herrscht im Ausschuß die Tendenz, die Selbstverwaltung zu stärken und auch in dieser Beziehung zur Vereinfachung des Verfahrens beizu tragen. Bei der Frage über die Protokollierung der Sigungsergebnisse der Stadtverordnetenversammlung wurde darauf hingewiesen, daß die Mitglte er der Stadt verordnetenversammlung die Verpflichtung haben, die Niederschriften im Sigung saale zu unterzeichnen, und daß auf die Erfüllung dieser Verpflichtung der größte Wert gelegt werden müsse.
Im übrigen ist noch zu bemerken, daß sich die neue Gesetzesvorlage im wesentlichen nach den früheren Grundsägen aufbaut und die allgemeine Tendenz verfolgt, einerseits solche Bestimmungen, die sich seit dem Inkcafttreten der Städteordnung als mißständig oder über. flüssig erwiesen haben, zu verbessern oder zu beseitigen, andererseits solche Vorschriften neu einzufügen, die nach den in der Zwischenzeit gemachten praktischen Gefahrungen zur Ausfüllung von Lücken dienen. Daneben läuft das Bestreben, die Bestimmungen einer Reihe mit der Städteordnung in Zusammenhang stehender Sondergesetze im neuen Gesetze zu verarbeiten.
Der Ausschuß ſezte am Freitag seine Beratung über die Städteordnung fort und erledigte die Artikel 50-120 des Gesetzentwurfs. die sich mit den Wahlen zur Stadtverordnetenversammlung, der Besoldung, der Wohl und dem Ausscheiden des Bucgermeisters aus dem Amte, sowie mit der Tätigkeit der Stadtberordneten. Bet der Einleitung und bersammlung beschäftigen.
Stadttheater Gießen. Sonntag, den 29. Mai 1910 Der Opernball. Operette in 3 Aften von V. Léon und H. v. Waldberg. Musik von Richard Heuberger.
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Der Kampf im Baugewerbe. Gladbeck t. Westf. Die hiesigen Bauunter nehmer haben gestern die Arbeit allgemein wieder aufnehmen lassen.
* Saarbrüden. Der Arbeitgeberverband für das Saargebiet verhängte in der Annahme, daß noch biele organisierte Arbeiter, die sich als unorganisiert ausgeben, in Arbeit stünden, gestern die General. Aus
Vom Hansabund.
Der Hansa- Bund hat beschlossen, zur Wiederkehr des ersten Gründungstages am 12. Juni Fest sizungen in allen Zweigverbänden im Deutschen Reiche abzuhalten, bei denen der Jahresbericht vorgelegt werden wird. Die Mitgliederzahl des Hansa- Bundes an direkten Mitgliedern und an solchen durch die angeschlossenen Verbände beträgt nach überschläglichec Verechnung im ganzen weit über eine Million. In den letzten drei Tagen sind durchschnittlich je 1200 Personen neu eingetreten.
Man atmet erleichtert auf nach dieser Operette, wenn man an die Aufführung der fläglichen Felir'schen ( Pseudonym für Hugo Felix Moser) Operette Madame Sherry" zurückdenkt. Es ist bedauerlich, daß man sich um solche Stücke bemüht, die es im höchsten Grade verdienen, in der Versenkung zu verschwinden. Ich liebe den französischen Schwant, seinen echten Chic, seine Grazie, seine oft geistreich feinen, oft auch drallen Bifanterien und Wizeleien, wohl bemerkt wenn er seine Herkunft nicht verleugnet; doch dem Textdichter der Madame Sherry" mangelte nicht nur jedes feinere Gefühl, diese fra zösischen Scenen nachzuempfinden, wirksam zu gestalten, ihm geht auch jede Technik ab, berschiedene Vorgänge miteinander zu verknüpfen, daß fie wenigftens einen Schein von„ Handlung", Berwickelung ergeben, ganz abgesehen von einer einigermaßen be
rechtigten, wahrscheinlichen Fabel. Die Muſit fonnte
ebenso wenig auf Originalität, angenehme Melodik Anspruch machen; ein einziges Walzer- Motiv:„ Komm in die Wiesen, der Mond scheint so weiß(!)" vielleicht
ausgenommen.
sisid isd
Ueber neue Fälle von agrarischem Boykott wird dem Hansa- Bund aus Pommern berichtet. So forderte z. B. in Dramburg die Frau eines Großgrund: besizers von einem Kaufmann eine schriftliche Beschetnigung über seinen Austritt aus dem Hansa- Bunde.
Einen guten Rat möge die Theaterdirektion im Anschluß an die Aufführung dieser Farce beherzigen: lieber eine gute eingespielte bekannte Operette, als unnüß Zeit, Geld, Kräfte an Stücke vergeuden, die einem Ulf für " dumme Auguste" im Cirkus gleich kommen.
Robert Koch+.
Baden- Baden, 27. Mai. Heute Abend star b hier der Wirkliche Geheime Medizinalrat Professor Dr. R. Koch im Alter von 67 Jahren.
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Professor Koch, der von 1862-66 in Göttingen studierte und später in Hamburg und Langenhagen tätig war, hat sich sehr bald einen Namen in der Gelehrtenwelt worben durch die Entdeckung des Kommabazillus als Trä
Lokales.
Gießen, 31. Mai 1910. * Wetterbericht. Zunehmende Trübung, Regenfälle, fühl und zeitweise stürmisch.
Der Großherzog spendete für die RoseggerSammlung des Deutschen Schulvereins einen Baustein im Werte von 2000 Stronen.
* 90. Geburtstag. Der in Gießen lebende frühere preußische Kreisarzt Dr. Stammler feterte gestern in boller Rüstigkeit seinen 90 Geburtstag. Der Jubilar erblickte in Lauterbach am 30. Mai 1820 das Licht der Welt. Nach dem Studium der Heilkunde an den Universitäten zu Giesen, Prag und Wien wurde er Arzt in Batt nberg, wo er zum Kreisarzt ernannt wurde. Dr. Stammler wohnt seit 1875 in Gießen und befindet sich schon längere Zeit in Ruhestand.
Mer zu leiden hatte. dche Geldpreise zu gung. In der b 25, 15 und 10 ben. Für beste 10 Mt. ausgese tmann Reinh Sießen; 2. Der de Langen an deutschen Surger- Gießen; 4. pundesport"; 6. Freien Verfügung Alub für seine Mit Das Ergebnis C1000 Mt. und 10 M Erriers": 3eno b Eser Franz Crner in 25. Führerpreis Norma, ein schn Sun( Befizer Adolf 40. und 10 M ir schwarzroter D ptor Lüden in no 25 Mt. Führer ma vom Flü Sahäferhund( Befite 5. Preis( 15 M Moo rib, ein schwa ( Rejser Polize wach 6. Preis( 10 chwarzer Schäferhun minalschußmann We mianje): Lora bo bund( Besitzer Sch Dentmünze): Ma mit gelben Läufen minze): Cäsar, bund( Besizer das
* Silberne Hochzeit Vergangene Woche seierten Former Fr. Smidt und Ehefrau das Fest der silbernen Hochzeit. Das Eh paar erhielt von Freunden und Befannten zahlreiche Glückwünsche.
h: Ständchen. Der Maschinenbauer- Gesang. verein brachte dem Kaufmann Wilhelm Homberger in ein Ständchen. Sämtliche Lieder des Vereins ecnteten der Plockstraße anläßlich seines 50jährigen Geburtstages bet der überaus zahl eichen Zuhörerschaft auf der Straße infolge ihres recht stimmungsvollen Vortrages unge teilten Beifall. Kaufmann Homberger ist Ehrenmitglied des Maschinenbauer Gesangvereins.
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* Zigeuner Konzert. Ueber das morgen Mittwoch, den 1. Juni in Steins Garten auftretende österreichisch- ungar. Damen- und Herren- Orchester„ Racsczi" schreibt der Wests. Merkur: Das Zigeuner- Konzert der Kapelle Rakoczi" erfreute sich eines überaus guten Besuches. Kein Wunder; haben die Zigeuner- Konzerte das Publikum stets einen eigenen Reiz ausgeübt. Die sicher und mit Feuer vorgetragenen Weisen der in ihren schmu den Nationaltrachten malerisch aussehenden Kapelle janden hören des Cymbals, des einstmaligen Vorlbufers unseres außerordentlichen Beifalll Neu für viele dürfte das Anheutigen Klaviers, sein. Auch die heimatlichen Lieder, ge sungen von den Damen des Orchesters, werden in entsprech ender Weise zu Gehör gebracht. Ferner weiß jedermann, daß sich in einem derartigen Ensemble stets einige Künstler befinden, die zu hören allein schon genügt, den Besuch eines solchen Konzertes zu lohnen. Damit auch das Auge nicht
zu kurz tam, bildete der Schluß ein sogenanntes Pruntstück:„ Ein Märchen aus 1000 und eine Nacht". Diese Aufführung ist durch ihre Farbenpracht überraschend und der Beifall ein rückhaltsloser.
* Diebstahl. Einen hiesigen Bürger wurde während seines Aufenthaltes in einer Wirtschaft an der Ederstraße sein draußen auf der Straße zurückgebliebenes Fahrrad gestohlen. Dasselbe trug die polizeiliche Nummer 1820. Gegenüber dem fortwährenden Wiederkehren solcher Fahrrad- Diebstähle fann allen Eigentümern von Fahrrädern nicht genug Vorsicht anempfohlen werden.
Hunde- Ausstellung und Vorführung der Polizeihunde.
Aus Hel Lang- Gön aeiten ist man b gemauerten 7 Me nam geftoßen. Ge mern angelegt am Holzheimer P Be feftigungsanlage * Lauterbac Landwirtschaftskam fisse des Herrn Lo eine Besprechung i Libben Kreisschau aus den verschied Ale Ausstellungs Streife stattfindend
ger des Choleragistes. Er machte wiederholt wissenschaft ung Gießens und der näheren und weiteren Umgebung einen
liche Reisen nach dem Ausland, so im Jahre 1896, wo er im Auftrage der englischen Regierung nach Südafrika ging, um Studien über die Rinderpest zu machen, im Jahre
1897 war er leiter der deutschen Pestkommission in Indien, und 1899 besuchte er Java und den Malaiischen Archipel zur Erforschung der Malaria. Später war er Leiter der vom Deutschen Reiche zur Erforschung der Schlafkrankheit nach Ostafrita entsandten Expedition. In das Jahr 1909 fällt seine Ernennung zum Wirklichen Geheimen Medizinal
rat. Die Beise zung erfolgte gestern nachmittag im Krematorium zu Baden- Baden.
haupt der Operette:„ Madame Sherry" als solcher fehlte, war hier vorhanden, richtiges Tempo, nötige Stimmung, leichter französischer Ton. Gleich in der Eingangsscene fand Josef Ferry die nötige Fühlung mit dem Publifum, die den ganzen Abend nicht wieder verloren ging.
Die Operette behandelt, wie ungefähr jedes fran zösische Schwank oder Operettenstück das unendlich variable Thema: er betrügt seine Frau, sie merkt es, will ihm erwischen- und er lügt sich glänzend heraus. Ein Paar genügte den Librettisten nicht; ein alter Provinzonkel mit seinem„ Knusperherchen muß auf: -marschieren, der wie alle die andern beteiligten Personen auf dem Opernball erscheint und sich allein im
Chambre séparée" langweilt. Neben den Hauptper fonen Paul Aubier( Josef Ferry) und Madame( Marta Mecten) haben die beiden Figuren des Lebe- Säuglings Henry( Alma Wallé) und des Kammermädchens Hor tense( Grete Brill), die an die Rolle der„ Adele" in der " Fledermaus" erinnert, großen Anteil am Spiel.
Besonders diesen beiden hat auch der Komponist, Richard Heuberger, der auf Orchesterwirtung weniger Wert legte, größere Aufgaben zugedacht.
ma Walle sah recht feck und unternehmungsluftig
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als Marinekadett aus; der Frack stand thr übrigens besser. Das launisch und fein pointiert gesungene" Fuß band- Lied" im 1. Aft erntete so lebhaften Beifall, daß sie sich zu einer Wiederholung verstehen mußte. Auch in den übrigen Akten vor allem zusammen mit Hor bre ge: tenſe und dem Provinzonkel Beaubisson ließ sie ihre geſanglichen Künſte ſpielen.
Auch Grete Brill entzückte als prächtiges Kammermädchen, derb, neugierig, feck und frech, darstellerisch ge" Opern- wandt und gesanglich geschult.
Die für Freitag angesetzte Aufführung des„ Opernballs ,, mußte auf heute verschoben werden und ging bor sehr gut besuchtem Hause mit stürmischen Beifall in Scene. Zugleich als Abschiedsvorstellung des EmserEnsembles. Alles das was der Darstellung wie über
Richard Helsing erzielte als Beaubisson wie immer durch sein lebhaftes und drastisch wirksames Spiel die stürmischsten Lacherfolge; dagegen war Tylly Start
Am Sonntag fand auf der Liebigshähe eine Ausstellung von Hunden aller Rassen statt, welche trotz dem nicht sehr günstigen Wetter seitens aller Schichten der Bevölkerrecht guten Besuch aufwies. Es waren im ganzen 355 Tiere vorhanden, welche nach den verschiedenen Rassen eingeteilt waren und eingehend von den Besuchern besichtigt wurden. Das größte Interesse erweckten die Prämiierungen, welche früh um 9 Uhr ihren Anfang nahmen und erst am Abend endeten. Hierfür stand eine große Anzahl von Geld- und Ehrenpreisen zur Verfügung.- Im Anschluß an die Hunde- Ausstellung fand gestern auf dem hinteren Teil des Truppen- Uebungsplatzes die
Vorführung von Polizeihunden
in Verbindung mit einer Prüfung ihrer Leistungen statt, deren Besuch bedauerlicherweise unter dem regnerischen Wet
( Madame Beaubisson) recht matt. Marta Merten ( Angèle) war wie immer auf der Höhe; ebenso Josef Fery( Paul Aubier), der heute stimmlich besonders disponiert immer wieder durch seine improvisterten, schlagfertigen Wize lebhaft Anklang fand.
Zu erwähnen wären noch Carl Tarlow( G. Dumeniel) und Hertha Schroth( seine Frau) und die ausgezeichnete Charakterfigur Erich Schönfelders als Oberkellner Philippe.
Die Gesang- Ensemble, besonders das Finale im 1. So eine Depesche ist oft fatal", will ich lobend hervorheben, da sie sehr gut flappten.
Aft
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Auf einen reicheren und dem„ Opernball" angemesseneren Ausbau des 2. Aftes, hatte die Regie verCortini, ausgeführt unter Leitung des Balettmeisters zichtet mit Rücksicht auf die Tanzeinlage der Schwestern F. Cortini. Aus den Tänzen will ich den„ Zigeunertanz" aus der Meyerbeer'schen Oper:„ Die Hugenotten" hervorheben und den zwischen dem 2. u. 3. Aft getanzten„ Cakewalk", der von dem begeisterten Publikum fast zu stürmisch begehrt wurde. Ich muß gestehen, ich fann mich nicht in gleichem Maße für alle die verschiedenen Kunst- und Nationaltänze erwärmen, zweifle oder Volkscharakter so ausdrücken läßt, daß sich die Tänze scharf von einander unterscheiden. Schwer ist jedenfalls die Verinnerlichung eines Tanzes; doch ich bewundere gerne schöne, abgerundete Linien- und Körperführung, Anmut und Grazie. Vielleicht haben es die Schweſtern Cortini zum Ausdruck gebracht gemessen an dem stürmischen Beifall des Publikum. llll med
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Diese Abschiedsvorstellung der Emser- Enſembles kann man im ganzen wohl gelungen nennen; jedenfalls hat es mit dieser Vorstellung unsere im Anfang geäußerten Erwartungen nicht betrogen, wenn wir auch die Aufführung der geschiedenen Frau" für den Glanzpunkt H. F. D. seiner Gastspielzeit halten.
fonders berbor
ift leider bis


