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Hess.) Nr. 116

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Eintritt 75 Pf

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Was Ferienreisende ausgeben. Die Flut von Erholungs­reisenden, die in fremden Ländern oder stillen Badeorten Erfrischung von den Mühen des Alltags oder neue Eindrücke suchen, läßt ein englisches Blatt die Frage aufstellen, welchen Gewinn die von dem Fremdenverkehr bevorzugten Länder wohl von ihren Besuchern davontragen. Erfahrene Statistiker haben berechnet, daß allein der Strom der Amerikaner, der alljährlich sich über Europa ergießt, den Hauptbesuchsländern im Jahre nicht weniger als 500 bis 600 Millionen zu verdienen gibt. In England z. B., das jährlich von rund 60000 Amerikanern besucht wird, schätzt man den Verdienst an den Touristen aus dem Dollarlande auf rund 100 Millionen. Einen Hauptanteil an den Fremden­verkehr trägt die Schweiz davon, deren landschaftliche Schönheiten im Jahre etwa eine halbe Million Fremde ins Land locken. Die Schweizer Hoteliers, Kaufleute, Führer und Eisenbahnen ver­dienen allein an den Engländern, die 90000 Besucher stellen, et­wa 90 Millionen Mark. Riesige Einnahmen zieht auch die Riviera aus dem Erholungsbedürfnis der Reiselustigen. Vor

einigen Jahren

veröffentlichte ein PariserBlatt eine genaue Sta­tistik über die Anzahl von Fremden, die den Winter in Süd­

frankreich ver­

Ihre

bringen. Zahl beträgt nicht weniger als 270000, und da ein jeder von diesem Riesen­heere für einen Aufenthalt an der Riviera durchschnittlich 1000 Mark an­legt, kann man leicht ausrech­nen, daß Süd­frankreich allein an den Fremden 270 Millionen im Jahre ver­dient, wenn nicht mehr, denn viele

der Besucher würden mit

einem Etat von 1000 Mark einen mehrmöchigen Aufenthalt im Süden kaum zu bestreiten wissen. Zur Reisezeit. Hunde sollen sich über die Abwesenheit ihres Herrn, zumal in den ersten und für die Tiere ja schwersten Ta­gen, am besten trösten, wenn man ihnen vor der Abreise ein älteres Kleidungsstück überläßt. Sie beschnuppern es öfter oder nehmen es sich zum Lager; der Geruch des Kleides scheint bei dem feinen Geruchssinn der Hunde ihnen die beruhigende Nähe des Herrn zu vergegenwärtigen.

Heitere Ecke.

In eigener Schlinge gefangen. Amtsrichter: Sie be­haupten also, Herr Müller, daß Herr Vollkomm Sie einen Be­trüger genannt hat. Herr Vollkomm, was haben Sie darauf zu erwidern?" Angeklagter:" Herr Amtsrichter, ich war et­was sehr bezecht und Sie wissen ja da sagt man dann allerlei, was man eigentlich nicht so meint

In der Sommerfrische. Vegetarier:« D, wenn ich dieser Gefahr entrinne, ich mein ganzes Leben lang Rindfleisch!"

Gruppenrätsel.

ble cho cks die ege eri gen glü ibt nen nnr nwi rei sos ung wart Vorstehende Buchstabengruppen sind so zu ordnen, daß sie, in sinngemäßem Zusammenhang gelesen, einen Sinn­spruch von Scheffel ergeben.

Silbenrätsel. Zuerst, was hellen Frühlingsglanz Uns bringt und holder Blüten Kranz. Dann das und was dem Wirt behagt, Der herzlich ihm Willkommen sagt. Zuletzt, wie hier im deutschen Land So mancher Knabe wird genannt. Von jedem nimm das Ende fort, Mun hast du gleich das ganze Wort, Du kennst es aus der Schule ja Als Inselland bei Afrika.

Unsere Rätselecke

Magisches Dreieck.

A BB

EGI LM MO OORRU

Die Buchstaben sind in die Felder des Dreiecks derart einzutragen, daß die drei Außenreihen und die drei wagerechten Mittel­reihen Wörter von folgender Bedeutung ergeben: 1. landwirtschaftlicher Ausdruck, 2. elastischer Stoff, 3. Name aus Schillers Don Carlos, 4. Flur, 5. geschichtlich be­rühmte Stadt, 6. chemischer Stoff.

Logogriph.

Das Mädchen aus der Fremde ist das Wort. Man merkts an Sprach' und Kleidung auch sofort, Sie hat viel Freier hier, dieweil man glaubt, Die Holde sei das Wort auch ohne Haupt.

"

Müller( ein­fallend): Nichts da weiß ich besser! Im Rausch sagt man die Wahrheit!" Amtsrich­

ter: Nachdem Sie selbst be­zeugt, der An­geklagte habe die Wahrheit ge= sagt, wird Ihre Klage

standslos.

gegen­

Ein Unter­

schied.

För=

ster: Kennen Sie den Unter­schied zwischen einem angeschos= senen Hasen und einem angeschos senen Treiber?" ,, Nein!" Förster: ,, Nun, ein angeschosse ner Hase sucht das Weite, ein angeschossener Treiber dagegen das Weitere!"

Scherzrätsel.

-

Kommt vor dem Ende ein Teil vom Land, Wird gleich ein Teil von dir genannt. Nachdruck der Rätsel und Aufgaben verboten. Die Auflösungen erfolgen in der nächst. Aummer. Auflösungen der Rätsel und Aufgaben in voriger Nummer: Zifferblatträtsel.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 REHE BERNASEH Reh, Ehe, Hebe, Eber, Bern, Erna, Nase, Ehre.

Magisches Dreieck.

M

Gas

Brust

Brosche

Rätsel:

Ein Blick Einblick.

Gruppenrätsel:

Der größte Verlust ist's, wenn der Mensch sich selbst verliert.

Verantwortlicher Redakteur: Paul Dschmann, Verlag und Druck des Christlichen Zeitschriftenvereins, Berlin SW. 68, Alte Jakobstr. 129.

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Betlage zur Gießener Zeitung.

Für Abonnenten der Gießener Zeitung kostenfreie Lieferung.

Expedition: Seltersweg 83. Verlag Albin Klein.

1910.

Das Land ibrer Träume. Von Hedda v. Schmid- Riefemann.

( 3. Fortsetzung.)

ines Abends saß sie, mit Wäschestopfen beschäftigt, einsam bei der Lampe im Wohnzimmer. Da plötzlich wird die Tür zaghaft geöffnet, und Arvid, Doras Altester, tritt ein. Scheu, zögernd, wie ein Ver­brecher, der ertappt zu werden fürchtet, bleibt er zuerst an der Schwelle stehen, dann, gleichsam mit Überwindung einen Entschluß fassend, stürzt er vorwärts und seiner erschrockenen Mutter zu Füßen. ,, Mama, liebe Mama, hilf mir, leg' ein gutes Wort bei Papa für mich ein; er ist so streng in solchen Dingen, ich weiß es!"

Die braunen Augen des Jünglings, der vor dem Abiturium steht er ist neunzehn geworden.

richten sich flehend auf die Mutter. Arvids, ihres Mannes, Augen sind es, sein Ebenbild sieht Dora in ihrem großen Sohn, der jetzt verzweifelt sein Antlitz in ihren Schoß birgt.

Ihr Herz wallt über in Angst und Mutter­zärtlichkeit.

,, Was ist es, mein Junge? Sprich Dich aus, aber offen; mir, Deiner Mutter, kannst Du getrost alles sagen!"

Da beichtet Jung- Arvid, zuerst stockend, unter dem ernsten, traurigen Blick der Mutter errötend, dann aber kommt das alte, unwandelbar feste Vertrauen zu der Guten, Treuen über ihn. Er hat gespielt in einem Kreise von Kameraden.

Im Sommer. Nach dem Gemälde von W. P. Mohn.

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Hohlfehlen p. p.