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Selchen hervorragenden Ein­

fluß Licht und Wärme auf die Größe und Farbenpracht der Schmetterlinge auszuüben ver­mögen, zeigen uns die erotischen Arten derselben. Gerade unter den immer senkrechten Sonnen­strahlen leben die größten und wundervollsten Falter der Welt. Ein solcher erotischer Riesen­schmetterling ist die nebenstehend südamerikanische Gule Thysaniastrix". Flügel dieses zur Klasse der Nacht­schmetterlinge gehörenden Fal­ters klaftern bis zu einem Viertel­meter. Gespenstisch treibt diese gigantische Schmetterlingseule, wie eine große Fledermaus im Fluge schwankend und nach den Seiten ausweichend im abgebildete

Die

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du lachst! Er war der einzige, der mich nicht gehänselt und gehöhnt hat auf dem Hofe. Er ist nur so hart von seinem Leide geworden, denn die andern hatten kein Leid wie er und waren noch härter zu mir. Jetzt, jetzt werd ich wohl wandern gehen müssen und wo anders Arbeit suchen, die Städtischen haben kein Wort für mich, und du bist arm und mußt selber für dich sorgen. Nu ists vorbei.... mit dem 3'haussein hier...." zuckenden Mädchen­

Er streichelte täppisch die schultern.

Nee, nee, Margret, is nich. Weißte doch das Testa­ment drin bei's Jericht! Alle hat er' eschrieben, alle sollen was bekommen von seinem Gelde!"..

Der junge Kopf hob sich schwer.

Ich nich, und du auch nich, wenn du mich lieb haft, Heiner. Denn ich ich laß ihn nich alleine gehn den letzten Weg. Ich hol mir die ersten Blumen hier drüben auf den Winterbeeten und streu sie ihm nach".

Der junge Mensch fuhr ganz erschrocken herum.

Nee, Margret, tuste nich! Denk, vielleicht wärs so viel, daß du und ich heiraten könnt zu Ostern, denk, vielleicht wärs, daß jeder Knecht und jede Magd fünfzig Taler bekäm, sagt der Hofmeister. Laß dem närrischen Alten seinen letzten Willen!"

Die Hände des Mädchens sanken langsam von denen des Burschen hernieder.

" Ich will das Geld nich, denn ich weiß über seinen Tod keine Freude zu verstecken unter Trauerhut und Flor, wie der Kreuzhofbauer aufgeschrieben hat. Ich bet doch für ihn, Heiner. Ich geh mit hinter seinem Sarge, weil er auf meiner armen Mutter letztem Wege auch mitgegangen is. Uebers Haar is damals seine Hand bei mir gegangen, und gesagt hat er dazu: Sei wie Stein, Mädchen, dann fühlst es nich, wie weh es tut! Nu sind zwei auf dem Hofe, denen man das Beste fortgetragen hat."

Einen Augenblick kaute der Bursch verlegen an

seinen Lippen herum vor dem jungen, entschlosse= nen Gesicht. Dann riß er plötzlich das Mädchen in seine Arme, als wollte er es schützen vor einer großen Gefahr.

" Hab ich zehn Jahre mein Arbeitsgeld gespart, kann ich's auch noch ein paar Jahr länger tun, Margret. Dann reicht's zum Hochzeitmachen für dich und mich. Ich will das Geld vom Kreuzhofbauern auch nich, ich laß dich nich allein diesen letzten Weg tun hinter dem Sarge her, die Leute könnten dich und deinen Kindersinn verspotten, ich geh mit Margret."

Da fiel sie ihm lachend und weinend zugleich um den Hals.

" Ich habe dich lieb, Heiner, ich hab dich nu erst recht lieb!"

Das war ein Aufsehn im Dorf, dieses Begräbnis! Der Herr Pfarrer schritt hinter dem Sarge des Kreuz­hofbauern daher, ein paar neugierige Weiblein, deren Wohl und Wehe nicht von diesem Grabgefolge abhing, und zuletzt der Heiner und die Margret.

Die Leute, die am Wege standen, steckten die Köpfe zusammen über dieses einzige, seltsame Paar vom Kreuz­hof, das also den letzten Willen des Verstorbenen miß­achtete. Sie sahen die Sonntagskleider der beiden, die gesenkten Häupter und die verschlungenen Hände, und sie begriffen die Andacht nicht in den jungen Gesichtern, die wie versonnen und verzaubert vor sich niederblickten, gerade so, als sähen sie das Lachen des Spottes, das um sie her war, nicht.

Im Kreuzhof war der Hohn am größten. Da stand kein Mund still über das unbegreifliche Gebaren der Margret und des Heiner.

" Die Geringsten sein halt auch die Dümmsten," hieß es schadenfroh, und den Dümmsten geschieht es recht, wenn sie zu nichts kommen in ihrer Einfalt."

Und ein großes Warten auf die goldenen Schätze des geizigen Kreuzhofbauern begann in dem herrenlosen Hause, in dem plötzlich jeder Herr sein wollte.

Am Tage nach dem kurzen, prunklosen Begräbnis

Der größte Schmetterling der Welt!

( In Driginalgröße.)

Nr. 64.

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nächtlichen Urwald ihr Wesen. Tagsüber ruht die Eule an Baumstämmen, und sowohl die Färbung wie die Form ihrer Flügel sind ihrer Lebensweise vortrefflich angepaßt. Mit der graubraunen bizarren Orna­mentierung, den ausgebogten und befransten Rändern gleichen die zusammengelegten Flügel täuschend alten grauen Flechten, so daß vorbeifliegende Vögel nichts daran erinnert, welch ein fetter Bissen sich hier verbirgt. Dadurch ist dieses Rieseninsekt meisterhaft gegen Feinde ge­schützt. An der unteren Seite sind die Flügel der Thysania­eule sowohl in Färbung wie in Zeichnung dem Gesteder eines Vogels nachgebildet.

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Ein Teehaus in Schanghai in China.