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Dies und Das

So ein bißchen Französisch Der Offiziersbursche H. hatte treu bei seinem Herrn, dem Hauptmann v. W., ausgehalten, bis letzterer bei Sedan fiel. In der v. W.schen Familie blieb H. in gutem Andenken, und als die Gräber in Feindesland ge schmückt wurden, schickte man H. nach Frankreich. Sein fran­zösischer Wortschatz entsprach den Brocken, die außer dem Herenschuß sich jeder biedere Deutsche aus Frankreich mitgebracht. Mit dem festen Vor­

ſatz, nun­mehr gegen die Fran­

30sen sehr höflich zu sein, fuhr H. in der Eisen­bahn über

die Grenze. Der erste Fahrgast, der sich zu­gesellte,

wurde mit

Heitere Ecke.

Seufzer. Heimkehrender Reservist( der von seiner Frau mit heftigem Reifen empfangen wird):" Und da singt man immer: Reserve hat Ruh!"

O, diese Kinder! Mama, Mama, eine Maus ist in die Teigschüssel gesprun­gen!"-

Das Extrablatt.

FS

Extrablatt: Große Dynamiteɣplosion in Krachhausen!

biederem: Bong­schuhr" begrüßt, worauf er ebenso antwortete. Auch Nr. 2 bekam sein Bongschuhr", das von beiden Fremd­lingen erwidert wurde. Dann saß man sich wieder stumm gegenüber. So ein Franzose ist, wenn er ruhig dasitzt, auch so gut Mensch wie wir, und da einer eine Zigarre heraus­brachte und in allen Taschen nach einem Streichholz suchte, so war diese internationale Bewegung leicht zu er­raten. H., in seinem Höflichkeitsdrang, obgleich es nicht französisch ging, fragte gut deutsch:" Rönnte ich Ihnen wohl mit einem bißchen Feuer aus­helfen?" ,, Da würden Sie mir einen großen Gefallen tun," sagte der andere, und auch der Dritte sprach deutsch weil alle drei Deutsche waren!

Ya 7.

Bilderrätsel.

Buchstabenrätsel.

( Lesend:)

ein unheimliches Zischen und plötzlich

ein fürchterlicher

Knall!!!

Bagulan

Unsere Rätselecke

NN

N NN

Wir fuhren in nordischen Meeren, Da haben wir oft ste gesehn, Doch, leider! unsern Speeren Wußten ste stets zu entgehn.

Mit anderem Fuß beschützt es Vor heftigem Feindesprall.

Man stützt es und benüßt es, Droht wilder Wogenschwall. Mit anderm Fuße dient es Dem Sultan selbst, voll Macht. Mit anderm Fuße grünt es, Hat oft mir Trost gebracht.

Pyramide.

In die Felder der Figur sind die Buch­staben DE EEEIIL MOPRŔ SST derart einzutragen, daß die mittelste senkrechte Reihe eine Blume und die drei wagerechten Reihen ein Bauwerk, einen Blütenstand und ein Kleidungsstück be zeichnen.

ich zur Frau haben!"

Nun, und was hast du

da getan?"

Ich habe

schnell die Katze hin­eingesetzt; die wird sie schon kriegen.'

"

In dei Kochschule. Vorsteherin: ,, Sie wollen wohl eine Tochter an melden, mein Herr?" Besucher: ,, Nein, Ihre beste Schü­

lerin möchte

Der Nachtisch. Herr Freßler: Nach der halben Gans können Sie den Nachtisch bringen!" Kellner: Was belieben Sie?"- Herr Freßler: Brin­gen Sie mir ganz einfach die andere halbe Gans!"

Gefühlvoll.

Gatte, dessen Frau nach einer häuslichen Szene heftig weint: Emma, geh, weine nicht, du machst die Wohnung nur noch feuchter!" Bescheiden. Sie: Was wünschst du dir denn zum Geburtstag, Gustav?" Er: Liebe Eulalia, laß mir den Hausschlüssel photographieren!"

Der letzte Moment. Sekundär­bahnschaffner: Meine Herrschaften, wer noch mitfahren will, kann jetzt den Zug noch einholen!"

O

Nachdruck der Rätsel und Aufgaben verboten. Die Auflösungen erfolgen in der nächst. Nummer. Auflösungen der Rätsel und Aufgaben in voriger Nummer:

MBL

Homogramm:

MBL

a r

a

r i

e f

Li

e b

e

a f e Abstrichrätsel:

919

Lob, Lindau, Verein, Hafer, Schafe, Lade, Ast, Ahn, Ural.

Blinder Eifer schadet nur. Arithmogriph: Frankreich, Ranke. Acker, Nachen, Kaffee, Reiher, Eiche, Iran, Chiffre, Heinrich. Ergänzungsrätsel: Mastkorb, Anker, Nadel. Gleichklang: beschwert.

Maskerade.

Verantwortlicher Redakteur: Paul Oschmann, Verlag und Druck des Christlichen Zeitschriftenvereins, Berlin SW. 68, Alte Jakobstr. 129.

No. 22.

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Beilage zur Gießener Zeitung.

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Für Abonnenten der Gießener Zeitung kostenfreie Lieferung. Expedition: Seltersweg 83. Verlag Albin Klein.

Spätes Glück.

Novelle von Regine Busch.

( Schluß.)

ie alte Dame warf dem Professor einen bösen Blick zu, er aber fuhr ruhig fort:

Natürlich halten Sie es für un­möglich, daß sich irgend ein Mädchen nicht in Ihren Sohn verliebt; aber wenn eine wagen sollte, ihn heiraten zu wollen, dann finden Sie das em­pörend.

Frau Anna, dies fremde Pflänzchen, das Sie sich da im Süden aufgesammelt haben, hat etwas ganz Eigenes von innerer und äußerer Anmut und ist eine kleine Persönlichkeit, die noch werden wird und heute schon weiß, was sie will. Es kann Ihrem Leutnant übrigens nur gut tun, wenn er sie ehrlich lieb hat. Und wenn er ihre Liebe gewinnt, so ist er ein Glückspilz; das ist meine Meinung, Frau Anna!"

,, Aber Professor, Sie idealisieren auch mal wieder! Ich habe gewiß nichts gegen die Hilde. Im Gegen­teil, ich habe sie damals gleich ins Herz geschlossen, als sie so weiß und still an ihres Vaters Totenbett stand. Und brauchbar und bescheiden ist sie ja auch gewesen! Aber man muß doch auch die praktischen Seiten ansehen. Sie hat nichts, rein gar nichts, nicht mal eine Aussteuer. Und dann ist sie auch so landfremd, so ohne irgend welche Konnexionen; Sie wissen ja, der Alte ist da oben irgendwo Gymnasiallehrer gewesen. Ich habe es mir doch so ganz anders für den Jungen ausgedacht. Er soll natürlich nicht des Geldes wegen heiraten, aber nun gerade so! Gewiß, es wäre zu machen ich bin ja gott­lob eine wohlhabende Frau; aber der Junge kostet jetzt schon so viel. Nun wieder Kaution und Aussteuer! Und es wäre mir auch schwer wegen der anderen Kinder und unsere Bekannten und das Gerede!" ,, Also so konventionell sind wir ge­

1910.

worden, seit wir reich sind, Frau Anna," sagte der Professor mit seinem feinen Lachen, aber nun bekennen Sie doch wenigstens Farbe; alles andere waren ja doch nur Redens­arten! Und nun will ich auch mal ehrlich mit Ihnen sprechen. Wenn Sie diese Heirat nicht zugeben wollen

bei Ihrem Sohne sitzt die Sache sicher fest und tief, dann können Sie Hilde nicht länger bei sich be­halten, nicht wahr?"

Frau Anna schwieg einen Augen­blick. Das habe ich mir schon selbst gesagt, aber Ich lasse sie sehr ungern fort, und damals habe ich ihren Verwandten gegenüber auch so halbwegs die Verpflichtung über­nommen, für sie zu sorgen. Ich würde gewiß das mögliche für sie tun, um anderswo". Wieder schwieg sie, diesmal verlegen.

Gut, ich nehme Ihnen gern Ihre Pflichten gegen das arme Ding ab," sagte der Professor. Ich habe dies alles kommen sehen und mir die Sache wohl überlegt. Ich bilde mir auch ein, ein wenig Menschenkenner zu sein und die Hilde gefällt mir.

Ich sehne mir ein wenig Jugend herein in mein Alltagsleben, in mein großes, leeres Haus, und bin nun alt genug, um mir den Lurus einer jungen, hübschen Hausdame gestatten zu dürfen nicht wahr, Frau Anna? Also Sie können Hilde ohne Skrupel zu mir entlassen, wenn Sie die jun­gen Leute voneinander trennen wollen!" Die alte Dame schwieg noch immer. Das war gegen ihre sonstige Art. Der Professor sah sie von der Seite Jetzt atmete sie tief auf und trocknete ihre Augen.

an.

,, Nein, Professor, ich behalte Hilde bei mir, mag es kommen, wie es kom­men will! Wenn es sein soll, wenn sie sich wirklich von Herzensgrunde lieb haben, dann ist alles andere Neben­sache und wird sich schon finden. Leicht wird es mir nicht; aber wenn es das rechte ist dann in Gottes Namen! Ich will nicht dagegen sein!" Der alte Herr nickte ihr freundlich zu:" Recht so, Frau Anna, ich habe