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deutschen Bank- und Bantieroewerbes eine eigene Zentral­stelle geschaffen, die sich gegen die Machinationen des un­soliden Bankgewerbes richten und dieses auf das energischste bekämpfen soll.

* Chemnib. Hier wurde am Sonntag die 23. Ge­neralversammlung des Ev. Bundes eröffnet. Pfarrer Dr. Koeltsch- Dresden begrüßte die zahlreich Erschienenen, wo­ran jich Begrüßungen durch die staatlichen, städtischen und firchlichen Behörden schlossen. Geheimer Kirchenrat Dr. Meyer der Führer der Los von Rom- Bewegung und das geistliche Oberhaupt der evangelischen Bewegung Sachsens, schilderte die Ziele des Bundes. Die eigentlichen Beratungen gannen gestern.

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Brüssel. Die deutsche weltbekannte Firma H. Nie­Underberg Albrecht in Rheinberg a. derrhein erhielt auf der Weltausstellung für ihren Under­berg- Boonetamp" den" Grand Prix". Dese höchste rechtem Stolze und lebhafter Befriedigung erfüllen, die Jury durch Verleihung des höchsten Preises die vorragende, feinen Wettbewerb scheuende Leistungsfähigkeit der deutschen Liförfabrikation in ebenso schmeichelhafter, wie ehrenvoller Weise anerkannt hat.

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* Aus Tirol. Die Quellwasser- Leitung der Burg Persen im Suganertal, die mit größten Schwierigkeiten durch den Fels des Burgberges gesprengt werden mußte, ist vollendet und versorgt die Burg mit herrlichem Gebirge Quellwasser. Verschiedene prächtige Säle sind im Laufe des

insofern, als die für das Siegerland bestehenden Einheits­jäze 1,4 plus 6 auch nach Stationen des Lahn- und Dill­gebietes durchgerechnet werden bis zur Eröffnung der Neu­baulinie Weidenau- Dillenburg vorbehaltlich einer anderen Regelung für die Folgezeit, und 2. eine Ergänzung inso­fern, als der Tarif auf die Steinkohlen- und Koksbezüge der Eisenerz- Bergwerke ausgedehnt wird.

2. Neuregelung der gesetzlichen Bestimmungen über die Konkurrenzklausel. Die Handelskammer fann die auf eine allmähliche gänzliche Beseitigung der Konkur­renzklausel hinzielenden Bestrebungen, wie sie in den Vor­schlägen und Grundsätzen des preuß. Ministers für Handel und Gewerbe flar zum Ausdruck fommen, nicht gutheißen. Sie ist der Ansicht, daß ein großer Teil der Geschäftswelt die Konkurrenzflausel nicht entbehren kann und daß ein Verzicht auf eine solche vertragliche Vereinbarung für sie eine schwere Schädigung bedeuten würde. Unter Ablehnung des Vorschlages des Ministers, worin für die über die Dauer des Dienstverhältnisses hinausgehende Beschränkung in der Betätigung des Angestellten ganz allgemein die Entschädig ungspflicht des Prinzipals ausgesprochen wird, glaubt die Handelskammer in Uebereinstimmung mit den übrigen hess. machen Handelskammern folgenden Vermittlungsvorschlag

zu sollen: Die geltenden Bestimmungen sind dahin zu er­gänzen, daß 1. als Regel die Geltung der Konkurrenzklau­sel über diese Zeit gestattet wird unter der Voraussetzung, daß der Unternehmer dem Angestellten für die Dauer der Geltung eine Entschädigung nach den Grundsäßen des Han­furrenzverbots gegenüber Lehrlingen konnte sich die Han­delskammer nicht einverstanden erklären.

gesamte Stadt. Die Jahres ausgebaut worden; der Saal von Direktor Pfeifer delsministers zu zahlen hat. Mit der Forderung des Kon­

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aus Frankfurt muß als ein wahres Meisterstück edelster Go­fit bezeichnet werden. Für die Unterkunft von Durchreisen­den ist vorzüglich gesorgt. Ein Aufenthalt auf der Burg bietet daher Gelegenheit, die herrlichste Gegend zu genie­ßen, nicht minder aber interessante Voltsstudien in den zahl­reichen umliegenden uralten deutschen Gemeinden. machen.

Aus dem Gerichtssaal.

Schwurgericht.

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Gießen, 26. September 1910. Die Eröffnung der diesmaligen Schwurgerichtsperiode erfolgte mit der Sache gegen den 30jährigen Dienstknecht Wilhelm Müller von Ruppertsburg wegen Not= zuchtsversuchs. Der Angeklagte steht seit dem Herbst 1906 bei dem Landwirt und Schmied Georg Müller 2 zu Bet­tenhausen im Dienst. Er ist zwar in seiner Arbeit tüchtig und zuverlässig, doch trinkt er Sonntags mehr als gut und auf macht dann Montags gern blau. Im Juli blieb er dem Birklarer Kriegerfest bis morgens und trank sehr viel; er berirrte sich unterwegs und fam, statt nach Hause, wie­der nach Birklar. Er machte sich gegen 9 Uhr wieder auf den Heimweg, sehrte in Muschenheim ein und trant Bier und Schnaps; auch holte er sich noch 4 Flaschen Bier, die er in Gesellschaft Bekannter in der Molkerei leerte. Gegen Mittag verließ er Muschenheim, um nach Bettenhausen zu gehen, wo er auf dem Weg eine alte Witwe traf. Er fiel Die über die Frau her und suchte sie zu vergewaltigen. Frau leistete Widerstand und schrie um Hilfe, so daß er ihr außer Straßwunden, nichts zufügen konnte, da er ab' lassen mußte, als Leute auf das Hilfegeschrei herbeikamen. Er wurde verfolgt und festgenommen; nach anfänglichem Leugnen gestand er sein Vorhaben zu. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Geschwo­renen bejahten sowohl die Frage der Schuld als auch die bezüglich mildernder Umstände, da der Angeklagte zwar angetrunken, aber doch für sein Tun verantwortlich ist. Auf Grund des Spruchs der Geschworenen erkannte das Gericht auf eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 5jährigem Ehr­verlust, unter Anrechnung von 10 Wochen Untersuchungs haft.

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*

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Gießen, 27. September 1910. Heute begann die Verhandlung gegen den Maurer Karl Schmidt und den Schuhmachergesellen Wilhelm Schmidt, beide von Rodheim v. d. H., die am 29. August ds. Js. den Konrad Schmidt 2 dorten totgeschlagen haben. Der Verstorbene ist der Vater des 22jährigen Karl Schmidt und der Onkel des taubstummen Wilhelm Schmidt. Der Vater war früher fleißig und tüchtig, geachtet und beliebt. In letzter Zeit verfiel er aber derart dem Alkohol, daß er we gen Trunksucht entmündigt werden mußte. Nach den An­gaben seines angeklagten Sohnes fam er an dem fraglichen Tage betrunken nach Hause und kam auf ein Zimmer, wo sich die Familie mit dem Ontel seiner Frau und dem taub­fummen Angeklagten befand. Er zog sofort ſeinen strider und drohte alle abzuschlachten; an seinem taubstummen Nef­fen wollte er den Anfang machen. Dieser faßte ihn aber an der Hand und während er das Messer einsteckte, stieß er ihn die Treppe hinunter. Unten setzte er sich auf die Treppe, worauf der Taubstumme mit einem Knotenstock auf ihn einschlug. Der Mann bat um Schonung und fragte seinen inzwischen dazu gekommenen Sohn, ob er denn sol­che Mißhandlungen mitansehen könne. Er troch dann in sein Zimmer und, da die Frau des Verstorbenen das Ver­halten des Angeklagten billigte, schlug der Taubstumme mit seinem Stock weiter auf den Mann, während der Sohn an die Scheuertür eilte, einen anderthalb Meter langen und sehr dicken Birkenfnüppel holte, den man zum Zustellen der Scheuertüre benutzte. Mit diesem Knüppel schlug er in Ge­meinschaft mit dem anderen Angeklagten auf den Mann ein, der am Boden liegend noch röchelnd bat, von den Miß­handlungen abzulassen. So ließen die Angeklagten den Mann liegen und alles ging zu Bett. Die Frau des Ver­lebten lobte das Verhalten der Angeklagten noch und ihr Sohn bezweifelte, daß der Vater die Nacht überlebe. Die Vernehmung des anderen Angeklagten, dessen Vernehmung mit Hilfe eines Taubstummenlehrers stattfindet, nimmt län gere Zeit in Anspruch.( Fortsetzung folgt.)

Sihung der Handelskammer Gießen

am 12. September 1910.

1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes her­borzuheben: a) Fleischteuerung. In einer gemein­samen Eingabe an die Gr. Regierung haben die hessischen Handwerkskammern gebeten, daß zur Beseitigung der ein­getretenen Fleischteuerung Erleichterungen durch die Ein­fuhr von Schlachtvieh und ausländischem Fleisch- u. Fleisch­waren geschaffen werden. b) Frachtermäßigun­

-

gen für das Lahn, Dill- und Sieggebiet. Auf die gemein­Dillgebietes an den preußischen Minister der öffentlichen Ar­

fter fchwer und abge ſamen, mit den übrigen Handelsvertretungen des Lahn- u.

3. Sicherungsüber eignung. Einer Anreg ung der Handelstammer Leipzig, Folge gebend, hat der Deutsche Handelstag die amtlichen Handelsvertretungen er­sucht, sich darüber zu äußern, ob die Einführung einer Ein­tragspflicht für Sicherungsübereignungen ohne Besitzüber tragung zu empfehlen ist. Die Ueberhandnahme von Si­cherungsübereigningen d. h. Verträge, in denen der Schuld­

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einem Gläubiger, bisweilen auch einem angeblichen Gläubiger, zur Sicherung der dem Gläubiger zustehenden Forderung sein Warenlager, sein Handwerks, Gewerf, Ge­werbe-, Haus- und Wirtschaftsgerät verschreibt, d. h. zu eigen überträgt, aber selbst im Besitz behält, habe zu einer Die erheblichen Gefährdung des Kreditverkehrs geführt. Handelskammer befürwortete die Eintragungspflicht.

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4. Die deutsche Eisenbahnfrage. Um in den weitesten Kreisen der Bevölkerung Aufklärung darüber zu schaffen, welche großen Vorteile in nationaler, volks wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht ein Zusammenschluß der deutschen Eisenbahnen auf föderativer Grundlage im Gefolge haben wird, beschließt die Handelskammer, im tom­menden Winterhalbjahr in den größeren Städten des Kam­merbezirks Vorträge zu veranstalten. Die erforderlichen Mittel hierzu werden bereit gestellt.

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5. Einführung von Wieh Expreßzügen. Die Handelstammer Friedberg hat mitgeteilt, daß von einem Interessenten ihres Bezirks darauf hingewiesen worden sei, daß die Viehbeförderung auf der Strecke Hamburg- Rassel­Frankfurt a. M. im Laufe der Jahre immer schlechter ge= worden sei. Die Eilgüterzüge brauchten heute etwa fünf Stunden mehr als zur Zeit ihrer Einführung. Nachdem fest gestellt worden ist, daß auch in Viehhändlerkreisen des Kam merbezirts über die langsame Viehbeförderung geflagt wird, beschließt die Handelskammer gemeinsam mit der Handels­kammer Friedberg, wegen Einführung von Vieh- Expreßzü gen auf der Strecke Hamburg- Rassel- Frankfurt a. M. und Berlin- Kassel- Frankfurt a. M., welche auch die Viehwagen der Strecke Fulda- Gießen in Gießen aufzunehmen hätte, zuständigen Orts vorstellig zu werden.

Geschäftliches.

Der

Bruch feste Metallfadenlampen. Vorzug der Metallfadenglühlampe besteht in ihrem außer­ordentlich geringen Stromverbrauch, wodurch das elektrische Licht erfolgreich mit dem billigen Gasglühlicht konkurrieren lampe hat, besteht in ihrer übertriebenen Empfindlichkeit gegen Stöße und ihre geringe Haltbarkeit im Betriebe. Die neue Jota- Metallfadenlampe der Regina- Bogenlampen- Fa­brit hilft diesem Uebelstande durch eine besondere Präpara­tion ihrer Fäden ab. Die Jota- Metallfäden sind außer ordentlich widerstandsfähig gegen Stoß und besonders halt­bar im Betriebe. Die mittlere Brenndauer einer Jota- Me­tallfadenlampe lann ruhig auf 2000 Stunden angenommen werden. Auf der Weltausstellung in Brüssel wurde ein mechanisches Klopfwerk ausgestellt, ein kleiner Elektromotor betätigte einen kleinen Hammer, der alle 20 Sekunden ge­gen eine pendelnd aufgehängte Jota- Metallfadenlampe schlug, um die außerordentliche Haltbarkeit dieser Fäden in der einfachsten Weise zu zeigen. Inst

Ein Schaufenster- Einbruch wurde ver­gangene Nacht in einem Bäckerladen verübt. Die Diebe ha ben sonderbarer Weise die mit der ganzen Tageseinnahme den gefüllte Kasse unberührt gelassen, dafür aber unter reichlichen Kuchenvorräten umso gründlicher aufgeräumt. An­scheinend haben sie auf irgend eine Weise zu erfahren ge= wußt, daß alles mit" Hansa"-Backpulver gebacken war und dann im Wohlgefühl des Genusses all' der herrlichen Han­sa Kuchen die Mitnahme der Kasse ganz darüber vergessen.

Literarisches.

Von der Steinzeit zur Metallzeit! Wir heutigen Menschen können rückschauend leicht feststellen, daß das Tempo des Fortschritts auf fast allen Gebieten stets in gewissem Grade abhängig war von demjenigen der Vervollfommnung und Erweiterung bei der Nubbarmach­ung der Metalle. In den jetzt zur Ausgabe gelangten Lie­ferungen 106-110 von Hans Krämers reich illustriertem populärwissentschaftlichem Prachtwert" Der Mensch und die Erde"( Deutsches Verlagshaus Bong u. Co., Ber­lin W. 57, Lieferung 60 Pfg.) beginnt Dipl. Ingenieur H. du Bois, Assistent an der Kgl. Vergatademie zu Ber­Dar lin, in fesselnder, auch für den Laien leichtfaßlicher stellung seine Abhandlung über die Verarbeitung und Verwertung der Metalle. Seine historische Einführung in diese Materie eröffnet uns einen interessanten Blid die Kulturverhältnisse der alten Völker Asiens, Süd- Euro­pas und Amerikas, und wir sehen mit Staunen, wie hoch­entwickelt, trop verhältnismäßig primitiver Werkzeuge, das Verständnis für die zweckmäßige und funstvolle Verarbeit­ung der Metalle schon in frühen Zeiten war. Wie über­

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er gelebt- im Augen beiten gerichteten Eingaben vom 9. und 10. April ist der haupt in diesem groß angelegten Werke, sind es auch hier

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Handelskammer folgender Bescheid zugegangen: Mit Gültig= feit vom 1. Oktober d. Is. wird der Ausnahmetarif für Eisenerz und Manganerz aus dem Lahn, Dill und Sieg­gebiet 2c. nach den im Tarif genannten Stationen dieser auf 1,25 Pfg. ermäßigt, vorbehaltlich jedoch einer Revision ungen, welche durch die Bahn Weidenau- Dillenburg und durch eine geplante Verbindung Creuzhagen- Olpe- Meinerz bagen herbeigeführt werden würden. Ferner erfährt zum gleichen Zeitpunkte der Ausnahmetarif für Steinfohlen und Rots 2c. zum Betriebe von Eisenwerken 1. eine Aenderung 8.09.0% ale

wieder die prachtvollen Illustrationen, die mit großer Sorgfalt ausgewählt, für deren vollendete fünstlerische Wie­dergabe weder Mühe noch Koſten geſpart ſind, und die ganz wesentlich dazu beitragen, das Studium zu einem Vergnü gen zu machen.

Frauenfant heiten, deren naturgemäße

förperliche und seelische Behandlung arzneilos und

ohne

Extrabellage. Der Gesammt- Auflage heutiger Nummer tegt ein Prospekt der Tuchfabrik Otto Schwetasch, Görlig bei und machen wir unsere Leser auf di ſe gute und billige Bezugs­quelle aufmerksam.

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Operation. Nebst einem Anhange über die zur Erlangung schmerzloser Geburten zu ergreifenden Maßregeln. Von Dr. med. A. Kühner, Arzt und Herzogl. Kreisphysitus 3. D. ( 0,80 M.) Hofverlagsbuchhandlung Edmund Demme, Leip­zig. Welche Verschiedenartigkeit der richtigen Wege Ziele der Heilung finden wir auf dem Gebiete der Be handlung von Frauenkrankheiten! Wenn wir", sagt der Autor, die Arzneibehandlung von dem physikalisch- diäteti­schen oder biologischen Heilverfahren, welches wir dieser Be sprechung von Frauenkrankheiten zu Grunde legen, unter­scheiden, so ist nicht zu vergessen, daß dieser Unterschied von Natur und Medizin ein künstlicher ist. Die Natur fennt feine Einteilung, sondern nur Uebergänge." Der Verfasser sucht nun nachzuweisen, daß die Frauenleiden in vielen Fäl­len ohne Arznei und ohne Operation mit dem besten Er­folge zu behandeln sind und er bespricht in ausführlicher und gemeinverständlicher Weise die Behandlungsverfahren. Die fleine Schrift dürfte deshalb unseren Frauen, die ja leider so oft von besonderen Leiden befallen werden, ein wichtiger und guter Ratgeber sein.

- Die Modenwelt"( F. Bruckmann A.-G., in Berlin. 35), das, wie fein anderes Blatt, die Pflege der Hausschneiderei mit dem Ziele vertritt, unserer Damenwelt Sie Selbstherstellung gleich eleganter und schicker Kleidung, wie sie sonst nur von ersten Modenhäusern erhältlich ist, zu ermöglichen, sorgt dabei in gleich hervorragender Weise für Kindergarderobe, Handarbeiten und Wäsche, ohne sür Mußestunden eine fesselnde Lektüre und wertvolle Winke für die Hauswirtschaft zu vergessen. Abonnements überneh men alle Buchhandlungen und Postämter zum Preise von Mr. 1.25 vierteljährlich.

Das Lahntal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitentälern in ihren unteren und mitt­Teren Stufen. 4. Aufl., bearbeitet von Heinrich Luers­sen. Mit etwa 100 Illustrationen und 6 Plänen, 4 Stärt­chen und einer großen Uebersichtskarte. Verlag von Emil Roth in Gießen. Preis 25 Pfg. Dieser gedie gene Roth'sche Führer durch das Lahntal, der nun schon in vierter Auflage vorliegt, ist gegen die früheren Aufla­gen wesentlich ergänzt und erweitert worden. Neue Wan­derungen sind aufgenommen und die alten durchgesehen und wo es notwendig war, berichtigt worden. Das Buch dient vorzüglich dem praktischen Gebrauch Die

Martierungsarbeit unserer Touristenvereine ist hervor

ragendem Maße berücksichtigt, so daß sie auch dem Nicht­einheimischen richtig nubbar gemacht ist. Die beigegebenen Karten zeichnen sich durchweg durch große Deutlichkeit aus und auch die zahlreichen in den Tert eingestreuten Illustra tionen sind sauber und deutlich, wozu die hinsichtlich der Farbe mit dem Tert übereinstimmende Druckart wesentlich beiträgt.

Ludwig van Beethoven, Sämtliche Briefe. Herausgegeben von Emerich Kastner. In Lei­nenband Mr. 4.-. In Geschenkband Mr. 5.-. Leipzig, Mar Hesses Verlag. Nirgends, bei keinem anderen Mu siter, tritt uns der Mensch näher; weder bei Mendelsohn noch bei Schumann und Wagner finden wir die täglichen Miseren des Lebens in größerer Aufrichtigkeit geschildert, wie in diesen Briefen. Während die genannten sogenannte interessante Briese schrieben, beschränkte sich Beethoven mit wenigen Ausnahmen darauf, uns einen Blick in seine trau rige Lebenslage werfen zu lassen. Ein kurzgefaßtes sorg­fältiges Register gibt Aufschluß über Personen, die mit Beethoven im Briefverkehr gestanden haben. Es ist zu wünschen, daß kein Musifer sich die Gelegenheit entgehen ließe, auch die schriftstellerische Tätigkeit des Meisters ten­nen zu lernen, wozu die vorliegende billige und dabei voll­ständigste 900 Seiten starte Ausgabe( über 1450 Briefe!) die beste Gelegenheit bietet.

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Der 6. Band: Pauí Salar Höder entwickelt in seinem prächtigen Roman Die Sonne von St. Morit" ein farbenprächtiges Bild von der internationalen Gesell schaft, die sich im Grand- Hotel von St. Moriß zusammen­findet. Ein junger Arzt, der Mitschuldiger einer genuß­

sucht bei tüchtigem Sport

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geffen seiner Schuld put in her sonnigen Alpenwelt Ver­Schon beginnt er zu ge sunden, die heilende Sonne wird ihm da oben in St. Mo­rib un rechten Bled n spannender Steigerung weiß der schönes tapferes, junges Mädchen, dem das Herz Verfasser die Handlung vorwärts zu treiben bis zur erschüt ternden Katastrophe und dem seelischen Wiederaufleben des schwergeprüften sich in Liebe findenden Paares.

Der 7. Band bringt eine der besten Novellen Ernst v. Wolzogens: Mein erstes Abenteuer". Sie be handelt die Erlebnisse eines jungen deutschen Barons in London, der durch allerlei zwechfellerschütternde Ereignisse in den Verdacht kommt, der schlimmste Abenteurer zu sein. Er wird schließlich sogar verhaftet, als er mit seinen Schut befohlenen, der Frau seines Musiklehrers und ihrem Kinde, nach Hamburg tommt, bis ihn sein telegraphisch herbeige­holter Bater aus seinen Nöten errettet.

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