Einzelbild herunterladen

щеки

* աալգո

( pag

Javdy

die Auferstehung beut den Trost für das Leid der Tage, den Segen unserer Mühe.

Aus der Knechtschaft der Materie hat uns der in Christo formgewordene Gedanke der Auferstehung erlöst. Christus, der die Liebe ist, hat für die Menschheit gelitten. Das Blut der Wundenmale sank zu Boden, und drunten sproßten Blumen auf... Christus ist auferstanden, weil die Liebe nicht sterben kann. Und drückte sie das kalte Metall der Nägel ans Kreuz. Aber das Wunder begab sich, das Erz

der Nägel stand auf im Erze der- Glocken! Und weithin dröhnet nun von ihrem hehren Mund der Frohruf zu den Menschen:

Christ ist erstanden

Aus der Verwesung Schoß, Reißet von Banden Freudig euch los! Tätig ihn preisenden, Liebe verheißenden.. Euch ist der Meister nah, Euch ist er da!

"

Leben um Leben!

Eine märchenhafte Ostergeschichte von Fritz Skowronnet.

Nachdruck verboten.

Unter dem scharfen Ostwind beugten sich die Wipfel der Bäume und richteten sich wieder auf, bis ein neuer Windstoß sie niederdrückte. Die Bäume sprechen mit einander", sagte ein alter Holz­fäller, dem die weißen Haare bis auf die Schultern herab­hingen, leise vor sich hin, und seine Augen leuchteten. Der Xaver schwätt a mal wieder dummes Zeug", rief der junge Bursch, der mit ihm die Säge zog, mit häßlichem Lachen. Er hat derweil gesagt, die Bäum' schwäge mit einand'! Dös i nit lach'! über so a dalketes Geschwät!" Der Alte beugte den Kopf und zog unverdrossen die Säge, als hätte er die häßlichen Worte nicht vernommen. Sie wußten ja nicht, daß er ein Sonntagskind war, dem eine gütige Waldfee eine sonderbare Gabe als Angebinde geschenkt hatte. Er hörte die Bäume sprechen. nicht immer er wußte auch von dieser kostbaren Gabe nichts... er hatte nur manchmal das Gefühl, als wenn sich das Rauschen der Bäume zu Gedanken in seinem Kopf verwandelte... Das erste Mal hatte er solche Gedanken gehabt, als er aus der Gefangenschaft heimkehrte. Ja, aus der Gefangenschaft! Als Schwerverwundeten hatten ihn die Franzosen nach der Schlacht aufgelesen... War es Böswilligkeit oder Vergeß­lichkeit gewesen, daß sie ihn drüben im heißen Lande Afrika so lange zurüchielten?

-

Zuerst stand er in den Listen als vermißt". Dann galt er für tot, als er drei Jahre nach dem Friedensschluß noch nicht heimgekehrt war. Da nahm die Pelhamer- Maria den Loner- Sepp, der von Anbeginn sein Nebenbuhler gewesen. Ein hoher Herr, der ihn auf gut deutsch fluchen gehört,

wurde sein Befreier. Er hielt den Landsmann, der in der Uniform des französischen Fremdenlegionärs an ihm vorbei­marschierte, an und fragte ihn nach seinen Schicksalen. Acht Tage später war er frei und fuhr in die Heimat. Von vor Hemhof warf er sich im Walde ins Moos. Die Bäume rauschten über ihm im Winde. Mit offenen Augen träumend sah er in den blauen Himmel hinauf, wo die Wolken wie weiße Schäfchen langsam dahin zogen. Da war's ihm, als hätten die Bäume zu ihm gesprochen: Die Maria hat den Loner- Sepp geheiratet. Stör' ihren Frieden nicht." Was sollt so a armes Luder wie ich denn wollen, wenn's Madel derweil den reichen Bauer geheiratet hat!?" sprach er laut zu sich selbst und erhob sich, um langsam den Berg nach Hemhof hinabzusteigen. Es war richtig, was die Bäume ihm zugeraunt hatten. Und noch mehr! Sein Mutterle war aus Gram und Betrübnis gestorben, sein kleines An­wesen war unter die Gant gekommen und vom Loner- Sepp gekauft worden. Hundert Gulden lagen für ihn auf dem Gericht. Da hatte er sich' ne Art gekauft und war Holzerer geworden. Und Einspänner war er geblieben. Bei der Wab'n hatte er seinen Unterschlupf. Als er vor dreißig Jahren bei ihr unterstand, hatte sie schon graue Haare. Jetzt war sie schlohweiß und frumm, wie ein Baß­bogen. Aber alleweil stieg sie noch in die Berge und sammelte Pilze und Kräuter und Wurzeln, die kein anderer kannte, und bereitete Tränke daraus, die gegen alle Gebresten des menschlichen Leibes halfen. Nur bei einer nicht, bei der Maria, der Ehefrau des reichen Loner. Sie fam in der ersten Zeit gar oftmals heimlich zu der alten Wab'n ge­schlichen und klagte ihr, daß sie so arg mit Herzschmerzen zu leiden hätt'. Da hat die Alte arg gelächelt und gemeint, das rechte Mittel dagegen wüßt' site schon, aber sie könnt's nit beschaffen das tönnt' nur a Mannsbild. Und wenn

-

Osterhase und Ostereier.

W

Von Eduard Aren't.

oher stammt wohl der eigenartige Glaube an den Ger legenden Hasen?- Genaues weiß man dar­über nicht; aber Freund Lampe mit dem Oster­feste in Verbindung zu bringen, lag sehr nahe, schon deshalb, weil zur Zeit des Auferstehungsfestes die ersten jungen Häslein draußen ihre possierlichen Sprünge machen. Dazu tommt, daß der Hase bei den Griechen und Germanen zu den geheiligten Tieren gehörte.

Im Mittelalter galt das Eierlegen des Hasen als feststehende Tatsache. So findet sich in Ansbach ein beglaubigtes Pro­tokoll über die eidesstattliche Erzählung eines Försters, der im Besitz einer derart begabten Häsin war. In dem Schrift: stück heißt es u. a.:

Er( der Förster) habe den Hasen, als er anno 1755 mit seiner Frau, welche von Langenaltheim gebürthig, an Bar­tholomä auf dasige Kirchweih gegangen, unterwegs an enner Eichen auf einer pfälzischen Wildfuhr in der s. g. Haart gefangen und mit nach Hauß getragen. Dieser Haaß, den er mit Saamen und Getrend aufgezogen, seŋe so groß als eine andere Häsin der Wildnüß worden, und habe das frühe Jahr darauf im Monat Mary in einer alt hölzernen Truhen, worin es beständig gesperrt gewesen, ein En gelegt. Anno 1757 auch im Monat Mart habe solcher das 2. und im Monath April das 3., dann anno 1758 in obiger Zeit in eglichen Wochen nach einander das 4. und 5. En gelegt, welch 4 letztere ganz rund geformt gewesen. Von diesen 5 Eyern habe eines Herr Reichs- Erbmarschall Graf von Pappenheim geöffnet, worinnen nichts als weißes Wasser gewesen, und eines habe der Herr Forstmeister von Drechsel zu Wendelstein bekommen, die übrigen 3 aber habe er nebst der Häßin, die sie gelegt, nach Friesdorf geliefert." Aus diesem Schriftstück geht hervor, daß um die Mitte des 18. Jahrhunderts der Glaube an den Osterhasen schon ver­breitet gewesen sein muß. Sonst wäre das Jägerlatein sicher nicht in eine amtliche Urkunde aufgenommen worden. Daß etwa 30 Jahre später der Brauch, Ostereier zu verstecken, gang und gäbe gewesen sein muß, geht aus einem Briefe Friedrich Matthissons aus dem Jahre 1783 hervor. Es heißt dort: Ich lernte Goethe an einem Tage zuerst per­

A

AA

AA

sönlich kennen, wo seine Menschlichkeit sich ganz rein offen­barte. Er gab ein Kinderfest in einem Garten unweit Wei­mar. Es galt Ostereier aufzuwittern. Die muntere Jugend, worunter au eine Herder und Wielande waren, zerschlug sich durch den Garten und balgte bei dem Entdecken der schlau versteckten Schäße mitunter nicht wenig." Hierbei ist der Osterhase nicht erwähnt. Dagegen findet sich in einem um die Mitte des vorigen Jahrhunderts erschienenen Werkchen über Volkssitten folgender Passus: In einigen Gegenden Deutschlands hat sich noch ein seltsamer Gebrauch erhalten, dessen Bedeutung ziemlich rätselhaft und dunkel ist. Es wird nämlich im Volksglauben, und vorzüglich in der Anschauung der Kinderwelt, des Hasen als eines Eier pro­duzierenden Tieres gedacht. In den Schaufenstern der Konditoreien erblickt man häufig Tiere dieser Gattung, aus Zucker verfertigt, in verschiedenen Größen aufrecht sitzend und rings umgeben von einer Menge von Eiern. Auch versteckt man die Eier, welche die Kinder zu Ostern erhalten, wenn möglich im Garten, wo sie dann von den Kindern gesucht werden müssen, und sagt alsdann, der Osterhase habe sie gelegt. Oft auch legt man zu den Eiern zuckerne Häschen in die Büsche, wo die Kinder die Eier finden sollen." Wenn man jetzt durch die Straßen der Städte schreitet, an den modernen Schaufenstern vorbei, so steht man allent­halben Freund Osterhase oder das ihm unterschobene Pro­dukt, das Osterei. Hier ist's ein Aschenbecher, dort ein Brief­beschwerer oder eine Attrappe für Süßigkeiten. Seltener sind die Angebinde in luxuriöser Aufmachung. Da war es früher anders. Außerordentlich kostbar in jeder Hinsicht waren die Ostereier, die Zar Nikolaus I. seinen Günstlingen zu schenken pflegte. Feinster Kristall stellte das Weiße des Eies dar, während die Stelle des Dotters durch Goldstücke ausgefüllt wurde.

Bei uns in Deutschland ist besonders die Attrappe beliebt, die das eigentliche Geschenk, Konfekt, Blumen oder Nippes verhüllt. Auch das künstlerische Bemalen der Eierschalen führt sich allmählich wieder ein. Ungleich sinniger aber ist und bleibt die Kunst im Hause. Mit Eierfarben und Zwiebel­schalen, mit Marmorierpapier und Speckschwarten werden jene anspruchslosen Ostereier gefärbt, die wohl gerade ihrer Einfachheit wegen mehr von dem sinnigen Zauber der Ostergate an sich haben als die kostbarsten Stücke von Künstlerhand.

AA

Erwachen.

uf ihrem weißen Lager, tief verhüllet, Im Schmerz erstarret ruht die Mutter Erde. Kein Tropfen schleicht von ihrer grauen Wimper, Kein Stöhnen dringt aus ihrem bangen Munde. Tot alles tot!-

Gestorben ihre holden Blütenkinder, Entflohen alle süßen Waldessänger,

Der Zuel vereist- der starke Štrom in Ketten. Da fallen aus den Wollen warme Tropfen, Die Himmelstränen rieseln auf ihr Antlig.

AA

Ein Beben geht durch ihre Brust- sie wacht! Primeln und Veilchen sprossen aus dem Boden, Ein Lerchenlied steigt jubelnd in die Lüfte,

Mit Jauchzen schäumt der wilde Quell vom Felsen. Das große Wunder hat sich neu vollzogen: Sie lebt, ste blüht, die große Mutter Erde. Und aus dem Dom erklingt d : der Orgel Brausen, Vom Turme schweben mächt'ge Glockenklänge: Christus erstand!

Sylvta

BAAAAO

zeften Weg n