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Liebesproben.

Sapa Strauſe ging erregt im Gßzimmer auf und ab.

Mama Krause folgte mit ängstlichem Gesicht jedem seine Schritte, als hätte sie diese zu zählen, und Else, des Hauses Töchterlein saß am Tisch und schaute verschämt zur Erde.

Eine feine Suppe, die Du da eingebrockt!" ließ sich der Vater endlich vernehmen.

Feine Suppe," wiederholte die Mutter leise. ,, Ausgerechnet ihm mußte solche Mahlzeit vorgesezt werden. Die Suppe verfalzen, der Hummersalat versauert, der Braten angebrannt!" brummte er weiter.

,, Ausgerechnet ihm," repetierte Mutter wieder.

Na, und mir auch. Um mir nichts merken zu lassen, habe ich mit Todesverachtung doch auch all dies Zeug hin­unterwürgen müssen. Der ganze Schlund ist mir wund." Auf diesen Reim setzte der Herr des Hauses ein Gläschen Rognat. Darnach schien er sich etwas zu beruhigen.

Sofort übernahm seine Gattin seine Vertretung und fing nun ihrerseits an, dem immer noch schweigsamen Töchterlein Vorwürfe zu machen. Und da hat man nun vorher dem Herrn Henze immer Deine Kochkunst gelobt. Jetzt friegt er solch Essen vorgefekt!"

Der Herr, der das mißlungene Mahl hatte verarbeiten müssen, war der Sohn eines Krauseschen Geschäftsfreundes. Er schien sich seit längerer Zeit für Elſe zu interessieren, und da man eine eventuelle Verbindung der jungen Leute bei Krauses nicht ungern gesehen hätte, hatte man sich ent­schlossen, ihn heute zum ersten Mal zu Tisch zu laden. Mit dem Experiment, durch Elses Kochkunst die Herzensfäden zwischen den beiden fester zu spinnen, hatte man nun so kläglich Fiasko gemacht.

,, Wie hast Du das nur fertig gebracht?" fing Papa wieder an.

Fertig gebracht," klang es mütterlicherseits noch nach. Nun konnte Else sich nicht mehr halten; sie wurde rot bis unter die Haarwurzeln und begann jämmerlich zu weinen. In dem salzigen Tränennaß schien das Herz der Mutter weich zu werden, denn sie winkte ihrem Gatten, sie mit der fleinen Unglücksföchin allein zu lassen.

Nachdem diese durch einiges Zureden sich besänftigt hatte, gestand sie ,,... daß sie die Speisen alle absichtlich verdorben hatte. Auf einen Mann, dessen Liebe nur durch den Magen geht, verzichte sie; wenn der Herr Henze wieder­komme, solle ihr das ein Beweis dafür sein, daß er sie wirklich gern habe.

Die Mutter, die nicht das rechte Zutrauen zur Stond­haftigkeit der Männer bei einer derartigen Liebesprobe hatte, fragte zweifelnd: Na, und wenn er nun nicht wieder fommt?"

,, Dann nicht! Und ist denn übrigens an ihm nichts auszusetzen? Ihr wißt doch, wie ich, daß er stottert."

Aber doch nur, wenn er spricht." meinte Mania ent­schuldigend, ohne in ihrer Sorge um das Nichtzustande­kommen der erhofften Che daran zu denken, daß dies von ihr zugegebene Auftreten des kleinen Gebrechens immerhin genügte.

Der unfreiwillige Witz Mamas ließ Else ihre gute Laune bald wiederfinden, und so schnitt sie alle weiteren

unangenehme Auseinandersetzungen ab, indem fie die Zimmertür von außen zumachte.

Einige Tage später meldete sich Herr Henze wieder. Sind die Herrschaften zu ge.. gen?" hörte Else ihn das Dienstmädchen fragen. Wieder fiel ihr zuerst sein Sprachfehler auf, aber sonst war sein ganzes Benehmen und Sichgeben dazu angetan denselben fast völlig vergessen zu lassen.

Papa Krause, der etwas gut zu machen hatte, lud ihn wieber zum Essen ein, und er.... nahm die Einladung ohne weiteres an. Und wie war das Mahl heute zube­reitet! Dafür gab es kein glänzenderes Zeugnis als des Hausherrn Zugreifen; trop der entsetzten Blicke seiner besseren Ehehälfte er für vier.

Auch der Gast ließ den Speisen alle Ehre angedeihen, und Komplimente für Else gab es gerade genug.

Des Töchterleins Abwesenheit, das für den Nachtisch zu forgen hatte, benutte Herr Henze, um sich die Hand Elses bei deren Eltern zu erbitten. Sein Gesuch" fand bei ,, allen maßgebenden Faktoren" geneigtestes Gehör", und als, fie" wieder eintrat, ging ihr der junge Herr freudestrahlend ent­gegen und begann: Vereh.. eh... rtes F.. Fräu­lein.. ich.. habe.. soe.. eben Ihre lieben E.. Eltern um Ihre Ha.. Hand ge.. gebeten. Sie.. sagten nicht.. n.. nein. W.. welche.. Antwort habe ich von Ihnen zu e.. er.. .. warten?"

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Hatte er sonst schon gestottert, so hatte er sich diesmal förmlich selbst überboten. Das wußte Else wohl- was sich ja bei dem für eine junge Dame sehr interessanten In­halt der Frage erklären läßt- überhört haben, vielleicht machte auch sein liebes, ehrliches Gesicht und sein Wesen es ihr so leicht, daß sie ohne jede Überlegung freudig" Ja" rief und die dargebotene Rechte mit Herzlichkeit ergriff. Er füßte ihr darauf zärtlich das kleine Händchen und begann zu schwärmen von kommenden schönen Tagen, wie gut sie es neben ihm haben sollte, wie sehr er sie liebe, und vieles andere für derartige Gelegenheiten passende mehr. Sein Mund floß förmlich über von Zärtlichkeiten, die er nur so hervorsprudelte ohne jede Schwierigkeit.

Else sah ihn ganz erstaunt an.

Er lachte schelmisch:" Du wunderst Dich, daß ich nicht

stottere?"

Sie nickte.

Darauf sagte er: Ich habe gar keinen Sprachfehler. Aber ich hatte mir vorgenommen: Wenn Du dem Mädchen begegnest, was Du Dir für's Leben gewinnen möchtest, dann stotterst Du. Nimmt Sie Dich troßdem, dann ist es ein Beweis, daß sie nicht auf äußerlichkeiten, sondern auf's Herz sieht. Und somit hast Du meinen Sprachfehler geheilt, mein guter Engel." Und während er ihr jetzt einen veritablen Kuß auf die blühenden Lippen drückte, brumimte Vater Krause vergnüglich: Das ist nicht schlecht!"

,, Das ist nicht schlecht!" echote Mama Krause ebenso. Wem dieser Schluß der Geschichte nicht versöhnlich genug, kann seiner Phantasie das hübsche Bild zweier einander zärtlich zugeneigter Menschenfinder und ebensoviel darüber schwebender, segnender Händepaare vorgaufeln, und er wird damit nicht um Haaresbreite von der Wirklichkeit abweichen.

Doppelte Beredsamkeit. So stark des Weibes Zunge Auch imme dar im Schwunge, Die Augen noch zu Hilfe nimmt Beim Reden jede Frau bestimmt.

Diederträchtig!

Erster Dichterling: Herz, mein Herz, warum so traurig?" Zweiter Dichterling: Man soll die Perlen nicht vor die Säue werfen. Schicke da neulich Gedichte ein.

,, Nun abgelehnt." ,, Nein, angenommen und

unter, Humor gebracht."

Ein Mitfühlender. Schuster: Ach, Herr Baron, wenn Sie mir heute nur 60 Mt. a conto geben könnten, meine Schwiegermutter will ein Dar­lehen von mir, und sie fährt nicht eher fort. bis sie das be­kommen hat!"

Baron( 60 Mart auf den Tisch legend): Da haben Sie das Geld!"

6

Schwer zu machen! Professor der Geschichte, den Krieg Alexanders des Großen gegen die Perser vortragend:

Küche?"

nie verlegen.

,, Minna, was macht denn der Chauffeur in der

Madam, der hat mir ein bissert Benzin zum Hand­schuhputzen bracht!"

Der Försterssobn.

.

Wie sich der kleine Hans den angekündigten Haus­lehrer, Herrn Kandidaten Hirsch, vorstellt.

.. Schon erhob ein Perser drohend den Arm mit dem Schwerte gegen Klitus. Doch Klitus kam ihm zuvor und schlug dem Perser Arm und Schwert aus der Hand."

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Derbe Abfuhr.

Kennzeichen.

Alte Jungfer( in einem Gartenrestaurant zur andern): ,, Laß Dich mit dem Herrn am Nebentisch, der immer so rüber lächelt, ja nicht ein, der ist sicher verheiratet!"

- Wieso?"

Alte Jungfer: Na, siehst

Du nicht, daß ihm zwei Knöpfe

fehlen?!"

Eine gute Seele.

- Hier, Männchen, hast Du Geld für zwei Schnitt Bier, weil Heute Dein Geburtstag ist; solst Dich mal austoben!"

Se Mißverstanden.

Diener: Herr Kommerzien­rat, soeben bringt der Bote diesen Strafbefehl, Sie haben schon wieder die Polizei- Ordnung übertreten!" ,, Gibt's nicht, gibt's nicht, ich fahr' ja nur mit Equipage aus."

X

Echt.

Diener( zu einem andern, welcher erst vor einigen Tagen bei einem Baron eingetreten ist): Du. Dein Herr gefällt mir gar nicht, ich denke immer, der ist gar kein richtiger Baron, an dem kommt mir vieles verdächtig vor!"

Der Andere: D, der ist schon a echter Baron, ich hab' mich auch hin und her erkundigt..... er hat seine 12000 Mart Schulden!"

Der gute Vater.

H I J H H H B

Ham Ordy

Dann freilich.

Lehrer: Ja, sag' mir, Junge, wieso riechst Du so start nach Benzin?" Mein Vater ist eben Chauffeur und Mutter Handschuhpußerin!"

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Aus einem Coast.

Meine Damen und Herren! Sie. glauben nicht, mit welcher Freude ich hier das Wort ergreife, mit Freude und Stolz, denn ich kenne unseren verehrten Gastgeber seit 70 Jahren. Durchs Leben habe ich ihn begleitet. Sein Vater kannte mich noch; ich war als Kind bei seiner Taufe; ich war bei seiner Konfirmation; bei seiner Hochzeit; überall Geliebte, für Dich könnt ich mir war ich dabei, und ich hoffe, es wird mir auch noch ver­gönnt sein, seinem Sarge folgen zu dürfen.

Individuelle Opferbereitschaft.

Millionär:

die Austern vom Munde absparen!"

Aufrichtig.

Alte Jungfer( zum Vermittler): Der Herr, welchem Sie mich eben vorstellen wollen hat ja dunkle Augengläser, wird er die denn nicht herunternehmen?"

Vermittler: Nein! Ich glaube, es ist sogar so besser."

Splitter.

Wir mögen uns noch so sehr bemühen, die Eigenliebe ist stets der mehr oder weniger verborgene Beweggrund unserer Handlungen; sie ist der Wind, der die Segel schwellt und ohne die das Fahrzeug nicht vom Flecke käme.

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J

Sie müssen doch selbst zugeben, daß Ihre Ohren für einen Menschen viel zu groß sind!"

Das ist möglich, die Ihrigen sind aber jedenfalls für einen Esel zu klein!"

3 Red can bind

Gefängnisdirektor: Nun gehen Sie nach Hause zu Ihrer Familie und bemühen Sie sich ein braver Mensch und guter Vater zu sein!"

Entlassener: Jawohl, Herr Direktor, ick jeh' direkte­mang heem- unterwegs will ich mal sehen, ob ick wat jreifen kann, damit die Kinder cene Freide Ham'!"

de. Er ließ

Beigte fich auf Entgegnete er