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Borschläge

Von

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Der gefoppte Don Juan.

jer Feldwebel der fünften Batterie war ein verlieber Schwerenöter. Am liebsten bandelte er mit den der schiedenen Bräuten seiner Mitunteroffiziere an, zwar in allen Ehren, aber doch so, daß sich letztere drüber oft höllisch ärgerten. Einstimmig wurde darum von ihnen beschlossen, der Mutter der Batterie" die Liebesfröhlichkeit auszutreiben. Bei einem Batteriefest bot sich die schönste Gelegenheit dazu.

liebes durstigen Wachtmeister. Die Eingeweihten beobachteten natürlich mit teuflichem Vergnügen, wie sich ihr Herr Vor­gefegter in die Gunst seines verkleideten Unteroffiziers ein­zuschmeicheln suchte. Als er einmal besonders liebenswürdig den blonden Zopf Nannis" durch seine derben Hände gleiten ließ, löste sich die stattliche Lockenzier und blieb in der Faust des Wachtmeisters zurück, während die vermeintliche Nanni unter Gekreisch davonstürmte. Zugleich durchtoste

Angewandtes Sprichwort.

Junger Arzt: Heute hatte ich meinen ersten Patienten, Es war wohl ein Mann, der seine zweihundert Pfund schwer war."

Freund: Ja- aller Anfang ist schwer."

Unter Freunden.

,, Du hast Dich schon wieder mal von neuem verlobt?"

Hieb.

Crost.

Fräulein Altlich meint, daß Ehen im Himmel ge­

schlossen werden."

"

Das dient ihr gewiß zur Beruhigung, denn auf Erden hat fte auch nicht viel Aussichten."

Lebemann: Mein Fräu­

lein, ich bin für Sie Feuer und

Ja, und diesmal sogar sehr ge- Flamme!"

fährlich."

2

Auf Umwegen.

, Wie, Fräulein, Sie haben sich einen

Hund angeschafft?"

" Ja, und jetzt suche ich einen Herrn für den Hund."

2

Naschkäßchen.

Balleteuse: Ich merke

aber nichts von Asche."

X

Naiv.

Höhere Tochter( die mit ihrem Papa ein Gefängnis be­sichtigt, als die Sträflinge im Hose beim, Luftschnappen sind): Nicht wahr, Papa, jetzt lust­wandeln sie?"

Vexierbild. ( Der Gefoppte.)

9.

Ein schmucker Unteroffizier, der ohnehin etwas Damenhaftes an sich hatte, verkleidete sich als feche Münchener Kellnerin und ließ sich mit Einverständnis der Kameraden von dem Wirt, bei dem das Fest gefeiert wurde, engagieren. Er sah in seiner Verkleidurg als dralle Bayernmaid auch n lich prächtig aus und einer echten Vertreterin dieser modernen Heben so ähnlich, daß kein Kennerauge in ihm einen Mars­jünger vermutet hätte. Das Fest begann, und am meisten umschwärmt wurde die feche Nanni aus Münka" von dem

Hans wird der Nasenkönig genannt, Denn er hat eine lange Nase.

das donnernde Gelächter- man möchte schon lieber sagen: Gewieher- der eingeweihten Kameraden den Festsaal. Der Herr Wachtmeister wurde rot bis unter die Haar­wurzeln; nicht etwa vor Scham, sondern vor Wut, fluchte wie ein Berserker, zahlte und ging. Noch draußen hörte er das Gelächter der Unteroffiziere. Seine Kleinen Flirts soll er nicht unterlassen haben; aber er hat sie in Zukunft immer nur da gesucht, wo er den Kameraden nicht ins Gehege kam und sich von ihnen unbeobachtet wußte.

Die lange Nase.

Sie rufen's ihm nach auf der Straße. Hans läßt sie rufen, er macht sich nichts draus, Die Eltern und Brüder und Schwestern zu Haus, Sie lachen ja alle so oft ihn aus

Und spotten über die Nase.

( Eine Parabel.)

Hans kommt in die Schule. Er hört, daß man lacht,

Daß man sich über ihn lustig macht,

Daß man vom Nashorn, vom Rüsseltier spricht

Und von der Gurke in seinem Gesicht.

So folgt ihm der Ulk auf Schritt und Tritt

Und Hans lacht mit.

Er wird Soldat, er wird ein Mann

Und überall trifft er den Spottvogel an.

Probat.

Wie bist Du denn Deine Schwiegermutter so schnell Yosgeworden?"

" Ich habe sie gleich bei ihrer Ankunft um 100 Mr. an­gepumpt, da hat sie nicht erst ausgepackt!"

Der pfeift und singt und läßt feine Ruh'. Hans lacht dazu.

Hans lacht dazu, wenn man wizzelt und höhnt. Er hat mit der Zeit sich daran wohl gewöhnt. Hans freite des Nachbars Liesel so gern Da drüben über der Straße.

Und er fragt ganz schüchtern mal bei ihr an, Da sagt ihm die Liesel: sie mag keinen Mann Mit einer so langen Nase.

In der Nacht, im Garten vorm Rasenplatz, Da küßt sich die Liesel mit ihrem Schatz. Sie tanzen, sie springen, sie singen vereint, Und drüben, über der Straße,

Jm Stübchen, wo noch die Lampe scheint, Sitt Hans vorm Spiegel und weint und weint Über die lange Nase.

Romanphrase.

Hans Bötticher.

Diese Wolfe aber, welche den Blüten ihres Glückes un­freundlich in den Weg trat, war nur ein Schreckschuß, dessen bitterer Geschmack nicht im Stande war, den Himmelsglanz ihrer jungen Liebe zu zersplittern.

RYD SELFOS

Topfguckerchen, Topfguckerchen, Das ist ja gar kein Zuckerchen. Gib acht, mein liebes Röselein, Verbrennst Dir noch Dein Näselein.

Pech.

A.: Sie haben sich ja wohl bei einer Unfall- Versicherung eingekauft?" B.: Ja, schon vor sechs Monaten, aber, bei meinem gewöhnlichen Bech bin ich bis jetzt noch nicht verunglückt."

D

Grosse Praxis.

Ein junger Arzt läßt sich in der Residenz nieder. Da seine Geldmittel etwas knapp sind, hat er im Warte­zimmer nur einen Stuhl. Eines Tages finden sich zwei Patienten ein. Ach," sagt der Diener zum Patienten ,,, warten Sie nur einen Moment ich bring'

Ihnen gleich einen Stuhl! Wir sind halt jetzt auf so eine Masse Patienten noch nicht eingerichtet!"

Offen.

Sie: Sag mir nur, was willst Du auf dem Festessen?" Er: Fest' essen!"

Je nachdem. ,, Was ist eigentlich Ihr Lieb­lingsgericht, Kollege?"

Am Anfang des Monats Fasan mit Trüffeln und Ende des Monats Erbssuppe mit Schweinsohren."

,, Da dent' ich, die reiche Gräfin abzufangen, und nun kommt das alte Bettelweib!" ist es?

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Verheißungsvoll.

Wo

Die Schwiegermama schreibt ihren auf einer Geschäftsreise befindlichen Schwiegersohne:

Lieber Sohn! Soeben wurde Emmy von fräftigen Zwillingen( Jungen) entbunden. Ein andermal mehr. Ihre Schwiegermutter Beate. Letzte Doffnung.

H- Burgloonsteld.

3ofe: Um Gottes willen, gnädiges Fräulein, in Ihrem Schlafzimmer liegt unter dem Bett ein Einbrecher!" Alte Jungfer( erfreut):" So? Vielleicht will er gar um meine Hand anhalten."

Prinzenunterricht. Erzieher: Bitte, wo liegt diese Insel, Hoheit?" Der Prinz schweigt.- ,, Ganz recht, Hoheit: im Stillen Ozean."

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