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h Saloniti, 23. Febr. Der Zustand Abdul Ha­mids hat sich verschlechtert. Der Exsultan ist samt seinem Harem heute am frühen Morgen nach Konstantinopel über­führt worden.

dann an die Budget- Kommission. Es folgt die Weiter­beratung des Etats des Reichsamts des Innern. Abgeordn. Graf Carmer- Zieserwis( tons.) wünscht, daß die Pensions­versicherung der Privatangestellten endlich nach noch Möglichkeit gefördert werden möge. Redner bringt -h- New- Yort, 21. Febr. Das Repräsentanten­einige Wünsche zur Sprache, und verhält sich in seinen wei­haus nahm einstimmig den Antrag, den Kapitän Peary mit teren Ausführungen ablehnend gegen einen Zentrumsantrag Stücksicht auf seine Verdienste als Nordpol- Entdeder zum Kontre- Admiral zu ernennen, an. betreffend Sicherung des Koalitionsrechtes der Arbeiter, nimmt ferner Stellung gegen einen Antrag Brandys zu Gunsten des Koalitionsrechtes der Landarbeiter und em­pfiehlt eine von seiner Frattion beantragte Resolution, den Meiereien zu gestatten, die ununterbrochene Ruhezeit für das ganze Jahr auf täglich 8 Stunden herabzusetzen. Auch die allgemeine Sonntagsruhe vertrage auf dem Lande eine Einschränkung. Abg. Stresemann( natl.) wünscht keinen Zolitrieg, dagegen stärtere Rücksichtnahme Frankreichs auf unsere Interessen. Redner geht in seiner weiteren Rede zur Sozialpolitik über und erklärt, seine Freunde würden für prattische Sozialpolitik stets zu haben sein. Staatssetre­

Vermischtes.

!! Submissionsblüte. Bei der Ausschreibung der Arbeiten für die Anlage eines zweiten Geleises auf der Strecke Remagen- Ahrweiler waren 25 Angebote ein­gegangen. Der Höchstfordernde hatte sich die Geschichte mit 315 390 Mt. berechnet, während der billigste Submittent nur das Sümmchen von 122 123 Mart forderte. 193 267 Mt. Unterschied! was liegt daran?

-

- Kallao( Peru). Während einer finematographi­schen Vorstellung im städtischen Theater Urüllo fing ein Film Feuer, der Brand breitete sich schnell aus und ver­ursachte eine ungeheuere Panit unter dem Publikum, unter dem sich viele Kinder befanden. 50 Personen wurden in dem entstehenden Gedränge getötet. Das Theater brannte vollständig nieder.

Deutscher Reichstag.

42. Sigung vom 23. Februar.

Präsident Spahn macht Mitteilung von dem Ein­gang zahlreicher Beileidstundgebungen anläßlich des Ab­Lebens des Präsidenten Grafen Stolberg, darunter ein Handschreiben des Kaisers.

Tagesordnung: Erste Lesung eines Reichs- Kontrollge­setzes. Reichsschatzsetretär Wermuth empfiehlt die Vor­lage unter Hinweis auf den mit den Jahrzehnten außer= ordentlich gestiegenen Umfang der Arbeiten des Rechnungs­hofes. Abg. Görde( natl.) beantragt Ueberweisung an die Kommission. An der Debatte beteiligen sich dann noch zustimmend die Abg. Nacken( Zentrum), von Gamp ( Rp.) und von Richthofen( kons.). Der Entwurf, geht

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well es hält, was es verspricht.

Man hüte sich vor Nachahmungen!

tär Delbrück weist die Vorwürfe gegen die Reichsregierung zurück, als seien die Interessen der Export Industrie nicht genügend bei dem Abschluß von Handelsverträgen gewahrt worden. Ein Reichstartellgesetz, führt der Minister weiter aus, sei leichter verlangt als ausführbar. Es sei besser mit einem solchen Gesez noch einige Jahre zu warten. Redner verbreitet sich dann über unsere Handelsbeziehungen zu Schweden, mit dem der Handelsvertrag demnächst verlän gert werden soll, mit Kanada, Japan und Frankreich. An einem Geseßentwurf betreffend die Pensions- Verhältnisse der Privat- Angestellten werde herangetreten werden, sobald die neue Reichsversicherungsordnung erledigt sei.

Nach weiteren Ausführungen der Abgeordneten Brejski ( Pole) und Rieseberg( w. V.) der für den Mittelstand ein­tritt, vertagt sich das Haus auf heute Donnerstag 1 Uhr.

-h- Berlin, 22. Febr. Um die Fertigstellung des Etats zu ermöglichen, wird der Reichstag nicht schon am 18. März in die Osterferien gehen, sondern bis in die Char­woche hinein tagen. Die Ersatzwahl für den 1. Präsi­denten ist auf Dienstag, den 1. März festgesetzt worden.

Parlamentarisches aus Hessen.

Der Zusammentritt des Plenums der Zweiten Kammer ist für den 2. März in Aussicht genommen; die Beratun gen sollen so gefördert werden, daß die Erledigung des Staatsbudgets rechtzeitig vor dem 1. April erfolgt.

Ueber die bess. Finanzlage fand am 18. Febr. vormittags eine vertrauliche Besprechung des Finanzaus= schusses der zweiten Kammer mit den drei Ministern und anderen Vertretern der Regierung statt, wo hauptsächlich das Erposee des Finanzausschusses der Ersten Kammer zur Beratung stand. Ueber die Stellung der Regierung soll ein ausführliches Schriftstück an die Blätter verschickt werden.

Die beste Tasse Thee

Der Gesetzgebungsausschuß der zweiten Kammer hielt am Dienstag nachmittag gemeinsam mit den Herren Staatsminister Dr. Ewald und Ministerialrat Lor­bacher eine Beratung über die Novelle zum Notariat 3- gese, die vom Ausschuß eingehend beraten und mit un­wesentlichen Abänderungen genehmigt wurde.

wird zubereitet von Dr. Wegener's Thee, und vor dem Schin fengehen getrunken. Dadurch erhält man gute Verdauung und guten Stuhlgang, das Blut wird gereinigt und der Schlaf wird ein gesunder sein. Preis Mart 1.50 das Pa­cfet, in allen Apotheken zu haben, wo nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kron­prinzenstraße 55.

Dr. Martin Krieg

Der zweiten Kammer ist der Entwurf einer Novelle zum Urkundenstempel- Gesez zugegangen. In An= lehnung an das preußische Gesetz vom 26. Juni 1909, das einesteils wichtige neue Stempelabgaben, andererseits Er­höhungen bestehender Stempelabgaben brachte, sieht der neue Geseßentwurf eine mäßige Erhöhung der Stempel­säße und der einzelnen Tarifpofitionen vor.

Bulgarische Kriegsbereitungen.

-h Rom, 24. Febr. Ein höherer türkischer Staats­mann erklärte einem Redakteur des Couriere d'Italia, die Türkei werde Griechenland fein Haar trümmen und alle ihre Kräfte gegen Bulgarien fonzentrieren. Dort sei die Gefahr. Bulgarien müsse vernichtet werden, wenn die Tür­tei leven und sich entwickeln wolle. In wenigen Wochen werde die Türkei eine halbe Million Soldaten betsammen haben und im Sommer ihren Plan verwirklichen.

= h Sofia, 23. Febr. Vorgestern ereignete sich bei dem Grenzposten Lilkowo im Gebiet von Tamrajch ein Grenzzwischenfall zwischen bulgarischen und türkischen Po­sten. Es tam zu einem Kampf, der bis gestern Abend ge­dauert hat und bei dem türkischerseits Artillerie angewandt wurde. Der beim bulgarischen Kriegsministerium eingegan­gene Bericht weiß weder etwas über die Ursache, noch Ein­zeldeiten des Zusammenstoßes zu melden. An offizieller Stelle wird dem Zwischenfall teine große Bedeutung bei­gemessen. Wegen der noch immer gereizten Stimmung der Bevölkerung fann er jedoch leicht ernste Folgen haben.

Neues Hochwasser.

== Köln, 24. Febr. Der Rhein ist erneut infolge der Regengüsse der letzten Tage start gestiegen. Die Begel­höhe beträgt Meter. Auch vom Oberrhein und seinen Nebenflüssen wird startes Steigen gemeldet. Die Mosel stieg um 1 Meter. Im ganzen Moselgebiet mußten viele Be­triebe die Arbeit einstellen. Auch die Wasser der L a hn und ihrer Nebenflüsse sind start gestiegen.

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