Theater
eingoetter.
Mar 1910
Uhr.
eine Preise! Rapelle des egiments.
Bügen von Solf.
bon Weber.
e g. 6 Uhr.
hr.
ne Preise!
I
ten bon
ma.
nde 98 Uhr.
3, 4, 5% Sch., Wechsel,
auch Raten
P. Bleier, tüdporto.
ag bietet figh
r. u. Damen
eres durch F. de- Berlin.
walt ipzig
efigen Ge. es Kiefern
ng.
10 Uhr beim
1910. nden.
fer Beitung.
eßen.
äusgemeinde. loffer.
Tun.
en männlichen
Uhr im Mat
hr: VerfammMartus- Ge
10% Uhr:
r Feier des Schwabe.
Uhr im Mateben der Apo
utasgemeinde. echtholsheimer.
mierten männ
r: Bibelstunde
ner.
Belegenheit zur
ie.
icht.
mmunion.
igt. Feftandacht
Airche apologe
urtstage Seiner ärgottesdienst.
Nr. 19.
Grscheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger frei tas Saus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 1350 M.
Expebition: Sicken, Geltersweg 83
Montag, den 24. Januar 1910
Gießener
9: 0
20. Jahrgang
Juferate: die 44 mm breite Bettgelte estig Reklame: Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet
"
" 1
50
"
Telephon- Anschluß: Sicken, Nr. 368.
Nenelle Nachrichten
748:
( Gießener Tageblatt
Anabhängige Tageszettung
( Gießener Beifung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.
Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen
Lokales und Provinzielles.
** Der Großherzog empfing am 22. Januar u. a. den Finanzrat Schreiner von Zwingenberg a. d. B., den Geh. Justizrat Köhler von Osthosen, den Geh. Baurat Stahl, den Sanitätsrat Dr. Stopp von Ober- Ramstadt, den Aftuar Stein, den Kreisamtsgehilfen Mahr und den Betriebsleiter Müller von Friedberg, den Geh. Justizrat Leist, den Prosessor Geppert und den Stadtverordneten Winn von Gießen.
** Der Finanz ausschuß der 3 weiten Kammer setzte am Freitag die Beratung des Just i z- etats fort. Es kam dabei die Frage des Pauschale für Porto zur Besprechung, die für sämtliche Ressorts von Bedeutung ist. Nach dem mit der Reichspostverwaltung abgeschlossenen Vertrage erhöht sich das Pauschale jährlich mechanisch um 4,9 Proz., das macht für den laufenden Etat ein Mehr von 7000 Mt. aus. Avg. Dr. Weber regte an, dieser Frage im Zusammenhang mit der Verwaltungsreform näherzutreten, was um so eher geschehen könnte, da die Reorganisation unter dem Gesichtspunkte der Dezentralisation zu erfolgen hat, durch die sicherlich auch Portotosten erspart werden. Im übrigen besteht im Ausschuß Geneigtheit, eine Reihe von etatsmäßigen Stellen im Ju stizetat nur auf den Inhaber zu bewilligen. Da in diesem Falle häufiger Stellvertretungen notwendig werden, muß man davon absehen, an den bei den einzelnen Ressorts vorgesehenen Posten für Aushilfe Streichungen vorzunehmen.
Der Neubau eines neuen Gerichtsgebäudes in Friedberg wurde vorläufig zurückgestellt. Man denkt daran, das bisherige Gebäude in der Weise zu erhalten, daß die Wohnung des Oberamtsrichters in Wegjall kommt.
Beim Kapitel Kreditübertragungen wur den sodann prinzipielle Erörterungen gepflogen. Der Fi nanzminister wies darauf hin, daß den Beamten der Bauabteilung der Grundsay eingeschärft sei, daß keine Nachforderungen kommen dürfen. Daraus ergibt sich die Neigung, die Bausumme bei den Voranschlägen möglichst hoch anzugeben. Ersparnisse, die dann später gemacht werden, geben den Anlaß zu Kreditübertragungen, die zu genehmigen der Landtag teinen Anstand nehmien tann, insofern sie für Zwecke verwandt werden, die im Rahmen der ursprünglichen Anforderung liegen. Unter diese Rubrik fällt der Ausbau des alten Gefängnisses in Mainz zu Beamtenwohnun gen. Die darauf sich beziehenden Anträge des Abg. Best wurden als schädlich wirkend abgelehnt. Die Beratung wird morgen Dienstag fortgesetzt.
Dr.
** In der am 20. Januar stattgehabten Sitzung des Finanz ausschusses der Zweiten Kammer wurde mit der Beratung des Just iz etats fortgefahren. Abg. Brauer wies darauf hin, daß an einzelnen Gerichten die Amtsrichter allzuviel freie Zeit haben und fragt an, ob es sich deshalb nicht empfehle, einige der kleineren Gerichte aufzuheben und die Zahl der Richter zu beschränten. Staatsund Justizminister Dr. Ewald entgegnete, die Vermehrung der Amtsgerichte in Hessen sei nicht auf Vorschlag der Regierung, sondern auf Drängen der Kammer erfolgt. Jetzt könne eine Reduzierung nicht ohne weiteres erfolgen. Dem Vorschlag des Abg. Dr. Weber, für kleinere Amtsgerichte nur einen Richter zu verwenden, widersprach Abg. Gutfleisch, der auch die Frage auswarf, ob es bei dem großen Ueberflußß an der Anstellung harrenden Juristen nicht empfehlenswert sei, nur einmal im Jahre Eramina abzuhalten. Geheimerat Dr. Be st erwiderte, eine nur einmalige Staatsprüfung im Jahre würde viele Nachteile im Gefolge haben, weil zirka 60 Prüflinge in Betracht kämen. Abg. Dr. Osann gibt zur Erwägung, ob man nicht unter den anzustellenden Juristen auf Grund ihrer Examina eine Auswahl treffen könne, wie dies zum Beispiel auch in Baden und in anderen Bundesstaaten geschehe; in diesem Falle würde man jedoch den Kandidaten durch eine Nachprüfung die Möglichkeit geben müssen, ihre Note noch zu verbessern. Abg. Molthan weist dagegen darauf hin, daß in Bayern durch die Auswahl der Juristen nach den besseren Noten im Eramen viele Klagen laut geworden seien. Finanzminister Dr. Gn auth bemerkt, daß in den ihm unterstellten Ressorts, wie der Forst und Bauverwalt ung, nur solche Herren zugelassen würden, die bessere Gramensnoten besiben. Abg. Dr. Osann weist noch auf die Notwendigkeit hin, bei den Schreibgehilfen und Aspiranten an den Gerichten die Kenntnis der Stenographie obliga torisch zu verlangen. Bei den sachlichen Ausgaben für die Gerichte wurde von verschiedenen Rednern betont, daß den Angestellten unbedingt größte Sparsamkeit streng anbefohlen werden müßte. Staats- und Justizminister Dr. Ewald erklärte, er habe bereits allen Beamten die Befolgung strengster Sparsamkeit eingeschärft, werden aber seinen diesbezüglichen Erlaß noch einmal nachdrücklich wiederholen.
In der letzten Hauptversammlung der hess Landwirtschaftskammer sind für die Prämiierung der Buchführung kleinbäuerlicher Wirtschaften ohne Debatte 1000 Mt. bewilligt worden. Für die Preisnotierungsstelle werden 2810 Mark bewilligt. Die Preisnotierungsstelle ist eine mit der Landwirtschaftstammer Wiesbaden gemeinsam getroffene Einricht ung an der Frankfurter Börse. Für Maschinenprüfung" wurden 1500 Mark und für" Förderung der allgemeinen Landeskultur, der Bodenkultur und sonstiger Zweige der Landwirtschaft" 20 800 Mart bewilligt. Hierbei gab es eine sehr erregte Debatte, in der Prof. Gise vius- Gießen mit verschiedenen Rednern zusammenstößt. Bei Förderung des landwirtschaftlichen Bauwesens werden 10 000 Mt. bewilligt. Ohne Debatte werden für Rechtsausfunstsdienst 2600 Mt., für Arbeiternachweisdienst 1000 Mt. und für den landwirtschaftlichen Wetterdienst bei der Universität Gießen 550 Mart bewilligt.
** Postalisches. Im Interesse möglichst früh zeitiger Inangriffnahme der Arbeiten zum weiteren Aus= bau der Fernsprechanlagen ist es erforderlich, daß die An
meldungen neuer Fernsprechanschlüsse spätestens bis zum 1. März den Kaiserlichen Telegraphen Anstalten vorliegen. Verspätet angemeldete Anschlüsse, die
=
injolgedessen außerhalb des Bauplans nur mit Mehrauf Gedenket der hungernden Vögel!
wendungen( z. B. durch besondere Entsendung einer Bautolonne 2c.) herzustellen sind, werden in dem laufenden Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Wart leisten oder, wenn diese Mehrkosten den Betrag von 50 Mt. übersteigen, den wirklich aufgewendeten Kostenbetrag er> statten.
* Gießen. Der Winter und mit ihm der Schnee scheint nun doch allen Ernstes seinen Einzug zu halten. Vorbei ist es mit all den jungen Trieben, welche die außergewöhnliche Witterung gezeitigt hatte. Der Sturm, der durch die Bäume segt, wirbelt die Flogen so wild durcheinander, daß an einzelnen Stellen eine ziemlich dicke Schneemasse bereits liegt. Die Freude der Kinder, jetzt endlich den Schlitten hervorholen zu können, um Schlittenfahrten zu machen und toll zu rodeln, ist groß. Wenn man aber einen Gang durch die Straßen unternimmt, so muß in erster Linie der armen Vögel gedacht werden, die schußlos den Unbilden der Witterung preisgegeben sind. Der Aufforderung: streut den Vögeln Futter, sollte in weitestem Maße Rechnung getragen werden. Dann sind es aber auch noch die Pflanzen, welche unsere Aufmertsamteit verdienen; denn der Sturm hat so manchen Trieb getnickt, der nun in der kalten Lust erfrieren muß. Die Gärtner, Gartenbesißer und Naturfreunde sollten es darum an schützenden Hüllen für empfindliche Bäume und Sträucher nicht fehlen lassen.
* Gießen, 24. Jan. Zu dem am letzten Samstag anberaumten Kaiserkommers hatten die hiesigen Burschenschaften die Marburger Burschenschaften eingeladen, welche um 4½ Uhr in Gießen eintrafen. Hier wurden sie bereits von den hiesigen Studenten am Bahnhof im Wichs erwartet und bald darauf setzte sich auch schon der Zug, in dem mehrere Musittapellen eingereiht waren, durch die Stadt nach der Liebigshöhe in Bewegung. Dort entwickelte sich bald ein fröhliches Treiben, das die Festteilnehmer noch lange zusammenhielt.
** Gießen, 24. Jan. Das gestern in der neuen Aula stattgefundene Voltstonzert hat bei allen, die ihm zuhören fonnten, größten Beifall gefunden. Es war dem Ganzen das Thema:" Kindheit und Heima t" zugrunde gelegt, danach die Männerchöre( Heiterkeit Gießen und Germania- Zollar), die Sologesänge der Frau Landgerichtsrat Schudt Gießen, am Klavier begleitet von Flr. Elisabeth Felch ne r- Gießen und die Rezita- tionen des Frl. Meline Müller Wezlar gewählt. Wir werden über die Bedeutung und den Verlauf des Konzertes eingehender berichten. Alle Mitwirkenden haben sehr gutes geleistet, es gebührt ihnen öffentlicher Dant. Der Reinertrag ist für Wohltätigkeitszwecke bestimmt.
** Gießen, 22. Jan. Aus Anlaß des Reichstommerses waren heute viele Marburger Studenten( Burschenschaften in corpore) nach hier gekommen, um mit den hiesigen auf der Liebigshöhe" den Festkommers zu feiern. Man wollte gern die Straßenbahn benutzen, aber in Ermangelung genügender Wagen und nachdem die Marbur ger Studenten auf dem Marktplaz längere Zeit gewartet, wurde der Weg nach den Festräumen doch zu Fuß ange= treten. Das geschah etwa nicht in gedrückter Stimmung ob der entgangenen Straßenbahnfahrt, sondern unter den Klängen der Musik und dem Gesang fröhlicher Studentenlieder. Vielleicht achtet die Straßenbahndirektion mehr auf festliche Begebenheiten innerhalb der Stadt, damit Wagen stets bereit stehen und außer dem regulären Betrieb noch solche schnell eingeschoben werden können.
* Gießen. Nach dem Nachweis des Gr. Mini- sterium des Innern zählt unsere Stadt 31 800 Einwohner. Sie ist die fünftgrößte Stadt Hessens. Mainz hat mit Kastel und Mombach 114 300, Darmstadt 93 000, Offenbach mit Bürgel 74 800 und Worms 46 700 Einwohner.
* Gießen, 14. Jan. Vor kurzem beraubten hier zwei 13 bis 14 Jahre alte Knaben in der Wilhelmstraße einen 8jährigen Knaben des Portemonnaies. Glücklicherweise wurden die beiden jugendlichen Verbrecher bald da= rauf von einem Schußmann in dem Kinematographen fest genommen.
* Wieseck. Vor kurzem erhängte sich hier der 61 Jahre alte Bauer Kern. Der Selbstmord erscheint unbe greiflich, da Kerns Verhältnisse nichts zu wünschen übrig ließen.
== Heuchelheim. Vor furzem stattete ein Dieb dem Fabrikanten Sack einen unliebsamen Besuch ab, indem er demselben 20 Paar Strümpfe mitnahm. Die von der Tat benachrichtigte Gendarmerie erschien mit einem Spürhund, welcher auf der Spur dem Täter nach dem Bahnhof Abendstern zu nachsehen sollte. Sehr enttäuscht war man aber, als der Hund„ Lora" ohne den Täter aufzufinden, dem zurückkam. Der Hund hatte es vorgezogen, anstatt Täter einen Hasen zu verfolgen.
* Hattenrod b. Lich. Eine Backes Gedent tafel soll auf Anregung von Lehrern am hiesigen Schulhause, dem Geburtshause des verstorbenen Rektors Karl Backes angebracht werden. Er war 1836 hier als Sohn des Lehrers Backes geboren. Von 1879 bis 1905 war er Leiter des Landes- Lehrervereins, dann dessen Ehrenob=
mann.
*
Lardenbach. Schon seit einiger Zeit war das Gruppenwasserleitungsprojekt der Orte Groß- Eichen, Sellnrod, Lardenbach, Klein- Eichen und Weiang galibus aging up erstgenannten Orte gegen eine solche Gruppenversorgung veranlaßt, als gescheitert zu betrachten. Groß- Eichen und Sellnrod wollen eine gemeinsame Leitung erbauen, wozu die Quellschürfungs- und-fassungsarbeiten schon ausgeschrieben sind. Lardenbach, Klein- Eichen und Weickartshain werden dagegen die Erbauung einer Wasserleitung gemeinsam auf
nehmen. Die zu dieser Gruppe vorgesehenen Quellen liegen in der Nähe einer Mühle zwischen Wohnfeld und Schmit ten.
* Alsfeld. Nach 54jähriger Dienstzeit trat der Bureauvorsteher Kanzleirat Wurstius vom Kreisamt Alsfeld in den wohlverdienten Ruhestand.— In Brei. tenbach geriet ein Arbeiter in das Sägewerk der Schneid maschine. Daumen und Zeigefinger der linken Hand wurden abgeschnitten.
* Lauterbach. Der Gemeinderat genehmigte den Voranschlag der Stadt, der in Einnahme und Ausgabe 265 328 Mt. beträgt.
* Rosbach v. d. H. Um den Bahnhof Friedberg zu entlasten, soll die hiesige Station beträchtlich vergrößert werden. Es sind 99 000 M.. dazu vorgesehen.
* Mainz, 18. Jan. Da 3 Lösch papier wurde zum Verräter. In der vorigen Woche hatte sich unter dem Namen Albert Steiner in Krefeld bei einer Familie ein junger Mann einlogiert unter der Behauptung, er sei in Stellung bei der Firma Siemens u. Schuckert eingetreten. Da er seinen Koffer an der Bahn auslösen müsse, bedürfe er 10 Mt., welcher Betrag ihm von seinem Logis geber gegeben wurde. Mit dem Gelde verschwand der Be trüger. Da er in dem gemieteten Zimmer vorher einen Brief geschrieben und die Adresse mit Löschpapier getrocknet hatte, entzifferten die Logisgeber die Adresse durch einen Spiegel. Der Brief war nach Mainz gerichtet. Die hiesige Polizei wurde darauf unterrichtet. Am Samstag Abend nam der Schwindler hierher und wurde schon im Bahnhof von der Kriminalpolizei in Empfang genommen. Er heißt Albert Weiner, er hat in vielen deutschen Städten unter verschiedenen falschen Namen, besonders auf den Namen Arnold Fried, die gleichen Betrügereien verübt. Von zahllosen Behörden wurde der Verhaftete steckbrieflich gesucht. * Gambach. Hier wurde eine Bezugs- und Absaßgenossenschaft mit 27 Mitgliedern gegründet und dem Verband der hessischen landw. Genossenschaften zu Darmstadt bezw. der Landw. Hauptgenossenschaft für Oberhessen in Friedberg angeschlossen.
** Steinberg. Hier kamen vor kurzem z wei Selbstmorde vor und zwar erhängte sich ein Staufmann aus Nahrungssorgen, während der gleiche freiwillige Tod des Werkmeisters Heinrich Hof dem übermäßigen Genuß von Alkohol zuzuschreiben ist.
* Aus Nassau. Die Regierung in Wiesbaden hat die Errichtung von zwei neuen hauptamtlichen Kreisschulinspektionen in Nassau, einer kathotholischen für den Rheingaukreis und einer evangelischen für den Dillkreis, beantragt.
a Krofdorf, 23. Jan. Die Preise bei den gegenwärtig stattfindenden ersten Holzversteigerungen in Staats- und Gemeindewaldungen haben gegen das Vorjahr feine wesentliche Veränderung erfahren. Üeben doch die ungeheuren Holzmassen aus dem Krosdorfer Forst von Jahr zu Jahr eine größere Anziehungskraft aus. Nicht allein aus den benachbarten Orten, sondern auch aus dem Biebertal und von der Lahn decken die Bewohner mit Vorliebe ihren Bedarf an Brennholz. So war bei der Versteigerung am Freitag der Freundsche Saal tatsächlich überfüllt und galt Buchenscheitholz aus älterem Bestand( Kreuzschläge) durchschnittlich 8,50 bis 9 Mart. Das Knüppelholz fostete 6-7 Mart und Reiser 70-80 Pfg. pro Raummeter. Etwas geringer waren die Preise bei der ersten Gemeindeversteigerung.
* Wetzlar, 20. Jan. Zum Nachfolger des in den Ruhestand verseßten Rektors Luerssen wurde Lehrer Richard vom Gymnasium als Leiter der hiesigen Volksschule ge= wählt.
* Rodheim a. d. Bieber. Auch hier hatte die diesjährige Treibjagd- Jagdpächter Hauptmann van der Hoop- Offenbach insofern ein günstiges Resultat, als 93 Hasen erlegt wurden. Leider trug sich nach Schluß der fröhlichen Jagd ein Unfall zu. Konrad Bender( Post fonrad), welcher als Treiber behilflich gewesen, wurde von einem Gastwirt beauftragt, für die Jagdgesellschaft 1 Faß Bier zu überbringen. Er fam dabei zu Fall und das Faß zerschlug ihm ein Bein, sodaß er in die Gießener Klinik verbracht wurde.
* Frankfurt, 19. Jan. Der heute früh furz vor 5 Uhr hier eingetroffene Nachtzug Kassel- Frant furt wurde zwischen Vilbel und Dortelweil gestellt, weil ein Passagier plötzlich geist es gestört wurde und den Versuch machte, aus dem Zug zu springen; sein Geld hatte er zum Fenster hinausgeworfen. Der Geistesgestörte wurde im Hauptbahnhof der Bahnhofswache übergeben, die seine Verbringung in die Frrenanstalt veranlaßte.
* Marburg. Bei dem in der chirurgischen Klinik abgehaltenen Ausbildungstursus der Genossen schaft freiw. Krantenpfleger im Ariege bestan den 52 Studenten die Prüfung.
Redaktion, Drud und Verlag von Albin Klein.
Gießen.
Dr. Wegener's Blutreinigungsthee
reinigt und verbessert den Blutzustand, befördert die Ver dauung und beseitigt Verstopfung und Hartleibigkeit; be steht aus edlen Kräutern und ist sehr angenehm zu trinken. Preis Mt. 1.50, in den Apothefen erhältlich, wo nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55.


