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die Zarenfamilie und die großherzogliche Familie nach der Kur der Zarin nach Schloß Wolfsgarten übergesiedelt sind, dem Zaren in Schloß Wolfsgarten einen Besuch abstatten, ähnlich, wie das auch gelagentlich des letzten Zarenbesu ches in Schloß Wolfsgarten der Fall war.

Der polizeiliche Sicherheitsdienst während des Ausent­haltes des Barenpaares im Friedberger Schlosse wird, so weit es hessische Beamte betrifft, durch das Polizeiamt Darmstadt geleitet. Den Patrouillen und Wachedienst ver­sehen 42 aus dem ganzen Großherzogtum beorderte Gen­darmen in Zivil. Außerdem sind noch Militärpatrouillen vorgesehen. 700 Passierscheine sind ausgestellt.

Lokales.

Gießen, 23. August 1910. ** Die Großherzogin traf am Samstag vor­mittag 11½ Uhr im Residenzschloß ein, empfing daselbst Frau von Grolmann nebst Tochter und kehrte hierauf mit dem Großherzog nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück.

** Ernannt wurde vom Großherzog der ständige Hilfsarbeiter bei dem Ministerium der Finanzen Oberfinanz­rat Dr. Georg Hellwig, zum vortragenden Rat bei die­ser Ministerialabteilung und der mit den Dienstgeschäften eines Hilfsarbeiters bei dem Ministerium der Finanzen be­auftragte Vorstand des Finanzamts Mainz 1, Finanzrat Otto Müller, zum ständigen Hilfsarbeiter bei der Abteilung für Steuerwesen des Ministeriums der Finanzen.

* Versetzt wurde der Vorstand des Finanzamtes Homberg, Finanzamtmann Georg Kna b, in gleicher Dienst­eigenschaft an das Finanzamt 3wingenberg und der Fi­nanzamtmann bei dem Finanzamt Mainz 1, Friedrich Kraß, an das Finanzamt Homberg.

** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiran­ten Karl Freihäffer- Alsfeld eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Rainrod, ferner dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Görg aus Nieder- Florstadt die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Stangenrod und dem Lehrer Wilhelm Rupp zu Útphe die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Obornhofen.

* Bei dem Kaiser Regiment wurden ge­gen 100 Reservisten am Samstag zu einer 5wöchigen Ueb­ung eingezogen.

** Manöver. Morgen früh 8 Uhr rückt unser Kaiser Regiment ins Manöver. Mit der Eisenbahn wird es bis Fulda gebracht und nimmt dort Quartier in der Ka­serne.

* Professor Dr. Gaffky, der Ehrenbürger der Stadt Gießen, welcher Leiter des Kgl. Instituts für Inset­tionskrankheiten zu Berlin ist, wurde zum ordentlichen Pro­fessor der medizinischen Fakultät der Universität Berlin er­

nannt.

* Ein Obstmarkt wird in Gießen voraussichtlich im Oktober stattfinden, welcher mit sortiertem Tafelobst und gepflücktem, sortiertem Wirtschaftsobst beschickt werden kann. * Die Erhöhung der Fleischpreise ist nunmehr eingetreten. Seitens der Metzger wurde das Rind- und Ochsenfleisch im Kleinverkauf um je 4 Pfennig herausgesetzt. Hoffentlich nur für eine furze Zeit!

des * Der Haffka bezirf stag der Vereine Hassiabezirts Gießen wurde am Sonntag im Lenz'schen Felsenkeller zu Gießen abgehalten. Die Verhandlungen lei­tete der Bezirksvorsitzende Lehrer Da a b Lollar mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog ein. Nach dem Kas senbericht wurden den Vereinen an Bonifikationen von der Providentia", der Hassia", der Zürich" und für den Bezug der Hassia- Kalender" 825,22 Mt. überwiesen. Die Militärverwaltung stellte den Vereinen 108 Infanterie­gewehre und 20 000 Patronen zur Verfügung. Die Neu wahl für den Vorstand ergab die Wiederwahl der seitheri­gen Vorstandsmitglieder, während zum Vorsteher für das Sammelwesen im Bezirk Gießen Wagner- Gießen ge= wählt wurde. Nach einer Rede des Vorsitzenden über den Feldzug 1870-71 wurde der Bezirtstag durch den 2. Be­zirksvorsitzenden Landtagsabgeordneten Leun- Großen­Linden mit einem Hoch auf das geeinigte Deutschland ge­schlossen.

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Gerichtet.

Familienroman von Franz Wichmann.

* Diebstah I. Einem hiesigen Hotelbesitzer wurde ein Fahrrad durch einen seiner Gäste entwendet. Der be treffende Fremde hatte sich das Rad von dem Eigentümer unter der Vorgabe entliehen, daß ihn dringende Geschäfte nötigten, nach Dutenhofen zu fahren, und war nicht mehr zurückgekehrt.

,, Allein?" Entsetzt entfuhr ihr das Wort, während sie vor ihm zurückwich. Wahnsinniger, was beginnen Sie? Was wollen Sie?"

Eine Leiche wurde oberhalb der Militärbade­anstalt aus der Lahn geborgen. In dem Toten wurde der seit etwa einer Woche verschwundene Maurer Hauser aus Gießen festgestellt, bei welchem sich in der letzten Zeit An­zeichen von geistiger Störung bemerkbar gemacht hatten.

,, Dich dich besitzen!" brach Robert fiebernd aus, ihre beiden Hände erfassend und festhaltend. ,, Ahnst du denn nicht, wie seit langem dieses Herz dir entgegenpocht? Begreifst du denn nicht, wie ich dich liebe?"

* Vermißt werden die vier jungen Leute Herdt, Lohr, Frant und Schott, welche sich vor 8 Tagen nach dem Wasgau begeben und ihre Angehörigen bis jetzt ohne Nach­richt gelassen hatten. Die Genannten hatten sich mit einem Zelt und verschiedenen anderen Gegenständen ausgerüstet.

Nur minutenlang, dann hatte sie ihre Hände freigerungen und stieß ihn mit einem Schrei des Abscheus von sich.

Zurück von mir," rief ste ,,, zurück, Elender, der Sie sind!" Und als er sich erneut ihr nahen wollte, da rang es sich über ihre Lippen:

,, Bu Hilfe zu Hilfe!"

* Liebig Laboratorium. Ein Großindu­strieller in Hessen hat für die Erhaltung des Liebig- Labo­ratoriums als Museum den von der Stadt geforderten Be­trag von 60 000 Mart dem Verein der Chemiter in Aus­sicht gestellt. Das Fortbestehen der ehemaligen Wirkungs= stätte Liebigs als Museum ist also nunmehr gesichert.

* Die Sozialdemokraten Hessens hiel­ten am Samstag und Sonntag im Gewerkschaftshause zu Gießen ihre diesjährige Landestonferenz ab. Es wurde zur Budgetbewilligung der badischen Sozialdemokraten mit 48 gegen 36 Stimmen folgende bemerkenswerte Resolution an­genommen:

Jäh ward die Tür des Nebengemachs aufgestoßen. Zurück von ihr, Schurke!" knirschte Hellborn, auf den heftig Erschrockenen zuspringend. ,, Augenblicklich hinaus mit dir!"

Bleich und regungslos lehnte Klara am Tische; ste konnte sich nur mit Gewalt aufrecht halten.

,, Was erfrechen Sie sich?" brauste der Überraschte, der sich nur zu schnell gefaßt hatte, auf. Augenblicklich verlassen Sie selber diesen Raum!"

Und er wollte sich auf den Retter Klaras stürzen. Aber schon hatte Hellborn ihn mit festem Griff vor die Brust gefaßt und hielt ihn mit ausgestrecktem Arm von sich.

,, Lassen Sie mich los!" brüllte der also überwältigte, sich wie ein Wurm windend.

,, Lassen Sie ihn," bat Klara ,,, er hat wahre Männlichkeit lennen gelernt."

Die Frage der Budgetbewilligung tann nur eine Frage der Tat tit sein. Da sich aber die Taktik nach den jeweilig gegebenen politischen Verhältnissen der ver schiedenen Bundesstaaten zu richten hat, so ist eine Regel­ung durch Parteitagsbeschlüsse un zweckmäßig und muß immer wieder zu schweren Differenzen innerhalb der Gesamtpartei führen. Die hessische Landeskonferenz hält darum den Beschluß des Nürnberger Parteitages für ver­fehlt und erachtet es im Interesse der Einheit der Partei für erforderlich, daß der Nürnberger Beschluß aufgehoben werde und die Entscheidung den Landesorganisationen überlassen bleibt."

* Aus dem Reichsanzeiger. Die gestrige Nummer des Reichsanzeigers enthält die Erteilung zweier Patente an Gießener und zwar: Nr. 225 357. Nach beiden Seiten schneidende Scheibenfräser zum Ausschneiden von Schloßriegelschlißen in Möbel, Tür und Fensterflügel mit versenkten Schlössern. Ernst Mannse wi B- Gießen. Nr. 225 302. Selbsttätige Sperrvorrichtung für Wagen aller Art, durch zwischen die Radspeichen greifende Staugem August ßmann- Gießen. Beide Patente sind ohne Zweifel für weiteste Kreise von größtem Interesse u. wert­voll.

In der Tat ließ Hellborn den Gedemütigten frei, der vor. sichtig ein paar Schritte zurückwich, dann aber von neuem in die haßerfüllten Worte ausbrach: 90 d

,, Wenn Sie Ehre besäßen, würde man Sie zwingen, sich einem Ehrenmann zu stellen! Aber Sie werden es selber nicht glauben, daß man sich mit einem Diebe schlagen könnte!" ,, Mit einem Diebe?" schrie Klara auf.

Hellborn blieb völlig gelassen, nur ein ganz klein wenig bebte seine Stimme, als er erwiderte:

,, Drücken Sie sich deutlicher aus! Was wollen Sie damit jagen?"

Verteranen- Gedenkfeier zu Gießen.

Ein­

aus,

hatte sich auch ein sehr großer Teil des Offizierstorps des Kaiser- Wilhelm- Regiments eingefunden. Oberst v. Mül­ler hielt die Gedenkrede, in der er ein anschauliches Bild von der Kriegslage in den Tagen des Audust des Jahres 1870 entwarf. Dieselbe endete bekanntlich mit der schließung der französischen Rhein- Armee in Met, ein Er­folg, an dem die hessische Division ruhmreichen Anteil ge­habt hatte." Ihre Aufgabe", so führte der Redner hatte u. a. bei St. Privat darin bestanden, einen Eisen­bahneinschnitt zu erobern, den die französischen Mitrailleu sen sehr gut bestreichen konnten, die Erstürmung desselben wird jederzeit der Tapferkeit der hessischen Truppen δας beste Zeugnis ausstellen können. Deshalb ist es angebracht, heute nach 40 Jahren der auf dem Felde der Ehre ge= fallenen Krieger zu gedenken und uns daran zu erinnern, daß jene Toten es waren, welche durch ihr Gut und Blut das mächtige deutsche Reich erstehen ließen." Hierauf legte mit Worten der Mahnung an jene glorreichen Tage im Namen der versammelten Vereine Kamerad Sier einen Kranz am Denkmal nieder, desgleichen auch am Franzosen­denkmal. Mit einem Choral der Kapelle des Kaiser- Regi­ments fand die allgemeine Gedenkfeier ihren Abschluß. Auf sie folgte die Ehrung der im Kriege verwundeten und ge­fallenen Offiziere, welche ihre letzte Ruhestätte auf dem al­ten Friedhof gefunden haben. Es waren dies Hauptmann Heydacker, Oberst z. D. Kraus, Generalmajor a. D. Hoffmann, Leutnant Georg Gail und Hauptmann Kißner, derer an ihren Gräbern in würdevoller Weise mit Chorälen der Musikkapelle gedacht wurde. Von dem Friedhof aus bewegte sich der Zug der Vereine nach dem Sier Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz, wo Kamerad

Am Sonntag versammelten sich zur Gedenkfeier an die Schlachten bei St. Privat und Gravelotte am 18. August 1870 um 9 Uhr vormittags am Cafe Ebel die Gießener Militärvereine, bestehend aus dem Veteranenver­ein, der Kriegerfameradschaft, dem Kriegerverein, dem Gar­deverein, dem Artillerieverein und dem Kavallerieverein, um sich nach dem Besuch des Gottesdienstes in der Stadt­kirche mit ihren Fahnen nach dem alten Friedhof zu be­geben. Dort angekommen nahmen die Vereine an dem Krie­gerdenkmal Aufstellung, welches gleich dem nebenanstehenden Franzosendenkmal mit Laubgewinden geschmückt war. Hier

., Was ich damit sagen will?" wiederholte jener. Denken Sie an Paris, wo das Gericht Sie wegen Diebstahls ver­urteilte!"

Wegen Diebstahls? D, mein Gott!" stöhnte Klara und sant auf die Knie.

do Ein düster triumphierender Blitz der Schadenfreude über­flog Robert von Hohlens Gesicht.

ad ,, Betrachten Sie den Schimpf, den Sie mir antaten, als jetzt zurückempfangen!" zischte er mit heiserer Stimme seinem Gegner zu. Ich habe keinerlei Verlangen danach, meine Hand mit einem Ehrlosen in Berührung zu bringen!"

Er hatte bei den letzten Worten die Tür glücklich erreicht öffnete sie jetzt rasch und hastete die Treppe hinab, als ob die wilde Jagd hinter ihm drein sei.

Klara, sich mit Hellborn wieder allein wissend, fühlte einen Schauder durch ihren Körper gehen. Unbeweglich in ihrer Stellung verharrend, die Hände vor das Gesicht geschlagen, stieß sie mit leiser Stimme mühsam hervor:

,, Gehen Sie, so gehen Sie doch, ich will nichts mehr hören!" Aber Hellborn rührte sich nicht vom Platze.

Da löste das Mädchen die Hände von ihrem Gesicht und sah mit allen Zeichen des Schreckens zu ihm hinüber.

,, So gehen Sie so gehen Sie doch endlich!" rief sie aus. Da!" Sie schreckte empor und horchte nach der Tür hin. Da kommt jemand die Treppe herauf! Hören Sie es denn nicht? Wollen Sie mich unglücklich machen? zu spät, zu spät, das ist des Vaters Tritt, wir sind verloren!"

Sie hatte recht, an eine Flucht Hellborns war nicht mehi

zu denken.

Der Förster, der aufgeregt hereinstürmte, bemerkte anfangs nur das Mädchen, das zunächst der Tür stand.

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die ,, Guten Abend, Klara!" rief er. Wo ist Otto Mutter? Ein Bekannter sagte mir, er habe sie zu Pauli gehen sehen! Ist-"

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mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog und in wel­ches auch das zahlreiche Publikum, das sich auf dem Plaz angesammelt hatte, begeistert einstimmte, noch einen Kranz niederlegte.

Er brach jäh ab, sein Blick war auf Hellborn gefallen. ,, Blut und Hagel," schrie er auf ,,, was soll denn das? Der Narr bei meiner Tochter?"

Hellborn trat dem zornigen Manne gefaßt entgegen. Herr Förster," sprach er ernst ,,, Sie werden verzeihen, ich

wollte

-

Aber der Ergrimmte ließ ihn gar nicht ausreden. nichts da, nichts will ich hören!" schrie er in höchster Wut. Daß Sie da sind, ist mir genug übergenug! Sie sind als ein Räuber in mein Haus eingedrungen, nehmen Sie denn mit sich, was Sie bereits gestohlen haben!" ,, Vater, so höre ihn doch nur erst an!" mischte Klara sich In bittendem Tone ein.

Hellborn wandte sich um.

,, Wenn Sie nicht hören wollen­

Aus Hessen und Nachbargebiet.

* Schotten. Auf dem Lehrerheim Vogelsberg" findet nächsten Donnerstag die Ludwigstagsfonferenz statt, an der alljährlich zahlreiche Lehrer Oberhessens teilnehmen. * Alsfeld. Unser Bahnhof soll an die Straße nach Romrod verlegt werden, da mit den Besitzern des Ge ländes am jeßigen Bahnhof keine Einigung erzielt werden fann.

Der Förster verschränkte mit finsterer Miene die Arme. ,, Nichts will ich hören! Hier ist meine Wohnung, und

* Fulda. Es hat sich ein Finanz- Konsortium ge bildet, das eine neue Heil- und Pflegeanstalt im südlichen Teil Kurhessens begründen will. Dieses Asyl im größeren Stile der Schwesteranstalten in Marburg, Merxhausen und Haina soll 400 äntliche und unheilbare Krante aufnehmen tönnen und in der Birsteiner Gegend oder im Huttischen Grund bei Soden- Salmünster, in einer wald- und wasser reichen, staubfreien Gegend, schon in nächster Zeit erbaut werden.

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* Bad Nauheim. Der hessische Landesverband vom Deutschen Flottenverein hält am 18. September im Kurhaus seine diesjährige Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. zwei Vorträge: Admiral West phal spricht über Unterseeboote, Lehrer Diehl über Hauptversammlung in Berlin.

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* Lauterbach. Der langjährige Leiter unserer städtischen Schulen, Oberlehrer Friedrich Wolf, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Nachdem der Ver storbene 1846 das Lehrerseminar Friedberg berlassen hatte, war er über 50 Jahre im Volksschuldienste tätig.

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er machte eine bezeichnende Bewegung nach der Tur - ,, dort ist die Schwelle! Verstehen Sie mich?" Hellborn senkte resigniert den Kopf.

Ich gehe, da Sie mir kein Wort der Verteidigung gönnen," Jagte er. Aber um eins bitte ich Sie: Lassen Sie es Ihr Kind nicht entgelten, was meine Schuld war!"

-

,, Herr," fuhr der Förster ihn an ,,, wollen Sie mir Vor schriften machen? Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Sachen, er mies mi Sie stehen schlecht genug! Gehen Sie, oder" brohender Gebärde nach der Wand- ,, sehen Sie die Büchse bort?" ( Gerichtet 29 Nr. 8.)

-

,, Um Gottes willen, Vater!" Das Mädchen wollte ihm in den erhobenen Arm fallen aber er stieß sie zurück.

,, Nenne mich nicht mit dem Namen," donnerte er ihr zu , du hast kein Recht mehr dazu!"

Hellborn warf noch einen langen, schmerzlichen Blick au das Mädchen.

,, Leben Sie wohl, Fräulein Reiner!" sprach er, dann ging er.

,, Was stehst du noch da?" fragte der Förster mit vor Bom bebender Stimme die Tochter.

,, Gönnst du mir kein Wort der Rechtfertigung?" entgegnet Klara leise.

,, Nein!" erwiderte der alte Mann hart. Du hast da Band zwischen uns zerrissen. Ich kann keine Wortbrüchige zu Tochter haben. D, meine Kinder, meine Kinder!" Und er schlug in herber Verzweiflung die Hände vor die Stirn...Go wie der Vater den Rücken kehrt, betrügen sie ihn, ber Sohn, die Tochter, alle, alle!"

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Der weinende Schmerz, der sich in seinen Worten Luf machte, gab Klara noch einmal Mut, sich ihm zu nähern. ,, Vater!" entbebte es ihr.

Da fuhr er wild auf:

,, Willst du dich noch verteidigen, weil du nicht mit den anderen gingst, um deinen Buhlen derweil ungestört allein 3 empfangen? D, Schande über Schande!"

,, Vater," beschwor sie ihn ,,, wenn diese Schwelle hinter mi liegt; ich fühle es, ich weiß es, es gibt keinen Weg, de mich zurückführt! Willst du das?"

-

Ein furchtbarer Blick des Vaters machte sie verstummen ,, Wirf dich ihm an den Hals," rief er, und sei frei und offen, was du bis jetzt heimlich gewesen bist; seine Geliebte Alles Blut mich aus den Wangen des Mädchens, Marmor blässe überzog ihr Gesicht; sie schien zu Stein zu erstarren. Di Bewegungen, mit der sie Mantel und Hut ergriff, waren f mechanisch, als habe alles Leben sie bereits verlaffen. ( Fortsetzung folgt.)

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