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* Darmstadt. Auf dem Pferdemarktplatz fand die Versteigerung der vom Landwirtschaftskammer- Ausschuß für Zeit in Quarantäne gestandenen Zuchtschweine unter die Be Startenburg in Norddeutschland angetauften, sowie längere steller statt. Die Qualität der versteigerten Zuchtschweine war durchweg gut und die Preise waren angemessen und nicht zu hoch.
* Jugenheim a. B. Die 17. Versammlung des Forstvereins für das Großherzogtum Hessen fand hier statt. An ihr nahm auch Finanzminister Braun teil. Die nächste Versammlung wird im Jahre 1912 in Büdingen abgehal
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* Koblenz. Eine in Koblenz abgehaltene sammlung von Milchhändlern aus Rheinland, Westfalen, Hessen- Nassau, Hessen und Süddeutschland nahm eine Resolution an, in der jede willkürliche und unberech, igte Erhöhung des Milchpreises durch die Produzenten verworfen
wird.
* Inheiden. Auf Einladung der Provinz besuchten die Mitglieder des Tiefbauamtes sowie des Tiefbauausschusses der Stadtverordnetenversammlung zu Frankfurt a. M. und einige Provinzialausschußmitglieder das Wasserwerk Inheiden. Die Herren wurden in Hungen von Provinzialdirektor Dr. Usinger empfangen, worauf Oberingenieur Müller Geßen und Baurat Scheelhase in Frankfurt an Händen der ausgestellten Pläne über die von der Provinz und der Stadt Frankfurt in Ausführung griffenen Anlagen erläuternde Vorträge hielten Hierauf wurden die Inheidener Anlagen besichtigt. Die Frankfurter Herren sprachen sich über das bis jetzt Geschaffene in der anerkennendsten Weise aus.
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* Mainz. Die nationalliberale Parteiorganisation im Wahlkreis Mainz- Oppenheim beschloß für die nächste Reichstagswahl gegebenenfalls ein wahltaktisches Zusammen gehen mit dem Freisinn. Ein allgemeines Zusammengehen mit der Sozialdemokratie sei ausgeschlossen. Damit solle aber die Großblockpolitik in Baden nicht verurteilt werden.
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aller
* Karlsruhe. Die silberne Hochzeit des badischen Großherzogspaares wurde in ganz Baden unter reger Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert. In Karlsruhe waren anläßlich des Festes zahlreiche Fürstlichkeiten eingetroffen. Der eigentliche Festtag am Dienstag wurde eingeleitet durch Glodengeläute und Festgottesdienste in den Kirchen Konfessionen. Um 9 Uhr nahmen die Großherzoglichen Herrschaften im großherzoglichen Palais die Beglückwünschung der Hofstaaten und der Fürstlichkeiten entgegen. Um 10 Uhr begann in der Schloßkirche der feierliche Dantgottesdienst in Gegenwaet des Großherzogspaares, der übrigen Mitglieder des großherzoglichen Hauses und der fremden Fürstlichkeiten. Hierauf wurden von den großherzoglichen Herrschaften im Schloß zur Beglückwünschung empfangen die Mitglieder des Staatsministeriums, Abordnungen der Ersten und Zweiten Kammer der Landstände, der fommandierende General und eine Abordnung des 14. Armeeforps, sowie die Vertreter der fatholischen und evangelischen Kirchen. Um 6 Uhr fand im Residenzschloß eine Galatafel statt, zu der über 200 Einladungen ergangen waren.
)( R. Scheuermann gewann in Frankfurt a. M. am Sonntag vor Günther ul a. beide Läufe des 100 Stilometer- Rennens um den Großen Herbstpreis und verbesserte auf seinem flinten Brennaborrade den 30 Kilometer- Welt- reford.
1970)( Straßenrennen. Auf Brennabor wurden am letzten Sonntag die 289 Kilometer lange Straßen- Fernfahrt Unna- Münster- Paderborn- Unna, das 100 Kilometer das lange Straßenrennen Steglitz- Beelitz- Steglit, Kilometer- Straßenrennen in Ratingen und die Propagandafahrt Hamburger Straßenfahrer Hamburg- Bramstedt- Hamburg gewonnen.
Josef Kainz+
Von C. Heyden.
( Nachdruck verboten.)
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In Wien star b am Dienstag, morgens um 5% Uhr, der Hofschauspieler Josef Kainz im Alter von 52 Jahren an der Krebskrankheit. Die Kunst der Aerzte und die unglaublich widerstandsfähige Natur des Künstlers haben die Katastrophe aufhalten, aber nicht verhindern können.
Im Januar 1910 bernahm man, der Künstler sei leidend und müsse seiner Bühnentätigkeit mindestens auf Mot nate hinaus entsagen. Eine von Prof. v. Noorden verordnete Kur brachte vorübergehende Linderung, aber schon im Mai wurden wieder die Beschwerden so heftig, daß sich die Notwendigkeit einer Operation herausstellte, die im Wiener Sanatorium Loew erfolgte. Sie konnte, der Natur des bösartigen Leidens gemäß, feine dauernde Heilung bringen. Immer bedenklicher lauteten die Bulletins, bis das tückische Leiden dem Wirken des Mannes nach mehrwöchentlichem unsäglich hartem Todesringen für immer ein Ziel gesetzt.
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ist
„ Wir werden nimmer seinesgleichen sehen"- das der schmerzensvolle Gedanle, der uns in dem Augenblicke erfüllt, da Josef Kainzens herrliche Kraft von uns genommen ward. Wir haben nimmer seinesgleichen gesehen das war die begeisterte Empfindung, die uns vor jenen 27 Jahren erfüllte, da dies glänzende Gestirn in seiner ganzen Pracht vor uns aufging. Die jene Tage nicht miterlebt haben, können sich ihren gewaltigen Eindruck und Nachhall kaum vergegenwärtigen. Das Deutsche Theater in der Entstehung die Erwartungen aller Freunde der deutschen Bühne auf das Höchste gespannt- Künstler, wie Barnay, Haase, Possart und August Förster in einzigem Vereine und zwischen und neben ihnen als jugendlicher Held und Liebhaber dieser Josef Kainz, der troß seiner Tätigkeit an dem berühmten Meininger Hoftheater und in München doch noch feineswegs zu denen gehörte, die über einen großen und befestigten Theaterruf in deutschen Landen verfügten. Da trat sein Ferdinand in" Kabale u. Liebe" ans Licht, und bald darnach sein Carlos und sein Romeo
und jetzt erst ward Josef Kainz entdeckt, entdeckt für immer. Es bleibt ein Ruhmestitel der mit Beifall und Anertennung oft recht sehr largenden Reichshauptstadt, daß sie das Genie dieses aus den äußersten Marken südlichen Deutschtums stammenden Jünglings sogleich voll erkannt u. gewürdigt hat. Uns aber, die wir dazumal zu den Jüngeren gehörten, war zumute, als ob uns eine künstlerische Offenbarung zuteil geworden sei, als ob die Klassiker, die uns doch auch zuvor nicht unbekannt gewesen waren, völlig neu geschenkt wurden. Auf die erwähnten Prachtrollen folgte bald eine lange Reihe anderer, in der Meisterstück sich an Meisterstück reihte. Der visionäre Heldenjüngling Friedrich von Homburg, der spröd- ritterliche Tempelherr Lessings, Shakespeares von Lebensfülle stroßender Prinz Heinz, Schillers leidenschaftlicher Melchthal: wieviel heißes Leben, wieviel Geist, Originalität, Wit und stählerne Kraft. war nicht in jeder dieser unvergeßlichen Gestalten zusammengefaßt! Nicht der Figuren Grillparzers zu vergessen, denen
Kainz eine unwandelbare künstlerische und landsmannschaftliche Liebe widmete, dessen Küchenjunge Leon und dessen König in der Jüdin" er gleichsam zum erstenmale aus dem Dunkel des Ungeschaffenen in das Lichtreich der Gestaltung führte.
wertvolle Hilfe. Keine Nachforschung war ihm zu mühselig und dann kam das Feilen, das Ausarbeiten. Er war ein guter Lerner", der freilich nicht die Gewohnheit hatte, gleich auf den ersten Proben mit fertig memorierter Rolle zu erscheinen, sondern gern erst noch von der Bühne selbst Anregung empfing. Dann aber, wenn das Stück in den Proben fortschritt, bemächtigte er sich seiner Rolle vollstän= dig. Bei alledem tam ihm freilich jene oft gerühmte und bewunderte Naturgabe entscheidend zu statten, die sich in seiner Rede äußerte. Die Virtuosität, mit der er die Rede bemeisterte, war zweifellos angeborene Naturgabe; aber der Geist, mit dem er sie gliederte, ausbaute, erleuchtete, mit dem er die schwierigste und verwickelste Shakespeare= Periode kristallklar durchsichtig machte; das war freilich sein Verdienst und seine Leistung.
Diese seine Behandlung des Dichterwortes war wohl das erste, was jeder bemerkte, der ihn sah. Das war ein neues Tempo. Da war gebrochen mit dem alten Brauche, auf schönen Perioden zu verweilen, mit den Tenorallüren im Drama. Jeder Teil der Rede mußte dem Ganzen dienen; und brauchte sein Held in der Leidenschaft einen Vergleich, so mußte auch dieser Vergleich heiß und leiden- schaftlich seinem Munde entströmen, war es auch noch so schwer, die zwanzig Verszeilen dieses Vergleiches mit der Glut des Augenblickes zu erfüllen. Aber wie ich diesem Puntte, so war es in allem Kainzens großer Vorzug, daß er jede seiner Gestalten durchaus als etwas Ganzes auffaßte und bildete. Immer ging er darauf aus, die Grundmer zielte er dahin ab, die Gestalt, die er spielte, vor allem in diesen ihren Grundzügen interessant zu machen. Und darin entwickelte er eine echt dramatische Genialität. So entriß er Goethes Tasso" der Sphäre lyrischer Gefühlsergüsse und gestaltete ihn zum leidenschaftsvollen und lei' densreichen Dichter; so prägte er Richard 2., den typischen Vertreter des Gottesgnadentums, zur dramatischen Gestalt so wurde er schließlich zum Charakterspieler. Denn, wie angedeutet, Charakterspieler war Kainz im Grunde immer gewesen, auch wenn er die Carlos und die Romeo spielte, und es war nur eine fonsequente Entwicklung, die diese reiche Persönlichkeit zu Richard 3., zum Franz Moor und zum Mephistofeles führte. Gestalten von dieser Art und Klasse sind es, welche die letzte reiche Schaffensperiode unseres Künstlers charakterisieren die Periode seiner Wirkfamkeit am Burgtheater.
25 Jahre war Kainz alt, als er die Bühne des„ Deutschen Theaters" und damit die seines Ruhmes betrat. 25 Jahre und schon lagen beinahe 10 Jahre theatralischer Laufbahn hinter ihm! Jahre, in denen es ihm sauer genug geworden ist; Jahre, in denen es galt" Biegen oder brechen"; Jahre, in deren strenger Zucht der die deutsche Sprache nicht voll meisternde Deutsch- Ungar unablässig an seiner fünstlerischen Erziehung und allgemeinen Bildung ge arbeitet und sich zu der durch und durch originellen und interessanten Persönlichkeit entwickelt hat, als die er dann in Berlin meteorgleich auftauchte. Das ungarische Städtchen Wieselburg ist seine Heimat, sein Vater war ein Bahnbeamter, dem von fundiger Seite nachgesagt wird, er habe selbst dem Theater nicht ganz ferngestanden. Gewiß ist, daß er selbst es gewesen ist, der setn Söhnlein dem Theater zuführte. Selbiges Söhnlein war auf dem Realgymnasium zu Wien( wohin die Familie Kainz übergesiedelt war) sitzen geblieben, weil er über den Deklamationsübungen im deutschen Unterrichte die anderen Lehrfächer ungebührlich vernachlässigt hatte. Das hielt Vater Kainz für einen Wint des Schicksals: jetzt war es entschieden, daß der Pepi zum Theater mußte, und richtig trat er Anno 1874, volle 16 Jahre alt, auf einem Theaterlein in Wien auf, das den Namen Sulkowsky- Theater führte und so eine Art Versuchszüge des Charakters mit stählerner Schärfe zu zeichnen; imbühne für die Genies von morgen und übermorgen bildete. Bei diesem Versuche stellte sich denn heraus, daß der junge Herr noch weit davon entfernt war, die deutsche Sprache ausreichend zu beherrschen, und, so sehr seine Ungeduld sich gegen die Schulbank sträubte, so mußte er, der zuvor schon in noch jüngeren Jahren bei einigen dramatischen Lehrmeistern einen gewissen Unterricht empfangen hatte, jetzt doch erst noch zur Kupfer- Gomansky, der Lehrerin der Wolter, in die Lehrstunde. Und ein Vierteljahr hat er's ertragen. Er produzierte sich vor den Gewaltigen der Burg wie Sonnenthal, Lewinsky und Förster, ohne indes bei ihnen den dringenden Wunsch zu erregen, den jungen Herrn für die Burg zu gewinnen. Und es begannen Wander= jahre, in denen Licht und Schatten gar schnell mit einander wechselten. In Kassel erlebte er einen völligen Durchfall, in Marburg an der Drau errang er Erfolge, in Leip zig hatte er schwere Zeiten durchzumachen. Dorthin berief ihn 1876 Förster, der das Probespiel des jungen Mannes vor der Burgtheaterkommission nicht vergessen hatte und, von Kainzens Talent überzeugt, ihn durchaus beim Pub= lifum durchsetzen wollte. Das gelang aber nur sehr unvollkommen. Es folgten drei Jahre am Meininger Hoftheater, mit dem Kainz ganz Deutschland die Kreuz Quer durchzog und wo er eigentlich die ersehnten Grundsteine zu seinem fünftigen Ruhme legte. 1880 berief ihn dann Possart nach München, und hier war König Ludwig der zweite, der nach August Förster das Genie des noch Kainz jungen Mannes ganz erfaßte. Es ist bekannt, daß in so mancher Separatvorstellung vor dem kunstsinnigen Könige aufgetreten ist und daß er in ihm mehr als einen Gönner, einen Freund gefunden hat.
und
Mit
Das war die Vor- und Lebensgeschichte des Künstlers, der sich auf dem Deutschen Theater gleich mit seiner Eröffnungsrolle als Ferdinand eine einzige Position schuf. Worin aber lag nun die eigentümliche und ganz unwiderstehliche Gewalt und Kraft, die von allen seinen Gestalten ausging? War es der Reiz förperlicher Schönheit? nichten. Kainz war ungemein interessant, aber nicht schön. Die Gestalt habenhaft, zuweilen oft von eigentümlich schwanfenden Bewegungen, das Geficht mit den großen lebhaften Augen ungemein geistvoll, aber unregelmäßig, immer wech selnd, ein Spiegel, auf dem auch im Privatleben jede kleinste Regung seines Empfindens blitzschnell sichtbar wurde. Zweifellos ist Matkowsky, der einige Jahre später als sein mächtiger Rivale im Berliner Theaterleben auftauchte, an förperlicher Schönheit, an Pracht der männlichen Erscheinung ihm überlegen. Und dennoch fehlte es Kainz in seiner Weise an Schönheit durchaus nicht nur war es eine Schönheit eine von ganz eigener, durchaus geistiger Art. Es war bis dahin noch nie beobachtete Anmut, eine unbändige Elastizität, die an geschmeidige Schönheit blißenden Stahles erinnerte, ein Feuer, das sich in allen seinen Zügen, Bewegungen, Gebärden, Worten äußerte, bald dunkel- prächtig, wie eine dämonische Flamme, bald licht- heiter wie ein Opferfeuer. Ging man aber dem Wesen dieser eigentüm- lichen lainzischen Schönheit tiefer nach, so erfand man schließlich als den letzten Quell, aus dem seine Leistungen machtvoll hervordrangen, eine großartige Vitalität, wie sie auf den die Welt bedeutenden Brettern ungemein selten ist.
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Es gibt Schauspieler, die eben nichts als Schauspieler sind und es doch zu schönen Leistungen bringen können. Freilich nie zu den größten. Dazu gehört mehr als nur ein Schauspieler, dazu gehört ein Mensch, eine ganze große Bersönlichkeit. und eben das war Kainz. Er, der die Schulbant und die dramatische Lehrstunde ungeduldig vor der Zeit verlassen hatte, war von einem nie zu stillenden Wissensdurste erfüllt, horchte in alle Fächer der Wissen- schaft hinein, studierte, sammelte, las. Ein starkes Fludium ging von ihm aus, wenn man sich mit ihm unterhielt. Jeder originelle Gedanke, jedes geistvolle Wort wurde von ihm im Augenblicke aufgefaßt und aufgenommen, und Romeo erwies sich als ein scharfer und gewandter Dialektiker. Was in die Mühle seiner Persönlichkeit geriet, wurde Geist. Er verstand es, seine Gewohnheiten, sein ganzes Leben zu vergeistigen; und so hat er auch seine Rollen immer und ausschließlich vom geistigen Standpunkte erfaßt. An physischer Gewalt sind ihm Hunderte überlegen gewesen, an geistiger Ueberzeugungstraft tam ihm nicht einer nach. Es vereinigte sich in seiner Persönlichkeit der schärfste Verstand mit der stärksten Phantasie. Es ist mit Recht gesagt worden, daß man Kainz faum ein größeres Unrecht antun könne, als ihm Originalitätshascherei vorzuwerfen. So wie seine Gestalten auf die Bühne traten, so sind sie ihm, dem unermüdlichen Leser, in der ersten frischesten Intuition vor die Seele getreten. Wenn er aber diese Intuition auf der Bühne mit so unvergleichlicher Lebenstraft verwirklichen konnte, so dankte er das der strengen Arbeit, die er an sich, an jeder seiner Rollen vollbrachte. Der Laie, der ihn so spielen sah, und der die Leichtigkeit seines Spieles empfand, der mochte sich wohl vorstellen, daß dieser Künstler aleichsam im Spiele arbeite und in der Arbeit spiele. Das Gegenteil war der Fall. Kainz versäumte nichts, um sich seiner Rolle zu vergewissern. Eine große schöne Bibliothek leistete ihm dabei
Hämorrhoidalleiden.
Diese Leiden sind sehr schmerzhaft und lästig und führen oft zu ernsthaften Operationen. Hämorrhoiden sind verursacht durch chronische Verstopfungen und Leberkrankheiten. Ein vielerprobtes Mittel besitzen wir in Dr. Wegner's Thee, wodurch die Leber reguliert wird, Verstopfung beseitigt und dadurch die Hämorrhoiden verschwinden. Angenehm zu nehmen und prompt in der Wirkung.
Bevor er dahin tam, hatte er wieder recht schwere und stürmische Zeiten zu bestehen. Es war fein glücklicher Tag, als er sich im Jahre 1888 von Barnay für das Berliner Theater gewinnen ließ. Er verließ das Theater, wurde trot ärztlichen Zeugnisses für kontrattbrüchig erklärt, und nun schweifte er, der vergötterte Liebling der besten Berliner Gesellschaft, auf traurigen Provinz bühnen im Osten von Berlin herum. Ich habe ihn dort einmal gesehen, wie er die herrliche Rolle des Rustan im„ Traum ein Leben“ zum erstenmale spielte, und es war ein ergreifender Anblick, diesen König der Bühne in dieser Lumpenwelt zu beobachten. Wanderschaft und Elend in Amerika folgten, bis endlich das Deutsche Theater sich seines alten Stolzes wieder annahm und ihn, seine, wegen aus dem Bühnenvereine austretend, wieder engagierte. Unter L'Arronge und Brahm schuf er dann eine weitere Reihe neuer glänzender Leistungen, langsam mit dem Tartuffe und dem Misanthropen in das Charakterfach übertretend, bis er im Herbste 1899 in den Verband des Burgtheaters eintrat. Es ist dort gekommen, wie es seit 1883 überall gekommen ist, wo Kainz spielte: er wurde der Herrscher. Für seine Kollegen war das nicht immer leicht. Der beste Kamerad, der gütigste Helfer, so recht, was man einen guten Kerl nennt, doch dieser temperamentvolle Künstler nicht immer leicht zu berechnen. Er hatte seine guten und seine schlechten Tage. An den guten riß er alles, was neben ihm auf der Bühne stand, zur Hächsten Begeisterung und Leistungsfähigkeit mit, an den schlechten überrannte er die Mitspieler und fümmerte sich um das Publikum, man fann sagen, garnicht. Er ge hörte eben nicht zu der Klasse der„ grandes utilites", sondern ausgesprochen in die der Genies. Was er anfaßte, erhielt geniales Gepräge. Genial war seine Leidenschaft, genial sein stahlscharfer Geist, genial sein knabenhafter Uebermut, genial der stahlende Adel, den er seinen Gestalten einzuimpfen wußte. Es war sein eigener Adel. Denn in diesem Künstler brannte die Flamme echtester Kunstliebe, und ein unerschütterlicher Jdealismus, ein Glaube an Schönheit und Menschenwürde, der selbst dann noch aus seinen Gestalten hervorleuchtete, wenn er die düstersten Abgründe verbrecherischer Seelen darzustellen hatte.
Geschäftliches.
war
In Brüssel fand jetzt die Preisverteilung statt. Es erhielt u. a. die bekannte Nähr mittelfabrikf " Hansa", Stahmer u. Wilms in Hamburg, für ihre überall beliebten Fabrikate wie„ Halsa"-Backpulver," Hansa"= Puddingpulver 2c. die große silberne Medaille. Das ist, da es sich um eine Weltausstellung handelt, eine sehr hohe Auszeichnung, die den Beweis liefert, von welch hervorragender Qualität die Fabrikate dieser außerordentlich rührigen Firma sein müssen.
Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.
Sind Sie
Cigarettenkenner?
Dann sind die Nachahmungen der Salem Aleikum für sie wertlos.
Einen wirklichen Genuss haben Sie nur von der echten. Lassen Sie sich nicht durch ähnliche Stempel täuschen und überzeugen Sie sich, dass der Druck auf der Hülse lautet: Fabrik- Ansicht
Salem Aleikum
Nr.
Orient. Tab.-& Cigart.- Fabr. Yenidze, Inh. Hugo Zietz Dresden.
in sich
Preise: Nr. 31, 4 5 32 4 5
6 8 10 6 8 10 Pfg.
Dr. Wegener's Thee kostet Mt. 1.50 das Packet, Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig, wende man an die Ferromanganingesellschaft, Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 55.


