Zum Barenbesuch in Friedberg.
Am Montag, nachmittags, unternahm der Zar von Friedberg aus einen Automobilausflug, auf dem auch Weilburg berührt wurde. In Begleitung des Zaren befanden sich seine vier Töchter, der Großherzog und die Großherzogin von Hessen und Prinz Alerander von Griechenland. Für die Sicherheit der Fürstlichkeiten sorgten ein Polizeirat und vier Geheimpolizisten. Dte Herrschaften tamen in 5 Automobilen von Braunsets die Frankfurter Chaussee herunter. Am Eingang der Stadt plaßte an einem Automobil mit lautem Knall ein Luftschlauch, was auch die anderen Autos zum Halten veranlaßte. Die Herrschaften stiegen aus und begaben sich in das Restaurant„ Zum Lindenhof", wo sie sich im Garten niederließen und den Kaffee einnahmen. Später vergnügten sich die Fürstlichkeiten in dem geräumigen Restaurationsgarten mit Reifenwerfen und Kegelspiel. Inzwischen war unter Mithilfe der Geheimpolizisten der Schaden an dem Automobil wieder repariert und fast nach einstündigem Aufenthalt traten die Herrschaf= ten gegen 27 Uhr die Weiterreise an, die über Weilmünster und Usingen nach Friedberg führte.
Der Zar, der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Kronprinzessin Alexander von Griechenland unternahmen am Dienstag früh eine Ausfahrt nach Bad- Nauheim und kehrten gegen 1 Uhr zurück. In Nauheim wurde das Zander- Institut besichtigt. Nachmittags um 5 Uhr fand im Schlosse bei den Majestäten Abendandacht statt, bei welcher außer dem russischen Hofgeistlichen der russische Kirchenchor aus St. Petersburg mitwirfte."
Gestern um 10 Uhr vormittags fuhr der Zar nebst den Großfürstinnen nach Bad- Nauheim zur Kirche. Die 3arin nahm um 11 Uhr ein Bad. Mittags spielte die Kapelle des 118. Inf. Regts. im Schloß zu Friedberg.
Der Aufenthalt des Zarenpaares wird sich voraussichtlich auch über den größten Teil des Oktobers erstrecken. Die Kur der Zarin soll 21 Bäder umfassen, von denen sie erst 6 genommen hat.
Lokales.
Gießeu, 22. September 1910.
* Im Schlachthoferweiterungsbau ist nunmehr mit der Inneneinrichtung der Nebenhallen begonnen worden. Die einzelnen Abteilungen werden ähnlich der Abgrenzung der Stände in den alten Schlachthäusern durch 2 Meter hohe Eisengitter von einander geschieden, für eine neuzeitliche Kanalisation und Wasserzuleitung ist ebenfalls gesorgt. Die große Mittelhalle schließen bei eiserne Schiebetore ab, deren oberer Teil mit starkem Glase versehen wird. Da auch in der Dachkonstruktion Lichtdurchlässe vorhanden sind, wird in dem Innern der Halle auch bei bewölktem Himmel eine ausreichende Helligkeit herrschen.
sind
* Herbst Pferdemarkt. Am 28. September findet zu Gießen Pferdemarkt mit Prämiierung statt. Der lette Markt war mit über 350 Pferden befahren und von Händlern, Züchtern und Landwirten sehr gut besucht. Für die Prämiierung der Pferde stehen über 2000 Mark zur Verfügung. Von dem hess. Landespferdezuchtverein 250 Mart zur Verfügung gestellt worden. Es sind zahlreiche Preise von 10-60 Mt. vorgesehen. Der Prämiierungsplan wird von Herrn Weinhändler August Schwan= ist Gießen auf Wunsch übersandt. Mit dem Pferdemarkt eine Verlosung von Pferden, Wagen, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenständen verbunden, zu der Lose a 1 Mt. bei Herrn Richard Buchacker und den sonstigen Verkaufsstellen zu haben sind. Der erste Preis im Werte von 2500 Mt. besteht aus einem 4- sißigen Halbverdeck( von A. Kilbinger) nebst Pferd mit silberplattiertem Gschirr( von Sattler Spies). Der zweite Preis im Werte von 1150 Mt. besteht aus einem Lauterbacher Wagen mit Kutschierbock( von Wagner Mühlich) nebst Pferd und Kummetgeschirr. 10 Pferde und Fohlen werden auf dem Markt gekauft. Mit dem Ankauf der übrigen Ge
22)
Gerichtet.
Familienroman von Franz Wichmann.
Die schweren, unsicheren Schritte machten vor der Tür Halt. Der Ankommende sang vor sich hin:„ Im Wald und auf der Heide, da such' ich meine Freude als
Der Förster, der die Tür geöffnet hatte, brach jäh ab und seine Augen überflogen in starrem Erstaunen das Zimmer. ,, Was ist denn hier los?" rief er aus.
winne bei den hiesigen Geschäftsleuten soll in diesen Tagen begonnen werden. Die Lose finden raschen Absatz und werden voraussichtlich ausverkauft. Die Lotterie bietet große Gewinnaussichten.
-e Die Verwaltungsräume des Elektrizitätswertes befinden sich vom morgigen Tage ab in dem neuen Dienstgebäude nahe der elektrischen Kraftanlage.
** Konzert des Hannoverschen Leh= rergesangvereins in Gießen. Wir wollen nicht verfehlen, alle Sangesfreunde auf ein demnächst in Gießen stattfindendes Konzert aufmerksam zu machen, das ihnen einen fünstlerischen Genuß bieten dürfte, wie er vielleicht sobald nicht wiederkehren wird. Der Hannoversche Lehrergesangverein, der zu den angesehensten Männergesangvereinen Norddeutschlands gehört und sich durch seine künst lerischen Leistungen auch den lebhaften Beifall des deutschen Kaisers zu erwerben wußte, unternimmt in der ersten Hälfte des Oktober eine Rheinreise und veranstaltet bei dieser Gelegenheit Konzerte in Koblenz, Köln und voraussichtlich auch im Kurhaus zu Wiesbaden. Gießener Freun den des Männergesanges ist es nun gelungen, diesen erst klassigen Verein zu veranlassen, daß er auch hier ein Konzert gibt. Es findet Sonntag, den 9. Oktober, nachmittags 5 Uhr, in der neuen Universitätsaula( Ludwigstraße) statt und bringt neben den Gesamtchören auch Vorträge eines Soloquartetts, um das man wie die Göttinger Zeitg." gelegentlich eines dort gegebenen Konzertes schreibt den Verein fast beneiden möchte; außerdem auch Konzertstücke auf dem Flügel von dem Dirigenten des Vereins, Pianisten E. Taegener. Von Komponisten sind auf dem mit seinem künst lerischen Geschmack zusammengestellten Programm vertreten: Mozart, Hegar( Kaiser Karl in der Johannisnacht; Der fahrende Scholar); Bünte( In der Nacht; Elfenlocken; Minnelied); Ramrath, Clarus, Silcher u. a., sowie L. GellerGießen( Am Rheine ist Leben"). Den Vorverkauf der Karten hat die Musikalienhandlung E. Challier- Gießen, Neuenweg 9, übernommen. Sänger erhalten solche, wenn meinschaftlich durch den Vereinsvorsitzenden oder Dirigenten bestellt, bei genannter Firma zu ermäßigten Preisen ( 75 Pfg. für den 2. Platz); es dürfte sich aber eine recht baldige Bestellung empfehlen, da diese Karten natürlich nur in beschränkter Zahl ausgegeben werden können, und der Besuch des Konzertes voraussichtlich ein starker sein witd. Ga verdient es auch, daß es gut besucht wird abgesehen von seinem fünstlerischen Wert und seiner musikalischen Höhe auch schon dadurch, daß ein Teil des Reinertrages einem wohltätigen Zwecke zugedacht ist.
Die Försterin hatte sich gewaltsam noch einmal Luft geschafft.
„ Lorenz, zu Hilfe!" schrie ste gellend auf. Ottos Hände ließen in tödlichem Schrecken von seinem Dpfer ab. ( Gerichtet 48 Nr. 8.) ,, Blut und Hagel," brach der Förster in fürchterlichen Born aus, seh' ich recht? Der Zuchthäusler ist dabei, seine Mutter zu würgen!" Er hob den waffenlosen Arm zum vernichtenden Schlage.„ Hat die Humanität dich darum laufen lassen, damit du zum Mörder werdest?"
Ottos fables Gesicht verzerrte sich. ,, Vater, ein Wort!" gurgelte er hervor. ,, Hinaus mit dir!" donnerte der Alte. Aber Otto wich nicht von der Stelle.
„ Höre mich!" sagte er mit heiserer Stimme. Ich bin auf bem Wege nach Amerika, ich brauche Geld, das letzte, was ich von dir verlange, dann fordere ich nie mehr etwas von dir!" ,, Geld, dir?" schrie der Förster auf.„ Die Hundepeitsche fannst du haben!"
Noch einmal legte die Mutter sich ins Mittel:
,, Er ist entflohen, laß ihn fort, er will drüben ein anderer, neuer Mensch werden!"
„ Lügen und Flausen!" schnitt der Ergrimmte ihr das Wort vom Munde ab. Und du sprichst noch für den Schurken, der die Hand gegen seine Mutter erhebt!"
Otto mochte einsehen, daß hier alles vergebens sein würde. Er suchte die Tür zu erreichen, die des Vaters breitSchultrige Gestalt verstellte.
Aber der Alte bemerkte seine Absicht und lehnte den Rücken fest an die Tür.
,, Laß mich hinaus," stieß Otto hervor,„ mach' Plak!" Der Förster sah ihn mit faltem, strengem Blick an. „ Wenn du entsprungen bist, so führt der Weg dich von bieser Schwelle zurück ins Zuchthaus!" sagte er unerbittlich. , Und ich will ihn dir zeigen!"
Das Gesicht des Verbrechers wurde noch blasser. Er sah fich gefangen, der Polizei zum zweitenmal ausgeliefert. Er
ge=
da
* Die Orpheum Gesellschaft im Cafe Leib brachte gestern eine gut einstudierte neue Posse„ Der Mann mit den 2 Frauen" zur Aufführung, welche durch das gute Zusammenspiel der Mitwirkenden stürmische Heiterfeit auslöste. Ebenfalls gefiel wieder die„ Brautschau", welche allen wohlverdienten Beifall eintrug. Die beste Künstlerin der Truppe dürfte wohl Ida W llis sein, welche sich ihren Rollen in den beiden Possen vollkommen gewachsen zeigte. Die Direttion hatte sich bemüht, durch zahlreiche Gesangsvor= träge den Abend genußreich zu gestalten, so daß die Besucher vollauf auf ihre Rechnung kamen.
* Das Völkerkunde- Museum hat in der letzten Zeit eine recht erfreuliche Bereicherung erfahren. Die Abteilungen„ Ostafrida" und" Japan", welche vor kurzem noch Lücken aufwiesen, sind ergänzt worden. Die Samm lung wird im Oktober nach dem Bankettsaal des neuen Schlosses übersiedeln, der bekanntlich als Unterbringungsort der Gegenstände seit längerer Zeit in Aussicht genommen
war.
ver=
* Der Friedberger Bombenattentäter Werner hat ein Geständnis abgelegt. Er sagte aus, daß er von seinem Mittäter, der sich nach dem Anschlag erschoß, verführt worden sei. Die Bombe habe er aber selbst verfertigt. Er habe die Schule bis Prima besucht, sich dem Studium aber nicht weiter widmen können, weil er wegen eines Einbruchsdiebstahls zu einem Jahr Gefängnis urteilt worden sei. Im Gefängnis habe er seinen Mittäter fennen gelernt und sei mit ihm übereingekommen, einen gro= ßen Coup auszuführen und nach Amerika auszuwandern. spähte, einen Ausweg suchend, umher. Plötzlich leuchteten seine Augen wild auf.
„ Wenn ihr mich denn zum äußersten treiben wollt, sollt ihr's haben!" rief er wild.
Mit einem Satz stand er am Tisch und hatte die Flinte ergriffen.
Doch der Förster war nicht minder rasch hinzugesprungen. ,, Her mit der Büchse!" gebot er.
Otto fühlte, daß es sich um Leben und Tod handelte, und der Egoismus, der Selbsterhaltungstrieb besiegte jede bessere Regung in ihm. In verzweifelter Entschlossenheit riß er den Hahn auf.
,, Noch einmal: Zurück!" stieß er ingrimmig aus.„ Gib den Ausgang frei, oder ich vergesse, wer du bist!"
Die Anklage wird wahrscheinlich lauten auf Brandstiftung mit dem Zweck, Raub oder Mord ungestört zu verüben. Die Voruntersuchung leitet Geheimrat Wehner. Die von dem Frankfurter Polizeipräsidium ausgesetzte Summe von 1000 Mt. erhält der Kraftwagenführer aus Friedberg, wel cher mit seinem Fahrzeug den anderen Attentäter Wingef verfolgte, und der Schulfollege Werners, welcher die Fest nahme des W. in Barmen veranlaßte.
,, Du willst deinem Vater drohen, du?" überschrie sich fast ber Förster und ehe der Entartete es hindern konnte, hatte der starke Mann die Büchse gepackt und rang mit ihm um die Todeswaffe.
Die Försterin stürzte händeringend ans Fenster. „ Herr des Himmels, sie morden einander! Hilfe, Hilfe!"
rief sie.
Unter
Warnung. In der hiesigen Gegend treibt in letzter Zeit eine Photographen- Gesellschaft ihr Unwesen. 2 Reisende, Richter und Knoffel, lassen sich von den Leuten, namentlich Frauen, Photographien geben, die sie zu Re flamezwecken kostenlos zu vergrößern versprechen. Vorlegung einer Offerte lassen sie einen daran befindlichen vorgedruckten Zettel unterschreiben. Nach einiger Zeit kommt dann ein Reisender, Paul oder Knöffel, und zeigt ein un fertiges Bild in einem schlechten Rahmen vor. Für diesen Letteren werden dann unter Vorlage der unterschriebenen Zettel recht erhebliche Beträge verlangt. Da es sich um Be trügereien zu handeln scheint, wäre es angebracht, die geschädigten Personen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erheben wollten.
Otto blickte sich wild um. Wenn ihr Schrei auf die Straße brang, war er verloren.
„ Willst du still sein!" feuchte er und suchte nach ihr zu schlagen.
Aber die Bewegung ward sein Verderben. Der Förster hatte den Augenblick schnell benutzt und dem Ruchlosen die Büchse entrissen. Ehe der andere sich von neuem auf ihn stürzen konnte, stand er schon an der Tür.
„ So!" sprach er tief aufatmend, und seine Brauen furchten sich wie schwarze Wetterwolfen, ein furchtbarer Entschluß stand wie in Stein gegraben auf seiner Stirn. Ich habe dem Vaterland einen schurkischen Sohn gegeben, ich will es auch davon befreien!"
Die Büchse lag schon an seiner Wange.
wenn
p Verhaftet wurde am Dienstag, nachmittags, ein stellenloser Kaufmann aus Nordhausen i. Th. mit Na men Hübner wegen Bahnfrevels. Er hatte bei Langgöns eine Holzschwelle über die Schienen gelegt. Glücklicherweise wurde der Vorfall bemerkt und ein größeres Unglück somit verhütet.
*
Aus Hessen und Nachbargebiet.
Ettingshausen. Bei der Ergänzungswahl zum Gemeinderat ging es sehr ruhig her. Von 154 Stimm berechtigten haben nur 86 Personen gewählt. Die 3 alten wurden wiedergewählt und zwar Landwirt Joh. Opper 3, Landwirt Gg. Hch. Keil 1. und Schmiedemeister Johann Sann 2.
,, Wenn es einen Gott für dich gibt, so sprich dein Gebet!" Mit erhobenem Tone flangen die Worte durch den Raum. „ Lorenz, halt ein!" schrie die Försterin und wollte sich schützend vor den Sohn werfen. Aber der hatte im selben Augenblick ein Messer herausgerissen und setzte den Fuß an, sich auf den Vater zu stürzen.
,, Haltet ein, um Jesu Christi willen!" tönte noch einmal schrill die Stimme der Mutter.
Aber starken Tones scholl es dagegen: ,, Er ist ein gerechter Gott, er wird
* Lang d. Bei der Gemeinderatswahl wurden von 12 Kandidaten gewählt: Emil Friß, Otto Ronthaler 2., 2. Römer und Georg Dietrich. Die Wahlbeteiligung war sehr lebhaft.
Der Knall des Schusses verschlang die Worte des Försters. Ottos Züge verzerrten sich, er taumelte, griff mit der Hand an die Brust und stürzte schwer zu Boden.
* Fulda. Beim Divisionsmanöver hat sich der Mus fetier Schaffner aus Groß- Gerau als Militärradfvhrer tot gestürzt. Er sollte von Oberbimbach eine wichtige Meldung an die 25. Division nach Fulda überbringen, hat auf dem Wege dahin im sausenden Tempo am berüchtigten Maber zeller Berg einen Prellstein angefahren, und wurde fo schwer am Kopfe verlegt, daß er nach 20 Minuten an Ort und Stelle starb. Der Mann stand furz vor dem Uebertritt in die Reserve.
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* Grünberg. Die Erweiterung unseres Wasserwerks im Brunnental ist vollendet und Samstag erfolgt die Abnahme. Die Kosten der Erweiterung betragen 18 000 Mart, dazu kommen noch die Kosten der von der Stadt an getqulten Kailsmühle nebst etwa 6 Morgen Gelände in Höhe von 24 000 Mt. Das ganze Pumpwerk wird jetzt mit Was serkraft getrieben, die Mühle dient als Pumpstation. Die neu erbohrten Quellen liefern 300 Kubikmeter Wasser in der Minute.
* Ober- Ohmen. Im oberen Ohmtal scheint es nicht so viel Obst zu geben wie anderwärts, tam doch bei der letzten Obstversteigerung der Korb voll gewöhnlicher Tafeläpfel auf etwa 3,50 Mark am Baum.
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* Bernsfeld. Das hiesige Eisensteinbergwerk wird gegenwärtig mit der oberhessischen Bahnlinie durch eine Drahtseilbahn verbunden, die am 1. November ihren Bek)( Str trieb eröffnen soll.
* Darmstadt. Die schriftliche Staatsprüfung für den höheren Forstdienst findet am 3. November und an ben 20 folgenden Tagen zu Darmstadt im Prüfungszimmer, Paradeplatz 4a, statt. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüf ung sind unter Verwendung des Eingabestempels von 1,50 Mart bei der Ministerialabteilung für Forst- und Kameral verwaltung spätestens bis zum 15. Oktober einzureichen.
,, Getroffen, zu spät- Hölle und Teufel!"
Seine Lippen schlossen sich in starrem Krampf, der Körper Buckte noch einmal und wurde still.
Mit gellem Aufschrei warf die Försterin sich über den Daliegenden. ( Gerichtet 49 Nr. 8.)
Du hast ihn getötet!" Er war schlecht, aber
,, Otto, Otto, mein Sohn!" rief sie. Sie hob das Gesicht gegen den Förster. bas durftest du nicht!" Sie ergriff die Hand des Daliegenden, tastete auf seiner Brust umber. D, er lebt noch, ich fühle Jeinen Herzschlag! Ich will dir das Blut stillen, es ist ja mein Blut, du sollst leben, Otto, mein Otto!"
Der Förster ließ die Büchse sinken; ein Schauer schüttelte Ihn; starr blickte er auf den Sohn.
,, Es ist vorbei!" sprach er dumpf.
"
Frau Adelheid sah, daß er recht hatte.
,, Er hört mich nicht mehr," stöhnte sie verzweifelt,„ feine Augen sind gebrochen, er wird steif und kalt! D, Barmherzigkeit Bottes! Lorenz, was hast du getan?"
Auf die Büchse gelehnt, stand der Förster unbeweglich au ber gleichen Stelle.
„ Ich habe gerichtet!" flang es hohl von seinen Lippen. Wankend erhob das unglückliche Weib sich.
,, Aber um Christi willen, Lorenz, was soll nun werden?" brachte sie hervor. Sie werden kommen, um statt seiner did in den Kerker zu werfen! Wenn man auf der Straße ode im Vorderhause den Schuß gehört hat! D, Lorenz, Lorenz!" Und vom Froste der Angst geschüttelt, flammerte sie sich zitternd an den Gatten an.
Der unbewegte Mann blickte geradeaus in die leere Luft „ Ich fürchte sie nicht!" sagte er fest.
-
,,, mein Gott," jammerte die Frau weiter, ich könnte es nicht sehen, nicht ertragen, jetzt nicht, so viel auf einmal! Suche zu fliehen, ehe es zu spät ist, ich werde sagen, daß er selbst Hand an sich legte, wer tann denn das Gegenteil beweisen?"
,, Du sollst nicht lügen!" unterbrach der starre Mann sie streng.
„ Nun denn, daß du es aus Notwehr tatest, wie es ja nut wahr ist! Denn du oder er, da blieb doch keine Wahl! Aber jetzt geh, geh!"
-
Da fuhr Lorenz Reiner plötzlich aus seinem dumpfen Brüten auf und ein finsterer Vorsatz straffte seine Glieder. ,, Du hast recht, ich habe noch einen Gang zu tun, id habe noch Rechenschaft von dem zu verlangen, der mir mein anderes Kind nahm. Der Tag der Abrechnung ist einmal da so will ich ihn ausnügen! Hier habe ich gerichtet, vielleicht muß ich es auch dort tun!"
( Fortsetzung folgt.)
lebten Sonn
Unna- Mün lange Stra Kilometer- S
fahrt Hamb burg gewon
In Wi
der Hofscha ren an der unglaublich die Katastr
Im J dend und n nate hinaus ordnete Ku
im Mai to die Notwe
Wiener So des bösar bringen.
das tückisch wöchentliche
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der schmerz erfüllt, da
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