Einzelbild herunterladen

beiten.

izum Bau

Elektrizi en werden.

taformulace Beftanlage 6 Selbfifoften ren Architekt

br

berfchloffent zusenden.­

geben:

me aus der

me aus der

1.

terweg 9,

5, hat die

lten.

1, hat die

alten.

Diefer. lephon 95.

ng.

Dienstmäd

und Polsterer,

Kernmacher, 1 Spengler,

Bagner, dret her, 6 Haus­aushälterin,

Pfs.

ssen

Be.)

er=

iel

DOOD

sttätigen

höchster

Wischt

rbeit und

orf. 0000

iefer Beitung.

Nr. 13.

scheint täglich außer Sonntags. Bezugspreis: vierteljährlich durch die Träger frei Ins aus 1.35 Mt., durch die Post bezogen 150 Mr.

*

Expebition: Gichen, Seltersweg 82.

Montag, den 17 Januar 1910

Gießener

20. Jahrgang

Juferate: die 44 mm breite Betitzelle soft, Reklame: 90 Beilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet

"

"

50

"

Telephon- Anschluß: Gieken, Nr. 368.

Neuelle Nachrichten

( Gießener Tageblatt)

Anabhängige Tageszeitung

( Gießener Zeitung)

für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung.

Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen

Bur hessischen Finanzkrisis.

Das Reich nimmt nicht nur bei jeder Reichsfinanzre­form den Einzelstaaten die eine oder andere Steuerquelle weg, es verteuert auch durch seine Zoll- und Wirtschafts­politik die Lebenshaltung, sodaß die Erhöhung der Gehäl­ter und Löhne für die staatlichen Angestellten und Arbeiter zur Notwendigkeit wird. Nun sollen natürlich auch in den Einzelstaaten neue Steuern oder Steuererhöhungen aus der Not helfen.

au=

Eine wesentliche Grundlage der staatlichen Finanzwirt schaft Hessens bildet nämlich sein Anteil an den preußisch­hessischen Eisenbahnüberschüssen. Nun sind aber diese Ueber­schüsse, der allgemeinen hessischen Lage entsprechend, genblicklich geringer als in den Zeiten der Hochkonjunktur. Die Folge ist eine so starte Erschütterung der hessischen Fi­nanzlage, daß jetzt zu außergewöhnlichen Steuererhöhungen gegriffen werden soll. Diese mißliche Finanzlage ist in erster Linie dem Ausfall am Anteil des Reinertrages aus der preußisch- hessischen Eisenbahngemeinschaft, zuzuschreiben, der gegenüber den Einnahmen des Jahres 1906 rund 38 Mill. Mark beträgt, während gleichzeitig die Eisenbahnschuld gestiegen ist, also ebenfalls höhere Aufwendungen an Zin­sen und Amortisation erfordert.

Vielfach wird behauptet, daß der preußisch- hessische Eisenbahngemeinschaftsvertrag schon an und für sich finan ziell ungünstig für Hessen sei. Wir wollen diese Streit- frage hier nicht erörtern, zumal sie sehr schwer richtig zu beantworten sein wird. Andrerseits aber darf nicht außer acht gelassen werden, daß die Eisenbahnüberschüsse der an deren deutschen Mittelstaaten, soweit man überhaupt von solchen reden kann, noch geringer sind als die Hessen von Preußen überwiesenen. Auch muß man berücksichtigen, daß mit Hessen bei dem Abschluß des Gemeinschaftsvertrags Preußen unter dem Druck der drohenden Umgehungspolitik stand. Nun haben ja allerdings die süddeutschen Staaten den Fehler begangen, daß sie sich nicht bei Zeiten zu einer süddeutschen Elsenbahngemeinschaft zusammengeschlossen ha= ben. Aber daraus und aus der augenblicklichen finanziellen Notlage Hessens fann man faum, wie es jetzt von einigen Seiten geschieht, dem derzeitigen hessischen Finanzminister Gnauth einen Vorwurf machen. Er hat die Sachlage schon so vorgefunden, wie sie jetzt ist. Und wenn in der Zeit der guten Jahre nicht sparsam genug gewirtschaftet wurde, dann trifft den hessischen Landtag, dem ja die Finanzkontrolle zusteht, dieselbe Schuld wie den Finanzminister.

Aber es ist vielleicht gar nicht angebracht, einen Sün­denbock zu suchen. Es treten eben bei Hessen die unange= nehmen wirtschaftlichen Folgen der politischen Dezentralisa­tion mit einer gewissen Selbstverständlich. eit in die Erschein­ung. Ein fleiner Staat wie Hessen, dessen finanzielle Hilfs­queilen nicht allzu reichlich fließen, hat unter den vielen Anforderungen, die ein selbständiges Staatswesen stellt, einen schweren Kampf um seine finanzielle Existenz zu füh­ren. Das tritt jetzt in einer Zeit wirtschaftlichen Nieder= gangs besonders hervor und diese Tatsache wird vielleicht die Veranlassung sein, in Zufunst während der besseren Zei ten für größere Reserven zu sorgen.

Lokales und Provinzielles.

** Der Großherzog empfing am Samstag u. a. den Sanitätsrat Dr. Gittermann von Bad Nauheim, den Postdirettor Dörge von Alsfeld und den Staatsminister Dr. Ewald.

** Der Finanz ausschuß der zweiten Kam­mer hat, wie wir schon kurz berichteten, am Donnerstag und Freitag gemeinsam mit der Regierung seine Etats­beratungen fortgesetzt. Das Referat über die Kapitel des Ministeriums des Innern( 23-29) hatte Abg. Dr. Osann, der zu den einzelnen Positionen eine Reihe von Wünschen des Ausschusses vorbrachte, darunter die, daß eine Anzahl Beamtenstellen nur auf den Inhaber bewilligt wer­den sollte und die Regierung nicht erst bis Ende nächsten Jahres, sondern binnen möglichst furzer Frist geeignete Vor­schläge zur Vereinfachung der Staatsver­waltung vorlegen möge. Staatsminister Ewald er­flärte sich bereit, den Anregungen des Referenten so bald als möglich zu entsprechen. Gestrichen wurden vom Aus­schuß der Posten eines neu angeforderten Hilfsarbeiters im Ministerium, der die Zentralstelle für Säuglingspflege und Mutterschuß verwalten sollte, dann 3000 Mt. an den Kanz­leitosten und 11 000 Mt. an der Position Tagegelder, Rei­sekosten 2c.", für welche 86 000 Mt. angefordert worden waren. Weiter referierte Abg. Dr. Osann über die Ka­pitel: Bergbau, Verkehr, Handel und Gewerbe( Kap. 76 bis 87). Er wies dabei besonders auf die Notwendigkeit einer einfacheren Organisation der Baubehörden hin, der Ausschuß gab seiner Zustimmung zu dieser Forderung dadurch Ausdruck, daß er sich dahin verständigte, für die acht vorhandenen Hochbauinspektionen acht Bauinspektor­stellen nur auf den Inhaber zu bewilligen. Abg. Mol= than referierte darauf über das höhere Schulwe= sen und betonte, daß der Ausschuß in seiner Mehrheit glaube, die Erhöhung des Schulgeldes leider nicht umgehen zu können; sei aber auch auf diesem Gebiete eine Ver einfachung sehr geboten, z. B. durch Vereinigung der bei­den Gymnasien in Darmstadt, deren Schülerzahl nicht im Steigen begriffen sei; auch die Umwandlung des Gymna­siums zu a uba ch in eine Realschule sei zu erwägen. Die angeforderte Stellenvermehrung fönne ebenfalls nicht ohne weiteres genehmigt werden. Geheimerat Dr. Eisen­huth erläuterte die Anforderungen der Regierung für das höhere Schulwesen und trat besonders für das Gymnasium zu Laubach ein. Auch Minister des Innern Braun und die Abgg. Dr. Weber und Dr. Osann sprachen sich für dessen Beibehaltung aus; der letztere regte die Frage an, ob nicht seminaristisch gebildete Lehrer in den unteren

und

Klassen der höheren Lehranstalten in weiterem Umfange verwendet werden könnten. Finanzminister Erz. Gnauth bemerkte jedoch dagegen, daß durch diese Maßnahme Er= sparnisse nicht erzielt werden könnten. Damit wurde die Beratung abgebrochen. Die nächste Sibung findet morgen Dienstag statt.

** Der Finanz ausschuß der Ersten Kam­mer tritt morgen Dienstag ebenfalls zu einer Sißung zu­sammen, Nachmittags findet eine gemeinschaftliche Sizung der Finanzausschüsse beider Kammern zur Beratung der Fininzlage des Landes statt.

-p- Nahrungsmitteltontrolle. Es wurden 103 Nahrungs- und Genußmittelproben, sowie Verbrauchs­gegenstände entnommen und dem chemischen Untersuchungs­amt, sowie dem Großh. Kreisgesundheitsamt übergeben. In zwei Fällen ergaben sich Beanstandungen. Desglei chen wurden 111 Milchrevisionen vorgenommen, in 3 Fäl len ergaben sich Beanstandungen.

* Jungen Leuten, welche beabsichtigen, bei dem Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 in die­sem Herbst als Freiwillige einzutreten, wird dring­end geraten, sich den Meldeschein vor der Muster­ung zu besorgen, weil ihnen nachher Schwierigkeiten ent­stehen. Die Meldung auf dem Regimentsgeschäftszimmer tann an jedem Dienstag vormittag erfolgen.

!! Der im November 1909 vereinbarte Reichsta rif für das Malergewerbe enthält keine Be stimmungen über Lohnhöhe und Arbeitszeit. Vom 4. big 8. Januar fanden hierüber in Berlin erneute Verhandlun gen unter dem Vorsitze des unparteiischen Kollegiums statt. Da die viertägigen Verhandlungen teine Einigung brachten, mußten die Unparteiischen Schiedssprüche abgeben; danach soll eine allgemeine Lohnerhöhung von Pfennig pro Stunde erfolgen. Bis zum 15. Januar mußten die Parteien( Arbeitgeberverbände, sozialdemokr. Hirsch Dunterscher und christlicher Gehilfenbändand) sich über Annahme oder Ablehnung der Schiedssprüche erflären.

3

** Giltigkeit der alten Frachtbriefe. Mit dem 31. März 1910 verlieren die noch im Gebrauch befindlichen alten Frachtbriefe ihre Giltigkeit. Es liegt da­her im Interesse der Versender, den Sendungen nach dem 31. März neue Frachtbriefe beizugeben, da sonst eine An­nahme der Güter seitens der Güterabfertigungen nicht er­folgt.

*)(* Gießen, 17. Jan. Wir berichteten vor eini­gen Tagen, daß die hiesigen organisierten Handwerksmeister einen allgemeinen handwerkerausschuß ge­bildet haben, der sich mit vielen Berufsfragen, den Schä­den im Handwerk 2c. beschäftigen wird. Die letzte zahlreich besucht gewesene Versammlung im Gewerbehause hat dem vorbereitenden Ausschuß auch die fernere Leitung übertragen und dieser tagte gestern zu seiner 1. konstituierenden Sit­ung. Nach einigen notwendigen Geschäftsformalitäten und Entgegennahme von weiteren Beitrittsmeldungen wurde der Vorstand gewählt. Die Wahl des 1. Vorsitzenden fiel auf Baumeister Traber; man ging hierbei von dem sehr wichtigen Standpunkt aus, daß ein ganz unparteiischer an der Spitze dieses Ausschusses stehen müsse. Der( stellvertr.) 2. Vorsitz wurde Herrn Stadtv. Win'n übertragen; das Schriftführeramt liegt in den Händen des Gewerbeschul lehrers und Architekten Garnond. Der 2. Vorsitzende des Ortsgewerbevereins, Stadtv. Petri 2. gehört dem Ausschuß als sogen. Aufsichtsmitglied an, weil der Aus schuß dem Vorstand des Gewerbeverein quasi unterstellt ist, mehr als eine technische Arbeitsstelle gilt und sein Ziel, seine Unternehmungen durch Vermittelung des Gewerbever­eins der Handwerkskammer in Darmstadt unterbreitet resp. auch Unterstüßung von dort verlangt. In der danach sol­genden allgemeinen Aussprache wurden bereits einige für das Handwerk nicht unwichtigen Mitteilungen gemacht, wo nach dem Handwerk Schaden droht. Für Abhilfe soll ge­sorgt werden. Möge, da alle Handwerkerorganisationen an­gegliedert werden sollen, aus dem Beginnen ein gutes Werk entstehen.

*)(* Gießen, 16. Jan. Das Hinscheiden der Frau Adolf Klingspor hat in der ganzen Stadt allgemeines Bedauern hervorgerufen. Die heute Mittag er­folgte Beerdigung auf dem neuen Friedhof zeigte, wie hoch man oie viel zu früh abgerufene Frau, eine Mutter im wahrsten Sinne des Wortes, in den weitesten Kreisen schätzt. Gern hat sie edle Wohltätigkeitsbestrebungen unterstüßt, gern ging sie mit Rat und Tat bei, galt es eine gute Sache vorzubereiten. Immer wird sie von den Ihrigen, lange noch von denen, die sie kannten, vermißt werden.

* Frankfurt. Das Prinzenpaar Friedrich Karl von Hessen gab am Freitag abend in sämtlichen Re­stauranträumlichkeiten des Hotels Frankfurter Hof ein Sou per, dem sich im großen Festsaale der Hofball anschloß. Es waren zirka 350 Personen geladen, darunter u. a. Kron­prinz und Kronprinzessin von Griechenland, Prinzessin Adolf von Schaumburg- Lippe, Prinz Adolf von Schaumburg- Lippe, Erbprinz von Schaumburg- Lippe, Prinz Albert von Schles wig- Holstein- Sonderburg- Glücksburg, Freifrau von Vincke ( Prinzessin Sybille von Hessen), Freiherr von Vincke.

=

* Frankfurt. Zur Abhaltung des Jubilä um 3 Bundesschießens 1912, das bekanntlich in Frankfurt stattfindet, hat das Komitee die Festhalle vom 24. Juni bis Ende Juli gepachtet. Die Schieß­stände und Vergnügungsbauten werden auf dem die Halle umgebenden Terrain und auf dem ehemaligen Fluggelände der Ila errichtet, das auf drei Monate von der Eisen= bahndirektion gemietet ist.

Kinzenbach, 16. Jan. Wir haben s. 3t. be­richtet, daß die vor Jahresfrist in der hiesigen alten Schule begründete Bigarrenfabrik wieder eingegangen sei. Ganz Unberufene versuchen nun sich die vorhandenen Ta bat- und Zigarrenbestände anzueignen. Anfangs Dezember fuhr ein Rollwagen vor und man holte aus den jeßt un ใน bewohnten Räumen Tabat und Zigarren hervor und

dieselben auf. Zum Glück erschienen einige beherzte Bauern und rissen den Raub wieder vom Wagen herunter. Um nun ganz sicher zu gehen, fuhr gestern ein Gießener Mö­belwagen vor und versuchten etwa 12 gedungene Arbeiter die letzten Vorräte und Inventarstücke der Fabrik einzu- heimsen. Wer beschreibt aber das Bild, das sich nun vor unserer alten Schule abwickelte. Als dieselben mit Gewalt die Türe zu öffnen versuchten, war sogleich das ganze Dörfchen auf den Beinen; es setzte derbe Fausthiebe ab und während einige der Eindringlinge von ihrem Vorha ben abließen, bedrohten andere die erschienenen Bauern so gar mit 3 geladenen Revolvern. Da brach aber der Sturm der Bauern. los, sie griffen ernsthaft zu und im Augenblick saß der Rädelsführer mit dreien seiner Helfershelfer auf dem Gemeindebackhaus in der Arrestzelle. Inzwischen wurde die Polizei beordert und unter deren Obhut wurden diese 4 Männlein unter dem Jubel der Schuljugend zur Bahn verbracht, um der Gerichtsbehörde zu Wetzlar vorgeführt zu werden. Ein gerichtliches Nachspiel wird nun in dieser Sache folgen.

* Marburg. Die medizinische Fakultät der Uni­versität erneuerte dem Sanitätsrat Dr. Scheffer in Homberg, der am 14. Januar sein 50jähriges Doktorjubiläum beging, sein Doktor- Diplom.

* Friedberg, 17. Jan. Auf Veranlassung des Vereins für ländliche Heimatpflege, Wohlfahrts- und Kunst­pflege wird Pfarrer Vogel- Reichelsheim i. d. W., eine Reihe von Vorträgen in diesem Winter halten und zwar heute abend in Reichelsheim i. d. W., zu Beienheim am 20. Januar, zu Ossenheim am 23. Januar und voraus- sichtlich zu Södel am 19. Januar über Deutschlands Er­hebung 1813-15". Sämtliche Vorträge finden mit Licht= bildern statt.

* Hungen. Der älteste Einwohner unserer Stadt, der Drechslermeister Schäfer, wurde am Dienstag zur letzten Ruhe gebettet. Der Verstorbene erreichte ein Alter von über 87 Jahren und war bis vor kurzem noch recht rüstig.

* Hungen, 17. Jan. Am Sonntag, den 16. Jan. nachm. 3% Uhr, hat in der Traube" dahier eine öffentliche Versammlung stattgefunden, in welcher Rechtsanwalt Stauf­mann aus Gießen für die nationalliberale Partei über die Reichsfinanzreform und die politische Lage" sprach.

* Mainz. Der Meineidsprozeß gegen den Sanitätsrat Dr. Rolly aus Osthofen stand vor kurzem zur Verhandlung vor der zweiten Straffammer in Mainz. Der Verteidiger des Mitangeklagten Großfortenhaus, Ju­stizrat Dr. Zuckmayer, beantragte Vertagung der Verhand­lung, welcher der Staatsanwalt Dr. Schneider widersprach. Run trat eine Ueberraschung ein, die Verteidiger des Sani­tätsrats Dr. Rolly, die Justizräte Dr. Cause und Dr. Löb erklärten, daß sie ebenfalls die Vertagung beantragten, da sie aus sachlichen Gründen beide im Einverständnis mit Dr. Rolly dessen Verteidigung niederlegten und der An­geflagte in einer für ihn so wichtigen Sache nicht ohne Verteidigung sein könne. Es trat hierauf die Vertagung ein. Dr. Rolly hatte 100 000 Mt. Kaution für seine Haft­entlassung stellen wollen. Sie wurde aber abgelehnt.

* Mainz. Der Ausschuß der demokratischen Partei hat sich in seiner jüngsten Sizung mit der Frage der Einigung der Linten befaßt und eine Kommission ge wählt, die mit einer solchen der freisinnigen Partei.in Un­terhandlung treten wird, um die Unterlagen für eine Ver­ständigung festzulegen.

* Mainz. Der jungliberale Verein sprach sich in seiner lehten Sißung gegen die Einführung des Plu­ralwahlrechts aus. Ferner forderte er die sofortige Ver­öffentlichung der bisher hinter verschlossenen Türen verhan delten neuen Wahlkreiseinteilung, damit die Oeffentlichkeit zu derselben Stellung nehmen kann.

* Büdingen. Hier ist beabsichtigt, einen beson­deren Obst- und Gartenbauverein zu gründen und aus dem oberhessischen Obstbauverein mit dem Siz in Friedberg aus­zuscheiden.

* Michelst a d t. Der älteste Holzbau Hessens, das altehrwürdige Rathaus von Michelstadt, war bisher nur mit 8000 Mt. gegen Feuerschaden versichert. Auf Beschiuß des Stadtvorstandes soll nunmehr eine be deutende Erhöhung dieser Versicherungssumme eintreten, wie sie diesem wertvollen Bau- Kleinod der Vorzeit wenig­stens annähernd entspricht.

* Pfungstadt. Seit drei Wochen hat die größte hiesige 3igarrenfabrik( Firma M. Freund) ihren Betrieb völlig eingestellt. Der Filialbetrieb der Fabrit zu Griesheim wurde ebenfalls geschlossen. Im ganzen beschäftigte die Fabrik 220 Arbeiter.

* Hanau, 14. Jan. Der Provinzialland­tag für die Provinz Hessen- Nassau tritt am 27. April d. Js. in Wiesbaden zusammen.

* Schönberg, 17. Jan. Zu den Hochzeits= festlich feiten im Fürstlichen Schlosse sind u. a. auh heute der Fürst, die Fürstin und der Erbprinz zu Solms­Hohensolms- Lich eingetroffen, während die Anfunft des Großherzogs und der Großherzogin morgen erfolgen soll. Das Großherzogliche Paar tehrt am Abend nach Darmstadt zurück und trifft am Vormittag des 19. Ja nuar zu den Trauungsfeierlichkeiten wieder ein.

Redaktion, Druck und Verlag von Albin lein.

Gießen.

Laboda Dragées

haben sich seit Jahren bewährt bei allen Krankheiten der Atmungs­organe wie Heiserkeit, Husten, Katarrh, Luftröhrenentzündung und Influenza. Preis Mf. 1.50, in Apotheken zu haben, wenn nicht, wende man sich an die Ferromanganingesellchaft, Frank­furt a. M., Kronprinzenstraße 55.