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Genossenschaft hatte daraufhin ein Schreiben an die Stadt gerichtet, in welchem sie um unentgeltliche Ueberlassung des Raumes bat. Auf Antrag des Oberbürgermeisters beschlos= sen die Stadtverordneten, das Gesuch nicht zu berücksichtigen, sondern nach wie vor eine Pacht von 100 Mart zu fordern. Zu dem 12. Puntt: Abgrenzung der Grüfte auf dem Friedhof am Rodtberg, empfahl das Hochbauamt, von einer Einfriedigung der Grüste Abstand zu nehmen, da dieselbe keinen besonders guten Eindruck machen und außer­dem das Oeffnen der Gräber von oben sehr erschweren würde. Stadtv. Grünewald: Die von dem Hochbau­amt geltend gemachten Gründe dünken mir nicht genügend stichhaltig. Das Fehlen einer jeglichen Abgrenzung zwischen den Grüsten hat sich allmählich zu einem großen Uebelstand herausgebildet. Die Leute laulen über die verschiedenen Grüfte hinweg, weil eben nicht erkennbar ist, wie sich ein des Der Einwand Grab von dem andern unterscheidet. Hochbauamtes, daß etwaige Abgrenzungen dem Oeffnen er­erhebliche Hindernisse entgegenstellen könnten, läßt sich auch leicht widerlegen. Es ist nämlich nur notwendig, die Ab­grenzung auf das obere oder untere Ende der Grust zu be­schränken. Ich möchte daher beantragen, die Sache zurück­zustellen, bis ein anderer Weg zur Beseitigung des Uebel­erslärte sich standes gefunden ist. Die Versammlung diesem Vorschlage einverstanden.

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13. Punft: Heizung der Kapelle auf dem Friedhof am Rodtberg. Verschiedene eingelaufene Be­schwerden über die mangelhafte Heizung der Friedhofsta­pelle veranlaßten die Stadtverwaltung der Frage einer bes­Dazu führte seren Heizung der Kapelle näher zu treten. D.-B. Mecum aus, daß es sich am besten empfehlen würde, an den Wänden eine Kortverschalung anzubringen, welche als ein schlechter Wärmeleiter die Innentemperatur der Kapelle ganz sicher bedeutend angenehmer gestaltete. Beig. Georgi: Ich möchte beantragen, die Sache an die Baudeputation zurückzuweisen, da sich doch auf diese oder Dieser jene Weise die Heizungsfrage lösen lassen müsse. Vorschlag sand Annahme. Im Anschluß daran regte Stadt­Grünewald die Erbauung eines verordneter Krematoriums an. O.-B. Me cum erflärte, nach dieser Richtung hin wirken zu wollen, und wies gleichzeitig darauf hin, daß der Feuerbestattungsverein seit Jahren für die Erbauung einer Einäscherungshalle sammele. Ein Herr gedente außerdem 30 000 Mt. beizusteuern, was eine Ver­wirklichung des Planes in absehbarer Zeit bedeuten würde.

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14. Punft: Einbau eines Teerscheiders im Gaswert. Im Jahre 1907 beschloß die Stadtver­ordneten- Versammlung, 1800 Mt. für die Anschaffung eines Teerscheiders vorzusehen. Diese Vorrichtung soll nun getauft werden, sie soll 20 000 kubikmeter fassen und 2076 Mart fosten. Die Stadtverordneten erklärten sich mit der Mehrausgabe einverstanden.

15. Punft: Da sich in der Rodheimerstraße Brandgasse und Lony straße zahlreiche Anwoh= ner zur Abnahme von elektrischem Licht bereit er­flärt haben, werden demnächst die elektrischen Kabel in diese Straßen eingeführt werden. Die hierfür notwendigen Ko­für sten betragen für die Rodheimerstraße 4000 M. und die beiden anderen Straßenzüge je 1750 Mt. Die Stadt­verordneten genehmigten diese Ausgaben.

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16. Punft: Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. In den freihändigen Arbeitsvergebun­gen hatte die Stadt einem bereits seit langem gehegten Wunsche der Bürgerschaft und des Burgervereins entspro­chen und soviel wie möglich die Einheimischen bei kleinen Unterschieden ihrer Angebote von den Mindestfordernden be vorzugt. Die zur Unterhaltung des Schlachthoses wendigen Weißbinderarbeiten fielen Gustav Be­litz- Gießen für 940 Mt. zu. Die Friedhofsverwaltung hatte probeweise eine patentierte Vorrichtung zur Herab= lassung der Särge in die Grüfte benuüt, welche sich sehr gut bewährte. Für die Anschaffung dieses von einer aus­wärtigen Firma gelieferten Apparates waren 250 Mt. not­wendig, welche die Versammlung auf Anregung des Stadt­Die Lieferung einer verordneten Ebel bewilligte. Gummimembran für die Pumpwerke soll im Wege der frei­händigen Arbeitsvergebung erfolgen und demnächst ausge­schrieben werden.

18. Puntt: Prof. Walter hatte um Einführung von Gas und Wasserleitung in sein an der Liebigstraße befind­liches Haus nachgesucht. Ungeachtet der der für die dorti­gen Leitungen noch nicht abgelaufenen Schußfrist beantragte da es der Bau- Ausschuß die Genehmigung des Gesuches, sich hier um einen Neubau handelte. Die Stadtverordneten entschieden im Sinne der Kommission.

Theodor Puntte 19-21 waren Schant gesuche. Bäulfe war um Erlaubnis zum Schanfwirtschaftsbetrieb Die Versammlung im Hause Wolfstraße 9 eingekommen. gab dem Gesuch statt.- Karl Schmidt hatte die Stadt um Genehmigung zum Schantwirtschaftsbetriebe im Hause Neustadt 14 gebeten. Die Stadtverordneten erteilten dieselbe. Heinrich Hengst wurde schließlich die Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb in der Licherstraße 57 gegeben.

gall das 25jährige Dienstjubiläum feiern. Der Jubilar wurde aus diesem Anlaß von der Klinikleitung reich ge­

ehrt. * Maßregelung von Studenten. Am Montag hatten drei Studenten zu einer politischen Versamm­lung eingeladen, welche das Rektorat zu einer Bestrafung der Einberufer veranlaßte. Der eine derselben wurde auf 2 Semester relegiert, dem zweiten wurde dauernde Relega= tion angedroht, während der dritte mit einem Verweis da­bontam.

Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Ferien der Stadtverordneten Versammlung, als deren Beginn der 4. August und als deren Ende der 22. September festgesetzt wurde. Die Stadtverordneten werden bis dahin noch je einmal in 8 Tagen und 4 Wochen zu­sammentreten, um alle eingelaufenen Sachen noch vor dem 4. Auguſt beraten zu können.

Lokales.

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* Diebstahl. Ein aus Kalt zugereister Bäckerge­selle öffnete den Koffer eines mit ihm gemeinsam arbeiten­den anderen Gehilsen gewaltsam und entwendete aus dem selben neben Kleidern einen Betrag von etwa 45 Mart. Der Dieb verschwand nach der Tat sofort und konnte bis jetzt noch nicht ergriffen werden.

* Entwendet wurde in der Liebigstraße ein einem Bauarbeiter gehöriges Fahrrad. Dasselbe war von dem Eigentümer, welcher sich in eine Wirtschaft begab, auf der Straße zurückgelassen worden.

*

Aus Helfen und Nachbargebiet

Auf ein Leihgestern b. Gießen, Juli 1910. 50jähriges Bestehen blickt im nächsten Jahre der hiesige Ge­sangverein Eintracht" zurück." In der kürzlich einbe rufenen Generalversammlung wurde beschlossen, das goldene Jubiläum im größeren Maßstabe in Verbindung mit einem nationalen Gesangwettstreite zu begehen. Als Festtage wurden der 2. und 3. Pfingstfeiertag( 5. und 6. Juni) 1911 festgelegt. De ersten Einladungsschreiben werden den Vereinen in Kürze zugehen. Leihgestern, direkt am Bahnhof Großen- Linden M.- W.- Bahn gelegen, darf wohl infolge der günstigen Zugverbindungen nach Gießen und Frankfurt auf eine recht rege Beteiligung hoffen.

Gießen, 16. Juli 1910. ** Ave Großherzoglichen Herrschaf= ten, die seit 15. Juni d. I. im Seebade Filey verweil­ten, begaben sich gestern nach London. Die Prinzen blie­ben in Filey zurück. Die Abreise von England findet am 28. d. Mts. über Ostende- Brüssel statt; Ankunft in Wols= garten am 31. d. Mts. vormittags.

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* Uebertragen wurde dem Lehrer Schmitt zu Hausen, Kr. Friedberg, eine Lehrerstelle an der Ge= meindeschule zu Sprendlingen, Kr. Offenbach, und Schulamtsaspirantin Anny Peter& aus Parchim( Meck­lenburg) eine Lehrerstelle an der höheren Bürger-( Mädchen-) Schule zu Alsfeld.

* Hungen. Der hier neugegründete Ziegenzucht= verein, mit dem auch eine Versicherungskasse verbunden ist, hat bei den Ziegenbesitzern bereits guten Anklang gesunden, so daß bei der letzter Tage vorgenommenen Einschäßung über 50 Ziegen aufgenommen werden konnten.

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* Grünberg. Mittwoch, den 27. Juli, vormittags Uhr, findet im Rathaus zu Hungen und Samstag, den 23. Juli, vormittags 9 Uhr, im Rathaus zu Grünberg ein Amtstag des Gr. Kreisamts Gießen statt. Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lich und Nidda können am Amtstage in Hungen, Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirlen Grün­berg, Homberg und Laubach am Amtstage in Grünberg vorgebracht werden.

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* Ruppertsburg. Die Typhus- Epidemie Gonterstirchen, die durch Arbeiter infolge Genusses des schäd­lichen Wassers auch auf die Orte Villingen, Ruppertsburg und Freienseen verschleppt worden ist, hat ein weiteres Op­fer gefordert. Hier ist der Arbeiter Heinrich Ester, 18 Jahr alt, gestorben. Von den in Gonterskirchen erfranften etwa 60 Personen sind 16 bedenklich frant, während bei den üb­die rigen und auch bei den auswärtigen Typhuskranten Symptome leichterer Natur sind.

*

Laubach. Für den im März gestorbenen Bür­germeister Jochem war vorgestern Ersatzwahl anberaumt. Gewählt wurde mit 215 Stimmen Kaufmann Rudolf Rit­ter, während sein Gegenfandidat, Landwirt Piß, nur 96 Stimmen erhielt. Die Zahl der Wahlberechtigten betrug 392.

= r= Hess. Handwerkskammer. Befanntlich macht die Gewerbeordnung feinen Unterschied im Geschlecht, so daß deren Vorschriften über das Lehrlingswesen sowohl sind. auf männliche wie weibliche Lehrlinge anzuwenden Aus den Kreisen der Beteiligten heraus sind daher an die Kammer Anträge ergangen, die Lehrzeit für weibliche Lehr­linge im Handwerk zu regeln und zwar für Weißnäherin­nen, Weißstickerinnen, Pußmacherinnnen und Damenfriseu­in sen 2 Jahre, den übrigen Handwerks zweigen weibliche Lehrlinge 3 Jahre Lehrzeit festzusetzen. tt Stadttheater. Die Operettenaufführung des kommenden Dienstags Das süße de 1" dürfte da­durch besonderes Interesse gewinnen, daß neben Frl. Brill in der Tite partie als Frißi ein Gast Frl. Henny Loges auftritt. Die Dame, welcher der Ruf einer vorzüglichen, feschen Operettensoubrette vorausgeht, war früher in Dort­mund engagiert, hat sich aber in letzter Zeit nur noch als Gast im Rahmen eines ersten Operettenensembles betätigt. Die Vorstellung ist die 8. im Operettenabonnement.

* Silbernes Jubiläum. Gestern konnte der Institutsdiener an der Beterinärklinik Jakob Schmitt

Schotten. Am 17. und 18. Juli findet dahiee die Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenzüchter= vereins statt. Mit derselben ist eine Ausstellung verbunden, die gut beschickt ist und viel Interessantes bietet.

* Homberg a. D. Im Lahn- und Ohmgebiet sind am Mittwoch schwere Gewitter niedergegangen. In der Ge­markung Wetter wurden 4 Personen vom Blizz getroffen, teils betäubt und verletzt. Brände brachen aus in Sarnau, Klein- Seelheim und Schröck. Strichweise gab es Hagelschläge. * Friedberg i. H. Nach kurzem, schwerem Lei­den starb hier im 71. Lebensjahre der Großh. Geheime Baurat i. P. Konrad Schnitzel.

* Nidda. Im hiesigen Amtsgericht sand eine gut­besuchte Gläubigerversammlung in Sachen der Obermock= städter Kasse statt. Der Konfursverwalter Rechtsanwalt Sandmann berichtete über den Stand der Masse, wonach

an die Verteilung einer weiteren Abschlagszahlung an die Gläubiger vorerst nicht gedacht werden kann. Der Konturs­verwalter teilte mit, man beabsichtige eine Hilfsaktion zu bilden, damit die Folgen des Konfurses der Kasse durch eine nicht in der Form der Wohltätigkeit gehaltene, son dern aus geschäftlicher Grundlage beruhende Hilfsaftion ge­mildert würden. An der Spiße seines Konsortiums, das sich zu diesem Zweck gebildet hat, steht Prof. Dr. Stein- Frank­furt a. M. Man will mit einem Nachlaß von 25 Prozent die Forderungen der Gläubiger auftaufen und das Kon= sortium will dann den Genossenschaftern erleichterte Beding ungen für die Erledigung der Forderung machen. Beding­ung für das Arrangement ist allerdings daß sämtliche Gläubiger sich zu diesem Nachlaß bereit erflären.

die Kriegsteilnehmer von 1870-71 und der früheren Feld­züge bis zu 1800 Mt. Jahreseinkommen im laufenden Jahre von der Gemeindeeinkommensteuer zu befreien. * Weilburg. Der 22. Verbandstag der nassaui­schen landwirtschaftlichen Genossenschaften wird morgen hier abgehalten.

* Merzig. Bei dem Konkurse der Merziger Volts­bank haben 600 fleine Leute etwa eine halbe Million Mart verloren.

Aus aller Welt.

* Berlin. Die Vorarbeiten für das neue deutsche Strafgesetzbuch, die zu Beginn des Jahres ihren Anfang genommen hatten, sind soweit fortgeschritten, daß amtlich mit dem Abschluß der Verhandlungen Anfang nächsten Jah­res gerechnet wird. Bereits 1912 soll der neue Entwurf für ein Strafgesetzbuch vorliegen und dem Reichstag bereits 1913 vorgelegt werden.

* Berlin. Die Reichstags- Kommission für die Ver­sicherungsordnung führte die erste Lesung der beiden ersten Bücher des Geseßentwurfs zu Ende und vertagte sich bis zum 20. September.

)( Drei erste Plätze landete P. Müller am Sonn­tag im Colmar i. E.; er gewann das Meilenfahren, Ver­folgungsfahren und Mannschaftsfahren. In Mülhausen i. E. wurde E. Rohmer im Verfolgungsfahren Erster, behaup­tete mit seinem Partner beim Tandemfahren den zweiten Platz und war auch im Punttefahren zweiter. Das Haupt­fahren in Lüttich gewann J. Niederau, und ein Verfolg= ungsmatch in Neumünster endete mit dem Siege von R. Naumann. Alle hier genannten Preisträger benutzen die bewährte Marke Brennabor.

* Darmstadt. Geheimrat Dr. Eisenhuth, der Vorstand der hessischen Schulabteilung im Ministerium, hat sich in seiner Wohnung in einem Anjall von Schwer mut die Pulsadern am Hals und an den Händen geöff= net. Er fam ins städtische Krankenhaus, wo er starb. Er war seit Jahren leidend und hatte viel mit der Zucker= francheit zu fämpfen. Der Verstorbene war im Jahre 1851 in Vöhl in Oberhessen geboren und bestand im Juni 1872 die akademische Schlußprüfung. 1873 wurde er ordentlicher Lehrer an der Realschule zu Darmstadt und 1877 Reftor der Knabenmittelschule. Von 1880 bis 1892 wirkte er als Direktor an dem Lehrerseminar zu Alzey, dann wurde er zum Direktor der Vittoriaschule und des Lehrerinnenſemi­nars in Darmstadt ernannt. 1895 wurde er als vortragen­der Rat der Schulabteilung in das Ministerium des In= nern berufen und erhielt 1897 den Charakter als Geheimer Schulrat. Im Jahre 1899 wurde ihm als Ministerialrat der Vorsitz der Schulabteilung übertragen und 1905 zum Geheimrat ernannt.

)( Berlin Görlib, eine Fernfahrt von 450 Ki­lometern, wurde am Sonntag, den 10. Juli, von dem be­fannten Brennaborfahrer Franz Hauptmann gewonnen.

Kirchliche Nachrichten für Gießen Evangelische Gemeinde.

Am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 17. Juli. In der Stadttire.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser.

Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Matthäusgemeinde.

Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Schwabe.

Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus­Marfusgemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Bjarrer Schwabe.

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In der Johannestir che. Vermittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

= r Frankfurt a. M. Hier fand im Faust die Ge­neralversammlung der Zentralstelle für Obstverwertung statt. Aus dem Geschäftsbericht ging schlagend hervor, daß seit der Umgestaltung der Zentralstelle als Angliederung an den Deutschen Pomologenverein in Eisenach die Zentralstelle zu rückgegangen ist. Da sich nun schon seit längerer Zeit das Bedürfnis einer Neugestaltung oder, sagen wir besser, einer Rückgestaltung als unbedingt notwendig herausstellte, so ha= ben seitens des erweiterten Vorstandes umfangreiche Vor­arbeiten stattgefunden. Es konnte die Reorganisation der Zentralstelle vorgenommen werden. Die Reorganisation wird um so leichter durchgeführt werden, als sich die Stadt Frankfurt und vor allem auch die Landwirtschaftskammern Hessens und der Provinz Nassau der Zentralstelle anneh= men und sie wesentlich unterstüßen. Eine den Frankfurter Verhältnissen angepaẞte neue Marktordnung wurde gehend beraten und angenommen. Es werden wöchentlich, und zwar Donnerstags, in einer städtischen Markthalle Obst märkte abgehalten werden. Die neue Marftordnung ist in nächster Zeit von der Zentralstelle oder der Geschäftsstelle des Oberhessischen Obstbauvereins zu beziehen. Die von früher her bekannten Angebot und Nachfragelisten werden voraussichtlich wieder erscheinen.

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* Hanau. Die Stadtverordnetenversammlung hat aus Anlaß der 40. Wiederkehr des Sedantages beschlossen,

Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags Uhr: Professor D. Schian. Die Kinderkirche für die Johannesgemeinde fällt aus. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung Johannessaal.

Nächstfünftigen Sonntag, den 24. Juli, wird die all­jährliche Kollefte für innere Mission erhoben werden. Bathe lische Gemeinde

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Sonntag, den 17. Juli. Vormittags br: Gelegenheit zur bi. Beicht. Vormittags 7 Uhr: Die erste heil. Messe. Vormittags 8 Uhr: Auste: lung der heiligen Kommunion. Vormittags 9 Uhr: Hochamt mit Predigi. Vormittags 11 Uhr: Heilg. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen

Geboren e.

Juli 3. Fuhrunternehmer Christian Belz ein Sohn, Hein­rich Christian.

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7. Schlosser Start Größer ein Sohn, Karl Ewald.

8. Oberarzt Dr. med. Karl August Paul Todt eine Tochter, Hildegard Elise Elfriede Johanna.

8. Wagenführer Adam Frei ein! Tochter, Ottilie Eli­sabeth.

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10. Elettrotechniker Karl Graf eine Tochter,

Luise Eva.

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11. Bureau Assistenten Karl Peter ein Sohn, Kari

Aufgebote.

Juli 9. Paul Ernst Gustav Scholz, Filialleiter in Gießen, mit Luise Elise Minna Drescher in Diemarden.

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9. Johann Heinrich Helf, Zuschneider in Gießen, mit Emma Emilie Fick in Weßlar.

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9. Heinrich Keil, Eisenbahngehilfe in Lohra, mit Wil­helmine Auguste Lich in Londorf.

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9. Johann Heinrich Hermann, Maurer, mit Marga­rete Kehr, beide in Steinbach.

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9. Georg Wilhelm Pfeiffer, Gewertschaftssekretär Vilbel, mit Elsa Lydia Martha Gellert in Gie­Ben.

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11. Jakob Valentin Louis Hensel, Kaufmann in Bad­Nauheim, mit Pauline Peil in Gießen.

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12. Heinrich Drollsbach, Buchdrucker, mit Margarete Backhaus, beide in Gießen.

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14. Jakob Baum, Mechaniker in Frankfurt a. M.- Sach­senhausen, mit Marie Biedentopf in Gießen.

14. Georg Jung, Großh. Verwalter der chirurgischen Klinit, mit Lina Mäser, beide in Ghießen.

14. Heinrich Beck, Glaser, mit Katharina Will, beide Gießen.

Eheschließungen.

Juli 9. Adolf Sundheimer, Kaufmann, mit Henriette Lenz, beide in Gießen.

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9. Johannes Vollmäller, Kaufmann, mit Anna Neu­mann, beide in Gießen.

13. Heinrich Erb, Fuhrmann, mit Anna Baum, beide in Gießen.

Gestorbene.

Juli 11. Natanael Ngoso, Laborant, 28 Jahre alt, Wald­algesheim.

14. Antonie Cramer, geb. Briel, 71 Jahre alt.

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14. Ferdinand Ernst Bäcklen, 4 Monate alt.

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14. Ludwig Friedrich, Monteur, 58 Jahre alt. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

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