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Stadt und des Kurhauses, während abends ein Ball stattfindet. Interessenten erteilt weitere Auskunft die Geschäftsstelle für den Arbeits- Ausschuß, Herr A. Todt, Morißftraße 21.
Er
* Ortemberg. Bürstenhändler Wagner von hier verunglückte auf der Straße bei Selters mit seinem Fuhrwert dadurch, daß der mit Waren beladene Wagen bei einer Surve umfiel und Wagner darunter zu liegen tam. tonnte nur mit Mühe von seiner Frau, die allein in der Nähe weilte, aus seiner schlimmen Lage befreit werden, und hatte bedeutende Verletzungen erhalten, so daß er nach hier verbracht und sich einer Operation unterziehen mußte. Auch sein Pferd erhielt beim Sturze erhebliche Verletzungen. der so Das Eisensteinbergwert„ Elisenburg" auf genannten Landwehr, das seit etwa 2 Jahren still stand, wird den Betrieb demnächst wieder aufnehmen.
des
* Fauerbach v. d. H. Nächsten Samstag, Sonntag und Montag findet hier das 17. Gauturnfest des Gaues Wetterau, verbunden mit dem 25jährigen Jubiläum sestgebenden Vereins statt. Fast sämtliche Vereine des Gaues haben ihr Erscheinen zugesagt und es werden nahezu 300 Wetturner am Sonntag morgen um Eichenkranz und DipIom tämpfen.
Aus aller Welt.
eine
* Berlin. Die Reichsversicherungsfommission lehnte die Zulässigkeit von Ausnahmen für die Betriebskranken= der fassen des Reiches und der Bundesstaaten hinsichtlich Verträge mit Aerzten und Apothekern ab. Gestrichen wurde die Bestimmung, daß die Landeskrankenkassen durch Satzung das Krankengeld während der Zeit vom 1. Oftober bis 31. März auf ein Viertel des Ortslohnes sollten bis zum 15. herabseßen Gönnen. Die Kommission wird Juli die Krankenversicherung erledigen und am 20. September mit der Unfallversicherung wieder beginnen.
die
ge= * Opladen. Das Luftschiff„ Erbslöh", das stern morgen von Leichlingen mit 5 Personen aufstieg, ist um 9% Uhr über dem Orte Neuentamp in beträchtlicher Höhe geplaßt und zur Erde gefallen. Sämtliche Insassen sind tot. Es sind dies der Führer Oskar Erbslöh, Ingenieure Kranz, Tölle, Höpp und der Monteur Spiecks. Mit der verunglückten Fahrt sollten die Passagierfahrten beginnen, welche die Rheinisch- Westfälische Motorluftschiff- Gesellschaft, nachdem sie mit dem Luftschiff am Sonntag folgreiche Aufstiege gemacht hat, für die Mitglieder der Gesellschaft veranstalten wollte. Der Ballon hatte nach fürzlich vorgenommenen Aenderungen 3200 Rubikmeter Inhalt, wurde von einem einzylindrigen Motor betrieben und fonnte sechs Personen tragen.
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den
* Bluefield 3.( Nicaragua.) Revolutionäre überraschten das Regierungs- Kanonenboot„ San Jacinto", welches die Landung von Pearl bombardierte, durch ein scharder ses Feuer aus Geschüßen, die sie unbemerkt am Ufer anderen Seite aufgestellt hatten und setzten es bald außer Gefecht. Etwa 20 Mann der Besaßung des Kanonenboots wurden getötet, 40 bis 50 verwundet. Der„ San Jacinto" wurde schließlich durch ein ihm zur Hilfe kommendes deres Regierungsschiff nach Bluefields eingeschleppt.
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)( Auz Köln wird der Sieg des Brennaborfahrers
Auskunftsstelle für Reiseverkehr, Städte und Bäderwesen,
eingerichtet vom
Verkehrsverein Gießen,
in
G. 3eisler gemeldet, der am Sonntag beim 10 und 25 Kilometer- Rennen um den Preis vom Siebengebirge beiden Läufen als Erster über das Zielband ging.
am
)( Der große Preis vom Rhein fiel Sonntag in Düsseldorf dem Brennaborfahrer Hermann Przyrembel zu, der u. a. Stol und Goor in einem 100 Kilometer- Rennen besiegte.
Ans dem Gerichtssaal.
Straffammer.
Gießen, 12. Juli 1910. Einen nächtlichen Raubzug unternahm der Schmied N. Georg in Od stadt mit seiner Schwägerin Margarethe Gröninger in den Keller des Schulhauses, wo der Bürgermeister Kartoffeln liegen hatte. Nachdem sie einige Säcke gefüllt hatten, wurden sie durch einen Buchdrucker entdeckt, den Georg mit Holzstücken bewarf. Da er auch falsche waren, Schlüssel angewandt hatte und sie übergestiegen Unter Berücksichtig= lagen straferschwerende Momente vor. ung der Notlage der Angeklagten tam die Gröninger mit einem Monat durch, während Georg zu drei Monaten und 20 Mart Geldstrafe verurteilt wurde.
Ein schwerer Gegner des Bürgermeisters Röhl von Kö d= dingen ist der Zimmermann Kaspar Schneider 7. dor
ten.
Er ist bereits wegen Beleidigung des Bürgermeisters bestraft, weil er gesagt hatte, der Bürgermeister tut was Gott verboten hat. Nunmehr hat der Bürgermeister in einem Fall, in dem Schneider wegen Nichtbeseitigung von Holz von einem Gemeindeplatz angezeigt war, einen Eid geleistet, von dem es sich herausstellte, daß er sich geirrt hatte. Ez hatte sich nämlich um Holz gehandelt, daß der Angeklagte für einen anderen bearbeitete, während der Bürgermeister beschwor, es habe sich um Holz, das dem Angeklagten gehört, gehandelt. Dieses gab Schneider Anlaß zu einer Meineidsanzeige, das Verfahren wurde aber eingestellt, da es sich um einen Irrtum handelte. Ferner hatte der Angeflagte wiederholt behauptet, daß der Bürgermeister Meineid geleistet habe. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen Beleidigung zu 2 Wochen Gefängnis. Hiergegen legte der Angeklagte Berufung ein, der sich die Staatsanwalt= schaft anschloß. Das Urteil der Berufungsinstanz lautete auf 4 Wochen Gefängnis. Vielleicht gibts jetzt Ruhe, wie dies von dem Straffammervorsitzenden gewünscht wurde. Bürgermeister Schneider in Herbstein hatte ein in Ge= Lauterbach wohnhaftes Brautpaar getraut, ohne dte nehmigung des zuständigen Standesbeamten zu haben. Er wurde wegen Vergehens gegen das Personenstandsgesetz zu 5 Mark Geldstrafe verurteilt.
einen
Der bei einem Gießener Steinhauer beschäftigte Karl Bauer aus Nassau hatte einem Mitarbeiter eine Tabatspfeife und eine Jacke entwendet. Urteil: 6 Monate Gefängnis.
Wegen Vergehens der widernatürlichen Unzucht, begangen an verschiedenen Tieren seines Dienstherrn, wurde der
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Im Gaswerf findet nur Verfauf von über 5 3tr. ftatt, die meisten hiesigen Kohlenhändler verabfolgen Gastofs auch in Mengen unter 5 3tr. Für Anfuhr an das Haus werden 10 Pfg. für den Zentner berechnet. Jür Abnehmer außerhalb der Gemarkung Gießen ermäßigen fich die Preise außerdem um den Betrag der Oftroirückvergütung von 4 Pfg. für den Ztr.
Der billige Preis wird nur für den Kofs gewährt der bis 1. September 1910 abgenommen wird. Vom 1. September ab treten die Winterpreise in Kraft. Gießen, den 30. Juni 1910.
Städtisches Gas.: und Wasserwerk Gießen. Steding.
jugendliche Knecht Konrad Mahr in Berstadt zu drei Wochen Gefängnis verurteilt.
Unter der Angabe, seine Mutter besuchen zu wollen, erschwindelte sich der Weißbinder Edmund Wigand aus Gräfenau von seinem Dienstherrn zu Crainfeld 13 Mark und Kleider, um sich nicht wieder sehen zu lassen. Urteil: 3 Monate Gefängnis.
Der Gärtner Ludwig Ziegler aus Steinfurth war geständig, einem Kutscher zu Bad Nauheim 20 Mart abgeschwindelt zu haben, indem er angab, er habe Heu zu verlaufen, das er ihm liefern wolle. Urteil 8 Monate Gefängnis, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft und 5 Jahr Ehrverlust:
Literarisches.
- Griebens Reiseführer. Band 36. Der Schwarzwald.( 2,50 Mt.) Kleine Ausgabe. Bd. 37. ( 1 Mt.) Verlag von Algert Goldschmidt, Berlin W. Man cherlei hat gegen die frühere Auflage eme neue Anordnung erhalten. So hat speziell das Hornisgrindegebiet eine gründliche Umarbeitung erfahren und auch im südlichen Schwarzwald sind einzelne Routen zweckmäßiger angeordnet worden. Die neu geschaffenen Wege und die neu mar tierten Zugangswege haben selbstverständlich Aufnahme ge funden. Auch das Kartenmaterial wurde genau revidiert und eine neugestbchene spezielle Karte des nördlichen Schwarzwaldes den bisherigen Karten beigefügt. Der Füh rer fann als zuverlässiges und praktisches Reisehandbuch em pfohlen werden.
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