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Lich. Prinz Hermann und Prinzessin Dorothea zu Stolberg- Wernigerode gaben anläßlich ihrer Hochzeit 400 Mart für Wohltätigkeitszwecke. Die Festjungfrauen, die Spalier gestanden haben, erhielten je eine Dentmünze an den Hochzeitstag.

* Worm 3. Die Handelskammer hat eine Eingabe an den Deutschen Handelstag gerichtet, darauf hinzuwirken, daß auf dem diesjährigen internationalen Kongreß die Festlegung des Osterfestes beschlossen werde.

* Silbernes Jubiläum der Burschen=| Gemeinde schon voriges Jahr beschlossene Abbruch wird schaft Arminia". Die anläßlich ihres 25jährigen Be- binnen furzem erfolgen. ftehens von der Arminia" geplanten Festlichkeiten nahmen am Freitag mit einem Vortragsabend ihren Anfang, außer den Angehörigen der Burschenschaft noch zahlreiche Studenten in dem Hotel Großherzog" versammelte. Anstelle des verhinderten Hofrats Pfaff- Darmstadt hielt Pfarrer Weißbäde r- Darmstadt den angekündigten Vortrag über " Die deutsche Studentenschaft vor 25 Jahren und heute". Als zweiter Redner sprach stud. phil. 3orn über Das studentische Ehrengericht an der Universität Gießen". Beide Vorträge enthielten beachtenswerte Vorschläge zur Förder­ung des studentischen Zusammenschlusses und zur Schaffung eines studentischen Ehrengerichtes und ernteten lebhaften Beifall. Am Samstag fand eine Kaffeetafel im Hotel Groß­herzog statt, der sich ein Festtommers auf der Liebigshöhe anschloß. Am Sonntag vereinigte alle Teilnehmer an Jubiläum ein Fest auf dem Gleiberg, das in allen seinen Teilen einen recht gelungenen Verlauf nahm. Die Fest lichkeiten beschloß an dem gestrigen Tag ein Frühschoppen und eine italienische Nacht auf der Pulvermühle.

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* Konferenz der hess. Bergwertsbe triebsleiter. In Weßlar fand dieser Tage eine Kon­ferenz der Betriebsleiter der hessischen Bergwerke statt, welche mit einer Besichtigung der Sophienhütte zu Weblar eingeleitet wurde. In den hierauf im Hotel Kaltwasser" abgehaltenen Besprechungen brachte Bergassessor Kobbe zu­nächst den Nachtrag zum hessischen Bergwerksverzeichnis zur Kenntnis der Interessenten. Ueber die Formalitäten bei Anträgen auf Erteilung der Sprengstoffbesizerlaubnis re­ferierte Bergrat Köbrich. Die Statistik der Bergarbeiter= Töhne im ersten Vierteljahr 1910 lag vor. Sie läßt eine durchschnittliche Lohnerhöhung pro Mann und Schicht von etwa 20 Pfg. gegen das gleiche Vierteljahr des Vorjahres erfennen, bei allerdings zum Teil etwas längerer Durch­schnittsschichtdauer. Dies weist auf einen besseren Beschäf= tigungsgrad des Bergbaues hin. Die nächste Konferenz soll am 19. August in Wald- Michelbach im Odenwald stattfin

den.

** Der Großherzog empfing am Samstag u. a. den Stadtpfarrer Böckner von Schlitz und den Haupt­Tehrer Schneidt von Friedberg.

** Bestätigt wurde vom Großherzog der von dem Fürsten zu Solms- Hohensolms- Lich auf die evangeli­sche Pfarrstelle zu Lich präsentierte. Pfarrassistent Rudolf Freytag daselbst für diese Stelle.

Unwetter.

Seit Wochen schon haben ganz Deutschland, besonders aber die thüringischen Länder, Tag für Tag Gewitter zu berzeichnen. Dabei erfuhr die Temperatur nur wenig Ab­fühlung, wenn der meist in Strömen und in großen Trop­fen herniederfallende Regen verrauscht war, herrschte nach wie vor eine drückende Schwüle und nur unter den schatti­gen Bäumen des Waldes war die Temperatur etwas an­genehmer als dort, wo die Sonne ungehindert ihre sengen­den Strahlen herniedersenden konnte. Auch am Freitag, Samstag und Sonntag sind wieder heftige Gewitteraus= brüche erfoigt, über die folgende Meldungen vorliegen:

Gießen. Ueber unsere Stadt ging in der Nacht zum Sonntag ein Gewitter nieder, das einen wollenbrucharti­gen Regen brachte, der in der Umgebung der Stadt vielen Stellen Schaden anrichtete und namentlich die Obst­bäume in Mitleidenschaft zog.

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Ulrich stein. Bei dem Gewitter am Samstag schlug der Blizz in Helpershain in die Stallung des Johann Hoh­mann 7. ein und tötete zwei wertvolle Kühe. Stallung und Scheune sind niedergebrannt.

Engelro d. Hier schlug der Blizz in eine Scheune ein. Das Feuer konnte jedoch sofort gelöscht werden.

Gleeberg. Am Freitag ging in der Mittagszeit ein schweres Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen und mit etwas Hagel nieder. Die Aarbach trat aus ihren Gren­zen und überflutete alles. Die Wege sind zum größten Teil vollständig aufgerissen, von den Aeckern ist viel Land weggerissen. Der Schaden, den die Gemeinde hat, ist groß. Langd. Ein furchtbares Gewitter, verbunden mit Hagelschlag, ging am Freitag über unserem Dorfe nieder. Um 12 Uhr verfinsterte sich der Himmel derart, daß man in der Stube nicht lesen konnte. Dann regnete es zwei Stunden lang so heftig, daß alle Straßen des Dorfes in einen See verwandelt waren. Der Schaden im Ort und außerhalb, den die gewaltigen Wassermassen anrichteten, ist bedeutend.

Bonn. In verschiedenen Orten des Vorgebirges sind Wolfenbrüche niedergegangen, die an den Ernte- und na= mentlich an den Gemüsekulturen großen Schaden anrichten.

Hus Hessen und Nachbargebiet.

* Münster( Kr. Gießen). Die Synode des D! ka­nats Grünberg wurde hier mit einem feierlichen Gottes= dienst durch Pfarrer Prätorius- Homberg eingeleitet. Danach wurde durch den Leiter der Synode, Dekan Wagner, der Rechenschaftsbericht vorgetragen. Daraus war ersichtlich, daß es auf manchen Gebieten des kirchlichen Lebens, z. B. Kirchenbesuch, christlicher Liebestätigkeit und Abendmahlsbe­such vorwärtsgeht. Der Anregung der Anschaffung eines Lichtbilderapparates für die 68 Gemeinden unseres Deka­nats soll erwogen werden. Als Ersaßmitglied für den De­tanatsausschuß wurde Johs. Keil 1. von Ettingshausen ge­wählt. Das Hauptreferat von Pfarrer Staubach über Die Stellung der Kirche zu den Sekten und ähnlichen Bestreb­ungen mit Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse des Dekanats", das reiche Anregung bot und großen Fleiß zeigte, fonnte leider der vorgerückten Zeit wegen nicht mehr so, wie es verdiente, diskutiert werden. Mit Gesang wurde die Synode geschlossen.

* Garbenteich. Nachdem unsere Schule drei= flassig geworden ist, hat die Gemeinde die Erbauung eines neuen Schulhauses beschlossen. Das Gebäude wird bis zum Herbst im Rohbau hergestellt und im Herbst 1911 bezogen.

* Lauterbach. Eine überaus wichtige Frage, die Gründung eines Heimatmuseums, beschäftigt gegenwärtig unsere Einwohner. Die Vorarbeiten sind bereits im Gange.

* Hungen. Das Ministerium hat dem hiesigen Orts­vorstand die Erlaubnis erteilt zur Veranstaltung einer Ver­losung in Verbindung mit dem am 26. September statt­findenden Prämiierungsmarkt.

* Leihgestern. Gemeinderat und Schulvorstand beschlossen im Beisein der Vertreter der Kreisschulfommission die Errichtung einer weiteren, der vierten Schulklasse, da die Schulklassen überfüllt sind und die Elementarklasse 110 Schüler zählt.

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* Ulrich steink Die älteste Fachwerkkirche Ober­hessens ist dem Untergang geweiht; es handelt sich um das alte Gotteshaus in dem benachbarten Helpershain. Nach­dem sich Denkmalschutz und Vogelsberger Höhenklub die Erhaltung des eigen und einzigartigen Gebäudes be­mühten und das Gebäude als Heimatmuseum für den Vo­gelsberg umzugestalten gedachten, hat es sich herausgestellt, daß das Gebäude dem Einsturz nahe ist, so daß die Reno­vierung zu große Summen erfordern würde. Der von der

* Darmstadt. Die frühere Gattin des Erbgrafen Erasmus zu Erbach- Erbach, Dora Fischer in Erbach, hat gegen das Urteil der Zivilkammer 1 am Landgericht der Provinz Startenburg in Darmstadt, das sie zur Zeugnis abgabe verurteilte da ihre Ehe mit dem Erbgrafen für nichtig erklärt sei, also feine Ehe bestanden habe Be schwerde an das Gr. Oberlandesgericht eingelegt.

* Oppenheim. Ueber das Vermögen des ver­storbenen Notars Hubert ist nunmehr das Konkursverfahren eröffnet worden. Zum Kontursverwalter wurde Rechtsan= walt Espenschied bestellt. Man glaubt, daß den zahlreichen Gläubigern des Verstorbenen immer noch ein Betrag von etwa 10 bis 20 Prog. ihrer Forderungen ausbezahlt wer­den kann. Ein weiterer Beitrag wird von der Regierung und eventuell von der Notariatskammer erwartet.

* Wiesbaden. Die Straffammer verurteilte den Prediger der freireligiösen Gemeinde, Gg. Welter, nach zweitägiger Verhandlung wegen Beleidigung des fatholi­schen Pfarrers Diesenbach in Rauenthal in zwei Fällen zu 500 Mark Geldstrafe.

Aus aller Welt.

* Berlin. Die Reichsversicherungskommission er­höhte die Grenze für die Versicherungspflicht von 2000 auf 2500 Mt.

* Berlin. Die Budget- Kommission des Abgeord= netenhauses hat die Vorlage über die Erhöhung der Zivil­liste in dem von der Regierung vorgeschlagenen Ausmaße von Millionen bewilligt. Für die Erhöhung stimmten auch die Polen. Allerdings haben sie einen prinzipiellen Protest gegen die preußische Polenpolitik bei dieser Gelegen­heit zu Protokoll geben lassen.

* Berlin. Vor einer großen Zuhörerschaft hielt der Nordpolforscher Robert Peary seinen ersten einzigen öffentlichen Vortrag auf dem Kontinent über seine Erreich­von Peary selbst in den arktischen Gegenden aufgenommener ung des Nordpols und erläuterte ihn durch eine große Zahl Lichtbilder.

)( Ein neuer Bahnrekord wurde am Sonn­tag in Straßburg i. E. von dem Zehlendorfer A. Schulze, der in einem Stundenrennen vor Pongs und Gruber den Großen Münsterpreis gewann, aufgestellt. Schulze fährt Brennabor.

)( Im Match gegen Tandem war am Sonn­tag in Mülhausen i. E. der Brennaborfahrer P. Müller siegreich; derselbe placierte sich auch im Hauptfahren als Zweiter. Der Match zwischen dem Weltmeister Robl und dem Dauerfahrer Ingold sah letteren als überlegenen Sie­ger auf seinem leichtlaufenden Brennaborrade.

Die gefährlichste Zeit des Säug= lingsalters ist die Periode der Zahnung und Ent­wöhnung, weil in diesem Alter die Durchfälle am häufig= sten auftreten. Den besten Schutz bietet eine rationelle Er­nährung mit Kufete" und Milch, wodurch die Verdau­ung gefördert und geregelt wird.

Das Hochwasser im Ahrtal.

Unter den vielen schweren Unwetterfatastrophen, welche während der letzten Tage vorkamen, ist wohl diejenige die schwerste, deren Kunde jetzt aus dem Ahrtal kommt. Hier hat ein Wolkenbruch geradezu Entseßliches angerichtet und, wenn sich die bis jekt vorliegenden Meldungen bestätigen sollten, weit über 100 Menschen das Leben ge to ste t. Am Montag, den 13. Juni, früh 6 Uhr, ver­breitete sich plötzlich die aus Dümpelfeld eingelaufene Meld­Steigen begriffen sei und es jedenfalls zu einer großen ung, daß infolge dieses Wolfenbruches die Ahr in raschem Ueberschwemmung kommen würde. Das Wasser stieg rapid bis zu einer Höhe von über 3 Meter über dem durchschnitt­lichen Wasserstand. Das Ahrtal in der Gegend von Dernau bis Altenahr war bald ein reißender Strom, der Straßen und Bahnförper überflutete. Große Holzteile, Bäume, Fäs ser, Telegraphenstangen, Tiere 2c. wurden in großer Anzahl abwärts getrieben. Bei der Mayschosser Brücke stauten sich größere Holzteile und bald stürzte die steinerne, massive Brücke zusammen. Das gleiche Schicksal erlitten die Brücken bei Altenahr, Dernau, Laach, Kreuzberg und Heimersheim. Ferner wurde bei Mayschoß an dem Eisenbahndamm ein fleiner Durchlaß vollständig weggerissen, so daß zirka 15 Meter Schienen frei in der Luft schwebten. Der Eisenbahn­betrieb ist in der Gegend vollständig eingestellt. Bei der Loch­mühle in der Nähe von Altenahr hatte sich das Was­

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ser gewaltsam ein zweites Bett verschafft, von dem aus es einen breiten Wasserfall bildete. Auch in dem Badeort Neuenahr hat das Wasser furchtbar gewütet. Der Kurgar­ten und die Quelle wurden schwer heimgesucht, ebenso das Schulhaus im Orte. An vielen Stellen sollen die Wasser­leitungen zerstört worden sein. Auch bei Sinzig an der Eisenbahnbrücke sah es recht gefährlich aus, da alles dort überschwemmt ist. Die Ahr führte fortgerissene Brücken, Holzstege, Gebäudeteile und Viehleichen mit sich. 11 Stein­brücken für den Fußverkehr sind bereits eingestürzt. Die Ahr­talbahn fann nicht mehr verkehren, da Eisenbahndämme un­terspült sind und der Einsturz verschiedener Brücken fürchtet wird. Das Tal zwischen Neuenahr und Remagen gleicht einem ungeheuren See. In Schuld sind mehrere Häuser fortgeschwemmt worden. Militär ist in Automobi­len unterwegs. Der Schaden wird bis jetzt auf 4 Million geschätzt. Weitere schwere Regengüsse fallen beständig. Te­lephon und Telegraph oberhalb Walporzheim sind zerstört. Die Provinziallandstraße im Ahrtal ist nicht mehr gang­bar; sie steht an vielen Stellen bis zu einem Meter unter Wasser. An der Oberahr von Walporzheim bis Kreuzberg sind alle Bahndämme weggerissen. Die Provinziallandstraße ten Kuh vollständig in den Fluten verschwunden, so daß ist bei Mayschloß, Altenahr, Bernau, Rech und an der Bun auf Wochen hinaus unmöglich sein wird. Die Eisenbahn dee nackte Fels hervortritt und der Fuhrverkehr im Ahrtal wird erst in acht Tagen wieder oberhalb Ahrweiler fahren fönnen. Bei Fuchsofen und bei Müsch wurden die Bara­cken italienischer und kroatischer Bahnarbeiter zerstört. Von um gekommen sind. Von den Kroaten sind nur zwei den Italienern retteten sich nur 4, während vermutlich 76 gerettet und 26 werben vermißt. In Ahrweiler wur Sen 20, in Schuld 5, in Altenahr 10, in Dernau 8 Lei­Wasser den höchsten Stand erreicht, und es fiel nunmehr chen geländet. Montag mittag um 12 Uhr hatte das schnell, sodaß die Gefahr jetzt als beseitigt gilt.

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Die Ueberschwemmung an der Ahr war vielleicht seit langen Jahren Deutschland heimgesucht hat. größte und in ihren Folgen die schlimmste Katastrophe, die

Ans dem Gerichtssaal.

Strafkammer.

Gießen, 14. Juni 1910. Der Eisenbahnmaterialienverwalter zu Gießen R. Ram­mel aus Saarbrücken stand wegen Betrugs zum Nachteil der Eisenbahn unter Anklage. Es ist ihm zur Last gelegt, einer Firma mehr angewiesen zu haben als ihr zustand und da für einen Vorteil für sich angenommen zu haben. Die Fir­ma Häfner und Schwieder in Berg in der Pfalz hatte Ver­tragsgemäß 50 Rubikmeter Eichenholz zu liefern. Von dem etwas mehr gelieferten Holz wurden zirka 7 Kubikmeter als Ausschuß bezeichnet und nicht angenommen; trotzdem ließ der Angeklagte das ganze an die Firma auszahlen. Der Angeklagte bestreitet veranlaßt zu haben, daß eine Mehrauszahlung erfolgt sei, vielmehr habe die Firma aus einer früheren Lieferung die Differenz zu bekommen gehabt. Er hat aber bescheinigt, und zwar falsch, daß das Holz an einem späteren Tage geliefert worden ist. Ferner hat er unrichtige Einträge in das Eingangsbuch gemacht und in einem von ihm bezw. einem Aufseher geführten Notizbuch Aenderungen vorgenommen, was er aber bestreitet. Wegen einer großen Anzahl anderer Unregelmäßigkeiten, beim Ver­kauf von altem Material an Arbeiter und Beamte wurde der Angeklagte schon früher außer Verfolgung gesetzt. Er beruft sich darauf, er habe Nachmessungen des Holzes vor­genommen, bei denen es sich herausgestellt habe, daß mehr geliefert worden sei, als es sich bei der Abnahmeprüfung ergeben hat, weshalb er auf Grund dieser Nachmessungen durch ihn allein, die Anweisung erhöht habe. 800 Mt. ließ sich die Firma anstandslos abziehen, bei einer späteren Lie ferung. Das Gericht hielt den Angeklagten für schuldig und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten unter Anrechnung von 7 Wochen Untersuchungshaft. Auch werden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre abgesprochen.

Bermischtes.

Das deutsche Volkslied.

Auf einem vom Kaiser bestimmten Plaße im Tiergar­ten zu Berlin hat ein neues Monument Aufstellung ge­funden, welches das deutsche Volkslied verkörpert. Die Mar­morgruppe ist ein Werk des Bildhauers Sußmann- Hellborn

und zeio. auf einem Granitsockel zwei sitzende Frauen, von denen die ältere in der Rechten eine Laute hält, deren Sai­ten von ger jüngeren berührt werden.

Literprisches,

Griebenz Reiseführer. Band 22: Bel­gien( 3 Mt.) und Band 84: Brüssel, die Weltaus­stellung und Antwerpen( 1,20). Verlag von Albert Gold­schmidt, Berlin W. Die Zahl der Deutschen, die in die­sem Jahre Belgien anläßlich der Brüsseler Weltausstellung besuchen werden, wird eine ganz außerordentlich große sein. Ihnen allen kann der soeben in 12. Auflage erschie nene Griebensche Reiseführer von Belgien als zuverlässiger Ratgeber besonders empfohlen werden. Für Besucher der Brüsseler Weltausstellung dürfte als Beigabe zum Führer Belgien das für 40 Pfg. erhältliche Bändchen Die Welt­ausstellung in Brüssel"( Verlag Albert Goldschmidt, Ber­lin W.) empfohlen sein.

Griebens Reiseführer. Band 8. Wien und Umgebung mit Ausflug auf den Sem mering.( 2 Mr.) Dasselbe fleine Ausgabe. Band 68. ( 1 Mr.) Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Das Buch enthält alles, was für den die österreichische Kai­serstadt besuchenden Reisenden wissenswert ist. Das dem Führer beigegebene Kartenmaterial ist einer sorgfältigen Re­vision unterzogen worden und auch die Grundrisse der Museen weisen den neuesten, gegen früher vielfach verän­derten Stand auf.

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Paul Linda u 3 gesammelte Romane und No­vellen. Illustr. Ausgabe in 75 Lieferungen a 40 Pfg. S. Schottlaenders Schlesische Verlagsanstalt G. m. b. H., Ber­lin W. 9. Lieferung 14 und 15 dieser illustrierten Ge­samtausgabe der besten Werke Paul Lindau's liegt uns jett vor. Sie enthalten die Fortsetzung des Romans Die Gehilfin". Daß die ganze Handlung überaus spannend, le­bendig und lebenswahr ist, braucht bei einem Autor wie Paul Lindau nicht besonders hervorgehoben zu werden.

Backe mit Reeses Backwunder