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vorauszahlb
1,50 Mt. f Donnerstags „ Humoristi liegen wöch
Seltersweg nicht verl
2
Nr. 10
Grummetg
Samsto 23. Auguft Wiesen meiftbie
a) nachmit her Pascoe'sch Stephansmart.
a) vormitt
sen im Neustäd b) vormitt Wieseckböschung c) vormitt
chior Schäfer A Heegstrauch un d) vormitt hof am Nahru
e) nachmi
sen am Fürst
wiesen in der
j) nachmit sen in der Sc
a) bormit fenwiejen, ein zenmorgen, U b) nachmi
Deutlich.
A.: Darf ich Ihnen nicht auch eine Zigarre anbieten?" B.: Nein, ich danke sehr." A.:„ Rauchen Sie denn B.: Nein, aber nicht oder haben Sie schon geraucht?" gerochen!"
Araum:
Liebesqualen in allen Skalen. ( Eine Ballade in thermo- metrischen Reimen.)
Sie hieß Thusnelda und er Adolar, Sie zählte dreißig, er erst zwanzig Jahr'; Glasbläser war er, sie verzapfte Bier, Sein Liebesthermometer stand nach Reaumur (+ 40%).
Doch schon nach wenig Wochen, welche Schmach! Ließ seine Glut um zirfa 8 Grad nach. „ Mein Adolar," so seufzt Thusnelda leis, ,, sag' es mir, liebst Du mich noch so heiß?" „ Noch immer sind es 40 Grad, so wahr Ich ewig bleiben werd' Dein Adolar!" Und heuchelnd gibt Thusnelden er' nen Kuß, Zeigt ihr den Wärmemesser, doch nach Celsius (+ 40° C. 32° R.).
Doch als die Liebe ein'ge Monat älter, Da wurde sie schon ganz bedeutend kälter; Mißtrauisch wurd' Thusnelda, unterdess'
Der falsche Adolar, der merkte es.
Als sie nun eines Tages sagte:„ Höre,
Liebst Du mich noch wie früher, nun so schwöre!"
Da schwur er ohne weit'res einen Eid, ,, Er liebt sie noch so heiß" nach Fahrenheit
(+ 40° F.+3,550 R.)
Doch alle Schwüre schafften nicht bei Seit' Den Zweifel und das große Herzelcid; X* R x C«( ZX+ 32)° F.
Denn eines Tages wurde es ihr klar, x* FF( 2–32)* C- HX – 12 Wer Fahrenheit und wer der Celsius war.
Ein Stammgast, dem ihr Leid sie einst gestand, Der schrieb mit Kreid' die Gleichung an die Wand, Den Unterschied erklärt er deutlich hier Von Celsius, Fahrenheit und Reaumur. Sie rauft ihr Haar und klagt ihr bitt'res Leid: So läßt Du mich für ewig fahren heut? Was nüßt mir solche Lieb' auf dieser Welt, Die sechsunddreißig Komma fünf Grad fällt?" Am Apparat für fohlensaures Gas Weint sie noch schnell sechs Taschentücher naß,
Entsagungsvoll dreht sie den Hahn herum Und bringt sich kohlensäuresaugend um. Als Adolar das Schreckliche gehört, Ist Angst und Rene bei ihm eingekehrt. Jezt, ruft er, ist mein Leben nur noch Gras, Jetzt kann ich Trübsal blasen, nid, t mehr Glas.
Wohl keine Reue weckt und auch kein Schmerz
Ein kohlensäure- imprägniertes Herz; Drum kommt verzweifelnd Adolar zum Schluß, Daß er nicht leben darf nein sterben muß.
Den Geist von Gram zerstört und irr den Blick, Nimmt er die Thermometer Stück für Stück, Speist sie mit Wohlbehagen einzeln auf, Quecksilberschwer schließt er den Lebenslauf.
Zwei Menschenleben gingen so zu Grund', Weil eins vom Thermometer nichts verstund, Unkenntnis ist und bleibt für alle Zeit Dem Menschen nur von großer Schädlichkeit. Mädchen traue nie dem äußern Schein, Es soll die Liebe stets unmeßbar sein,
Ob falt sie oder warm, ob Ernst, ob Scherz, Das wahre Thermometer sei dein Herz!
Glosse.
Verlange nicht, daß der holde Schein
Dich nimmer im Leben betrüge! Die Wahrheit hoch in Ehren; allein Was wäre die Welt ohne Lüge!
Jägerlatein.
Meine Herren, ich werde Ihnen ein mertwürdiges Abenteuer mit Wölfen, welches ich in den Karpathen erlebte, erzählen.
An einem Wintertage fuhr ich in Geschellschaft zweier mir unbekannter Herren in einem offenen Postschlitten von N. N. nach N. N. na, die Namen der Orte tun nichts zur Sache. Wir mochten eine Strecke von beiläufig zwei Stunden zurückgelegt haben und fuhren gerade im langsamen Trabe durch einen niedrigen Wald, als plötzlich die Pferde scheuten und dann in rasendem Galopp mit uns dahineilten. Bald gewahrten wir auch die Ursache des Scheuwerdens unseres Gespannes, denn rechts und links vom Schlitten tauchten, aus dem Walde kommend, ein Rudel Wölfe auf, welche uns laut bellend verfolgten. Rasch zog ich meinen Revolver, um mich nötigenfalls gegen die Bestien zu verteidigen. So verging eine bange halbe Stunde, als mit einem Male die Kräfte unserer Pferde nachzulassen begannen. Die Wölfe hatten dann auch bald unseren Schlitten eingeholt und umzingelt. Ich gab auf eines der Tiere Feuer, ebenso meine Reisegefährten, und drei Wölfe wälzten sich in Schnee. Eben wolte ich wieder auf einen derselben meinen Revolver abschießen, als der größte von den Wölfen, wahrscheinlich der Anführer derselben, in unseren Schlitten sprang.
Meine Herren, Sie werden mir gewiß nicht in Abrede stellen, wenn ich sage, es war dies ein höchst kritischer Moment. Im ersten Schrecken waren wir gar nicht imstande uns zu verteidigen, und es wäre dem Wolfe ein Lechtes gewesen, mit uns fertig zu weuden. Doch merkwürdigerweise, er tat nichts dergleichen, er zeigte nicht eine böse Absicht.
Und jetzt meine Herren, das höchst Originelle von der Geschichte, er gab erst Ginen, dann dem Anderen meiner Reisegefährten seine rechte Pfote. Hierauf umarte der Wolf abwechselnd die Beiden, worauf er sich nach einem Pfotenhändedrucke wieder aus dem Schlitten entfernte. Nun blieben die Wölfe zurück und sahen uns nach, bis wir infolge einer Straßenbiegung ihren Blicken entschwanden.
Es drängte mich natürlich, von meinen Begleitern über das rätselhafte Gebaren des Tieres Aufklärung zu erhalten, da erfuhr ich nun, daß die Bestie ihnen und mir deshalb nichts getan, weil diese sie für Verwandte hielt. Meine Reisegefährten waren nämlich Brüder und hießen: „ Wolf."
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Sicheres Anzeichen.
Gerichtsvollzieher( zum Fenster hinaufrufend, aus welchem eine Frau blickt):„ Ist der Herr Studiosus zu Hause?"
Frau:„ Jawohl!"
Gerichtsvollzieher:„ Dann werde ich ein anderes Mal wiederkommen; denn wenn er zuhause ist, hat er kein Geld, sonst säße er im Wirtshause."
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Tm Zweifel.
Kadett( nach dem Rasieren sich im Spiegel besehend):„ Haben sie den Schnurrbart stehen lassen, wie ich Ihnen gesagt hatte?"
aufgefasst.
Falsch ,, Vata! Vata! Hast scho g'hört, des Bärbele isch a Hoffängerin g'worde!" " Jessas! Jessas! I han mir's scho denkt, daß' s a schlecht's End mit dem Bärbele nehma tut!"
Betrachtungen im Strassengraben.
Lude:„ Siehst Du, Ede, so ändert sich's: Früher, da hatt' ich mal' ne wahre Arbeitswut, un' jezt hab' ich bloß noch' ne Wut aufs Arbeiten."
Vor Gericht.
Richter( zum Gauner):„ Vierundzwanzigmal sind Sie vorbestraft!"
Ja,
Gauner( schmunzelnd): Herr Richter, heute friegen wir a Jubiläum!"
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Parallele.
,, Haben Sie mal einer Hinrichtung beigewohnt?"
„ Nein aber schon drei Hochzeiten mitgemacht."
Impertinenz.
Tourist( zum Wirt):„ Hier, wo es so viele Forellen gibt, haben Sie keine auf der Speisekarte?" Wirt:„ Ja, da ist nichts zu machen scharf aufgepaẞt!"
Beim Schopf gefaßt.
Fräulein:„ Ich möchte einen Liebesbriefsteller!" Kommis:„ Sehr gern, mein Fräulein, sollten Sie noch keinen Geliebten haben, möchte ich mich Ihnen bestens empfohlen haben!"
Käufer( zum Schneider):„ Hören Sie' mal, das karrierte Futter im Überzieher gefällt mir ganz und gar nicht; das langgestreifte fann mir auch nicht zusagen. Haben Sie lein anderes?"
Schneider( entrüstet):„ Na, vielleicht gewinnen Sie dem Vogelfutter Geschmack ab!"
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Immer Geschäftsmann.
„ Aber das sage ich Ihnen: die 75 000 Mark fann ich nicht gleich mitgeben." ,, D, ich nehme Ihre Tochter auch auf Ratenzahlungen."
Geflügelte Automobile.
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es wird zu
Berechtigter Wunsch.
Ihre Tochter hat Glück; immer ist sie von Herren umringt." " Ich wollte lieber, ein einziger ihrer Finger wäre umringt!"
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Mahnung. Willst Du ein echter Radler sein, So fahr', trint', sing', lieb', lach'; Doch niemals zu sehr, Brüderlein, Daß Dich's nicht reut hernach!
Unter Freunden. " Tappel's Erich heiratet eine Schauspielerin vom Stadttheater?" " Ja, die Naive."- ,, Gine andre hätt' ihn auch nicht genommen!"
Rache ist süss.
Hausherr( der sich mit den Nachbarn gezankt hat, wütend): „ Na, wartet nur, wenn meine Nichte diesen Herbst zum Besuch kommt!... Die spielt Klavier!"
Kaffeeklatsch.
O, wie lieblich ist's im Kreis Trauter Kaffeeschwestern, Wenn beim Tränkchen süß und heiß Blüht das liebe Lästern Und des Züngleins Bajonett Hurtig spießt von 2 bis 3 All' die lieben Nächsten, All' die lieben Nächsten!
Ja, es gibt in unserm Nest Viel des Jnt'ressanten; Was ein Mücklein nur gewest, Wird zum Elefanten; Und wir finden wunderbar Auch das letzte gute Haar An dem lieben Nächsten, An dem lieben Nächsten.
Unter unserm Lupenglas Werden klein die Riesen, Wachsen hören wir das Gras Und die Flöhe niesen.
Welt, wie bist du schlecht
Gott sei Dank, wir sind nicht so
Wie die lieben Nächsten,
Wie die lieben Nächsten!
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oh, oh!
Seufzer.
Spitzbube( zum andern):„ D, diese Weiber sind doch elende Schlangen! Stehle ich da für meine Geliebte eine und während der vier Monate ist sie mir untreu geworden!"
Müller: Ja, wenn Ihr mit Euren Schnauferln Luft- goldene Uhr, werd' nachträglich erwischt, friege vier Monate,
schiffahrt treiben wollt- ich hab' nichts dagegen!"
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Kriegspe
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Chöre zum Kreuzer, Re rige Schwert
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