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in Frankfurt nicht genau wissen, wird zweckmäßig den! Meldeamt auch der Name des gewünschten Teilnehmers genannt.

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Konzertverein Gießen.

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Das Konzert des Konzert- Vereins am Dienstag hatte in seinem instrumentalen Teil einen größeren Raum der russischen Musit durch Trios von S. Rachmaninow u. Paul Juon eingeräumt, deren Ruf sich namentlich auf Kammer­musil- Werke gründet, während der volale Teil durch Lie der von Schubert und Wolf einen interessanten Vergleich zwischen den beiden Meistern des deutschen Liedes gestattete, die ja so viele Berührungspunkte mit einander ausweisen. Zweifellos hätte auch nichts besser als das Lied an vor furzem in der gesamten gebildeten Welt gefeierten 50. Geburtstag Hugo Wolfs erinnern tönnen, der seinen Ruhm in erster Linie seiner herrlichen Vertonung von Liedern verdankt. Außerdem brachte das Konzert neben einem Trio von Pfitzner die stimmungsvolle Naturfreiheit" von Prof. Trautmann, die sich durch eine äußerst tiefe Empfindung auszeichnet. Als Ausführende hatte der Verein neben den in Gießen bereits auf das beste bekannten Herren Re b= ner für Violine und He gar für Violoncell, den Hof­opernfänger Stephani aus Darmstadt für den Lieder­teil gewonnen, während Prof. Trautmann den Kla­bierpart übernommen hatte.

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Der instrumentale Teil brachte zuerst das bereits er wähnte Trio von Rachmaninow in D- moll für Klavier, Violine und Violoncell, welches in allen seinen Teilen äußerst vortrefflich vorgetragen wurde und den drei Aus­führenden den gleichen Beifall errang. Minder gut sprach die Sonate in Fis- moll für Violoncell und Klavier von Pfigner infolge ihrer oft nicht einwandfreien Säße an, boch mußte auch hier das redliche Bemühen der Herren He­gar und Trautmann Anerkennung verdienen, welche der Schattenseiten des Werkes soviel wie möglich Herr zu wer ben suchten. Den Schluß dieses Konzertteiles bildete ein leicht dahin hüpfendes Trio in A- moll von Juon, das an die ausführenden Künstler nicht geringe Ansprüche infolge seiner oft recht schwierigen Säße stellte. Um so mehr mußte aus diesem Grunde die einwandsfreie Bewältigung des Stoffes Anerkennung verdienen, welche die Zuhörer denn auch in ausgiebigem Maße den Spielern zollten.

Den vokalen Teil des Programms eröffneten Die Gren­zen der Menschheit", ein Lied, dessen Wiedergabe der Baß­stimme Stephanis nicht recht gelingen wollte. Einen besseren Erfolg erzielten die beiden nächsten Gesänge, wel­chen der Künstler eine schöne dramatische Färbung zu geben wußte. Von den Liedern in dem zweiten Teil verdient Die Naturfreiheit" besondere Anerkennung, denn hier wußte der Sänger echte Empfindung in seinen Gesang zu legen, den Prof. Trautmann mit äußerst feinem Gefühl auf dem Klavier zu begleiten wußte. Ungeteilten Beifall errang Stephani ferner mit seinen Liedern von H. Wolf, welche sich bekanntlich besonders durch ein dramatisches Gepräge auszeichnen und die deshalb dem Künstler in hohen Grade Gelegenheit zur Entfaltung der dramatischen Ausdrucks= fähigkeit seiner Stimme boten. Hatte der erste Gesang leinen besonders günstigen Eindruck hinterlassen, als näm lich dort die Stimme des Vortragenden etwas verschleiert erschien, so errang das letzte der Lieder, das Lied eines Schmiedes", einen um so größeren Beifall. Dasselbe brachte namentlich die stimmlichen Fertigkeiten des Künst

Veralteten Husten auszurotten

ist eine recht schwierige Sache. Jeder, der schon einmal lange mit einem bösen Katarrh gekämpft hat, kann davon ein Lied singen. Mit Hustenbonbons und Pastillen ist da ebenso wenig etwas auszurichten, wie mit allerlei kleinen Hausmitteln. Einen gewöhnlichen Erkältungshusten mag man wohl mit derartigen harmlosen Mittelchen beeinflus sen können, aber die Beseitigung eines bereits chronisch gewordenen Hustens, der bei dazu Disponiertem gar oft den Anfang der Lungenschwindsucht bedeutet, erfordert weit ernstere Mittel, die den Feind sozusagen im Innern seines Lagers aussuchen und ihn dann von innen heraus" ver­treiben.

lers zum Ausdruck, dessen Gesang in seiner lebendigen Vor­tragsweise hier auch den strengsten Beurteiler zufrieden stellen konnte und bei der Zuhörerschaft wahre Beifalls= stürme entfesselte. Der Künstler mußte sich zu einer Zugabe verstehen, welche den Zuhörern in dem Wanderer" Schubert wurde und ebenfalls den besten Eindruck hinter­ließ.

von

Zweifellos hat der letzte Konzert- Abend zu den bereits errungenen Erfolgen des Vereins einen neuen Triumph hinzugefügt und so das Konzertjahr 1909-1910 in schön ster Weise abgeschlossen. Die Zuhörer waren auch diesmal wieder recht zahlreich erschienen, ein Beweis für die Be­liebtheit, welche sich der Konzert- Verein bei dem Gießener Publikum im Laufe seiner 150jährigen Tätigkeit zu errin­gen und auch in dem letzten Vereinsjahr in demselben Grade zu erhalten wußte. Möge der nächste Winter dem Verein zu gleich schönen Erfolgen verhelfen!

Als eines der besten Mittel zur Beseitigung derartig chronisch gewordener Katarrhe mit ihren Fol­gezuständen( alter Husten, Verschleimung, Asthma, Bronchialtatarrh, Lungenspize n= tatarrh 2c.) galt im ganzen Orient schon seit jeher der naturreine Harzsaft eines an den Küsten des Roten Meeres wachsenden Balsambaumes, der sogenannte Arabische oder Utu- Balsam. Trotzdem diesem so ausgezeichnet wirkenden und dabei doch absolut unschädlichen Mittel von den älteren Aerzten wahre Wunderdinge nachgerühmt werden, ist das­selbe bisher nur wenig nach Europa gekommen und hier fast unbekannt geblieben. Schuld daran trug seine verhält nismäßig große Seltenheit und der dadurch hervorgerufene,|

Prämiierung von Dienstboten.

Die den Dienstboten bewilligten Prämien fönnen von Dienstag, den 10. 1. Mts. ab bei unserer Kasse in Empfang genommen werden.

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Direktion der Bezirkssparkasse Gießen.

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* Alten- Buseck. Ueber das Vermögen des Bä­dermeisters Ludwig Braun wurde am 9. Mai seitens des Großh. Amtsgerichts zu Gießen das Konkursverfahren er­öffnet. Kontursverwalter ist der Kaufmann Althoff- Gießen, Kontursforderungen sind bis zum 1. Juni dem Gießener Amtsgericht anzumelden.

*)(* Buzba ch, 10. Mai. Landtagsabgeordneter Io u B, dessen Wahl als Bürgermeister von unserer Stadt vom Kreisamt nicht bestätigt wurde, hatte beim Kreisaus­schuß zu Friedberg Refurs dagegen erhoben, der aber zu­rüdgewiesen wurde. Jouzz hatte sich darauf an den Pro­vinzialausschuß gewandt, doch auch dieser hat in seiner heute stattgefundenen Sitzung der Wahl des Abgeordneten Jouzz zum Bürgermeister von Butzbach die Zustimmung versagt.

* Grünberg. Nach sehr langen Verhandlungen hat der Gemeinderat beschlossen, für die Bürgerschule einen zeitgemäßen Neubau aufzuführen, für den, ohne die Grund­erwerbskosten, 75 000 Mr. erforderlich sind. Die Pläne u. Entwürfe zu dem Schulhause hat der Baurat Diehm- Gießen gefertigt. Die Regierung hat, um der Gemeinde die finan zielle Durchführung des Projekts zu ermöglichen, gestattet, daß die Waldungen der Stadt auf vier Jahre jährlich um 10 000 Mt. mehr gelichtet werden dürfen als seither.

* Friedberg. Der Verband der Detaillistenver­eine im Großherzogtum Hessen hält am Sonntag, den 22. Mai, im Hotel Trapp" hier seinen 2. Verbandstag ab. Auf der Tagesordnung stehen neben geschäftlichen Dingen auch Vorträge über das kaufmännische Fortbildungsschul wesen und über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbe­werb.

* Frankfurt a. M. Dem Vernehmen nach be= absichtigen die Lehrerinnen Hessens am 28. Mai zusammen­zukommen, um nach dem Vorbild der anderen deutschen

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enorm hohe Preis. Die Schwierigkeiten, die lange Zeit hindurch der Gewinnung des Utu- Balsams in größerem Maßstabe im Wege standen, gelten indessen jetzt als be­seitigt und heute kann die so eminent wichtige Droge schon zu einem Preise in den Handel gebracht werden, der ihre Anwendung auch Minderbemittelten ermöglicht. Zahlreiche Patienten, die Gelegenheit hatten, das hervorragende Mit­tel zu gebrauchen, sind des Lobes voll über seine, in vie­len Fällen geradezu verblüffende Wirkung. Am auffälligsten zeigt sich dieselbe in denjenigen Fällen, wo neben dem quälenden Husten mehr oder weniger starter Auswurf vorhanden ist. Schon nach kurzer Zeit, während welcher der Utu- Balsam in diesen Fällen regelmäßig ein­genommen wird, verflüssigt sich der Auswurf, um mit der Zeit ganz zu verschwinden. Gleichzeitig hört dann auch der Hustenreiz und damit der Husten selbst auf und das Allge­meinbefinden bessert sich infolge der günstigen Einwirkung des Balsams auf die Verdauung von Tag zu Tag.

Wer auch noch so viel andere Mittel ohne Erfolg bis­her bereits benutzt hat, der möge trotzdem in seinem eige­nen Interesse wenigstens noch einmal einen Versuch mit dem Utu Balsam machen und lasse sich zu diesem Zwecke eine durchaus kostenfreie und zu nichts verpflichtende Probekommen. Wir fügen dieser Probe, die wir franto versenden, eben­falls unentgeltlich, eine aus der Feder des prattischen Arz­schüre über den Ütu- Balsam tostenlos bei. In vielen, selbst tes Dr. Laszky stammende, hochinteressant geschriebene Bro verzweifelten Fällen kann diese Probe nebst der belehren­

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Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 10. Mai 1910. Gegen den Technifer Dionys Gemündt von Main, der zu Bußbach ein Installationsgeschäft betrieben hatte, das er infolge Konkurses aufgeben mußte, war Anflage wegen Konkursvergehens erhoben worden. Etwa ein Vierteljahr vor dem Ausbruch des Konkurses hat er mit dem Rechner Vorbach einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem er ihm eine Reihe von Gegenständen seines Warenlagers als Eigen tum für geliehenes Geld übertrug. Es wurde angenom men, daß dieser Vertrag abgeschlossen worden ist, um die anderen Gläubiger zu benachteiligen. Das Gericht chielt auf Grund der Beweisaufnahme es nicht für nötig, für festgestellt anzunehmen, in welcher Absicht der Vertrag er­richtet worden ist, da nicht festgestellt werden konnte, daß der Angeklagte zu der damaligen Zeit gewußt hat, daß der Ronkurs über ihn hereinbrechen werde, welche Voraussicht hätte bestehen müssen, wenn Bestrafung eintreten sollte. Es mußte somit Freispruch ergehen.

In Lollar hat sich der Arbeiter Karl Kraustopf aus Gießen an einem 4jährigen Mädchen in unsittlicher Weise vergangen. Der bereits wegen eines solchen Falles bestrafte Angeklagte wurde zu Jahren Zuchthaus und 5 Jah­ren Ehrverlust verurteilt.

Bei dem Fuhrfnecht Adolf Kratz aus Dudenhofen wur­den in seiner Wohnung zu Gießen zwei Wasserwagen ge= funden, die zuvor aus einer Arbeiterbude gestohlen worden waren. Er bestritt, mit dem Diebstahl in Verbindung zu stehen und will nicht wissen, wie die Wagen in seine Wohn­ung gekommen sind. Wenn auch nicht festgestellt werden konnte, daß er die Sachen gestohlen hat, so wurde doch Unterschlagung angenommen und der Angeklagte zu einer Woche Gefängnis verurteilt.

Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

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