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* Aus dem Parteile ben. Am Sonntag, den 10 im großen Scan Atzer eine Biovinzialveriommung des Bunde der Landwirte abge­Hutton. Der Michatgasmitalied Dr. 9, der Borjizenve des Bundes der Landwirte, wird über die Lage nach der reichssinanzreform sprochen.

*)(* Die Prüfung der Geisswrei-| ber Aspiranten bah u. a. bestanden: Wilhelm Kreiling a pen und Ludwig Seibert zu Homberg a. d. Ohm; der Registratoren für Kollegial gerichte: Sergeant Hoboist Wilhelm Schaube in Gießen. !!! Es ist nun entschieden, daß die tierärztliche Doktor würde( Dr. vet.) verliehen werden wird, nach­dem das preußische ministerium seine früheren Be­denten gegen eine Uebertragung des Promotionschts an die tierärztlichen Hochschulen fallen gelassen hat. Zur Zeit schweben noch Verhandlungen mit Bayern und Sachsen, die dahin zielen, eine gleichmäßige Lösung der Frage in allon Bundesstaaten herbeizuführen.

!! Gyishikorio. Der Staatssekretär des Reichs­postamtes em Zentralverband Deutscher Handelsagen­envereine( Sib Berlin) auf seine Eingabe hin eine Mit­teilung zukommen lassen, daß nicht die Absicht besteht, die Aushändigung der Chiffrebriefsendungen von der Lösung einer Post lagerfarte abhängig zu machen. Der An­trag auf Ausstellung einer solchen Karte soll vielmehr in das freie Ermessen der Beteiliaten gestellt sein. Die übri pojaagernden Sendungen werden von der Neuerung nicht betroffen. Dieser Bescheid, dessen schnelle Erteilung mur zu vegrußen in, würze geeignet sein, die gegenüber der ge­planten Neuerung entstandenen Bedenken zu beseitigen.

* 17* niv 6.

Tagen hatte durch den geschmolzenen Schnee des Vogels­berges die Lahn, Ohm, Lumda und Wieseck hoch aus den Ufern treten lassen und noch vorgestern waren größere Stre cken zwischen Klein- Linden und Heuchelheim überschwemmt. Gleichzeitig hatte die Wieseckt ihre Fluten in dem Wieseck­tal ausgebreitet. Heute sind jedoch die Lahn und Wieseck wieder zurückgegangen.

*)(* Wohltätigkeitskonzert. Der Kron­bauer je Srtottverein, welcher schon seit Jahren sein hervorragendes Können in den Dienst der Nächstenliebe stellt, veranstaltet morgen Sonntag im großen Saale des Gesellschaftsvereins ein Wohltätigkeits- Konzert zum Besten der armen Schulkinder. Das Programm bringt u. a. auch Lieder von Richard Wagner, der bekanntlich am 13. Februar 1883 verschied. In Anbetracht des gemeinnützigen Zweckes ist der Besuch des Konzertes, dessen Leitung wie­der in anerkennenswerter Weise Herr Prof. Traut mann übernommen hat, nur zu empfehlen.

Die Umänderung

der Gießener Zeitung" hat uns viele neue Freunde gebracht. Die wöchentlich bei­liegenden illustrierten Unterhaltungs= blätter werden ebenfalls wie die Zeitung selbst, eisrig gelesen, darum richten wir an alle Freunde die höft. Bitte, die Gießener Zeitung" immer weiter zu empfehlen. Allen Gönnern besten Dank dafür im Voraus.

Der Verlag.

* Friedberg. Auf dem letzten Kartoffelmarkte wurden folgende Preise erzielt: Rote 1,80-1,95 Mt., Mag­num um 2,20-2,30 t., weiße runde 1,90-2,00 Mt., Line 2,00-2.10 2.

2013 verg. Anläßlich des Pferdemart to waren hunderte von unisten aus der Wetterau

hierhergelockt. Reges Treiben herrschte bis zum Nachmittag auf den Straßen, in denen gehandelt und prämiiert wurde. Die Zahl der Pferde betrug enou 200. Es wurden ver­hältnismäßig viele Käufe abgeschlossen und das pjeidema terial war durchweg gut. Die Prämiierung wurde geleitet mierat Müller- Neuhof, Landtagsabgeord= neten Breidenbach und echel- Griedel. Der Schweine markt war mäßig befahren. vei jauer Macystage stoten das Roar Feriel 0-60 Mt. Der initi wurde eräumt. Mit dem monomer man cin martt verbunden.

einer Kette an ein! r Schlese in den Reichsfarben befestigt ist und als Fahnenschmuck dienen soll. Die Vorderseite seigt das Bild des Kaisers, die Rückseite trägt eine Wid­mung. Die Vereine, die in die engere Konz traten, und die beiden Frankfurter Vereine, die an dem Wettstreit

nicht teilnehmen durften, erhalten in Silber ausgeführte Exemplare der Medaille, die übrigen beteiligten Vereine Exemplare aus Bronze.

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B- 2

mir.

!! Niemals sich selbst verlieren! Beim Kaiserkommers der Studentenschaft in Bonn hielt der Ret­for mit Bezug auf wil kämmenen und beitungen der Korps ity geran have uns noch tun weise, is glauben, daß es immer nur der Vater ist, der an seine Kin­sagen: das schönste wäre, wenn jeder von uns, alt und jung, sich als Ziel sette: keine Sekunde in deinem Leben, in der du nicht die Herrschaft hast über dich selbst. Niemals sich selbst verlieren. Wir sollen in jedem conblick die Herrschaft über uns selbst anstrebe und stets bereit sein, unsere Kraft in den Dienst r Gesamtheit zu stellen."

* Dastadt. Unter äußerst verdächtigen Umständer denkt. Zwei Worte möchte ich Ihnen als Richtschnur den vier die 5jährige Tochter des Bahnwärters Ludwig Fries gestorben. Bei der Untersuchung des Kindes ergab sich, daß der ganze Körper mit eitrigen, blutigen Wunden, Flecken und Beulen bedeckt war. Die Frau, die Stiefmutter des seins wurde verhaftet.

* Mainz. Der Schlosser Ludwig Fust aus Ober­reifenbach drang unvermutet in die mung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau und brachte ihr einen Stich in das Herz bei. Der Bräutigam einer Tochter, eine Stief­tochter und ein Stiefsohn wurden ebenfalls verley..

3, F. yevr. vor dem zandgericht it

sich heute ein interessanter Preßprozeß ab. Das Mu­glied des Mainzer Stadttheaters, der Baritonist Pacyna, meldete sich des öfteren indisponiert. Darüber geriet der Openherent des ainzer zagoianes", wurzenigen, einige Erregung. Er ließ seinem Unmut in seiner Kritik * habe ein äußerst günstiges Engagement an das Dresdner Hoftheater in sicherer Aussicht gehabt; durch Uebersendung der betref senden Besprechung an die makaohouse in Dece jei der Vertrag zunicht geworden, und er verlangt nun von Würzburger einen Schadenersatz von 30 000 Mt. Die Berhandlur, wurde auf Ende März vertagt.

* Worms. In der Ausschußsitung des Rheinhessi schen Elettrizitätsverbandes wurde der Vertrag mit der Rheinischen Schuckert- Gesellschaft in Mannheim über die Versorgung des Verbandsgebietes mit elektrischer Energie genehmigt. Die Zentrale des Verbands, dem weitere els Gemeinden beigetreten sind, wird nach Osthofen gelegt.

Marburg, 11. Febr. Der Magistrat hat die Absicht, auf dem Jurplaß eine städtische Festhalle zu errichten. Die Bausumme ist auf etwa 30 000 Mart vorgesehen. Die Hälfte der auf 1500 Mt. angesetzten- Zin­sen sollen die Vereine aufbringen.

* Wiesbaden. Direktor Werner von der Zen­tralverkaufsgenossenschaft deutscher Winzervereine zu Elt­ville, der mit. freiem Geleit sich hier aufhielt, ist plötzlich verhaftet und nach Frankfurt gebracht worden. Man bringt diese Verhaftung mit der Flickschen Defraudation in Verbindung. Flick ist vermutlich noch in Deutschland. Es steht fest, daß er auch mit anderen Personen, außer Wer­ner, nach seiner Flucht noch in Briefwechsel gestanden hat.

* Aus Nassau. Das Projekt einer Doppelsperre im Mühlbachtal und Dörsbachtal, hat sich wegen der außer allem Verhältnis stehenden hohen Forderungen für das Ab­treten von Gelände, besonders aber von Wassergerechtsamen, im Mühlbachtal, nicht ausführen lassen. Dagegen kann die Erbauung einer Einzelsperre, und zwar im Dörs­bachtal, als gesichert gelten. Für die Sperre ist ein Ko­stenaufwand von 3 Millionen Mark vorgesehen, die Ueber­landzentrale wird nach den vorgelegten Plänen an der Lahn oberhalb der Schleuse bei Kalkofen errichtet.

Vermijd) es.

Der Kaiser hat den am Gesangwettstreit des letzten Sommers beteiligten Vereinen das hier abge=

WILHELM

IMPERAT

RATOR

!! Vom eitungsjungen zum Opern= sänger. ueber die Karriere des jüngsten Wiener Hof­opernsängers, des Tenoristen William Miller, der bisher in Düsseldorf war, dann an der Berliner Gura- Oper sang und nun ich erfolgreichem Gastspiel soeben mit einer Jahres­gage von 9000 Kronen, die noch die Stets übertrifft, von Weingartner engagiert wurde, weiß ein österreichisches Diatt Jatiessantes Verigten. Danach war Millen, geborener Amerikaner einst Zeitungsjunge in Pittsburg und trug morgens in der Fibe mit seinen kleinen Kolle­gen die Morgenblätter aus. Eine Morgens hörte der Ver­leger des Pittsburger Blattes, Herr. 2. Maggee, als er um ½ 3 Uhr früh die Druckerei verließ, wie kleiner Zeitungsjunge seinen Genossen mit goldreiner Stimme Volks­lieder vorsang. Er erfundigte sich nach dem Namen des fleinen Sängers und war so entzückt von dessen Begabung, daß er fortan für seine Ausbildung sorgte. Der junge Sänger wurde zunächst in Pittsburg unterrichtet und dann schickte ihn sein Gönner zur weiteren Ausbildung nach Mailand und Paris. Nach Maggees Tode sorgte seine Gattin weiter für den Künstler, der nach erst zweijähriger Bühnenkarriere eine so glänzende Stelle sich errungen hat.

* Ein Fund aus der Minnesängerzeit. Einen bedeutenden literarischen Fund hat in Münster ( Westfalen) Archivrat Merr im Staatsarchiv gemacht. Als er den vollständig bestaubten, schmutzigen Umschlag einer Rechnung aus dem sechszehnten Jahrhundert gründlich ge= reinigt hatte, entdeckte er ein Pergamentblatt aus einer Sammlung von Minneliedern. Das Blatt enthielt die Texte zu drei Liedern Walthers von der Vogelweide sowie das Fragment eines Liedes eines anderen Minnesängers. Das Manuskript stammt nach dem Schrifttypus aus der Mitte des vierzehnten Jahrhunderts. Der Fund verdient beson­dere Beachtung der Musikhistoriker, da zu dem Tert die Noten geschrieben sind, und zwar zu den Liedern Walthers von der Vogelweide vollständig.

!! Die Langlebigkeit der Musiker. Mit der Frage, welchen Einfluß die Musik auf die Lebensdauer der Künstler ausübt, die sich ihr berufsmäßig widmen, hat Ctto Keller in München sich eingehend beschäftigt und eine Statistik von rund 670 Komponisten und Berufsmusikern aufgestellt, deren Erg! bnisse er in der jüngsten Allgemein. Musikztg." mitteilt. Daraus geht hervor, daß die durch= schnittliche Altersgrenze, die sonst gewöhnlich zwischen das 60. und 70. Jahr fällt, bei den Musikern zwischen das 70. und 80. Jahr zu sehen ist. Von den 670 Musikern aller Zeiten und Nationen, die Kellers Statistik berücksichtigt, sind nur 6 vor dem dreißigsten, nur 22 vor dem vierzig= sten, nur 40 vor dem fünfzigsten Lebensjahr gestorben. Auch im sechsten Jahrzehnt bewegt sich die Anzahl der Todes= fälle noch in sehr niedrigen Ziffern, die höchsten Zahlen werden erst im 8. Jahrzehnt erreicht, also zwischen dem siebzigsten und achtzigsten Lebensjahr. In dieser Alters- grenze starben u. a. Händel, Scarlatti, Gretry, Haydn, Gluck, Clementi, Paesiello, Zelter, Spohr, Rossini, Meyer­beer, Gounod, Liszt, Joh. Strauß, Robert Franz, Klara Schumann, Anton Bruckner, Ferd. von Hiller, G. Löwe, Josef Joachim. Aelter als 80 wurden Heinrich Schüb, Hasse, Rameau, Cherubini, Ambroise Thomas, Auber, Franz und Vincenz Lachner, Ed. Grell, Veri. Auch die Zahl der älter als mit neunzig verstorbenen Musiker ist verhältnis­mäßig erheblich das höchste Alter unter ihnen erreichte der 1906 mit 101 Jahren gestorbene Sänger Manuel Garcia.

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*)(* Wetterfeld, 12. Febr. In den beiden letz­ten Nächten sinds dem Landwirt Ludwig Krecker 3 Paar Hosen, dem Landwirt Hermann Krecker 1 Schajlämmchen, das gleich im Stall abgeschlachtet worden ist, und dem E. Kühn 2 Gänse gestohlen worden. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft ist der Schußmann Ne uz von Gießen mit seinem Polizeihund Lur nach hier beordert worden, um auf die Spur der Täter zu kommen. Der Hund hat denn auch mit einer bewundernswerten Sicherheit und Schnellig­keit vom Kreckerschen Stall aus die Spur aufgenommen und die Richtung nach 2 a uba ch zu eingeschlagen. An der Laubacher Chaussee wurden die Federn der abgestochenen Gänse gefunden. In Laubach jagte der Hund nach dem Stall des Wirt Müller und dann auf der Richtung nach Rödgen zu. Es hat die Untersuchung nun festgestellt, daß eine Korbmachergesellschaft bei Wirt Müller übernach= tet hat und diese, da sie nachgewiesen auf Rödgen zu wei­tergezogen ist, mit den Diebstählen wohl in Verbindung zu bringen sind. Dieser Fall beweißt doch wieder, wie wert­voll gut abgerichtete Polizeihunde in Sachen der Aufdeck­ung von solchen Kriminalfällen sein können.

* Inheiden. An dem Provinzialwasserwerk wird gegenwärtig mit Eifer gearbeitet. Nachdem das Quellge­biet gefaßt ist, wird jetzt der Gleisanschluß an die Station Traishorloff gebaut. Sobald im Frühjahr der Gleisanschluß zwischen dem Quellgebiet und der Station fertig ist, soll mit dem Bau des großen Maschinenhauses begonnen wer­den. Auch der Hochbehälter für die Stadt Frankfurt soll auf der Höhe bei Geiß- Nidda im nächsten Sommer be­gonnen werden.

** Elektrizitätswert Lißberg. Wie uns von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird, ist die kürz­lich gebrachte Mitteilung, wonach die Ausführung des Elek­trizitatswerts Lißberg auf Grund eines Provinzialtagsbe schlusses bis zum Jahre 1913 verschoben werden soll, un­richtig, vielmehr soll das Projelt dem Provinzialtag in allernächster Zeit zugehen und voraussichtlich noch in diesem Jahre mit der Bauausführung begonnen werden.

* Garbenteichl Durch die Aufmerksamkeit des Haltepunktwärters G a st wurde hier ein größeres Eisen­bahnunglück verhütet. Kurz vor Eintreffen des um 10 Uhr 36 Min. fälligen Personenzuges Gelnhausen- Gießen bemerkte Gast ungefähr 130 Meter vom Stationshause ent­fernt auf dem Geleise ein verdächtiges Geräusch. Er eilte auf dasselbe zu und fand hier den betruntenen Knecht von Dorfgill, der mit seinem mit zwei Pferden bespannten Wa­gen mitten auf dem Geleise in der Richtung nach Gießen hielt. Gast holte sofort Hilfe herbei. Die Pferde wurden ausgespannt, die Milchkannen vom Wagen geworfen und dieser umgestürzt, da zum Rückwärtsschieben des Wagens nicht mehr Zeit genug war, weil mittlerweile der Perso­nenzug heranfam.

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Die vom Kaiser gestiftele Medaille zum Andenken an den Gesangswettstreit in Frankfurt a. M.

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bildete An denken an das vorjährige Wettsingen in Frankfurt gewidmet. Es ist eine Medaille, die mittels

Bestellungen

auf vorliegende Zeitung für die Monate Februar und März nehmen fortwährent alle Postanstalten, Landbriefträger, unsere Zeitungsträger sowie die Er­pibition entgegen. Bezugspreis für ein Vierteljahr Mf. 120 fret ins Haus, durch die Poſt Mk. 1.50.

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Dünn säen, aber stark düngen soll nach dem heutigen Stand unserer Erfahrungen die Richtschnur bei jeder Feldbestellung sein. Durch jahrelange Bodenan­reicherung mit 8-10 dz. Thomasmehl pro Hektar neben entsprechender Kali- und Stickstoffdüngung ernten viele Land­wirte schon auf leichtem Heidesandboden 30-35 dz. Hafer vom Hektar, häufig sogar auch noch mehr.

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