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E.- Pr.; Rechtsanwalt Rohde- Darmstadt, J. Glock Ginnheim be= mund, E. Braeckow- Schöneberg, J. Glock je einen 4. be­mund, E. Braedtow- Schgneberg, J. Glock je einen 4. Rechtsanwalt Nebenklassen: ziehungsweise Reservepreis. Rohde, A. Goebel, J. Glock je einen 1. Pr., der erstere auch E.- Pr.; J. Glock drei 2. Preise; E. Schon- Bonn, Wachtmeister Glaub- Grebenau, C. Steinberger- Gießen, E. Proescher- Gießen je H. 2. E.;

2.

für Rauhhaarige Terriers im Derby: F. Diefenbach und E. Roloff je einen 1. Pr., letzterer auch E.- Pr.; Chr. Schmidt- Buttstaedt und J. Glock je einen 2. Preis; C. Roloff und J. Glock je einen 3. Preis; E. Brae­dow und C. Schon je H. L. E. bezw. L. E.; od ut

für Rottweiler, offene Klassen: S. Bayer- Mainz einen 1. und E.- Pr.; R. Heupel- Hirzenhain einen 2. Pr.; K. Schnell- Kesselbach einen 3. Pr. Nebentlassen: J. Wal­lenstein- Altenbuseck, R. Heupel je einen 1. Pr. und ersterer auch E.- Pr.; H. Schmidt 6. einen 2. Preis; A. Ruppert­Gusternhain H. L. E.

für Bulldoggen, offene Klassen: 2. Hammel- Gie­ßen einen 1. und E.- Pr.; Miß Arabel Clare einen 2. Pr. und J. Zeitlinger- St. Ingbert einen 3. Pr.; Dr. Frey und Tierarzt Roeßler H. L. E. Nebentlassen: 2. Hammel einen 1. Pr. und E.- Pr.; Miß Clare drei 1. Preise; Miß Clare einen 2. und E.- Pr.;

für Borer, gelb und gelb mit wei ß, offene Klassen: Referendar Ludwig- Trier, G. Hermes- Weblar je einen 1. und E.- Pr.; V. Arnold 5.- Pfungstadt, W. Lüdt­te- Waidmannslust je einen 2. Preis; A. Interthal- Wezlar, Referendar Ludwig je einen 3. Preis; A. Mehmet- Großen­eichen einen 4. Preis; D. Hinze- Lüttich, Frau E. Pirsch­I. Mainz, W. Reinhold- Weisenau, A. Petri- Weßlar und Hammermann- Geßen je H. L. E. bezw. Reservepreis. Ne­bentlassen: W. Lüdtte, H. Krämer- Gießen, Ref. Ludwig je einen 1. und E.- Pr.; H. Krämer, A. Mehmet, Frau Pirsch, W. Lüdtke je einen 1. Preis; Dr. med. Linkenbeld- Kassel, V. Arnold 5., J. Hammermann, Frau Pirsch, A. Petri, W. Lüdtke je einen 2. Preis; Leutnant Wehner- Gießen, Dr. med. Linfenheld, Frau Pirsch, K. Bopp- Fauerbach, W. Doerr Kassel, W. Reinhold je einen 3. Preis; Fr. Binde­wald- Friedberg, D. Hinze, W. Doerr und H. Huder- Gie­ßen je H. 2. E. bezw. Reservepreis;

für Borer, gestromt und anders farbig, offene Klassen: P. Elgner- Niederschönhausen, W. Lüdtke- Waidmannslust je einen 1. und E.- Pr.; Ref. Ludwig einen 2. Pr.; Carl Goennewig- Siegen einen 3. Preis. Neben­tlassen: P. Elgner, K. Goennewig, W. Lüdtke je einen 1. Preis; K. Goennewig, N. Koch- Trier, W. Kilbinger- Gie­ßen, Ref. Ludwig je einen 2. Preis; J. Leist- Boppard, N. Koch, J. Schleiermacher- Wildungen je einen 3. Preis; H. Heinz- Gießen H. 2. E.;

für Wolfspitze, offene Klassen: K. Schecker- Frant­furt a. M. einen 1. Preis; A. Depping- Frankfurt a. M. einen 2. Preis und A. Kustrebe- Offenbach einen 3. Preis; Nebentlassen: A. Kustrebe einen 1. Preis und H. Luft Friedberg einen 3. Preis;

für ander sfarbige Spibe, offene Klasse: K. Schecker einen 1. und Meidt- Höckersdorf einen 2. Preis. Nebentlassen: Meidt einen 1. Preis;

für schwarze Pinscher, rauhhaarig, offene Klassen: A. Brauner- Krefeld einen 1. Preis und E.- Pr.;

für Pinscher( Pfeffer und Salz) rauhhaarig, offene Klassen: Aug. Schwan- Gießen und Max Roemisch­Bergen fe einen 1. und E.- Pr.; A. Schirmer- Frankfurt a. M. und Georg Forbach- Gießen je einen 2. und E.- Pr.; V. Löhmer- Würzburg und Aug. Schwan- Gießen je einen 3. und E.- Pr.; 2. Reuß- Gießen, G. Köhlinger, Haiger u. H. Knapp- Frankfurt je H. 2. E. bezw. Reservepreis; Ne­bentlassen: Aug. Schwan, H. Knapp, D. Bulling Frankfurt a. M., V. Löhmer, Mar Roemisch, Ch. Luther- Frankfurt, GeForbach je einen 1. Preis; Aug. Schwan, H. Schreyer­Weylar, Bulling und Chr. Luther je einen 2. Preis; H. Schreyer einen 3. Preis; W. Musch- Friedberg, A. Rup­pert Gusternhain, Fr. Marr- Neumühle je H. L. E.;

für glattbaarige Bin ich er offene Selfen August Noll- Gießen einen 1. und E.- Pr.; Ernst Petri- Gie­ßen einen 2. Preis; Nebenklassen: Conrad Diehl- Oberhör­gern, Fr. Marr- Neumühle, Gg. Euler- Gießen je einen 1. Preis, letterer auch Ehrenpreis; Conrad Diehl einen 2. Pr.; Jos. Altensen einen

und braune, offene für Pudel, ſchwar Klassen: R. A. von Hoff- Bingen einen 1. Pr.; W. Bock­Kassel einen 2. Pr.; W. Boc- Kassel einen 3. Pr.;

für weiße Wollpudel, offene Klassen: P. Hil­pert- Heidelberg 1. Pr., H. Boß- Rödelheim 2. Pr., H. Be­der- Kassel 3. Preis; Nebentlassen: H. Becker einen 1. Pr.;

bel Clare- Baden- Baden einen 2.

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von 927 zahlenden Personen besucht, und die Frequenz der elektrischen Straßenbahn war infolge davon- abgesehen vom Eröffnungstage gelegentlich dieser Hundeausstellung die weitaus größte seit ihrem Bestehen, was an Stelle besonders hervorgehoben werden soll. Die Ausstellungs- Leitung.

Hus Hessen und Nachbargebiet.

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* Lich, 5. Juni. Der Kreiszuchtverein für Simmen­taler Vich im Kreise Gießen hielt gestern hier seine Jah­resversammlung unter starter Beteiligung ab. Regierungs­rat Welder erstattete den Rechenschaftsbericht; danach der Verein in 38 Gemeinden vertreten und besitzt 600 Herd­buchtiere. Die Beteiligung des Vereins an der Wander= ausstellung zu Kassel im Jahre 1911 wurde beschlossen. Die von der Landwirtschaftskammer geplante Beschränkung der Mit Herdbuchförungen fand keine Unterstüßung. 74 neue glieder wurden in den Verein aufgenommen.

* Lich, 5. Juni. Mit der Regierungsvorlage betreff= end die Landgemeindeordnung beschäftigte sich gestern in Steins Saalbau eine stark besuchte Versammlung der Bür­germeister des Kreises Gießen unter dem Vorsitze des Landtagsabgeordneten Bürgermeister Leun- Großen­Linden. Die Versammlung erklärte sich im großen und gan­zen mit der Regierungsvorlage einverstanden, doch wurden zu einzelnen Paragraphen Aenderungen beantragt.

* Dorheim. Ihre goldene Hochzeit feierten in er­staunlicher Körperrüstigkeit und Geistesfrische die Eheleute Wilhelm Hofmann 2. zu Dorheim und Philipp Benner 2. zu Alten- Buseck. In beiden Gemeinden nahm dte Bevölker­ung freudigen Anteil an dem Fest.

* Osthofen. Durch die Ernennung des Gerichts= assessors May zum Amtsrichter hierselbst, hat die hessische Regierung zum erstenmale seit Bestehen des Großherzog­zum tums einen Angehörigen der israelitischen Religion Richteramte zugelassen.

* Me zz. Bei der Truppenübung auf dem Uebungs­play Elsenborn stürzte der Generalmajor Rummelsbacher von der 67. Infanteriebrigade in Metz vom Pferde und er litt schwere innere Verlegungen. Der General ist inzwischen gestorben.

* Bremerhaven. Der für die Zeppelinsche Po­larerpedition gecharterte Lloyddampfer Mainz" geht am 25. Juni von hier nach Kiel ab, wo Prinz Heinrich von Preußen und Graf Zeppelin an Bord gehen. Die Abfahr, nach Spitzbergen erfolgt am 27. Juni.

)( Tandem rennen. In Magdeburg wurden am Sonntag die Brennabor- Tandempaare Techmer- Tadewald u. Tetzlaff- Kiene Erste bezw. Dritte; das Tandemfahren in Leipzig wurde von Kendelbacher- X. gleichfalls auf Bren­nabor gewonnen.

)( Den Preis der Ill sowohl wie den Preis der Aar gewann der Zehlendorfer A. Schulze am 5. Juni in Straßburg i. Els. Schulze fährt Brennabor. Auf dieser Marke belegten E. Rohmer und P. Müller im Hauptfah­ren und Ausscheidungsfahren den ersten bezw. zweiten Play. Rohmer gewann auch das Verfolgungsfahren und im Motorrennen siegte gleichfalls ein Brennaborfahrer.

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* Mainz. Die Stadt sucht bei der Regierung die Genehmigung nach, eine Anleihe von 16 Milli­onen Mart aufzunehmen, die jedoch erst nach und nach begeben werden sollen. Die Beträge sollen Verwendung finden für Wasserversorgung, Verwaltungsgebäude, Gasan­stalten, Krantenhaus, Elektrizitätswerk 2c.

* Mainz, 7. Juni. Gestern trafen die Mitglieder des Zentralverbandes der deutschen Veteranen- und Krieger­verbände von Nordamerika auf ihrer Deutschland- reise hier ein. Am Nachmittag wurde der Dom besichtigt dann und eine Feier am Gutenbergdenkmal veranstaltet, folgte ein Besuch der Kupferberg- Seftfellereien. Abends fand in der Stadthalle ein Festfommers statt, bei dem die Be­hörden und das Offizierstorps start vertreten waren. Ma­jor a. D. Strecker, der Ehrenvorsitzende des Mainzer Krie­gervereins, hieß mit herzlichen Worten die amerikanischen An Stelle des verhinderten Gouver­Gäste willkommen.

neurs sprach sodann Generalmajor von Süßkind auf den Präsidenten Taft und im Namen der Regierung Provin zialdirektor Dr. Breider t, dessen Worte in ein Hoch auf den Großherzog austlangen. Für den dienſtlich ver hinderten Oberbürgermeister hielt Beigeordneter Berndt eine inhaltvolle längere Ansprache; sein Hoch galt den Gästen, in deren Namen der Vereinsvorsitzende Richard Müller herz­lich dankte. Heute wurde eine Huldigungsfahrt nach dem Niederwald- Denkmal unternommen; morgen geht die Reise nach Frankfurt und von da nach München. Einer der amerikanischen Krieger verlor hier seine Brieftasche, die außer sonstigen Papieren einen Kreditbrief über 10 000 m. sowie 17 Hundertmarkscheine enthielt; er hat auf die Wie­dererlangung eine Belohnung von 500 Mt. ausgesetzt.

* Darmstadt, 6. Juni. Die hessische Regierung hat dem Landtag den am 20. Mai in Heidelberg zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Großherzogtum Baden abgeschlossenen Staatsvertrag über die Verleg= ung der Landesgrenze zwischen der hessischen Ge­markung Helmhof und der badischen Gemarkung Neckarbi schofsheim zur landständischen Genehmigung unterbreitet. Die vorgeschlagene Regulierung ermöglicht eine zweckmäßigere Feldbereinigung in den beiden Gemarkungen.

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* Oppenheim. Bei den teiis angegriffenen, teils nicht mehr vorhandenen Depots des Notars Hubert ist nach Feststellung des amtlich bestellten Revisors mit einem Fehl­betrag von 100 000 Mt. bis 135 000 Mt. zu rechnen. Noch vorhandene( etwa 88 000 Mt.) einzelne Depots und dere Gelder sind nach dem Ableben von dem Amtsgericht Oppenheim in Verwahrung genommen worden. Die übri­gen Forderungen an den Nachlaß betragen etwa 134 000 Mart, wovon 75 000 Mt. hypothetarisch gesichert sind. An von 100 000 Mark.

für Zwerg- Bulldogs, offene Klaſſen: Miß Ara Aktivmasse ist vorhanden Immobilienbesitz im Werte für Möpse, offene Klassen: Wilhelm Reich- Kassel einen 1. Preis;

einen 1. und E.- Pr.; Nebenklassen: Wilhelm Reich- Kassel

für King Charles, offene Klassen: J. Springer­Rassel einen 1. und E.- Pr.; Nebenklassen: J. Springer einen 1. Preis;

für glatthaar. 3wergpinscher, schwarz­braun, offene Klassen: L. Jordan- Frankfurt a. M. zwei 1. und zwei E.- Pr.; Heinrich Genau- Frankfurt einen 2. und E. Pr.; C. Reimling- Frankfurt a. M. einen 3. Pr.; Ne­bentlassen: 2. Jordan, G. Ruder- Nauheim je einen 1. Pr.; 5. Reimling, H. Genau je einen 2. Pr.;

für glatthaar. 3 wergpinscher, andersfar­big: offene Klassen: Carl Schmidt- Gießen und Friedrich Daab- Frankfurt je einen 1. und E.- Pr.; Nebenklassen: V. Gonter- Gießen, Fr. Daab je einen 1. Pr.; F. Kappler= Mainz einen 2. Preis;

für Affenpinscher, offene Klassen: F. Spengler­Frankfurt a. M. einen 1. und E.- Pr.; Conrad Leurer­Frankfurt einen 1. Pr.; F. Spengler einen 2. Pr. und A. Aron Friedberg einen 3. Preis; Nebenklassen: Gg. Riehl­Frankfurt zwei 1. Preise; A. Aron- Friedberg einen 1. Pr.; für 3 wergschnauzer, offene Stellen: Gg. Riehl Frankfurt a. M. zwei 1. und zwei Ehrenpreise.

Es waren im ganzen 364 Hunde in 676 Klassen ge­meldet. Die Ausstellung wurde außer von den Ausstellern

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Aus aller Welt.

* Stuttgart. Das Befinden des Königs von Württemberg läßt seit einigen Tagen zu wünschen übrig, sodaß er die Repräsentationspflichten nicht erfüllen kann. Der König soll, wie es heißt, an einem Darmleiden frankt sein.

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Meißen. Die Porzellan- Manufaktur beging heute in Anwesenheit des Königs von Sachsen die Feier ihres 300jährigen Bestehens.

* München- Gladbach. In Rheindahlen er­schoß auf der Straße der Landwirt Schild seinen Nachbar Lenßen, worauf der Sohn des Erschossenen eine Sense her­beiholte und Schild den Kopf abschlug.

* Hofgeis mar. Ein eigenartiger Fall von Milz­brandübertragung und Milzbrandvergiftung hat sich dieser Tage in Carlsdorf zugetragen. Auf der Stelle, wo eine früher an Milzbrand gefallene Kuh verscharrt worden war, hatte eine Schafherde gehütet und das dort wuchernde Gras und Pflanzen gefressen. Man vermutet, daß hierdurch eine nachträgliche Milzbrandübertragung eingetreten sein könnte. Jedenfalls sind einige 30 Stück Schase an Milzbrand fre­piert. Die Kadaver wurden auf Anordnung des Kreistier­arztes verbrannt.

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Aus dem Gerichtssaal. Schwurgericht.

Gießen, 7. Juni 1910. Der vom Kriegsgericht wegen Totschlags zu 12% Jah­ren Zuchthaus verurteilte Taglöhner Peter Müller 2. von Hähnlein, der genannte Strafe im Zuchthause zu Marien­schloß verbüßt, hatte sich wegen Mordversuchs zu verant worten. Er ist ein unverträglicher Mensch bezüglich dessen vielfach Klagen bei der Direktion vorgebracht werden muß­ten. Als am 23. Februar der Aufseher Zubrod wieder eine solche Meldung wegen eines Verstoßes gegen die Anstalts ordnung gemacht hatte und der Angeklagte von dem Diret tor darüber zur Rede gestellt wurde, bemerkte er gleich, er habe dem Aufseher Zubrod diese Unannehmlichseit zu ver­danken, dieser schitaniere ihn stets. 3u Mitgefangenen machte der Angeklagte Bemerlangen, daß er dem Aufseher bei der nächsten Gelegenheit eine gäbe, daß er alle viere streckt und fortgetragen werden muß. Er bemerkte ferner, er streichle den Aufseher nicht nur ein bischen, sondern er Alz gäbe ihm eine, daß er keine zweite mehr verlangt. ein Mitgefangener lachte, als der Angeklagte sagte: Der Do Hannes muß heute noch kommen", sagte er weiter: brauchst nicht zu lachen, wenn er tommt, gebe ich ihm eine, daß sie ihn hinaustragen. Was ich vorhabe, führe ich auch aus, dann lachſh du nicht mehr." Als furz darauf der Auf­seher an dem Angeklagten, beim Kistennageln beschäf tigt war, vorüberging, schlug er ihm den Hammer auf den Kopf und sagte dabei: Da hast du das Wert!" Der Auf­seher, welcher infolge der auf dem Kopf befindlichen Müße

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erhebliche Verletzung davontrug, wie sie der Angeklagte be­zwecken wollte, hatte doch längere Zeit an der Verlegung gelegen und das Schlimmste war zu befürchten, doch die Heilung und Genesung ging so günstig von statten, daß er jetzt wieder hergestellt ist. Die Geschworenen verneinten die Frage auf Mordversuch, bejahten dagegen diejenige auf Totschlagsversuchs, worauf das Gericht eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren aussprach und dem Angeklagten die bürger­lichen Ehrenrechte auf 10 Jahre aberkannte.

Gießen, 8. Juni 1910.

Unter der Anklage des Meineids hatte sich die Ehefrau des Schuhmachers Franz Matuszewsti in Gießen geb. Drasgo aus Stare zu verantworten. Folgender Lat­bestand liegt der Anklage zugrunde. Der Ehemann war von Gießen, wo die Angeklagte wohnte, längere Zeit abwesend. Während dieser Zeit ließ sich die Angeklagte mit einem Kanalarbeiter ein. Dieser rühmte sich des Verkehrs mit der Angeklagten, was zur Folge hatte, daß sie unter Sitten­tontrolle gestellt werden sollte. Der Kanalarbeiter gab auf der Polizei erst den Verkehr zu, bezw. er erhob Anzeige, als er mit der Angeklagten uneinig wurde. Als sie sich wie­der geeinigt hatten, ging er auf die Polizei und bezeichnete seine Angaben als unwahr, was zur Folge hatte, daß er wegen falscher Anschuldigungen vor die Straffammer fam. In diesem Termin b! stritt die Angeklagte den Verkehr un­ter Eid, trotzdem sie sich später rühmte, durch ihre Aussage die Freisprechung des Arbeiters herbeigeführt zu haben. Nunmehr erfoldte gegen sie Meinetdsantlage. Die Verhand­lung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt und en­digte mit Verurteilung der geständigen Angeklagten zu 1 Jahr und 6 Monaten Zuchthaus.

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