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Im Jahre 2000.
Ein Zukunftsbild von Hugo Maro. un sag mal, lieber Freund, wie viele Jahre sind eigentlich seit uns rer letzten Begegnung verflossen?" Das läßt sich leicht ausrechnen; es war bei der Taufe miener Jüngsten, 1977. Jetzt leben wir im Jahre des Heiles 2000. Also 23 Johre hielt uns das Schicksal getrennt."
„ Eine lange Zeitspanne im kurzen Menschenleben. Wie biel hat sich seitdem geändert, draußen in der Welt und im engen Kreise des einzelnen. Erzähle mir von Deinen Töchtern, ihre Schicksale interessieren mich. Also wie geht's der Anna, der Ältesten?"
Gut, das darf man wohl sagen. Sie ist Ärztin mit großer, lohnender Praxis; hat fürzlich den Sanitätsratstitel erhalten. Die tann mit ihrem Lose zufrieden sein." ,, Und die zweite die Marie?"
natelets in ben Augen des Gefragten freudig
auf.„ Die Marie ist mein Stolz! Hat Philosophie studiert und ist ordentliche Professorin an der Universität Berlin. Jm laufenden Semester sogar Inhaberin der Rektoratswürde. Das ist doch etwas gelt?"
" Ja sapperlot! Ein glücklichen Papa. Bir taatsmädell Gratuliere dem
Grete."
nun zur dritten, der
,, Die ist Geistliche geworden. Sie war, nachdem die Kanzel endlich auch der Frau freigegeben wurde, eine der ersten Pastorinnen in Deutschland. Ja, das Mädel solltest Du predigen hören! Das Gotteshaus ist stets gedrängt boll. Besonders die Männerwelt zeigt ja wieder reges Interesse für Kirche und Religion, seitdem hübsche, junge Pastorinnen auf der Kanzel stehen."
„ Nun zur Paula, der Vorjüngsten."
„ Das Rackerchen hat Jura studiert und ist, nachdem auch dieses Gebiet der Frau zugänglich gemacht worden, Staatsanwalt geworden. Hat außergewöhnlich schnelle Karriere gemacht. Ich glaube, die bringt es noch zum Justizminister. Solltest einmal hören, wie das Mädel gegen die Übeltäter losdonnert!" Jegt bleibt nur noch die Verta übrig, die Jüngste, das hübsche, blonde Nesthäkchen."
Da huschte ein Schatten über des Vaters Gesicht. ,, D, verzeih, wenn ich da einen wunden Bunft berührt habe." -„ Meine Jüngste die Berta- die ist für mich tot!" ,, Nicht möglich!... Mein lieber, alter Jugendfreund, halte es nicht für profane Neugier, wenn ich die Gründe des Zerwürfnisses wissen möchte, setze es auf Rechnung meiner freundschaftlichen Teilnahme. Wie aller Frohsinn aus Deinem Antlik geschwunden ist! Vielleicht erleichtert es Dein Herz, wenn Du Dich zu mir aussprichst."
Meine Jüngste die habe ich verstoßen!" „ Und welcher Art waren ihre Verfehlungen?" Ist sie faum zu glauben mit dem Strafgesetzbuch in Konflift gekommen? Hat sie durch unehrerbietiges Benehmen, Vaters Zorn entfesselt?"
häßliche Charaktereigenschaft die Berta hatte schon immer
Du sollst es wissen.
feine große Lust zum Lernen und Studieren. Schon auf dem Gymnasium machte sie mir schwere Sorge. Nur mit Mühe und Not brachte sie's bis zum Abiturienteneramen. Dann aber war es aus. Wie ich, wie wir alle auch auf sie einstürmten, sie beschworen, ihrer Familie doch keine Schande zu machen, sie war nicht zu bewegen, zu studieren und den Doktorhut zu erwerben. Dent Dir horribile dictu die Mißratene wollte nichts als Hausfrau werden und heiraten! Da habe ich sie enterbt, verstoßen."
-
nicht am Platze.
Brant: Jeden Tag ein Bufett, und eins immer schöner als das andere nein, Edgar, Du solltest Dich nicht so in Unkosten stürzen!" Vräutigam:„, bitte, bitte-
Gut gesagt.
,, Was, hat der Kranzler wirklich die alte, reiche zänkische Müller geheiratet?"
Ja, er genießt augenblicklich seine Bitterwochen!"
*
Fatal. Tante( ge fränft): ,, bitte sehr, ich hab' auch mal ein Rendezvous gehabt, bloß er kam nicht!"
X
Einladend. Fremder( im Restaurant): Ist dieser Stuhl frei, mein Herr?" Gast ( brummend): Ja... und der am Nebentisch auch!"
ganz auf Deiner Seite!"
Bist Du nicht dumm genug für's Glück, Lehr' Weisheit Dich das Eine schon: Knüpf' des Begehrens Gurt zurück Und übe sie ,, Resignation!"
Eine Zirkusvorstellung im Gnomenland.
-
Sicherer Beweis. Der Onkel hat mir erzählt daß er gestern auf der Jagd gewesen ist. Ist das auch wahr?"„ Warum glaubst Du das nicht?" - ,, Er hat ja gar nichts mitgebracht!" ,, Gerade halb glaub ich es!"
des
Genugtuung. Bekannter:
" Ihr Hausarzt ist ja jetzt auch
gestorben!"
Patient( triumphierend): Ja, der verbietet keinem Bier mehr!"
Der
Dank.
es geschmeckt habe; denn so etwas Saures hatte er noch nie getrunken. Das ist ja der reine Essig!" sagte er sich im stillen. Weil er aber gesehen hatte, wie zufrieden die braven Leutchen trotzdem waren, so beschloß er, sie zu belohnen, und gab ihnen den goldklaren Trank, den Sorgenbrecher, den Moselwein. Der blühte und grünte auf den sonnigen Hängen. Da stieg der liebe Herrgott wieder zur Erde, um sich zu freuen an dem, was er gegeben.
er liebe Gott wandelte auf der Erde. Da kam er in halten, um die guten freundlichen Menschen nicht zu beeine Gegend, die von arbeitsamen, freundlichen| leidigen, mußte sich überwinden, als er gefragt wurde, wie Menschen bewohnt war. Harte Arbeit war ihr Los, und dennoch waren zufrieden, und wenn abends die Glocken läuteten, saßen sie vor den Türen der niederen, kleinen Häuschen, tranken ihr Schöppchen selbstgefelterten Weines, schwatzten und lachten, schnalzten mit der Zunge, und wie in Verzückung sprachen sie:„ Gott, ist das ein Weinerl!" und kling, klang, klirrten die Gläser aneinander. liebe Gott dachte:„ Mußt doch einmal von ihrem Wein fosten." Er verwandelte sich flugs in einen Wanderburschen, kam staubbedeckt die Straße herauf und bat vor einem Hause um einen Tropfen. Gern," lieber Wanderer," ward ihm zur Antwort, und bald hatte er Brot und Schinken vor sich, dazu ein Schöppchen des grünlich schimmernden Trankes.
Der
Und der liebe Gott trant, aber er mußte an sich
Wieder kam er in das kleine Dörfchen, wieder klang aus der rebenumsponnenen Laube Gläserklang, aber diesmal wurde der fremde Wanderbursche gleich von einem Manne gefragt, ob er auch zahlen könne.
Und die Leute am Tische, was sagten die jetzt?„ Das ist ein Weinerl!" sagten sie-„ Teufel, Teufel, das ist ein Weinerl!"
' n Jogelbauer sei Revansch'.
,, ist a Kreuz,' s ist a Kreuz mit dem Weib!" murmelte der Fogelbauer vor sich hin, als er nach getaner Arbeit durch den strömenden Regen nach Hause wanderte. Wär' ja a ganz a guates Weibsbild, wann's nur net gar so g'müatli und langsam wär'! A schiach's Wetta," brummite er weiter, als der Wind ihm gerade wieder einen Guß ins Gesicht peitschte, ,, recht a schiach's Wetta dös! No," fuhr er in seinem Selbstgespräche fort, macht nix, wird d' Suppen 3' Haus desto bessa schmecken;" und schon im Geiste sich am Abendbrot gütlich tuend, stampfte er weiter nach Hause za.
Aber wia z' Haus fimmt, is toan Suppen am Tisch, net a mal a Feuer war no' g'macht, und' s Wei', die Kathl, sitzt beim Tisch und left im Kalender ihr'n Roman.„ Kreuz
Eitelkeit.
Den eitlen Mann hält nichts zurück,
Er muß durchaus sich zeigen,
Und müßt er, daß man ihn erblick',
Aufs Grab der Mutter steigen.
teufi!" will der Fogelbauer scho 3' wettern anheben, als ihm sei Wei' so liab und schmeichelnd sagt:„ Schau, Bauer, därfst net harb sein; aber weil's so regna tuat, hab' i' nit wolln zum Brunn außigeh'n geh, hol Du a Holz und a Häfen Wasser eini, Du bist eh' schon ganz naß, Dir schadt's nich."
Der Fogelbauer b'sinnt sich a Weil, dann nimmt er ohne a Wörtl z' reden n' Hafen und geht.
Wia'r aber eini fimmt und sieht, daß d' Kathl so ruhig beim Ofen steht und Feuer macht, da nimmt er's Häfen mit' n Wasser und schütt ihr' s übern Kopf und sagt ohne a bißl Zurn: So, Kathl, jekt bist ja eh' n ganz naß und kannst scho außigehn zum Brunnum a Wasser!"
Diplomatisch.
Dame( ihre neueste Photographie betrachtend):„ Findest Du nicht auch, Ella, daß ich recht häßlich bin?" Freundin:„ Ich kann nur sagen: Du bist vorzüglich getroffen."
Und ich weiß es doch so gut, Was ein edler Tropfen; Höher, als den Doktorhut, Schätz ich Malz und Hopfen!
Kühnes Bild.
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Hopp, hopp, Dicker!"
Burschensang.
Und ich weiß es doch so wohl, Was ein lustig Liedel; Mehr noch als den Alkohol, Schätz' ich Sang und Fiedel!
Hauptmann( zur Mannschaft):„ Und wenn ich zum dritten Mal so den Degen hochhalte, dann geht Ihr so auf den Feind los, daß uns im Vergleich zu Eurem Ansturm die ganze Weltgeschichte wie' n lumpiger Altweiberklatsch
vorkommt."
Und ich weiß es doch genau, Was ein hübsches Mädchen; Mehr als meine Scheuerfrau, Schätze ich ihr Rätchen!
Annonce.
E. Schmidt- Mühlhausen.
Dichter, Naturalist bis zum Äußersten, sucht einen Verleger, dem es auf ein paar Monate Gefängnis nicht ankommt.
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Trost.
-
Studiosus( zu seinem Gläubiger, der über die steile Treppe hinunterpurzelt) Machen Sie sich nichts d'raus nächsten Monat zieh' ich Parterre."
Seufzer. ,, Freund Lampe, Du bist glücklicher als ich; Du hast Schonzeit und ich hab' feine!" seufzte die Katze, als sie eines Hasen ansichtig wurde.
Bezeichnet. Gerichtsrätin ( im Kaffeekränz chen): ,, Wie? Heute feine Neuigkeiten? Sind denn Gerüchtsferien?"
Splitter. Lügen haben kurze Beine, aber lange Arme.
Vexierbild.
Wo ist die Italienerin?
ten gemacht, wa
ten die Führun
die bis dahin
gefecht dauerte rer auf Necessid hindurch. Mit dort von dem fanteriebrigade Zurüdlassung vi ten Seeleute au ge. Verschieden
Guter Rat.
Kriegsschiffe die
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spann sich ein Flagge des Au de. Die in
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