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* Vom Manöver. Die Brigadebesichtigung der beiden Regimenter 117 und 118 fand am Dienstag in dem bisherigen Uebungsgelände von Homberg und Buchberg, östlich Alsfeld zwischen den Orten Rainrod, Eifa, Hopf­garten und Altenburg statt. Die drei Regimenter der 49. Infanteriebrigade( 115er, 116er, 168er) rückten in der Nacht zum Mittwoch zu einem Nachtgefecht aus. Sie verlassen nunmehr ihre Quartiere in Fulda und westlich Fulda und marschieren oftwärts. Ihr Kriegsschauplatz wird in die Rhön verlegt. Die Regimenter rüden gegen Tann, Gersfeld und Lahrbach. Für die jetzt beginnenden Brigademanöver find dieser Brigade das Dragoner- Regiment Nr. 24, das Artil­lerie- Regiment Nr. 25 und die 25er Pioniere zugeteilt. Heute sammelt sich die ganze Brigade in und direkt um Fulda. Die Aufklärungsübungen der Kavallerie- Regimenter Die sind beendet, sie nehmen jetzt an den Manövern teil. 23er Dragoner sind am Dienstag zur 50. Brigade gestoßen, die 24er zur 49. Brigade. Der Stab der preußischen Ka­vallerie Brigade befindet sich jetzt in Schotten. Die 6er Dra goner liegen in Rainrod, Ulfa, Kölzenhain. Das Train­Bataillon Nr. 18 ist nun in Eichelsdorf und Ulfa ange= tommen. Die 41. Infanterie- Brigade verläßt jetzt ihre drei­wöchigen Standquartiere, die 87er fommen nach Steinbach, Albach, Garbenteich, Hausen, Annerod, Leihgestern. Die 27er Artillerie fommt nach Waßenborn, Burkhardsfelden, Oppen­rod. Die 88er fommen in die nördliche Wetterau. Im höchsten Vogelsberg treffen in diesen Tagen die Regimen ter der 42. Brigade ein und zwar um Schotten, Ulrichstein, Ulfa, Engelrod, Stumpertenrod, Helpershain. Damit ift dann das ganze 18. Armeekorps im Manövergelände ange­tommen.

* Die Herberge zur Heimat vermittelte im August 82 Stellen: Hiervon tamen 22 auf die Handwerker und 60 auf die Arbeiter.

!! Baubücher. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Sicherung der Bauforderung für Bauunternehmer oder Bau­herren besteht der Zwang zur Führung von Baubüchern für jeden einzelnen Neubau. Ueber diese Geseßesbestimmung be­steht aber gleichfalls noch eine große Untlarheit in den Kreisen des Bauhandwerks, die unter Umständen sehr ver­hängnisvoll wirken kann, da das Gesetz zur Sicherung der Bauforderung in seinem Paragraph 6 anordnet, daß Ver­fehlungen gemäß der geseßlichen Vorschriften bis zu Strafen von 3000 Mart geahndet werden können. Es sei hier aus­drücklich nochmals bemerkt, daß ein Baubuch über jeden einzelnen Neubau und Umbau geführt werden muß, der seit dem 21. Juni 1909 vom Tage des Inkrafttretens des betreffenden Gesetzes also- angefangen worden ist. Es liegt durchaus im Interesse der beteiligten Kreise, sogleich die nötigen Schritte zu unternehmen.

* Neuerung im Posts check verkehr. Nach dem Muster der seit dem 1. Juli im Verkehr befindlichen Nachnahmetarten und-Postpatetadressen mit anhängender Postanweisung werden vom 1. Oftober ab auch Nachnahme­farten und Paketadressen mit anhängender Zahlkarte ein­geführt. Firmen, die die Formulare für ihren Gebrauch durch Privatdruckereien herstellen lassen wollen, werden von der Ober- Postdirektion auf Wunsch Probeformulare geliefert.

* Geometer 2. Klasse. Laut Verfügung des Ministeriums des Innern der Finanzen wird eine Prüfung der Geometer 2. Klasse nach dem Jahre 1913 nicht mehr abgehalten. Bei Annahme neuer Lehrlinge sind die Geo­meter verpflichtet, dies denselben sowohl wie den Eltern ßland. Auf An oder Vormündern mitzuteilen, welche durch Unterschrift an­wird ab23 Sept perfennen müssen, daß sie von der Schließung der Prüfung ers nach Mußland 1 dn Kenntnis erhalten haben. urchfuhrerlaubnis September ankommer nanzminister entschi Beweise, daß da öffentlichung obeng

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Die diesjährige Ernte hat von neuem den schlagenden Beweis dafür erbracht, daß günstige Wit­terung allein noch nicht ausreicht, um reiche Ernten her­vorzubringen. Troß der reichlichen Niederschläge konnte man immer noch hier und da am dünnen Stand des Getreides und an dem furzen leichten Aehren erkennen, daß es der nötigen Düngung gefehlt hatte. Bei träftiger, sachge= mäßer Düngung war dagegen, besonders bei Weizen und Roggen, auch auf leichteren Böden eine selten schöne Ernte gewachsen. Viele Landwirte haben allerdings noch den Feh­ler begangen, bei stark gedüngten Herbstsaaten dasselbe Saat­quantum beizubehalten, wie es schon zu Großvaters Zeiten verwendet wurde, als es noch keine Kunstdünger gab. Bei fräftiger Düngung, besonders mit Thomasmehl( wenigstens 500-600 Kilogramm pro Hektar), bestockt sich bekanntlich jedes Getreide viel stärker. Man kann daher ruhig 0,25 bis 0,33 Proz. des früher üblichen Saatquantums sparen und wird doch einen besseren Körner und Strohertrag erzielen, ohne dabei Lagerfrucht zu bekommen. Man beherzige also bei der bevorstehenden Herbstsaat: Dünn säen stark dün gen".

!! Warnung. Zur Zeit der Obsternte und des Stei­genlassens von Papierdrachen werden erfahrungsgemäß viele Störungen in den oberindischen Telegraphen und Fern= sprechleitungen dadurch verursacht, daß Äeste und Zweige bezw. Drachenschwänze in den Leitungen hängen bleiben. Wer fahrlässigerweise eine Telegraphenanlage gefährdet, wird mit Gefängnis bestraft.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

* Heuchelheim. Bei unserer Gemeinderatswahl siegte die Liste der sozialdemokratischen Kandidaten: J. Schleenbecker 242, Wilhelm Mandler 186 und L. Schmidt 186 Stimmen. Die Bürgerlichen brachten es nur auf 183 Stimmen.

* Butzbach. Am Sonntag, den 18. September, hält der Verband der Bauvereine für das Großherzogtum Hessen in Butzbach seinen diesjährigen Verbandstag der ge­meinnüßigen Bauvereine im Großherzogtum Hessen ab.

* Friedberg. Hier fand die vom Bezirksverein Hessischer Handelsgärtner veranstaltete Ausstellung selbstge­züchtigter Blumen, besonders Rosen, statt, um weiten Krei­sen zu zeigen, welche Blumen sich eignen, Balkon und Er­fer zu schmücken.

* Alsfeld. Im Kreise Alsfeld wurde die Tu­berkulose Ausstellung wie folgt besucht: Rom­rod von 800, Kirtorf von 650, Homberg a. d. O. und Nieder- Ohmen von je 1000 Personen. Insgesamt fanden 22 Vorträge statt. Die Ausstellung wandert demnächst in die Kreise Friedberg und Gießen.

* Alsfeld. Eine Provinzialverbands- Ausstellung für Kaninchen findet am 23. Oktober in Alsfeld statt.

* Ortenberg. Der bekannte Ortenberger falte Mark" wurde auf den 3. November festgesetzt.

* Mainz. Eine stark besuchte sozialdemokratische Versammlung beschloß auf Antrag des Stadtverordneten Adelung, bei der bevorstehenden Stadtverordnetenwahl a l- lein in den Wahlkampf zu treten.

* Jugenheim a. d. V. Die diesjährige Versamm­lung des Forstvereins für das Großherzogtum Hessen fin­det vom 15. bis 17. d. Ms. in Jugenheim a. d. B. statt. Der Waldausfhrg führt in die Oberförstereien Jugenheim

und Eberstadt und endigt auf Burg Frankenstein. Das| ständig umgearbeitete und erneuerte Auflage. Groß- Folio­Hauptthema der Verhandlungen wird die forstliche Bewirt­schaftung des Flugsandgebietes in den besuchten Oberförster­

eien bilden.

* Darmstadt. Die letzte Rundfahrt der Preis richter des Komitees Darmstadt im Blumen- und Pflanzen­schmuck hat nunmehr stattgefunden. Die andauernde schlechte Witterung hat die Dekorationen teilweise beeinträchtigt, es ist erfreulich, daß trotzdem die Leistungen auch in diesem Jahre hervorragend sind. Wie schon früher mitgeteilt, ha­ben sich die Militärbehörden den Bestrebungen angeschlos= sen; die Infanterietasernen in der Aleranderstraße u. Wil­helminenstraße, die Dragonerfaserne auf dem Marienplatz, die Trainfaserne, teilweise die 25er Artilleriekaserne sowie das Garnisonlazarett waren prächtig geschmückt. Ein Vertreter des französischen Darmstadt. Ministeriums der öffentlichen Arbeiten stattete der Landes­versicherungsanstalt Großherzogtum Hessen einen längeren Besuch ab, um die inneren Einrichtungen dieser Behörde und deren Organisation fennen zu lernen. Bekanntlich ist die französische Regierung dermalen mit Einführung des am 10. April 1910 beschlossenen Gesetzes, die Allgemeine Al­be ters- und Invalidenversicherung in Frankreich" betr., faßt.

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* Darmstadt. In der hier stattgehabten Vor= standssitzung des Verbandes Deutscher Gewerbevereine und Handwerkervereinigungen wurde einstimmig folgende Re­solution gefaßt: Die Hauptversammlung des Verbandes Deutscher Gewerbevereine und Handwerksvereinigungen er­sucht die Vorstandschaft, sofort an geeigneter Stelle dahin zu wirken, daß in der Reichsversicherungsordnung die Kran­ken- und Invalidenversicherungspflicht der selbständigen Ge­werbetreibenden mit einem Jahreseinkommen bis zu 3000 Mark gesetzlich ausgesprochen wird. Für den Fall, daß der Anschluß der Handwerker an digVersicherungsordnung nicht er­möglicht werden sollte, sind gleichzeitig Schritte zu tun, um ihre zwangsweise Einbeziehung in die in Aussicht stehende Pensionsversicherung der Privatbeamten zu erreichen.

* Worm 3. Ein vorzugsweise für Schulkinder un serer Stadt bestimmtes Erholungsheim auf dem Hohen= Darsberg bei Neckarsteinach ist jetzt eröffnet worden. Das vorzüglich eingerichtete, mit einem Kostenaufwand von Mr. 150 000 erbaute Heim fann 70 Kinder zugleich aufnehmen.

* Essenheim. Ein schönes Beispiel kamerad schaftlichen Sinnes lieferten die Mitglieder des Bezirks Nie­der- Olm vom Hassia- Verbande gelegentlich ihres letzten Be­zirtstages zu Essenheim. Auf Antrag des Vorsißenden Ka­bey wurde nach weiterer Befürwortung durch Wolf- Stade­cken und Stieb- Nieder- Olm zugunsten der durch den Ober­mockstädter Kassentrach so schwer geschädigten Kameraden eine Sammlung veranstaltet, die sofort die ansehnliche Summe von 8211 Mart ergab. Weitere Sammlungen sollen den Vereinen des Bezirks stattfinden.

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* Darmstadt. Wegen Ergreifung von Maßnah­men, die die Choleragefahr, hervorgerufen durch die Ein­fuhr von Obst und Gemüse aus Italien, verhüten, will die Hessische Regierung die Anregung aus Interessentensreisen abwarten und dann, wenn nötig, mit den Bundesstaaten gemeinsam vorgehen. So lange die italienischen Behörden in ihrer Energie in der Bekämpfung der Krankheit fort­fahren und vielfach deutsche Beamte in Italien die Ein= fuhr überwachen, sei kein Grund zur Beunrugigung gegeben.

* Frankfurt a. M. In der letzten Vorstandssitz­ung der Zentralstelle für Obstverwertung wurde beschlossen, am 22. und 29. d. Mts. je einen Obst martt in der Markthalle 4 an der Börnestraße abzuhalten.

* Frankfurt a. M. Im großen Saale des Kauf­männischen Vereinshauses fand am Montag die erste Sitz­ung der Wanderversammiung des Verbandes deutscher Ar­chitekten- und Ingenieurvereine statt. Baurat Ludwig Ne­her- Frankfurt a. M. hielt einen Vortrag über die bautünst lerische Entwicklung Frankfurts in den letzten hundert Jah­ren. Den zweiten Vortrag hielt Magistratsbaurat Uhlfel­der über den Frankfurter Ostbahnhof.

* Marburg. Nach 5tägiger Straffammerverhand­lung wurde am Montog gegen die Inhaber des Harten- roder Heilinstituts, Dikomeit und Zimmermann, das Urteil gefällt. Es lautete gegen Ditomeit auf 1 Jahr 2 Monate Gefängnis und 500 Mart Geldstrafe, gegen Zimmermann auf 10 Monate Gefängnis und 300 Mart Geldstrafe. Fünf Monate Untersuchungshaft tommt bei beiden in Anrechnung. Der Staatsanwalt hatte gegen Dikomeit zwei Jahre und ein Monat sowie 1000 Mart Geldstrafe und gegen Zimmer­mann ein Jahr und ein Monat Gefängnis beantragt.

* Dillenburg. Die Stadtverwaltung hatte ein Ortsstatut beschlossen, nach dem die Anstellung sämtlicher Gemeindebeamten auf Kündigung erfolgen soll. Der Be­zirtsausschuß aber versagte seine Genehmigung dazu, in­sofern es sich um die Anstellung des Stadtsekretärs oder des Stadtrechners handelt. Die städtischen Körperschaften beschlossen, die Entscheidung des Provinzialrats einzuholen.

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* Wiesbaden. Die Schlachthofdeputation hat den Antrag gestellt, der Magistrat möge sich den Bestrebungen anderer Städte, eine Milderung in den Bestimmungen der Vieh- und Cleischeinfuhr herbeizuführen, schließen. Der Magistrat will num an den Vorstand Preußischen Städtetages in Berlin das Gesuch richten, bei der Kgl. Regierung Schritte zu tun, um eine Milderung u. Erleichterung der bestehenden Bestimmungen herbeizuführen. Wiesbaden. Die 24. Hauptversammlung des Mittelwestdeutschen Stenographenbundes Stolz e- Schrey fand hier am 3. bis 5. September statt. Zu den Verhand lungen am Samstag abend waren sehr viele auswärtige Vereine vertreten. Am Wettschreiben beteiligten sich unge fähr 500 Personen, denen 295 Preise und viele Wertpreise zugeteilt werden konnten. Die Ergebnisse waren durchweg vorzüglich. Die Höchstleistungen bildeten drei preiswerte Ar beiten bei 360 Silben. Der öffentlichen Festsitzung wohn­ten Oberregierungsrat von Gizycki als Vertreter des Herrn Regierungspräsidenten und Landgerichtspräsident Geh. Ober­justizrat Mencke als Vertreter der Justizbehörden bei. Den Festvortrag hielt Herr Kammerſtenograph Frey- Karlsruhe. Eine Besichtigung des Kurhauses, ein Festessen, ein Fest­fommers und eine Rheinfahrt bildeten den Abschluß der in allen Teilen harmonisch verlaufenen Veranstaltung.

Literarisches.

- Die Syphilisbehandlung mit dem Ehr­lich Hataschen Mittel( Diorydiamidoarsenoben­zol). Zusammenstellung der bisherigen Erfahrungen. Von Oberarzt Dr. Johannes Bresler, Lüben. Zweite bedeutend vermehrte Auflage. Mit den Bildnissen Ehrlichs und Schau­dinns. Preis 1,80 Mt. In dankenswerter Weise hat Oberarzt Dr. Bresler alles zusammengestellt, was bisher über das neue Syphilisheilmittel und die damit gemachten Erfahrungen in medizinischen Kreisen bekannt geworden ist.

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Illustrierte Hausbibliothek für nübliche und belehrende Beschäftigung. Die jetzt fertig vorliegende erste Serie umfaßt 12 Hefte fol­genden Inhalts: Bd. 1 Modell 3. 3. Die Herstellung etnes betriebsfähigen Luftschiffes. Vd. 2 Dampfschiff. Bd. 3 Elektromotore. Bd. 4 Elektrische Straßenbahn. Bd. 5 Fun Benindultor. Bd. 6-7 Auto. Bd. 8 Telephon. Bd. 9 In­teressante chemische Laboratoriumsarbeiten. Bd. 10 Elemente und Affumulatoren. Bd. 11 Projektions- Apparat u. Zau­berlaterne. Bd. 12 Dynamomaschine. Freunde einer wirt­lich anregenden Selbstbetätigung, ganz gleich ob jung oder alt, werden dem Heftchen viele anregende Stunden verdan­ken. Preis der einzelnen Nummer 25 Pfg. 12 Bändchen 2 Mt., bei direkter Lieferung 2.40 Mt.

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Ein guter Bekannter tritt wieder seine Reise an und er wird wieder wie früher in der Bauern­stube wie im Heim des Städters willkommen sein. Mit seinem Namen dem Namen des Lahrer Hinten den Boten" verbinden sich von jeher die Begriffe des volkstümlichen, gemütvollen Erzählens und kernfester Denkart. Und wer ihn auch heuer bei sich aufnimmt, wird erkennen, daß er seiner angestammten Art und seiner gut­deutschen Gesinnung nicht untreu geworden ist. Wenn er in den Weltbegebenheiten" der Zeit einen Spiegel vorhält, lacht er selber fröhlich mit. Und was könnte in der Zeit allgemeiner Lebensmittelverteuerung willkommener sein als des Hinkenden Standrede:" Wie man von der Luft leben fann." Abermals gibt der Alte mit dem Stelzfuß seinen Getreuen ernste und spaßhafte Geschichten zum besten; aber er unterhält nicht nur, er regt auch zum Nachdenken an, und man fühlt wohl, daß es ihm selber von Herzen kommt. In den Jahrhundert- Erinnerungen werden einige teure Ge­stalten vor des Betrachters Seele geführt. Kurz, der Lah­rer Hinkende für 1911 bringt wieder, seiner Bestimmung und Vergangenheit getreu, tüchtiges, gesundes Voltshut. Der Lahrer Hintende Bote" erscheint in 3 Ausgaben: Bil­lige Ausgabe 30 Pig., Erweiterte Ausgabe 50 Pfg. und Großer Volkskalender 1 Mart.

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Die Arbeiten an der Eddertalsperre, jüngstvom Kaiser in Augenschein genommen worden sind, schreiten in schnellem Tempo vorwärts. Die Edder wird bald in ihr neues Bett übergeleitet sein. Ganz abgesehen von diesem interessanten Stück Kulturarbeit, das wir zu betrachten Gelegenheit haben, lohnt sich auch infolge der überraschenden Naturschönheiten des Waldecker Landes ein Ausflug dorthin; von allen Seiten her ist durch bequeme Bahnverbindung das Gebiet der Eddertalsperre leicht zu erreichen. Wer den Ausflug unternimmt, tut gut, sich eine Beschreibung der Eddertalsperre zu besorgen. Dieses von Reitor Heßle r- Kassel verfaßte Büchlein ist dadurch be­sonders interessant und von dauerndem Wert, daß alle Ort­schaften, die ja bald vom Erdboden verschwunden sein wer­den, bildlich dargestellt sind. Das bei Elwert in Marburg erschienene Büchlein ist zum Preise von 80 Pfg. in allen Buchhandlungen erhältlich.

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Die Schaubühne", Wochenschrift für die ge­samten Interessen des Theaters enthält u. a. in ihrer 36. Nummer: Reinhardt in München von Lion Feuchtwanger. Gettke und Byron von S. J. Die Neue Freie Volts­bühne von Hans Ostwald. Mahler von Anna v. Milden­burg. Girardi von Arthur Kahane. Woldemar Run­ges Faust von Heinrich Eduard Jacob. Komische Oper ( Gounods Arzt wider Willen") von Friz Jacobsohn. Annahmen. Uraufführungen. Neue Bücher. Zeitschriftenschau. Engagements. Die Presse.

Berantwortlich: Albin Klein, Gießen.

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Zur Verbilligung der Verpackung wird diese Cigarette, außer in Cartons à 100, auch in solchen à 500 Stück Inhalt geliefert.

Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Mittwoch, den 28. Septbr. 1910, vormittags: Restauration. 12 Uhr: Vorführung sämtlicher prämiierten Pferde. 1 Uhr: Mittagtafel im Hotel Prinz Carl". Die städt. Pferdemartttommission.

Prämiierung Konzert

Gg. Bichler.

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