930
* Cetinje. Mit großen Feierlichkeiten, einer Festsigung der Stupschtina und einem Gottesdienst in der historischen Kirche fand am Sonntag in Cetinje die Proklamation des Fürsten Nikolaus zum Könige von Montene gro statt. Der Känig und die Königin von Italien, der Kronprinz von Serbien und andere Fürstlichkeiten nahmen an der Feier teil.
* Tokio. Die Annektion Koreas durch Japan ist jetzt in aller Form erfolgt. Korea wird japanische Kronfolonie, Generalresident Vicomte Terautschi erhält den Titel„ Generalgouverneur". Die koreanische Kaiserfamilie wird als der japanischen ebenbürtig behandelt; der Kaiser von Korea siedelt im nächsten Jahr nach Tokio über.
sie stieß ihn zurück. Die Zarin begann damit, der Königin die Hand zu küssen, welches sie ostmals wiederholte; sie stellte ihr darauf den Herzog und die Herzogin von Mecklenburg vor, die sie begleitet hatten, und vierhundert soge= nannte Damen, die ihr Gefolge ausmachten. Die meisten waren deutsche Mägde und taten Hofdamen-, Kammerfrauen, Köchinnen- und Wäscherinnendienste. Beinahe alle diese Kreaturen hatten reichgekleidete Kinder auf den Armen, und wenn man sie fragte, ob sie ihnen gehörten, antworteten sie mit einem russischen Kraßfuß: Ich habe dieses Kind durch die Gnade des Zaren bekommen... Die Königin wollte diese Geschöpfe nicht grüßen, dafür behandelte die Zarin sogar die Prinzessinnen vom Geblüt mit vielem Stolz, und der König bewog sie nur mit vieler Mühe, daß sie sie grüßte. Ich sah diesen Hof am folgenden Tage, wo der Zar und seine Gemahlin die Königin besuchten. Diese empfing sie in den großen Zimmern des Schlosses und ging ihnen bis in den Saal der Wache entgegen, sie gab der Zarin die Hand und führte sie zu ihrer Rechten bis in ihr Audienzzimmer.
Der König und der Zar folgten ihnen: sobald der Zar mich sah, erkannte er mich, da er mich vor 5 Jahren ge= sehen hatte, er nahm mich auf den Arm und schund mir das ganze Gesicht mit seinen Küssen. Ich gab ihm lints und rechts Ohrfeigen, sträubte mich aus Leibeskräften und sagte, daß er mich beschimpfe. Der Einfall machte ihn sehr lachen, und er sprach lange mit mir. Man hatte mich meine Lektion gelehrt; ich sprach von seiner Flotte, von seinen Siegen, worüber er so entzückt war, daß er mehrmals sagte, er gebe gern eine seiner Provinzen, um ein Kind, wie ich sei, zu haben. Auch die Zarin machte mir viele Liebkosungen, die Königin und sie setzten sich unter den Thronhimmel auf Armsesset, ich stand neben der Königin, die Prinzessinnen vom Geblüt standen ihr gegenüber.
Die Zarin war klein und breit, braun, ohne allen Anstand und Ansehen. Man brauchte sie nur zu sehen, um ihre niedrige Herkunft zu erraten. Ihrem Aufputz nach hätte man sie für eine deutsche Schauspielerin gehalten. Ihr Kleid war auf dem Trödel gekauft, altfränkisch, mit Silber und Flitter überladen, ihr Schnürleib war vorn mit Edelsteinen nach einer wunderlichen Zeichnung geschmückt, sie stellten einen doppelten Adler dar, dessen Flügel mit sehr kleinen und schlecht gefaßten Steinen besetzt waren. Sie trug ein Dußend Orden und ebensoviele Heiligenbilder und Reliquien, die am Besatz ihres Kleides angebracht waren, und, wenn sie ging, ein Geflingel machten, als höre man einen gepußten Maulesel. Auch die Orden, die gegeneinanderklapperten, machten ebensolches Geräusch.
seine Nerven haben eine krankhafte Reizbarkeit davon behalten, sodaß er oft von einer Art von Konvulsionen befallen wird, die er nicht verhindern kann. Bei Tisch befiel ihn ein Anfall, er machte allerlei gewaltsame Bewegungen und da er ein Messer hielt, focht er damit so heftig ganz nahe neben der Königin, daß sie sich fürchtete und ein paarmal von der Tafel aufstehen wollte. Der 3ar beruhigte sie, versicherte, daß er ihr nicht wehetun würde, und bat sie, ohne Furcht zu sein, zugleich nahm er ihre Hand u. drückte sie so gewaltsam zwischen den seinen, daß sie um Barmherzigkeit schrie, worüber er wacker lachte, und meinte, sie habe zartere Knochen wie seine Katharine. Am folgenden Tage zeigte man dem Zaren alles Merkwürdige von Berlin, unter anderem auch die Medaillen und Antikensammlung. Unter dieser letzteren befand sich, wie man mir gesagt hat, eine heidnische Gottheit in einer sehr unanstän dischen Stellung; in den alten Römerzeiten bediente sich dieser Sinnbilder, um die Hochzeitskammern zu zieren. Man hielt dieses Stück für sehr selten und für das schönste, welches vorhanden sei. Der Zar bewunderte es sehr und befahl der Zarin, es zu füssen, sie widerstrebte; worauf er ungehalten ward und in schlechtem Deutsch zu ihr sagte: Kopab, welches so viel hieß als: ich will dich töpfen, wenn du mir nicht gehorchst. Darauf fürchtete sich die Zarin dergestalt, daß sie alles tat, was er wollte. Ohne das geringste Bedenken verlangte er diese und noch einige andere Statuen vom Könige, der sie ihm nicht abschlagen konnte, ebenso machte er es mit einem Schrank, der ganz mit Bernstein ausgelegt war. Dieser Schrank, der einzige in seiner Art, der König Friedrich dem Ersten ungeheuere Summen gekostet hatte, hatte zum allgemeinen Leidwesen das Schicksal, nach Petersburg geschickt zu werden.
Der Zar hingegen war groß und wohlgewachsen, schön von Gesicht, aber seine Physiognomie hatte etwas Rohes, das Furcht einflößte. Er trug ein ganz einfaches Matrosenkleid. Seine Gemahlin, die sehr schlechtes Deutsch sprach, und die Königin nur wenig verstand, rief ihre Hofnärrin zu sich, um sich mit ihr russisch zu unterhalten. Das arme Geschöpf war eine Fürstin Galizin, und hatte sich zu diesem Handwerk entschließen müssen, um ihr Leben zu retten, denn sie war in eine Verschwörung gegen den Zaren verwickelt gewesen und hatte zweimal die Knute erhalten. Was sie der Zarin sagte, weiß ich nicht: aber es ließ sie helles Gelächter aufschlagen.
ein
Endlich sette man sich zu Tische, der Zar setzte sich neben die Königin. Bekanntermaßen ist an diesem Fürsten in seiner Jugend ein Vergiftungsversuch verübt worden;
18)
Gerichtet.
Familienroman von Franz Wichmann.
Und er ließ seine Blicke in die Runde schweifen, ohne Verdächtiges zu erspähen. Was das Grün der Lauben verbarg, fonnte er ja nicht ahnen.
„ Für mich allerdings," beantwortete der Schwarzbärtige die Frage der Rothaarigen, ob sein Leutnant denn gestorben sei ,,, die ganze Bande ist tot für mich, seit ich ihr den Rücken gefehrt habe!"
„ Aber du sagtest doch, du habest Urlaub genommen und habest nur aus Ulf und um ungeniert zu sein, die Maske da angelegt!" ließ sein Begleiter sich vernehmen.
man ver
Dieser barbarische Hof reiste endlich nach zwei Tagen ab. Die Königin eilte sogleich nach Monbijou, wo es wie bei der Verwüstung von Jerusalem aussah. Nie sah ich etwas Aehnliches! Alles war dergestalt zugrunde gerich tet, daß die Königin genötigt war, fast das ganze Haus neu aufbauen zu lassen.
,, Bist du aber begriffsstuzig!" gab der Schwarzbärtige ihm zurück.„ Hast du denn nicht bemerkt, daß ich an unserm vorigen Platz in Pauli's Biergarten nur den Gesichtern und Ohren in unserer Nähe nicht recht traute? Lediglich darum band ich euch das auf! Aber hier kann ich's ja sagen, hier hört uns ja niemand!"
Das Mädchen an seiner Seite lächelte wichtig.
Der nationale Arbeiter- Wahlausschuh
397
der
nannter Beftim famtquantum& enden Zuckers * Vom beiden Regimen
fteigt.
bisherigen Web öftlich Alsfeld garten und A Infanteriebrig zum Mittwoc nunmehr ihre marschieren off berlegt. Die
Arbeiterschaft Deutschlands im Reichstage unter den Abgeordneten nur mit einem evangelischen Arbeiterabgeord neten vertreten seien, eine nationale Tat sein. Um seine Bestrebungen energisch betreiben zu können, richtet der na tionale Arbeiter- Wahlausschuß an alle evangelischen Ar beiter Deutschlands und deren Standesorganisationen, ins besondere an die evangelischen Arbeitervereine die herzliche Bitte um eine Beisteuer zum Wahlfonds." Ebenso ergeht " an die Freunde der christlich- nationalen Arbeiterbewegung in Stadt und Land und in allen Ständen" die Bitte, die Bestrebungen des Nationalen Arbeiter- Wahlausschusses durc gesellschaftlichen Einfluß, sowie durch eine finanzielle Bei steuer" zu fördern. Der Aufruf schließt:" Angesichts drohenden roten Flut für die nächsten Reichstagswahlen liegt eine verstärkte Vertretung der christlich- nationalen Ar beiterbewegung im Reichstage im vaterländischen Interesse Alle Zuschriften und Geldsendungen für den Nationalen Arbeiter Wahlausschuß sind an Heinrich Scheck, Essen- Ruhr Schüßenbahn 62, zu richten. Geldbeträge können auch mit telst Zahlkarte auf das Postscheckkonto des Genannten Nr. 4053 beim Postscheckamt in Köln eingezahlt werden. die christlich- nationale Arbeiterbewegung." Unterzeichnet if der Aufruf von über 100 evangelischen Arbeiterführern, die mit wenig Ausnahmen als Sekretäre in den christlichen Ge werkschaften und den evangelschen Arbeitervereinen tätig sind.
eine im Jahre 1906 gegründete Vereinigung von Arbeiterführern, welche die evangelische Arbeiterschaft zur politischen Betätigung in den bürger lichen Parteien anregen und auf diese Parteien einwirken will, daß sie evangelische Arbeiter in die Parlamente wäh len, erläßt einen Aufruf um Geldmittel zur Auffüllung sei nes Wahlfonds. In diesem heißt es u. a.:„ Der Nationale Arbeiter- Wahlausschuß will teine politische Partei sein, sondern in allen nationalen Parteien im politischen Interesse der evangelischen christlich- nationalen Arbeiterschaft wirken. Ferner will der Nationale Arbeiter Wahlausschuß die für seine Zwecke, insbesondere die für die Wahlagitation notwendigen Geldmittel, sofern diese nicht von der aufstellen den Partei getragen werden, sammeln und die Wahl der als Kandidaten aufgestellten Arbeitskollegen durch Wort und Schrift fördern. In diesem Sinne hat der Ausschuß bei den letzten allgemeinen Reichstagswahlen mit erfreulichem Erfolg gewirkt. Die von ihm ausgehende Anregung wurde von mehreren Parteien beachtet. Seitdem ist in der Stille weitergewirkt worden, um die voraussichtlich im nächsten Jahre wieder stattfindenden allgemeinen Reichstagswahlen vorzubereiten." Weiter beschäftigt sich der Aufruf mit der Reichstagßersahwahl in Frankfurt Lebus, wo ein Mitbegründer des Nationalen Arbeiter- Wahl- Ausschusses, der Arbeitersekretär Hermann Dunkel, für die Konservativen mit Unterstützung des Bundes der Landwirte und der in der Wirtschaftlichen Vereinigung zusammengeschlossenen Parteien fandidiert. Der Aufruf läßt die Erwartung durchblicken, in daß Dunkel mit dem sozialdemokratischen Kandidaten Stichwahl kommt. In diesem Falle rechnet der Nationale Arbeiter- Wahlausschuß damit, daß die liberalen Parteien dem christlich- nationalen Arbeiterkandidaten den Vorzug vor dem Sozialdemokraten geben und ersteren wählen werden. Die Wahl Dunkels würde angesichts der Tatsache, daß die nach Millionen zählende christlich und national gesinnte ev.
„ Ich weiß es schon, seit der Flüchtling mich aufsuchte. Bei mir wußte er sich sicher, darum ließ er mich seine Geheims nisse teilen!"
,, Du bist doch nicht gar durchgebrannt?" fragte der Freund stockend.
„ Ich habe mir selber Urlaub gegeben wider ihren Willen, sonst hätten sie mich für lange daran verhindert!" entgegnete der Schwarzbärtige mit zynischer Offenheit.
Die Rothaarige hielt jetzt nicht länger an sich; ste sprach das gefährliche Wort aus:
,, Sie sind desertiert?"
Der Gefragte blickte sich scheu um:
,, Still," raunte er, nicht so laut, das darf man nur denken, nicht sagen!" Er beugte sich über den Tisch hinüber. „ Sie haben es aber richtig erraten, Fräulein Elsa," fuhr er fort, ,, desertiert bin ich ihnen! Es war die höchste Beit! Sie sind hinter deine Broschüre International' gekommen," richtete er an den Freund das Wort, da hieß es sich schleunigst drücken und hier untertauchen. Aber lange darf ich selbst hier nicht bleiben. Ich muß weiter fort, zunächst nach Berlin; unsere Gesinnungsgenossen dort werden mich schon zu verbergen
wissen!"
„ Nimmst du mich mit?" fragte das Mädchen neben ihm und legte ihre kleine, mit blitzenden Ringen geschmückte Hand auf seinen Arm.
„ Ich täte es gern," antwortete er, aber allein bin ich sicherer! Später vielleicht darfst du nachkommen."
,, D, ja!" rief seine Begleiterin.„ Ich finde dort sicher Engagement, Choriſtinnen mit guten Stimmen sind überall gesucht und hier am Volkstheater gefällt es mir schon lange nicht mehr. Aber du mußt Wort halten!"
„ Gewiß, sobald ich in Sicherheit bin!"
,, Du solltest auch mit mir nach Berlin gehen!" meinte die cothaarige Elsa zu ihrem Gesellschafter.
Aber dieser wandte sich an den Freund. „ Wenn die Dinge so stehen," sagte er, ist es furchtbar leichtsinnig von dir, hierherzukommen! Wenn dir nun hier deine Eltern begegneten-" ,, Die- pah
-
die würden mich nicht einmal kennen!" sagte er wegwerfend.„ Doch da bringt der Kellner den Seft!" Er riß die dunkelgrüne Flasche aus dem Eistübel und entkorkte sie.„ Schenke mir ein, Graziella!"
Das Mädchen an seiner Seite füllte die Gläser. Der Freund ergriff das seine und rief:
Lokales.
Fü
Lahrbach diefer Brigade Terie Regiment Heute fammelt Fulda. Die A find beendet, f 23er Dragoner bie 24er zur ballerie Briga goner liegen
Hoch
Gießen, 8. Septem'er 1910. * Post nach richten. Die Postassistentenprüfung bestand der Postgehilfe Gr e b- Lauterbach.
!! Die Frage: Wem gehört das überhäng ende Obst?" ist gegenwärtig wieder zeitgemäß. Sie fei in folgendem beantwortet: Die Früchte eines Baumes oder Strauches gehören, solange sie noch daran festsitzen, dem Eigentümer des betreffenden Baumes oder dem, der den Garten inne hat, wenn einzelne Zweige in das Nachbar. grundstück überhängen. Der Nachbar, in dessen Garten die Früchte hinüberhängen, darf diese also nicht abpflücken, fie sind jedoch sein geseßliches Eigentum, wenn sie von selb vom Baum in seinen Garten fallen.
„ Es lebe die Liebe, es lebe der Wein und die Schönheit!" „ Und die Freundschaft!" fügte Otto hinzu, während sie anstießen. Weißt du, ich bin heute sentimental aus Egoismus. Du mußt mir deine Papiere geben!" „ Meine Papiere? Wozu?"
Bataillon Nr. tommen. Die
wöchigen Star Albach, Garbe Artillerie tomm rod. Die 88e höchften Bogel ter der 42. B Ulfa, Engelro dann das gar tommen.
!! Warnung vor der Fremdenlegion Gelegentlich der Kreislehrer- Konferenz in Weisenau fam Pro vinzialdirektor Dr. Breidert auf das traurige Los der jungen Leute zu sprechen, die sich in Unwissenheit der ein schlägigen Verhältnisse und in leichtsinniger Weise zur Frem denlegion anwerben lassen. Während es in früheren Zei ten, wenn auch nach außerordentlich schwierigen Ün terhandlungen möglich war, die Geworbenen ihren Ange hörigen zurückzugeben, hat nunmehr die französische Regier ung es entschieden abgelehnt, sich überhaupt noch in Unter handlungen einzulassen. Es ist deshalb Pflicht weiter Kreise insbesondere der Schule, hier aufklärend und warnend auf zutreten.
„ Nun, ich muß doch eine Legitimation haben, damit ich unbelästigt weiterkomme! Wenn ich eine Zeitlang in Berlin gewesen und darin sicher geworden bin, mache ich mich nach Hamburg auf den Weg. Ein wenig Geld habe ich noch, das weitere geben mir die Genossen. Aber andere Papiere sind mir das nötigste. Wenn ich glücklich drüben bin, schicke ich sie dir wieder und wir lachen alle aus!"
Hellborn war in der Unterhaltung mit Klara noch einmal auf das zuletzt berührte Thema zurückgekommen.
„ Nein, das müssen Sie sich aus dem Kopf schlagen," sagte er ,,, die Frau braucht sich nicht zu emanzipieren, sie kann weit besser als Weib an der Seite des Mannes selbständig sein!"
Der kleine Hellmut, um den man sich wenig kümmerte, schien sich zu langweilen; er horchte sehnsüchtig auf die Musik, die soeben wieder zu spielen begann.
„ Darf ich nicht den Musikanten zuschauen, Vater?" fragte er.
Hellborn lächelte.
* Die Auguft 82 St und 60 auf d
!! Bau Sicherung der herren besteht jeden einzelne fteht aber gle Kreisen des hängnisvoll Bauforderung fehlungen gem bon 3000 Ma drücklich noch einzelnen Neu dem 21. Jum betreffenden liegt durchaus die nötigen G * Neu dem Muster Nachnahmelar Bostanweisun larten und geführt. Fir Surch Privat der Ober- Pof * Geo Ministeriums
* Die Lese halle des Lesehallenvereins gab im verflossenen Monat 1383 Werke aus, von denen 1040 au Schriften erzählenden Inhalts entfielen. Die Bewohner der Umgegend von Gießen entlichen aus der Bibliothek 71 Bände.
1910
* Städtisches. Der Ertrag der diesjährigen Grummetgras- Versteigerung ist hinter dem Vorjahr bedeut end zurückgeblieben. Während 1909 die städtischen Wiesen 10 647 Mf. einbrachten, war der Erlös im Jahre nur 4228 Mt. Die Mindereinnahme ist jedenfalls auf die schlechte Witterung des Sommers zurückzuführen, welche auf die Pflanzenwelt einen ungünstigen Einfluß ausitbte:
,, Den Kindern ist Musik sehen lieber als hören," meinte er gegen Klara.„ Ja, geh nur hin," wandte er sich an das Kind, aber bleibe nicht zu lange!"
Als das Kind fröhlich davongesprungen war, erwiderte Klara auf seine letzten Worte:
!! 3udere infuhr nach Rußland. Auf An ordnung des russischen Finanzministers wird ab23 Sept. 1910 der Import des weißen Sandzuckers nach Rußland zu herabgesetztem Zoll eingestellt. Die Durchfuhrerlaubnis für Zuckertransporte, welche nach dem 23. September ankommen wird in jedem einzelnen Falle vom Finanzminister entschie den unter Vorweisung unzweifelhafter Beweise, daß das Zuckerlieferungsabkommen vor der Veröffentlichung obenge
„ Ich würde Ihre Ansicht teilen, wenn die Männer selbst ständig, frei und vorurteils los wären!"
Ich
,, Das freilich vorausgesetzt!" mußte Hellborn zugeben. sprach soeben auch von einer Ehe, wie sie mir als Jdeal vor schwebt. Gewiß gehören dazu auch Frauen, welche" „ Gestatten Sie mir eine Frage?" unterbrach das Mäd chen ihn.
„ Mit Freuden, so viele Sie wollen!"
„ Aber es könnte Ihnen neugierig, unbescheiden oder am Ende gar häßlich erscheinen!"
„ Von Ihnen? Unmöglich!"
„ Nun denn:- Wäre Ihre Frau Ihnen auf dem Wege den Sie, seit Sie sie verloren, eingeschlagen haben, gefolgt?" Hellborn schwieg eine Weile.
„ Ich fürchte: nein!" sagte er dann.„ Gestatten Sie mir nun auch eine Frage?" fuhr er fort. Würden Sie den Mut haben, ein selbstgewähltes Los wie das meine zu teilen?" Klara zögerte minutenlang mit der Antwort, ehe fie feft erwiderte:
,, Ja, ich würde es, denn ich weiß, daß es das rechte ist!" ,, Klara, das würden Sie, das könnten Sie wirklich?" E flang wie förmlicher Jubel aus seiner Stimme, während er die Hand ausstreckte, als ob er die ihre ergreifen wollte. Aber sich beherrschend, fragte er statt dessen in gespannter Erwartung: Darf ich den Sinn dieser allgemeinen Antwort auf meinen Speziellen Fall beziehen?"
Das Mädchen schlug die seelenvollen blauen Augen leuchtend ju ihm auf.
,, Wenn ich Sie recht verstehe, so dürfen Sie es," sprach fie , Kein Glaube ist echt, den die Gläubigen nicht durch ihr Leben betätigen!"
-
„ Und das würden das könnten Sie wirklich tun? jagte er.
der Geomete abgehalten. meter verpfl oder Vormün perfennen nnif nenntnis erb Di
Klaras Blick senkte sich wieder, ihr Herz pochte rascher. „ Zweifeln Sie daran?" gab sie ihm zurück.„ Ich bin viel leicht im Unglück glücklicher als manche im Glück! Mein Vater hat mich verstoßen, ich stehe allein im Leben da, aber ich bin mündig und Herrin meiner Hand. Keine Rücksicht hindert nich, das Los dessen zu teilen, den ich liebe!"
Jetzt ergriff Hellborn in heißer Freude ihre Hand. „ Klara, Klara," stieß er aus,„ du hast das Wort ge sprochen, das mein Mund so lange wider Willen verschwieg das Wort: Liebe!"
Mit glühenden Wangen neigte das Mädchen sich ihm zu „ Das Herz hingegen sprach es schon lange aus!" flüsterte fie „ Ja, in der heimlichen Tiefe der Brust," antwortete er, , aber nie hätte ich geglaubt, daß du-"
( Fortsetzung folgt.)
den schlagen terung allei borzubringen
immer noch und an den der nötigen mäßer Düng Roggen, auc gewachsert.
ler beganger quantum be
verwendet
fräftiger Di
500-600
jedes Getrei
0,33 Proz.
wird doch ei ohne dabei
bei der bevo gen".
!! 23 a genlaisens b Störungen Sprechleitung
bezt. Drac Wer fahrlä wird mit G
Aus
* 5c
fiegte die
Schleenbeder Stimmen.
186 Stimme
* Bu
hält der Be
Heffen in B meinnügigen
* Fri beffischer Ha züchtigter Bl
fen zu zeigen ter zu schmi
* A13 bertulof Tod von 800 Nieder- Ohme
22 Vorträge
Die Kreise
* AT
für Kaninche
* OI
Mar" wurd
* Ma Bersammlung Adelung, bei
lein in den
* Jug det vom 15. Der Waldau
limg des Fo


