Einzelbild herunterladen

Bas Neueste vom Tag.

Der Bundesrat hat dem Entwurf eines Stellenvermittlungsgeseßes zugestimmt.

Berlin, 7. Febr. Die Abgg. Basser­mann und Dr. Hieber haben eine Resolution zur zweiten Beratung des Etats des Reichsamts des In­nern im Reichstage eingebracht, wonach die verbünde­ten Regierungen die Gründung und Unterhaltung einer Reichsanstalt für Luftschiffahrt und Flugtechnik in Fried­richshafen möglichst bald in die Wege leiten möchte.

Berlin, 7. Febr. Der o. Professor der Gynä fologie und Geburtshilfe an der hiesigen Universität Dr. Robert Olshausen tritt mit Schluß des Som­mersemesters von seinem Lehramt zurück.

Velbert( Rheinland), 6. Febr. Ein wichtiger Beschluß ist von dem hiesigen Stadtrat gefäßt worden. Er geht dahin, daß es den Stadtverordne ten und Mitgliedern städtischer Kommissionen verbo­ten sei, für die Stadt eine Arbeit oder Liefer­ung auszuführen, welcher Art sie auch sei.

Allenialben lie man Luftschlangen los, wagrond gegen die Mittagsstunde verschiedene studentische Gruppen mas­tiert durch die Stadt zogen. Hierbei verdient Anerkennung, daß alle Veranstaltungen nicht ausarteten und wir möchten wünschen, daß auch an dem heutigen Abend die Polizei­verordnungen in gleicher Weise beachtet werden.

*)(* Eisvereinshaus Entwürfe. Be­tanntlich waren für den Bau des Vereinshauses des Eis­vereins drei Entwürfe eingegangen, die mit Preisen be­dacht wurden. In den letzten Tagen hat sich der Verein nun noch für einen 4. Plan, eine Arbeit des hiesigen Ar­chitetten Seuling, entschieden, der mit den anderen Bewer­bern nun in die engere Wahl kommt.

*)(* Besißwechsel. Ein auswärtiges Konsor­tium hat im Verein mit hiesigen Kapitalisten die alten Ge­bäude zwischen Schloßgasse und Marktlaubenstraße ange= tauft. Die sämtlichen Gebäude werden niedergelegt und es soll nun endlich an diesem freien Plate dann der schon lang ersehnte Sa alba u errichtet werden. Ein auswärtiger Restaurateur will für das darinnen vorgesehene Restaurant 10 000 Mart Pacht zahlen.

*)(* Der älteste attive Bureaubeamte soll Nürnberg, 6. Febr. Eine zahlreich besuchte der an der Kanzlei unserer Universität seit dem Jahre Versammlung des Landesausschusses der freisinnigen Partei Bayerns ſtimmte dem Zusammenschluß der links- 1847 tätige nunmehr 82jährige Sekretär Fr. Schäffer sein, der seine Laufbahn als Schreiber begann, und nach liberalen Gruppen zu. 60 Jahren bei Gelegenheit des Universitätsjubiläums zum Geheimen Kanzleirat ernannt wurde. Er verrichtet seinen Bureaudienst, am Pulte stehend, nach wie vor mit der größ­ten Regelmäßigkeit, hat seit undentlichen Zeiten keine län­geren Ferien gemacht und denkt nicht an Rücktritt.

Breslau, 6. Febr. Bei der Oberschlesischen Eisenindustrie Aktiengesellschaft beschloß die Arbeiterschaft der Drahtzieherei, Mitte Februar die Ar­beit ein zu stellen, sofern nicht die Ende 1909 ver­sprochene Erhöhung der Akkordlöhne eintrete.

Solingen, 6. Febr. Fünf sozialdemokratische Versammlungen protestierten heute gegen die Wahl­rechtsvorlage als eine Verhöhnung des preußi­schen Volles.

Königsberg i. Pr., 7. Febr. Der General­Landtag der Ostpreuß. Landschaft nahm die Vorlage betr. Errichtung einer eigenen Lebens­versicherungsanstalt zwecks Entschuldung und wirtschaftlicher Erstarfung der ländlichen Bevölkerung an. Kristiania, 7. Fehr, son ist seit 10 Uhr vorm verfallen, die Lebenszeichen den.

Björnstjerne Björn in dumpfe Agonie fast völlig entschwun

Paris, 7. Febr. Der Ministerrat beschloß, von der Kammer einen Kredit von 20 Millionen zur Unterſtützung der durch das Hochwasser Ge­schädigten zu verlangen.

Paris, 7. Febr. Die heute im Ministerrat an­genommene Marine Vorlage sieht für die Schlachtflotte 28 Panzerschiffe, zehn Aufklärungsschiffe und 52 Hochseetorpedoboote vor, während für die Kü­stenverteidigung 94 Unterwasserboote und für auslän dische Stationen zehn Schiffe bestimmt sind.

New Yorf, 7. Febr. Präsident Taft hat heute eine Proklamation erlassen, die Deutschland den Minimaltarif zugesteht. Sie umfaßt nicht die deutschen Schußgebiete, da das Staatsdepartement nicht genügend Zeit gehabt hat, um zu prüfen, ob die amerikanischen Einfuhrprodukte von den Schutzgebieten unterschiedlich gehandhabt werden.

Lokales.

Gießen, den 8. Februar 1910. ** Der Großherzog hat am 5. Februar den außerordentlichen Professor Oberlehrer Dr. August Messer in Gießen mit Wirkung vom 2. Mai an zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniver­sität ernannt.

** Das Ministerium des Innern hat den Bureau­vorsteher bei dem Kreisamt Schotten Johannes Ha ch be­auftragt, vom 1. März d. Js. an bis auf weiteres die Stelle eines Bureauvorstehers bei dem Kreisamt Alsfeld zu versehen.

Aus dem Parteile ben. Der freisinnige Ver­ein hatte vorgestern nach Steins Saalbau eine Versammlung einberufen, welche von Justizrat Me 3 eröffnet wurde. Als erster Redner sprach Prof. Na de Marburg über Libera­lismus und Staatsbürgertum". Sein Vortrag erntete den ungeteilten Beifall der sehr zahlreich erschienenen Zuhörer. Der zweite Vortrag wurde von dem Landtagsabgeordneten Reh über Die hessische Wahlrechtsvorlage" gehalten. Auch den Ausführungen dieses Redners stimmte die Versammlung wiederholt laut zu.

** Landtagswahl. An Stelle des nat.- lib. Abgeordneten Pitthan- Wöllstein, der sein Mandat nieder­legte, wurde am 5. Februar im 3. rheinhessischen Wahl­kreise( Wöllstein- Alzey) der freisinnige Bürgermeister& i= ba ch- Pfaffen- Schwabenheim gewählt.

*)(* Karneval. In unserer Stadt entwickelte sich am heutigen Tage ein fröhliches karnevalistisches Treiben.

27)

Der Fall Welshofen.

Kriminalroman von M. Kossak.

( Nachdruck verboten.)

Als die junge Frau am Nachmittag dieses Tages in die Wilson- Scool ging, erfundigte sie sich im Bureau bei der Gattin des Inspefiors, ob Signor Lanzani während der letzten Tage vor seinem Verschwinden einmal in der Schule gefehlt habe.

Die Französin sah sie erstaunt an. Warum fragen Sie, gnädige Frau?" meinte sie.

,, Ach, ich dachte nur so, weil er doch wie von der Erde weggejegt ist, man könnte vielleicht einen Anhaltspunkt da­für finden." d

Jene schüttelte verständnislos den Kopf. Es schien ihr nicht ersichtlich, inwiefern ein etwaiges Ausbleiben Lan­zanis aus der Schule Aufschluß über sein rätselhaftes Ver­schwinden geben könnte. Da sie aber der bekannten Ma­lerin gern gefällig sein wollte, so erwiderte sie: Signor Lanzani ist ausnahmslos pünktlich zu den Stunden erschie nen, hat auch während seines Hierseins niemals Urlaub genommen."

Ist das ganz sicher?" forschte Paula.

Aber gewiß, gnädige Frau, die Belege dafür befinden sich in meinen Büchern, in denen jedes Fehlen eines Leh­rers verzeichnet steht."

Paula erfundigte sich nun noch genau nach Lanzanis Stundenplan der mit dem übereinstimmte, welchen er ihr gezeigt hatte.

So, nun hatte sie den Beweis, daß Lanzani- Olfers un möglich das Morphium in der Apotheke gekauft haben konnte. Sie hatte den besten Alibibeweis für ihn in Hän­den, den man sich nur wünschen konnte.

In der darauf folgenden Unterrichtsstunde machte Sig­nor Bondini, ihr neuer Lehrer die Beobachtung, daß Frau Hardegg diesmal eine ungewöhnlich zerstreute Schülerin war. Auf alle seine Fragen gab sie verkehrte Antworten und ließ sich Fehler zu Schulden kommen, die man nach ihren Kennt­

*)(* Stadttheater. Da am letzten Sonntag Presbers und Kadelburgs neuer Schwant Der dunkle Punkt" so außerordentlich gefallen hat, so sei auch an dieser Stelle auf die heutige Wiederholung hingewiesen. Für Sudermanns Schauspiel Strandtinder", dessen Erstaufführung sich etwas verzögert hat, da die Anfertigung der eigenartigen Dekorationen längere Zeit in Anspruch nahm, sind die Proben jetzt im Gange. Schon jetzt sei auf ein Gastspiel aufmerksam gemacht, das ein theatralisches Ereignis für Gießen werden dürfte: Frau Frene Triesch gastiert hier am 12. März in Briense's" Roter Robe".

tt Stadttheater. Es sei auch an dieser Stelle an die morgen nachmittag Uhr stattfindende Kinder­vorstellung erinnert, die die ießte der Spielzeit iſt bei und das hübsch ausgestattete Märchen Aschenbrödel" Volkspreisen bringt.

*)(* Kolosseum. Der rühmlichst bekannte Hu­morist Reutter, welcher erst am 5.- 7. März ein Gast­ſpiel hier geben wollte, ist bereits gestern Abend hier ein­getroffen und wird heute Abend im Kolosseum auftreten. Man wird von ihm wieder die neuesten Schlager hären; in seinem Humor ist er ja unverwüstlich. Ein volles Haus ist sicher, man tut gut, Eintrittskarten im Voraus zu lösen.

*)(* Ein Elfer Klub hat sich hier gebildet, der Statuten aufgestellt hat, daß daß allemal nur 11 neue Mitglieder aufgenommen werden können. Die Mitglieder tragen als sichtbares Zeichen die Zahl 11 an der Uhrkette; sie müssen in 11 verschiedenen Straßen der Stadt wohnen und hatten ihre Sizungen am 11 Tage jeden Monats in dem Restaurant ab, das bei der Auslosung die Zahl 11 erhält. Der Wirt, bei oem die Tagung stattfindet, erfährt nichts, daß er den Elfer- Klub zur Sihung hat. Der Klub wird im Geheimen die Stadtverordnetenwah= len vorbereiten und seine Mitglieder, die alle gute Red­ner sein müssen, auf die verschiedenen maßgebenden Ver­eine verteilen.

aus=

*)(* Pferderennen. Am 6. April findet auf der Rennbahn an der Hardt anläßlich des Jubiläums pferdemarites ein Rennen statt, das folgende Programm­puntte aufweist: 1. Preisreiten, 2. Springton­urrenz, 3. Jag dreiten mit Auslauf über geflaggtes Gelände. Für jedes Rennen werden je 3 Ehren­preise nebst verschiedenen Erinnerungspreisen gestiftet. Der jedesmalige Einsatz beträgt 2 Mart. Die obengenannten Veranstaltungen sind für Offiziere und die Mitglieder des Gießener und Wetterauer Reitervereins nebst ihren Damen bestimmt. Daran schließen sich land w. Rennen und zwar 1. Trabreiten auf eine Strecke von 1600 Mtr. 2. Galopp reiten auf eine Entfernung von 1000 bis 1200 Mtr. Für jedes dieser Rennen, welche ohne Einsatz stattfinden, sind als Ehrenpreise 30, 40 und 60 Mt. und verschiedene Erinnerungsgaben vorgesehen.

*)(* Fußball. Auf dem Trieb trafen sich vor­gestern Gießen 1900 3 und Gießen V. f. B. 3 zum fälli­gen Verbandsspiel. Wegen schlechter Beschaffenheit des Pla­Bes kam es nur zu einem Gesellschaftsspiel, das 3: 3 endete. Das geplante Spiel Gelnhausen gegen den Gießener Ballspielklub kam aus demselben Grunde nicht zum Aus­trag.

*)(* Urkundenfälschung. Der Sohn eines hiesigen Institutsdieners versuchte am Samstag seinen Lohn­betrag von 7 Mt., den eine der hiesigen Banten auszuzah­len pflegte, dadurch zu erhöhen, daß er diese 7 Mt.

in

nissen in der italienischen Sprache wahrhaftig nicht von ihr erwartet haben würde.

Gleich nachdem Paula Hardegg die Wilson- Scool ver­lassen hatte, begab sie sich nach dem Bureau des Untersuch ungsrichters, ließ sich bei ihm melden und teilte ihm mit, daß Felix Olfers das Morphiumpulver in der Barenapo­thete nicht getauft haben könnte, da er sich am 25. Otto­ber zu der betreffenden Stunde an einem anderen Ort be­funden habe, wofür sie den Beweis erbringen könne.

Heilmann hörte ihr mit überlegenem Lächeln zu und fragte dann: Wo soll er sich denn zu jener Stunde befun­den haben?""

" In der Wilson- Scool, wo er unter dem Namen Lan­zani als Lehrer für die italienische Sprache engagiert war."

Heilmann starrte die Dame an, als ob er sie nicht für zurechnungsfähig hielt. In der Wilson- Scool? Das iſt allerdings eine überraschende Mitteilung, gnädige Frau eine so phantastische, daß gnädige Frau verzeihen, wenn ich derselben nicht das von Ihnen vermutlich erwartete Gewicht beilege. Verzeihung, wenn ich bemerke, daß uns fortwähr end aus den Kreisen des Publikums die seltsamsten Ent= hüllungen" dies Wort wurde mit unbeschreiblichem Hohn gesprochen zugetragen werden. Wollten wir sie sämt­lich in Rechnung ziehen, so würden wir den Lauf der Pro­zesse in unerhörter Weise verschleppen und dem Staat eine Unmasse unnötiger Kosten verursachen. Gnädige Frau wer­den mich also entschuldigen."

Mächten Sie die Güte haben, mir eine Photographie des angeklagten Offers zu zeigen?" unterbrach die junge Frau den Richter.

Dieser zog, ohne ein Wort zu sprechen, eine Schublade auf und entnahm ihr ein Bild, das er mit seinem immer überlegenen Lächeln Paula hinreichte.

" Jawohl, das ist Lanzani", sagte Paula, nachdem sie einen Blick auf das Bild geworfen, mit Bestimmtheit. Es fann gar kein Zweifel darüber bestehen und ich bin bereit, meine Aussagen zu beschwören. Wenn Sie diese Photo graphie den Angestellten der Wilson- Scool zeigen, sowie den zahlreichen Schülern Lanzanis, so werden sie dieselbe sämtlich wieder erkennen."

700 Mark verwanteite. Dieser Bern wäre ihm cuch geglück, wenn er nicht den Fehler begangen hätte, bei der wörtlichen Wiedergabe des Betrages die Tausend mit D. zu schreiben. Dies fiel dem Bankpersonal auf, das nun die Verhaftung des Urkundenfälschers veranlaßte.

*)(* Bran d. Ein Bauer aus der Umgegend war vergangene Woche mit einem mit Heu beladenen Wagen nach Gießen gekommen. In einer Wirtschaft hatte er un­terkunft gefunden, aber den Wagen auf der Straße stehen gelassen. In der Nacht schlugen nun plötzlich die Flammen aus dem Heu empor, welche an den dürren Gräsern reiche Nahrung fanden und schließlich den Wagen vernichteten. Es liegt wahrscheinlich Brandstiftung vor.

gen font.com

wie im vergang die Klafter glei peeniger als 19 Suchentnippelh werden der mi Fällungen ang wärtsbewegung * Main haben befchloffer faltniffen eine bro Biter nicht Produzenten, if fallen zu laffen. frieg" ausbreche So viel als mög * Darm Suguft Buß a pagnie des Inf pagnie des Inf tag 2 Tage sp und mancherlei fidh wieder ein * Darm Gläffing teilte mit, daß er es Gotadtverordnete Belebung des din Bürger

*)(* Unfall. Vergangene Woche ereignete sich auf der Rodelbahn an dem Leihgesterner Weg ein Unfall, bei dem durch das Umschlagen des Schlittens ein Sportslusti ger einen Oberschenkelbruch erlitt. Der Verunglückte wurde nach der chirurgischen Klinik geschafft.

* Gießen, 1. Febr. Der hiesige Sanitäts­verein hielt gestern Abend im Restaurant Stadt Kassel" seine diesjährige Generalversammlung ab, welche zeigte, daß der Verein bestrebt ist, seinen Mitgliedern in Rat und Tat beizustehen, ist es doch seine vornehmste Auf­gabe in allen Krankheitsfällen unentgeltliche ärztliche Behandlung zu gewähren. Di! ser Um­stand erklärt auch die große Mitgliederzahl, welche der Ver­ein hier bereits zählt, ein Beweis dafür, daß man auch in den weitesten Kreisen diese Bestrebungen zu würdigen weiß. Die Generalversammlung wurde um 9 Uhr durch den seitherigen 1. Vorsitzenden Herrn Bräutigam er­öffnet, der zuerst des verstorbenen Kassierers Bock in an= erkennenden Worten gedachte, dessen Andenken die Ver= sammlung durch Erheben von den Pläßen ehrte. Nach dem darauf erstatteten Geschäftsbericht betrug die Mit­gliederzahl im Jahre 1908 563 Mitglieder und 50 Söhne und Töchter, während sie an dem 31. Dezember 1909 auf 582 Mitglieder und 52 Söhne und Töchter angewachsen war. Der von dem stellvertretenden Rechner Stimmer vorgetragene Kassenbericht für das Rechnungsjahr 1909 ergab eine Einnahme von 7434,20 Mt., eine Aus­31. gabe von 7046,25 Mr., jo daß der Kassenbestand am Dezember 1909 die Höhe von 387,95 Mr. erreichte. Da sich nun aber das Vermögen auf der Sparkasse einschließlich Zinsen auf 1272,48 Mr. beläuft, so besteht unter Hinzu rechnung des Kassenbestandes von 387,95 Mt. am 1. Jan. 1910 ein Gesamtvermögen von 1660,43 Mt. Die nun fol­gende Vorstandswahl brachte die nun schon zum 26. Mal stattfindende Wiederwahl des Herrn Bräutigam zum ersten Vorsitzenden, während der bisherige zweite Vorsißende Herr Stimmer, der gegenwärtig für den verstorbenen Kassierer Bock die Geschäfte des Rechners führt, zum Rechner ge= wählt wurde. Die dadurch notwendig gewordene Wahl eines 2. Vorsitzenden fiel auf Herrn Bonarius. Nach der Wiederwahl der Herren Loos und Baum als Beisitzer wurde für den bisherigen 3. Beisißer Herrn Bonarius Herr Wer­ner gewählt. Als Rechnungsprüfer wurden die Herren Sturm, Lüter und Schädlich und als Ersaßmänner die Her­ren Schütz und Hergenröther bestimmt. Dem Vereinsrech­ner wurde noch Entlastung erteilt und dann die Versamm lung durch den Vorsitzenden gegen 11½ Uhr geschlossen.

* Gießen, 2. Febr. Vor kurzem faßden hier auf Veranlassung des Kreisamtes Verhandlungen zwischen der politischen und evangelischen Kirchengemeinde statt, welche hinsichtlich des Eigentumsrechtes am alten Stadt­turm und der alten Friedhofska pelle einen Ver­gleich bezweckten. Derselbe ist glücklicherweise bis auf einige Differenzen zustande gekommen.

Hus Hessen und Nachbargebiet.

*)(* Wieseck und Klein Linden hat sich in einer gemeinsamen Sibung nun doch entschlossen, den wei­teren Ausbau der Gießener Straßenbahn zu übernehmen, damit ihre Einwohner recht bald dieselbe be­nutzen können. Allem Vernehmen nach werden die Ver= handlungen dieser beiden Gemeinden heute Nachmittag auf der Bürgermeisterei auch mit der hiesigen Stadt zu einem beiderseits befriedigenden Resultat führen. Für Wieseck und Klein- Linden soll auch der 5- Pfennig- Tarif eingeführt wer­den, damit recht viele Arbeiter zu fahren sich geneigt zei­gen.

* Friedberg. Mit dem Bahnhofsumbau bezw. Neubau scheint es jetzt endlich ernst zu werden, da das Gelände vollständig angekauft worden ist. Der Graf von Assenheim erhielt als zweite Rate 184 000 Mart. Im ganzen Lostet jetzt das Gelände 310 000 Mt. Der neue Bahnhof kommt etwa 600 Meter weiter südwärts gegen­über der Zuckerfabrik.

Vom Vogelsberg und Taunus. Auf den diesjährigen bis jetzt abgehaltenen Holzversteiger=

Heilmann war nun doch bedenklich geworden. Er ver­suchte immer noch, sich einzureden, daß das, was er hörte, das leere Geschwätz einer phantastischen, überspannten Frau sei, aber Paula machte so gar keinen überspannten Eindruck, sondern sprach ganz ruhig und sachlich. Ein Bild täuscht oft, meinte er zögernd, vielleicht ist auch eine leichte Aehn­lichkeit vorhanden.

Das wird sich ja herausstellen", fiel sie ein. Denn selbstverständlich müssen Sie jetzt doch zuerst die Photogra­phie verschiedenen Menschen vorlegen, die Lanzani kennen. Hinterher werden dieselben mit Lanzani konfrontiert und so wird die Sache in einfacher Weise zum Austrag gebracht." Der Untersuchungsrichter war wütend auf die Frau, die so kurzerhand seine Pläne und Hoffnungen durchkreuzte. So stolz war er darauf gewesen, einen, wie er sich einzu bilden bemühte, untrüglichen Beweis für Olfers Schuld bei­gebracht zu haben und nun kam diese Frau und behaup tete, daß er sich geirrt und daß Clfers unmöglich das Gift gekauft haben konnte, ja mehr als das, sie verschaffte dem Menschen, der sie doch gar nichts anging, ein Alibi! Was hat sie sich in diese Geschichte einzumischen?" dachte er er­bost. Heilmann war im Grunde tein böser Mensch, er tat mit Absicht teiner Fliege etwas zu leide, aber er war einer­seits dumm und andererseits maßlos eitel und streberhaft und wenn er glaubte, etwas für sein Vorwärtskommen tun zu können, so vergaß er jede andere Erwägung. In seinen Augen war Olfers schuldig, weil er wünschte, daß er's wäre und er bildete sich gar noch groß etwas darauf ein, zur Ueberführung eines so gefährlichen Verbrechers et­was beigetragen zu haben.

" Die Photographie wird doch heute noch in der Wil­son- Scool herumgezeigt werden?" fragte Paula drängend. Gewiß, meine Gnädigste, gewiß," stammelte er, und wenn Sie wirklich keiner Täuschung sich hingeben, was ich freilich nicht glaube und was-"

Die junge Frau ließ ihn nicht ausreden. Sehr schön Herr Doktor", sagte sie furz, so fann ich mich ja empfehlen. Ich weiß, die Sache liegt nicht in den besten Händen." Sie neigte mit stolzer Anmut das Haupt und verließ das Bu ( Fortsetzung folgt.)

reau.

geben. In die Darlegung der en, Beziehunge meindebehörden der gesamten * Lim Ingenieur& 1.881 bis 189 Bimburg- Weilb

den.

21

Auf Pri Blizenrod, w Ben Beleidigu gellagte wurd agt zu haben eier mit nach Spitzbube den Medizin. und Chem

egründet 188 Klein- und Gr

Fürsor

( Me

Sprech

Minentgeltlich

Ausgabe br und ihre

Kalk

Telefo

la. Ou

+

werden in

gebeten. Jd tung des bon meinen

und für da babe, befrei

Geheimmit Waldtal,

P

Wei

Dr. Schäffer& Co., Berlin 44, Friedrichstr. 243.\