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sie den Boden Schwedens verließen. Es ist und wird uns ftets eine reiche Quelle der Freude bleiben, zu erfahren, daß die Schwedenfahrt Ihnen nicht nur ein Vergnügen ge wesen ist, sondern Ihr lebhaftes Interesse für unser Land und Volt bei Ihnen geweckt hat. Im Auftrage: Harald Sohlmann."

* Dresden. Ein verheerendes Großfeuer wütete in den umfangreichen Speichereien am König Albert- Hafen. Der Brand entstand in den riesigen Baumwollvorräten. Die zahlreichen Dampfsprißen standen dem Feuer vollständig machtlos gegenüber. Nach stundenlanger Arbeit gelang es, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Ein Feuer= wehrmann ist ums Leben gefommen, einige andere haben erhebliche Brandwunden erlitten. Der Schaden beziffert sich auf zwei Millionen Mart und ist durch Versicherung gedeckt. Magdeburg. Die Bauarbeiter dahier beschlos­sen die Wiederaufnahme der Arbeit gegen eine starke Minorität.

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* Bergen. Der Lloyddampfer Mainz" mit dem Prinzen Heinrich und dem Grafen Zeppelin an Bord traf hier ein und ging in Hafen vor Anter. Sofort nach der Anfunft begab sich der deutsche Konsul Mohr an Bord. Zu Ehren des Prinzen Heinrich und des Grafen Zeppelin fand beim deutschen Stonsul eine Abendtafel statt.

der zustande gekommen. Eine Bestimmung des bisher ge­heim gehaltenen Vertrages sichert jeder Partei das Recht, die Kabel des anderen Teiles zu benußen, falls der nor male Kabelverfehr durch Unfälle technischer oder sonstiger Natur unterbrochen ist. Beide Länder entsagen fortan jeder unnüßen Konkurrenz und sichern einander auf dem Gebiet der unterſeeischen Telegraphie wirksame Unterstübung zu. Mit diesem Vertrage würde eine bedeutsame Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland auf ökonomischem Ge biete erfolgen.

* New Yort. Der Luftschiffer Curtiß machte er folgreiche Versuche damit, Bomben vom Aeroplan auf Schiffe zu werfen Es gelang ihm, aus Höhen von 300 bis 900 Fuß 15 Treffer bei 22 Wurf zu erzielen.

* Sonderfahrten nach Paris und Lon don, mit Einschluß Brüssels und der Weltausstellung, ver­anstaltet auch in diesem Monat das bekannte Reisebureau 2. Lhssenhop u. Co., Mainz, worauf wir unsere Leser aufmerksam machen. Näheres ist aus dem Inserat im heutigen Blatt ersichtlich.

)( Straßburg i. Els. Der bekannte Rennfahrer Eugen Rohmer feierte am letzten Sonntag auf der hiesigen Radrennbahn einen neuen Triumph, indem es ihm gelang, auf seinem Brennaborrade das Haupt- und Vorgabefahren

zu gewinnen. * Aachen. Zwischen dem Bahnhof Templerbend und dem Rheinischen Bahnhof ereignete sich gestern ein schweres Eisenbahnunglück. Ein holländischer Leerzug stieß mit einem belgischen Personenzug zusammen. Bis jetzt wurden 7 Tote und 10 Schwerverletzte aus den Trümmern hervorgeholt.

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* Kiel. Der Marinefistus hat gegen den aus dem Werstprozeß bekannten Magazindirektor Heinrich sowie ge­gen den Kaufmann Repenning jun. und die Erben seines verstorbenen Vaters Zivilprozesse auf Ersatz von rund 24 000 Mart angestrengt. Der Fistus leitet seine Ansprüche dem Geständnis des früher vom Schwurgericht verurteilten Magazinaufsehers a. D. Kantowsti her, wonach dieser auf der Werft Del auf Heinrichs Veranlassung an den verstor benen Kaufmann Repenning sen. und an dessen Sohn ver­faust und den Profit mit Heinrich und Repenning zu glei­chen Teilen geteilt haben will. Das Geständnis machie seinerzeit einen durchaus glaubwürdigen Eindruck.

* Paris Zur Verhütung eines deutsch französi schen Zollfrieges wird die französische Regierung alles in ihren Kräften stehende beitragen, so erklärte der Handelsminister Dupuy, indem er zugleich hervorhob, daß von Seiten Belgiens nicht minder ernste Drohungen als von Deutschland vorlägen. In wirtschaftspolitischen Angelegenheiten treibt ein teil den andern, und wenn es darin jetzt zu einer bedauerlichen Spannung zwischen Deutschland und Frankreich gefommen ist, so trägt Frankreich mit der Einführung seines neuen Zolltarifs die Schuld daran.

* Paris. In den letzten Tagen ist zwischen Deutsch­land und Frankreich ein Kabelvertrag für die gemeinsame Benutzung der unterseeischen Telegraphen- Linien beider Län­

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)( Die in Frankfurt a. O. am letzten Sonntag abgehaltenen Radrennen fanden eine gute Besetzung. Der als Straßenfahrer bestbekannte Berliner Franz Hauptmann zeigte, daß er nicht nur auf der Landstraße zu Hause ist, sondern auch auf der Radrennbahn seinen Mann steht. Er gewann das Haupt- und Vorgabefahren sowie ein 10 Ri lometerrennen ohne Führung. Hauptmann benutzt zu allen seinen Rennen die Marte Brennabor.

Statistisches zur neuen Tabaksteuer.

im Durchschnitt rund 31 Mart pro Mille und 607 Mart pro 100 fg. Reingewicht aus. Unter Hinzurechnung des Ge­wichtszolles von 270 Mart ergibt sich daher ein Gesamtzoll von durchschnittlich 877 Mart auf i Doppelzentner.- Da früher auf Rohtabat nur 85 Mart und auf Zigarren nur 270 Mt. 3oll pro 100 Kilogramm erhoben wurden, so er­gibt sich, wie die Südd. Tabafzeitung" feststellt, daß durch Sie vorjährige Reichsfinanzreform der Zoll auf Robtabak um durchschnittlich 72 Prozent und der Zoll auf Zigarren um durchschnittlich 225 Prozent erhöht worden ist. Im Ver­hältnis zum Wert stellt sich der Gesamtzoll bei Robtabat auf etwas über 100 Prozent, bei Zigarren auf 58 Prozent im Durchschnitt.

Der Wertzollzuschlag auf Rohta bat und 3igar ren, der seit dem 15. August 1909 in Kraft ist, hat bis zum 31. März 1910 eine Einnahme von 18 839 654 Mark gebracht. Davon entfallen auf Rohtabat 18 251 892 Mart und auf Zigarren 587 762 Mart. Die durch die Nachver­zollung von Tabat und Zigarren vereinnahmten Beträge sind hierbei nicht mitgerechnet. Der Durchschnittswert eines Doppelzentners Rohtabat stellt sich nach einer Berechnung der Südd. Tabatzeitung" für die Zeit vom 15. August bis 30. September 1909 auf 191 Mart, sür die Zeit vom 1. Oftober bis 31. Dezember 1909 auf 148 Mt., für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März 1910 auf 147 Mr. und der Gesamtdurchschnitt für die Zeit vom 15. August 1909 bis 31. März 1910 auf 152 Mart. Der Durchschnittswert von 1000 Stück 3igarren hat für die Zeit vom 15. Aug. 1909 bis 31. März 1910 77 Mart betragen. Rechnet man den Wertzoll von 40 Prozent in einen spezifischen Zoll um, so ergibt sich, daß auf 1 Doppelzentner Rohtabak im Durchschnitt ein Zollzuschlag von rund 61 Mart kommt. Da außerdem 85 Mark Gewichtszoll erhoben werden, so trägt der Gesamtzoll durchschnittlich 146 Mart auf 1 Dop­pelzentner. Bei Zigarren macht der Wertzollzuschlag

28. Lahntal- Sänger- Bundesfest

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:=: 50 jähriges Jubiläum des Bundes:=:

zu Butzbach am 16., 17. und 18. Juli 1910.

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16. Juli abends: Kommers unter Mitwirkung des gem. Chores, den Gesangvereinen sowie des Turnvereins zu Butzbach.

17. Juli: 9-10 Uhr Einzelsingen im Hess. Hos", Festzug mit Gruppen zur Versinnbildlichung des Deutschen iamn Liedes, Begrüßung auf dem Festplatz, Gesamt- und Einzel- Chöre der Bundes- und eingeladenen Vereine, Blumenveigen, Konzert und Tanz.

ABUAVAX

18. Juli vormittag: 10 Uhr Sängertag im Hessischen Hof", 11 Uhr Frühkonzert auf dem Festplatz; nachmittags: 3 Uhr Festzug, Konzert und Volksbelustigung.

Festplatz Markt am Wetzlarer Tore.

Die Festmusik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des Inf. Reg. Nr. 168.

Der Feſtausschuß.

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Literarisches.

Tristan und Isolde. Den Wagnerheften der ,, Musik für A II e" reiht sich nunmehr auch Tristan und Isolde an und wird allen Interessenten Wagnerscher Musik eine willkommene Gabe sein, gehört doch dieses Drama der Liebe zu den Höhepunkten im Schaffen des großen Mei­sters. Ganz besonders sei auf die beiden einleitenden Ar­tifel hingewiesen, die den tertlichen wie den musikalischen Gang der Handlung eingehend erläutern. Das Tristan und Isolde Heft ist, wie die übrigen Wagner- Hefte der Musik für Alle", zum Preise von 50 Pfg. pro Heft in allen Buch und Musikalienhandlungen, sowie direkt vom Verlag Ull­stein u. Co., Berlin SW. 68, Kochstraße 23-24, zu be­ziehen.

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