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-h- Einen schönen Anblick gewähren seit einigen Tagen bie Fenster des Garnison- Lazaretts, welche sämtlich einen fich allem Anschein nach bei den Kranken der besten Pflege erfreut.

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* Lahnkanalisierung. Vertreter der bessi­Regierungsgebäude zu einer Besprechung zusammen, welche der Frage der Wirtschaftlichkeit der Lahnkanalisation galt. Ueber das Ergebnis der Verhandlungen, an welchen auch zahlreiche Kaufleute und Industrielle aus Gieß! n und den Nachbarorten teilnahmen, wird Stillschweigen beobachtet.

* Die Berechtigung zur Führung des Meistertitels im Handwert. Das Großherzog­

der 1. Bra fiche Ministerium des Innern hat am 19. Mai an sämtliche

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t. Nach dem Verbandstaffe sodaß der 3241,80 Matt Ludwig- Stiftun pen auf 1060,62

unterstellten Behörden nachstehende Verfügung erlassen: Einem Wunsche der beteiligten Streise entsprechend, machen wir auf die gesetzlichen Bestimmungen über die Führung des Mei­ftertitels durch Handwerker(§ 133,§ 148 Nr. 9c der Ge werbeordnung, Artikel 8 des Reichsgesetzes vom 26. Juli 1897 und Artifel 2 des Reichsgesetzes vom 30. Mai 1908) aufmerksam und weisen Sie an, im amtlichen Verkehr, so­wie bei Aufnahmen von Niederschriften, Führung bon öf­fentlichen Büchern, Registern 2c. darauf Bedacht zu nehmen,

Einnahme 11 302 baß der Meistertitel in Verbindung mit der Bezeichnung Ernst Ludwig- bes Handwerks nicht bei Personen, die zu dessen Führung n 1065,20 nicht befugt sind, angewendet werde. In geeigneten Fäl dem Vorstand Len sind die betreffenden Personen von der Unzulässigkeit Dern wurden der Führung jenes Titels zu unterrichten. Andererseits ist den nächstjäbi aber im amtlichen Verkehr mit den zur Führung des Mei daß das Ky die Berechtigung bestehen und soweit es sich um ein Hand­aume verursacht Berufsbezeichnung der Meistertitel beizufügen. 79 1910 jdt probe­

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st Straßenbahn. Der Minutenbetrieb der

weise an Sonn- und Festtagen von nachmittads 3 Uhr bis abends 8% Uhr ausgedehnt, bisher ging der Minuten­verkehr nur bis 7 Uhr abends.

h Straßenpflasterung. Die Neupflaster= ungen der Straßen schreiten rüstig vorwärts. Am Sams­tag wurde mit den Arbeiten auch auf der Westanlage be­gonnen, deren chaussierter Fahrweg ebenfalls ein Stein-

eiligung der Bepflaster erhält. auc- erbandes en mit der 50ät Sereins Gabelsker

tet mit einem fich 728 Teiln tation wurde hre Vorsitzender Widmung nieder

* Leseball e. Die öffentliche Lesehalle lieh im Monat Mai 2032 Bände aus, von denen auf Erzählungen 88 Werte entfielen. Die Umgebung borgte 74 Bände.

* Kommunalwahlen 1910. Bei den im Laufe dieses Sommers in allen Orten Hessens stattfinden­den Gemeinderatsergänzungswahlen ist das aktive Wahl= recht nicht mehr, wie seither, von einem vierjährigen, son­dern von einem dreijährigen. Wohnsitze in der betreffenden

ale der Zentralhe Gemeinde abhängig. Ein neues Reichsgesetz bestimmt näm­

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lich, daß die Erwerbung des Unterstüßungswohnsizes an einen einjährigen( seither zweijährigen) Wohnsitz gebunden ist. Die Ausübung des aktiven Kommunalwahlrechts hat aber in Hessen den mindestens zweijährigen Besitz des Un­terſtützungswohnsitzrechtes zur Voraussetzung, mithin min destens dreijährigen Wohnsitz in der Gemeinde. Wer das z auf die Geschic Ortsbürgerrecht besitzt, ist an die Bestimmung betr. Unter­Verbandsvorsitzungswohnsitz nicht gebunden. Ansprache einer nd des Verbo in 170 Berei beffen Nassau, Rheinproving Se origen Verbanda Redner, daß aw, Ehrenpreise­hätten. Zum d städt. Lebrerime über Stenograf e den Redner. Gießen gev

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* Sommerfrischen. Der hessische gemeinnützige Verein zur Vermittlung von Land- und Kuraufenthalt in Darmstadt hat zum vierten Male das Verzeichnis der Som­merwohnungen im Odenwald, Vogelsberg und be­nachbarten Gebieten herausgegeben. Zum ersten Male ha­ben bei der Herausgabe der Odenwaldklub und der Vogels­berger Höhenflub mitgewirkt.

*-Diebstah l. Von einem Unbekannten wurde aus dem Hofraum eines Hauses auf der Liebigstraße ein Fahrrad entwendet, das die polizeiliche Nummer G. 809 trug.

h- Unterschlagung. Von einem hiesigen Brief­träger wurde eine größere Zahl von Briefen unterschla= gen. Der Dieb ist flüchtig gegangen.

* Fleischpreise. Die bei der Ausschreibung der Fleischlieferung für das 2. Halbjahr von der Garnisonver waltung erzielten Fleischpreise sind wiederum gegenüber den hohen Sätzen für Schlachtvieh infolge ihree Niedrigkeit recht bemerkenswert. Die Preise stellten sich für das Kilo wie folgt: Ochsenfleisch 1,32 Mt., Kubfleisch 1,14 Mf., Ham­melfleisch 1,32 Mt., frisches Schweinefleisch 1,34 Mr., Dörr­fleisch und Speck 1,50 Mt., Schmalz 1,40 Mt. und Kalb­fleisch 1,36 Mit. Diese günstigen Angebote lassen den immer noch hohen Stand der Ladenpreise der Metzger recht be­dauerlich erscheinen.

* Von der Kaiserlichn Oberpostdirektion Darmstadt wird uns gemeldet: Der Postassistent Walter Löffler vom Postamt 2 in Leipzig hat am 27. Mai neun beim ge­nannten Postamt aufgelieferte Geldbriefe unterschlagen. Bis jetzt ist ermittelt worden, daß er von dem vorgefundenen, aus 10 000 Mt. in barem Gelde und über 10 000 Mart in Wertpapieren bestehenden Inhalt 8600 Mr. bar und 7000 Mt. in Papieren verschiedenen Personen teils zur Berichtigung von Schulden, teils als Geschenk zugewendet hatte. Diese Zuwendungen sind durch freiwillige Rückgabe bereits wiedererlongt worden. Es fehlen noch 1400 Mark bar und 5 Aftien zu je 1000 Mt. nebst Talons und Di­videndenscheinen der Sächsischen Kammgarnspinnerei zu Har­thau( Erzgebirge) mit den Nummern 925, 1398, 282, 1602 und 1982.

!! Vermehrung der preußischen Lotte­rielose. Die zwischen der preußischen Regierung und den Reichslanden abgeschlossene Lotteriegemeinschaft, über die eine Vorlage dem preußischen Landtag noch in dieser Session zugehen soll, bedingt gleichzeitig auch eine Ver= mehrung der Lotterielose, deren Zahl jetzt auf 304 000 Stück bemessen ist. Obwohl mit dem Beginn der 221. preu­ßischen Lotterieziehung infolge des Anschlusses von Braun­schweig und Bremen an die preußische Lotteriegemeinschaft eine Bermehrung der Lose um 16 000 Stück eingetreten ist, besteht doch seit dieser Zeit eine sehr starke Nachfrage nach Losen, die sehr thapp geworden sind. Für die gegenwär= tige Ziehung vom 7. Mai bis 7. Juni sind alle Lose ver­griffen. Eine Vergrößerung der Zahl der Lose dürfte da­her unter dem Gesichtspunkte zu erfolgen haben, daß neue Lose sowohl für den Absatz in den Reichslanden wie für den verstärkten Bedarf innerhalb der bisherigen preußischen Lotteriegemeinschaft notwendig sind. Diese Losevermehrung würde für die mit dem 8. und 9. Juli einsetzende neue Ziehung noch nicht in Frage kommen, diese müßten aber für die Ziehung im De( ember d. Js. auf die erhöhte Zahl gebracht worden sein. In betracht kommen würde bei einer bedeutenden Vermehrung der Lose eventuell eine Aender­ung des Ziehungsverfahrens, da die gegenwärtigen Zieh­ungen, die etwa Wochen dauern, eine Verlängerung der Frist, die bei einer Vermehrung eintreten müßte, nicht mehr zulassen würden.

Aus Hessen und Nachbargebiet.

-w- Krofdorf, 6. Juni. Die verschiedenen An= strengungen den hiesigen Turnverein, Mitglied der Deut­schen Turnerschaft, dem Arbeiterturnerbunde anzugliedern, sind bisher gescheitert. Eine heute einberufene öffentliche

Versammlung des Arbeiterturnerbundes führte deshalb zur Gründung einer freien Turnerschaft.

* Lüzellin den, 5. Juni. Gestern zog ein schwe res Gewitter über unsere Gegend. Der Blizz schlug im benachbarten Allendorf in einen Stall ein, glücklicherweise ohne zu zünden. Eine Kuh wurde durch den Blitzschlag ge­tötet und das Dach stark beschädigt.

* Langgons. Bei den Wasserleitungsarbeiten stürzte der Techniker Willy He ß- Gießen in einen tiefen Schacht und erlitt mehrere Rippenbrüche. Er wurde in die Klinif nach Gießen verbracht.

* Lauterbach. Mit einem Kostenaufwand von rund 30 000 Mt. hat die kleine Nachbargemeinde Reuters ein neues Schulhaus erbaut. Es wurde im Beisein des Kreisrats von Bechthold und des Schulrats Andres einge­weiht. Das alte Schulhaus wurde 1812 erbaut, hat also fast 100 Jahre als Unterrichtslokal gedient.

* Laubach. Einem seit vielen Jahrhunderten be­stehenden Brauche gemäß wird am 20., 21. und 22. Juni auf der Hälle das Ausschuß fest" gefeiert werden, das diesmal unter der Leitung des Herrn Boehm stattfin den wird.

* Alsfeld. Der Kursus der Wanderhaushaltungs­schule, zu dem bis jetzt 22 Meldungen vorliegen, wird wahrscheinlich Mitte Juni hier eröffnet werden.

* Alsfel d. Im Saale des Deutschen Hauses" fand unter dem Vorsitz des Kreisrats Dr. Heinrichs die diesjährige Kreislehrertonferenz statt. Nach den statistischen Mitteilungen des Kreisschulinspektors Schulrat Eck gibt es in unserem Kreise 48 ein, 22 zwei-, 2 drei-, 2 vier und eine 10klassige Volksschule. Am 1. Oktober fommt eine einklassige Schule zu Ilsdorf hinzu. In den

116 Schullassen werden unterrichtet 6220 Schüler gegen

6191 im Vorjahre. Die Zahl der Forbildungsschüler be­trug im vorigen Winter 949 gegen 635 in der vorausge­gangenen Unterrichtsperiode. Auf der Tagesordnung stan den die Vorträge: Jugendspiele und Jugendfeste( Referent Lehrer Dollinger- Ober- Gleen) und Jugend- und Voltsbib­liotheken( Referenten: die Lehrer Rau- Bleidenrod ul Schmoll­Elpenrod). Schulrat Eck empfahl warm die Schaffung von Voltsbibliotheken.

* Nidda. Der Gemeinderat hat die Erbauung eines Schlachthauses beschlossen, es soll südlich der Stadt an die Stelle der alten Gerberei kommen.

* Hungen. Das Doppelwohnhaus der Gemein­nüßigen Baugenossenschaft ging um den Preis von 12 500 Mart in den Besitz der Herren Bureauvorsteher Schneider und Steuerkommissariatsgehilfe Schmidt über.

* Aus dem Vogelsberg. Als Vorboten des Herbstmanövers des 18. Armeekorps sah man dieser Tage wiederholt die Automobile des Generalfommandos den Vo­gelsberg bereisen. Die Korpsmanöver sollen sich um Ul­richstein und Grünberg abspielen. Im gleichen Gelände fan­den auch 1904 die Manöver statt.

auf dem Taufstein wurde am 4. Juni eingeweiht. Man be­* Aus dem Vogelsberg. Der Bismarckturm gann 1903 mit dem Bau eines massiven Turmes, der zu turm benannt wurde. Die Bauarbeiten nahmen einen gu­Ehren des großen Kanzlers des deutschen Reichs Bismarck­schon eine Höhe von 11 Metern erreicht hätte, stürzte er ten Fortgang; jedoch am 6. September 1908, als der Turm nommen und nun ist er vollendet. In seiner Höhe von 22 ein. Im Mai 1909 wurde der Bau wieder in Angriff ge­Metern überragt er die umstehenden Bäume. Von der Plattform aus genießt der Besucher eine herrliche Aussicht bis zur Rhein und Maingegend, bis zum Thüringer Wald und Harz. Ueber der Plattform erhebt sich, auf einen Pfei­ler gebaut, die Feuerschale zur Veranstaltung von Leucht­feuern.

auf seinem Acker einen wohlerhaltenen Taler mit genauer * Ruppertenrod. Ein hiesiger Landwirt fand Prägung aus dem Jahre 1796.

del nach Runkel ging das Fuhrwert der Hofener Mühle * Runkel. Auf dem abschüssigen Wege von Scha­vor dem Dorfe durch; der 27jährige ledige Knecht Wilhelm Gosgar, der sich auf dem Wagen befand, wollte absprin gen, blieb aber in den Zugketten hängen und kam so un­glücklich zu Fall, daß ihm der Wagen über den Rücken fuhr. Der Bedauernswerte wurde nach Gießen in die Kli­nif gebracht, wo er inzwischen verstorben ist.

Buzzbach. Der 21. Oberh. Feuerwehrtag findet am 11. und 12. Juni hier statt. * Bad Nauheim. Bis jetzt sind hier 9265 Sur gäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 5684 anwesend waren. Bäder wurden 85 974 abgegeben. Bad Nauheim. Der 51. Allgemeine Deutsche Genossenschaftstag wird vom 3. bis 8. September hierselbst abgehalten. Darmstadt. Die Aviatifer Leutnant Schäfer vom 117. Inf.- Rgt. in Worms und Herr Erich Thiele- Leip­zig flogen auf einer Euler Flugmaschine sechs bezw. 5 Ki­lometer weit in einer Höhe von 20 bis 30 Metern. Die Landungen erfolgten glatt. Der Griesheimer Schießplat wurde in seinem ganzen Umkreis umflogen.

* Dorndi e l. Der immer noch nicht aufgefundene Mörder des Spezereihändlers Bachmann nötigt die amt= lichen Organe fortgesezt zu neuen Ermittelungen und Er­hebungen. In Lüzelbach schritt man dieser Tage zu einer Festnahme, da der Mann, der im Besitze eines Revolvers war und früher in Beziehungen zu der Familie Bachmann stand mit dem Mord in Verbindung gebracht wurde, doch mußte man den Mann wieder entlassen, da sich dessen Schuldlosigkeit bald herausstellte. Trotz diesen bisher er= gebnislosen Arbeiten, muß man die anstrengenden Bemüh ungen der Behörden, endlich Licht in diese dunkle Angele­genheit zu bringen, voll anerkennen.

* Aus der Wetterau. Das Bundesfest des Wet­terauer Sängerbundes findet am 12. Juni in Gettenau ſtatt.

Aus aller Welt.

* Berlin. Dem Preußischen Abgeordnetenhaus ist eine Vorlage der Regierung über die Erhöhung der Zivil­liste des Kaisers zugegangen. Die Erhöhung ist im wesent­lichen dadurch notwendig geworden, daß in der letzen Zeit die Zuschüsse zu den Theatern zum Teil durch die Erhöh­ung der Gagen, zum Teil auch durch die künstlerische Aus­stattung und Inszenierung der Darstellung gewachsen sind. Die Erhöhung wird wahrscheinlich Millionen Mark be­tragen, so daß also die Zivilliste sich in Zukunft auf 20 Millionen Mark beziffert.

wichtigsten Festungen sämtlich mit Luftschiffhäfen zu be= * Berlin. Die Militärverwaltung beabsichtigt die

denken.

* Eisenach. Der Deutsche Ev. Kirchenausschuß war in Eisenach nach längerer Pause wieder zu einer Sitz­ung zusammengetreten. Den Hauptgegenstand der Berat­ungen bildete die Vorbereitung der Tagung der Eisenacher Kirchenkonferenz namentlich durch Feststellung des Geschäfts­berichts, in dem saßungsgemäß der Konferenz über den Stand gemeinsamer Angelegenheiten der deutschen evange­lischen Landeskirchen und über die Wirtsamkeit des Kir­chenausschusses im Verlauf der zwei Jahre seit der letzten Tagung der Konferenz Auskunft zu geben ist. Daneben ist hervorzuheben, daß an der Hand von Mitteilungen aus der Rechtsfommission die Reform des deutschen Strafrechts nach

Maßgabe des auf Veranlassung des Reichsjustizamts ver­öffentlichten Entwurfs eines Deutschen Strafgesetzbuchs, so weit dabei firchliche Fragen in Betracht kommen, eingehend erörtert wurde. Für die Auslandsdiaspora wurden eine Reihe von Unterstützungen bewilligt, so für deutsche Ge meinden in England, Brasilien und Chile. Besondere Auf­merksamkeit wurde der bei der ständigen Erweiterung des Arbeitsgebiets besonders schwierigen Frage der Gewinnung geeigneter Geistlicher für die Auslandsdiaspora zugewendet. Im Anschluß an die Sitzung des Kirchenausschusses be­gann die 30. Tagung der Deutschen Evangelischen Kirchen­konferenz, an der als Vertreter der hessischen Landeskirche Oberkonsistorialpräsident D. Nebel und Prälat D. Dr. Flö­ring teilnahmen. Dabei wurde die Beratung des Geschäfts­berichtes des Kirchenausschusses fortgesetzt. Namentlich kam die Arbeit dieses Ausschusses für die firchliche Versorgung der deutschen evangelischen Diaspora im Auslande zur wei­teren Behandlung.

* Breslau. Im Wahlkreis Jauer- Boltenhain- Lan deshut beschlossen die Konservativen, bei der Stichwahl für den Kandidaten der Fortschrittlichen Volkspartei, Büchte­mann zu stimmen.

* Kiel. Die seit 16. März wegen zu starken Re­agieren auf die Tuberkulinimpfung ruhende Einfuhr dänischen Viehs ist wieder aufgenommen worden.

* Hagen. Im Bezirk Hagen sind wiederum 1200 Gießereiarbeiter und Former entlassen worden. Die Gie­ßereien in den Kreisen Hagen und Schwelm liegen beinahe gänzlich still. Außerdem wurde 1100 Metallarbeitern ge­fündigt. Die Zahl der Ausgesperrten beträgt jetzt schon 3100 bis 3200.

* Kapstadt. Die beiden früheren Burenrepubliken Transvaal und Oranje- Freistaat haben sich mit Natal und Britisch Südafrika zu einem einheitlichen Staatengebilde, den Vereinigten Staaten von Südafrika, zusammengeschlos sen. Die Vereinigung wurde in ganz Südafrika als ein großer Feiertag begangen.

* Aus Nicaragua. Ein ernstes Gefecht hat in der Nähe von Bluefields stattgefunden. Der Revo­lutions General Estrada machte 200 Mann der Regierungs­truppen zu Gefangenen.

)( Germania Preis. In diesem Stundenren­nen wurde F. Theile am Sonntag auf der Steglitzer Renn­bahn Erster. Den zweiten Platz behauptete P. Dicentmann vor Stol u. a. Beide fahren das schnelle und bewährte Brennaborrad, welches auch W. Hamann benutzt, der in Erfurt das Hauptfahren gewann.

welches am Sonntag auf der Hardau mit dem Siege der )( 3üricher Löwe hieß ein 40 Kilometer- Rennen, Marte Brennabor endete. R. Scheuermann ging als Erster und H. Przyrembel als Zweiter über das Zielband. In Bruges in Belgien gewann J. Böschlin den prix d'ouver ture auf Brennabor.

Ans dem Gerichtssaal. Schwurgericht.

Gießen, den 6: Juni 1910. Der erste Fall der diesmaligen Schwurgerichtsperiode betraf den Gemeinde rechner Peter Gäß von Schlechten die er in amtlicher Eigenschaft empfangen hatte, für sich wegen. Der Angeklagte ist geständig, etwa 300 Mart, rerwendet zu haben. Seit 1905 versieht er sein Amt; r ist vom Kreisamt eidlich verpflichtet worden, weshalb Amts­verbrechen vorliegt. Die unrichtige Führung der Register gibt er ebenfalls zu; er hat die Gelder aus Not für sich verwendet, weshalb die Sache sehr milde aufgefaßt wurde. Nachdem er sein Amt niedergelegt hatte, leistete er Ersatz, sodaß ein Schaden nicht entstanden ist. Nachdem die Ge schworenen die Frage der Schuld, wie auch diejenige nach milden Umständen bejaht hatten, verurteilte ihn das Gericht zu der niedrigst zulässigen Strafe von 6 Monaten Gefäng nis. Der Verteidiger, Justizrat Kaz, veranlaßte die Ge­schworenen zur Unterschrift eines Gnadengesuchs um be­dingten Strafau, schub, so daß, falls diesem stattgegeben wird, der Angeklagte im Falle mehrjährigen Wohlverhal­tens die Strafe nicht zu verbüßen braucht.

Literarisches.

Nordseebäder.( 2 Mt.) Verlag von Albert Gold­Griebens Reiseführer. Band 53. Die schmidt, Berlin. Nach einleitenden Betrachtungen gibt sowie Angaben über das Leben des Meeres, Seezeichen, das Buch Ratschläge über den Gebrauch von Seebädern, Flaggensprache, Dampfschiffsverbindungen 2c. Den Haupt­teil des Führers bilden die Aufführungen der einzelnen Bä­der( mit Angaben über Kurtaren, Bäderpreisen, Hotels, Pensionen ,. Vergnügungen, Ausflüge 2c.) ihrer geographi­schen Lage nach. Durch Aulnahme einiger neu entstandener Bäder hat das Buch eine schäßenswerte Bereicherung fahren. Dem Führer sind sechs sehr gute Karten begege­ben.

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Lehr- und Versuchsanstalt für Pho tographie, Chemigraphie, Lichtdruck und Gravüre zu München. Diese Anstalt tritt am 12. September d. Js. in ihr neues( 11.) Unterrichtsjahr ein; sie bildet in einem 2jährigen Lehrgang zum fünstlerisch ge­schulten Photographen, zum Lichtdrucker oder Heliogravüre­technifer aus; seit 1906 werden auch Damen zugelassen. Ea eignen sich vornehmlich junge Leute mit zeichnerischer und künstlerischer Bejähigung. Die Zahl der Aufzuneh­menden ist eine beschränkte. In, eressenten erhalten kosten­losdas Anstaltsstatut, das über alles Wissenswerte unter­richtet, von der Kanzlei der Anstalt München, Martin Greif­straße 11.

Geschäftliches.

der erste Sieger, Eduard Sporer vom Gehiportverein Mün­* Am Tage nach seinem Siege im Natis­nalen 70 Kilometer- Wettgehen rund um München besuchte chen, das Zentralbureau von Kathreiners M Izlaffee- Fabri­fen. Er ist wie wohl alle hervorragenden Sportsleute und Dauergeher: Emmerich Rath( Prag), Willi Blant,&. Beimler, C. Meinel, Anhänger von Kathreiners Malztaffee, den diese hervorragenden Sportsleute besonders aus jol­genden Gründen schäßen: 1. er stillt in vorzüglicher Weise Sen Durst; 2. er regt die Nerven nicht auf; 3. er ist sehr haltbar. Kurz, wie der Gehsportverein München ausführt, " Kathreiners Malzkaffee" ist vor allem auch i alt ein wohl­schmeckendes Getränt, das besser als jedes andere andauernd durstlöschend wirkt."

Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.

Kufeke

-Kindermehl

Tausendfach bewährte

Nahrung bei:

Brechdurchfall, Diarrhöe,

-Krankenkost Darmkatarrh, etc.