Einzelbild herunterladen

wurden- mit Ausnahme des Herrn Kirschbaum- Lauter bach, der von seiner Wahl abzusehen bat, wiedergewähl neu gewählt.

b G

Die Fenit

fich allem

erfreut.

au

*

fchen und

Vorsitzende des Bundes der Handwerker, Schneidermeister| höhere Anforderungen gestellt würden, um eine Entlastung Voigt- Friedenau bei Berlin, sprach über die Bestrebungen der höheren Beamten in weitestgehendem Maße zu ermög­seiner Vereinigung. Rentier Müller wies darauf hin, daß lichen. Die Großh. Regierung habe bereits im Jahre 1898 Anstelle des Herrn Kirschbaum wurde Herr Bechtold Gieße prächtigen von den mittleren Verwaltungsbeamten die Erfüllung höh­erer Vorbedingungen verlangt, indem sie auf Anregung ver­| schiedener Abgeordneten, insbesondere der Herren Geheim­räte Schönfeld und Haas, im Einverständnis mit den Zwei­ten Kammer unterm 2. November 1898 Vorschriften über die Ablegung einer Fachprüfung erlassen habe. Auch habe sie unterm 12. Dezember 1908 Bestimmungen über höhere Vorbildung eingeführt.

der Bund der Landwirte, den die Handwerker jetzt unter­stützen sollen, durch systematische Gründung von ländlichen Konsumvereinen den Kaufmann und Gewerbetreibenden schä­dige. Herr Voigt mußte angesichts der Stimmung der Ver­sammlung schließlich bekannt geben, daß der Bund der Hand­werker sich noch einmal die Sache mit der Unterstützung von Helmolts überlegen wolle.

Derwaltungsbeamten. gendes aus, betonend, daß bei der Fülle des Stoffes er

Verband mittlerer Verwaltungsbeamten.

Am 28. und 29. Mai d. Js. wurde in Büdingen die achte Hauptversammlung des Verbandes mittlerer Verwalt­ungsbeamten des Großherzogtums Hessen abgehalten. Zu dem am Samstag Abend im Saale des Hotels" Fürsten hof" stattgehabten Kommers hatten sich die Verbandsmit­glieder aus allen Teilen Hessens zahlreich eingefunden. Die Fülle des dargebotenen Unteehaltungsstoffes, bei welchem sich namentlich die Mitglieder aus Büdingen und Offenbach auszeichneten, hielt die Teilnehmer recht lange zusammen. Aber auch die vorzüglichen Darbietungen des unter der Leit­ung des Herrn Vogel- Budingen stehenden Liebhaberorche­stere sei mit besonderer Anerkennung gedacht. Befriedigt von dem Gebotenen suchte man die Ruhestätte auf, frischgestärkt am Sonntag morgen den ernsten Verhandlun gen anwohnen zu können, welche um 10% Uhr im Saale des Fürstenhofes" ihren Anfang nahmen.

um

Der Vorsitzende, Großherzoglicher Kreisamtsbureauvor­steher Schneider zu Heppenheim, begrüßte die Erschie= nenen, besonders den Großh. Regierungsassessor Schäfer, der ais Vertreter des Gr. Kreisrats der Versammlung an­wohnte. Es sei, so führte der Vorsitzende u. a. aus, in der heutigen Zeit nicht leicht, einen Beamtenverein zu lei­ten. Im Vordergrund des Interesses vieler Beamten stehe 3. 3t. die Frage der Erfüllung ihrer sowohl von der Gr. Regierung als auch von den Ständefammern anerkannten Wünsche. Diesen Wünschen gegenüber werde von maßge­bender Seite auf die ungünstige Finanzlage des Landes hingewiesen. Gerade in dieser Hinsicht hätten die Beamten Hessens z. 3t. eine schwierige Probe zu bestehen. Bei den Bestrebungen auf Erfüllung seiner Wünsche müsse sich der Beamte stets seines Standes bewußt sein; er müsse jeder zeit bedenken, daß ein Beamter sein Ziel nur zu erreichen streben dürse in einer dem Stande würdigen Weise. Sc­dann verwies der Redner auf die Worte des Ehrenvorsitz­enden des Verbandes deutscher Beamtenvereine, Herrn Staats­sekretär Wermuth, Erzellenz, bei der letzten Hauptversamm­iung in Staßfurt und schloß mit den Worten:

Nunmehr führte der Vortragende im wesentlichen fol­die Aufgaben der mittleren Verwaltungsbeamten nur kurz slizzieren könne.

Nach der erwähnten Prüfungsordnung vom 2. Novbr. 1898 sei dem Aspiranten für den mittleren Verwaltungs­dienst ein praktischer Kursus von 3 Jahren bei einem Kreis­amt oder einer Provinzialdirektion vorgeschrieben, in wel­cher Zeit er sich die zum praktischen Dienste erforderlichen Renn nisse aneignen solle und müsse, um sich sodann der Prüfung zu unterziehen; die Anforderungen hierfür zer­fielen in:

Meine Herren! Lassen Sie uns diesen Geist auch in unserem Verbande pflegen zur Ehre unseres Standes und damit zur Ehre des gesamten Beamtenstandes." Herr Regierungsassessor S ch à fer dankte für die Ein­ladung und die Begrüßungsworte; er sprach das Bedauern des Herrn Kreisrat Boeckmann aus, daß er der Versamm lung nicht beiwohnen könne. Herr Kreisrat Boeckmann lasse die Versammlung grüßen und versichern, daß er den Be strebungen des Verbandes das größte Interesse entgegen bringe. Er Redner- betone, daß in der letzten Zeit an die Verwaltungsbeamten bedeutend höhere Anforderun gen gestellt worden seien und daß diese fünstig wohl noch größer werden würden. Der Wert eines Verbandes für die Regierung liege darin, daß der Verband auch für die Bild­ung seiner Mitglieder in geistiger Hinsicht eintrete. Denn in der heutigen Zeit genüge es nicht mehr, daß auf den Bu­reour der Verwaltungsbehörden lediglich Schreibarbeiten u. Pro stylo Verfügungen erledigt würden; neben diesen Ar­beiten seien viel wertvollere Geschäfte zu erledigen, die große und eingehende Kenntnisse in der Verwaltungsgesetz­gebung und in der Rechtsprechung erforderten.

Nunmehr erstattete der Vorsitzende Bericht über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahre, der zu Erörterungen feinen Anlaß gab.

Allgemeine Kenntnisse und Spezielle Fachkenntnisse.

er=

Als Allgemeine Kenntnisse seien zu wähnen: Entstehungsgeschichte, Größe, Zusammensetzung u. staatsrechtlicher Charakter des Reichs, Verhältnisse desselben zu den Einzelstaaten Quellen des Reichsrechts, die gesetz­gebenden Faktoren; das Großherzogtum nach seiner Ge= schichte, Größe und Zusammenseßung, Verhältnis zum Reiche und zum Reichsausland; direttes Steuerwesen, Grundzüge des Beamtenrechts, physische und juristische Personen, Geld­und Kreditwesen, Begriff von Währung, Papiergeld, Bant noten, Sparkassen, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaf­ten, Zeiteinteilung, Maß- und Gewichtswesen, das Wesent liche über Organisation der Rechtspflege und die Rechts­quellen auf dem Gebiete der Gerichtsverfassung, des bür gerlichen Rechts, Strafrechts, Prozeßrechts und der nicht­ftreitigen Gerichtsbarkeit, Grundbuch-, Hypotheken, und Per­sonenstandswesen.

Regierun

der Frag Ueber da

zahlreiche Nachbaro

Meiste

liche Min

unterftellte Wunide d Die gefeßli ftertitels werbeordr

1897 und aufmertja wie bei fentlichen daß der

bes Hand nicht befu len find ber Führ aber im ftertitels

An die Versammlung schloß sich ein gemeinsames Effe im" Fürstenhof", bei dem der Vorsitzende ein Hoch Se. Majestät den Kaiser und Se. Kgl. Hoheit den Gro herzog ausbrachte, das begeisterten Widerhall fand. Delegiertentag der Kriegerkameradschaft ,, Hassia". Offenbach, den 5. Juni. Bei dem heutigen Delegiertentag der Kriegertamerad schaft Hassia" waren 37 Bezirke aus dem ganzen Groß herzogtum vertreten. Den Vorsitz führte der 1. Präsiden Exzellenz Hof- Darmstadt. Der von dem Schriftführer M dizinalrat Dr. Vogt- Butzbach verlesene Rechenschaftsberic und der Kassenbericht des Hauptmanns Waldecker wurde genehmigt; ebenso der Providentiabericht. Nach dem Ka senbericht betragen die Einnahmen der Verbandstasse Ma 69 613,34, die Ausgaben 66 371,54 Mt., sodaß der Ve bandskasse ein Kassenvorrat in Höhe von 3241,80 Mart ve blebleibt. Die Einnahmen der Prinz Ludwig- Stiftung b ziffern sich auf 1447,54 Mt., die Ausgaben auf 1060,62 Die Ernst Ludwig- Stiftung erhielt an Einnahme 11 302,5 Mark, an Ausgabe 7574,37 Mt.; die Ernst Ludwig- Ele noren- Stiftung hatte eine Einnahme von 1065,20 Mt. u eine Ausgabe von 685,72 Mt. Die aus dem Vorstand au scheidenden Herren Waldecker, Seyler und Dern wurden p Atklamation wiedergewählt. Als Ort für den nächstjährig Verbandstag wird Friedberg bestimmt. Der Vors ende machte ferner noch die Mitteilung, daß das Kyffba er- Dentmal, das einen Kostenaufwand von zirka 2 Milli nen Mark einschließlich der Wirtschaftsräume verursacht ha nunmehr das schuldenfreie Eigentum der deutschen Kriege verbände geworden ist. Der Voranschlag für 1910 schlie in Einnahme und Ausgabe mit 69 887,79 Wt. ab. F Wohltätigkeitszwecke stehen im Jahre 1910 insgesamt Ma 19 200 zur Verfügung.

Gabelsberger Stenographentag.

bie Bered

wert hand Berufsbez

ft Straßenb weife an abends 8

berkehr n

ungen der tag wurd gonnen, pflaster e

*

Monat

988 Wer

Laufe di

den Gem

recht nich dern bo

Hanau, 5. Juni 1910 Heute fand hier unter starker Beteiligung der Ver bandstag des Hess.- Nass.-( Main- Rheingauc- Werbandes G belsberger Stenographen statt, verbunden mit der 50jähr gen Jubelfeier des Stenographischen Vereins Gabelsberg Hanau. Der Verbandstag wurde eröffnet mit einem Wet schreiben in der Eberhardschule, zu dem sich 728 Teilne mer gemeldet hatten. Durch eine Deputation wurde a Grabe von Kasimier Schien, der 35 Jahre Vorsitzender de Hanauer Vereins war, ein Kranz mit Widmung niederg legt. Um 12 Uhr fand sodann im Saale der Zentralha eine zahlreich besuchte öffentliche Versammlung statt, an d sich auch die Vertreter der Stadt, der Handelskammer, d Justizbehörde und die Leiter der hiesigen häheren, Voll Fräulei und Mittelschulen beteiligten. Nach einem von Thyriot gesprochenen Prolog begrüßte der Vorsitzende de Hanauer Jubelvereins, Lehrer Peter Gondrum, die Fe versammlung und ging zugleich auch kurz auf die Geschichte des Vereins ein. Der neugewählte Verbandsvorsißende Müller- Offenbach gab darauf in seiner Ansprache einen le berblick über den gegenwärtigen Stand des Verbandes Dieser zählt zur Zeit 7000 Mitglieder in 170 Vereinen davon 91 Vereine in Hessen, 69 in Hessen- Nassau, Bayern, 4 in Waldeck und 2 in der Rheinprovinz.Ver mehrt hat sich der Verband seit der vorigen Verbandstag ung um 14 Vereine. Ferner betonte Redner, daß es no nie vorgekommen sei, daß, wie in Hanau, Ehrenpreise vo über 1000 Mt. zur Verfügung gestanden hätten. Zum Schluß hielt Professor E. Keller, Direktor des städt. Lehrerinnen Seminars in Frankfurt, einen Vortrag über Stenographic und Schule". Lebhafter Beifall lohnte den Redner. Ort des nächsten Verbandstages wurde Gießen gewählt

Als Fachkenntnisse führe er im wesentlichen an: Eingehende Kenntnis der Gesetze über die Freizügigkeit, den Erwerb und Verlust der Staatsangehörigkeit und den Un­terstüßungswohnsitz. Der mittlere Verwaltungsbeamte müsse ferner die gesamten Bestimmungen über vorzunehmende Wahlen( Gemeinde-, Kreisverwaltung, Landtag und Reichs­tag) beherrschen, das gesamte Voranschlags- und Rechnungs­wesen der Provinzen, Kreise, Gemeinden, Kirchen und Stift­ungen einwandfrei bearbeiten können, ebenso die gesetzliche und freiwillige Armenpflege und das Zwangserziehungs­wesen. Er müsse genaue Kenntnisse über Organisation der Kreise und Provinzen, Zusammensetzung und Zuständigkeit der Provinzial- und Kreistage, der Provinzial- und Kreis­ausschüsse sowohl auf dem Gebiete der Verwaltung, als auch der Verwaltungsgerichte besitzen. Die rechtliche Stellung der Kirchen und religiösen Verbände, die Bestimmungen des Volksschulgesetzes, die Leitung des öffentlichen Sicher heits und Polizeidienstes, die Regelung der im Interesse des Polizeidienstes entstehenden Kosten( Polizeissewesen) müsse ihm bekannt sein. Eingehende Kenntnis der Be ſtimmungen über Gehaltsverhältnisse der Lehrer, der Be­streitung der Kosten des Schulwesens überhaupt set uner­läßlich. Die in gesundheitlicher Beziehung und zur Ver­hütung von Epidemien erlassenen Vorschriften, die Bestimm­ungen über Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen, insbesondere Kosten- und Entschädigungsfrage müßten dem mittleren Verwaltungsbeamten geläufig sein. Von eminen­tester Bedeutung für denselben sei die genaueste Kenntnis der Gewerbeordnung und der dazu erlassenen Bestimmun gen und Entscheidungen in Verbindung mit dem Urkunden­stempelgesetz hinsichtlich der Erteilung von Wirtschaftskon­zessionen, Dampffesselanlagen, Legitimationstarten, Wander­gewerbescheinen, Erlaubnis an Hausierer, Schausteller und dergleichen. Ueber Versicherungspflicht, Beitrittsrecht, Leist­ungen und Beiträge zur Kranken, Invaliden- und Unfall­versicherung und Fürsorgekasse müsse derselbe Bescheid wis­sen. Die vielverzweigten Bestimmungen über das Militär­ersatzwesen und das Militärunterstüßungswesen( Familien­unterstützung, Veteranenbeihilfe, Invaliden), Besteuerungs­recht der Gemeinden und Kirchen, das indirekte Staats steuerwesen( Berechnung, Erhebung und Beschwerdeinstan­zen), Beitreibungswesen, Verwaltungsstrafbescheid müsse er in jeder Hinsicht beherrschen. Nicht zuletzt müsse er im Re­gistraturwesen, das bei der Größe der Kreisamtsregistra turen eine nicht zu unterschäßende Kenntnis des Geschäfts­betriebes erfordere, bewandert sein.- An den Vortrag fnüpfte sich eine längere Besprechung, die bei der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit zum Bedauern mancher An­wesenden abgebrochen werden mußte. Lebhafte Anerkenn ung wurde dem Vortragenden zu teil.

Im Mittelpunkte des Interesses stand der Vortrag des Großh. Kreisamtsgehilfen Bechtold von Gießen: Die Ausbildung und Tätigkeit der mittleren Verwaltungs­beamten des Großherzogtums Hessen". Der Vortragende wies in seinen einleitenden Worten darauf hin, daß die von Jahr zu Jahr wachsenden Aufgaben der Verwaltungs­behärden naturgemäß an die bei diesen tätigen Beamten größere Anforderungen stellten. Es sei daher eine unab= weisbare Pflicht, der hierbei in betracht kommenden Beam­ten in dieser Hinsicht alles einzusetzen, um den außeror= dentlich vielseitigen Ansordesungen entsprechen zu können. Ganz besonders sei zu betonen, daß nicht nur im Reiche, sondern auch in den Bundesstaaten aus Ersparnisgründen erstrebt werde, die Verschiebung der Obliegenheiten von den höheren auf die nachgeordneten Beamten durchzuführen. Die Folge hiervon werde sein, diese in größerem Maße heranzuziehen. Daraus ergebe sich, daß an die theoretischen und praktischen Kenntnisse der mittleren Beamten aus sast allen Gebieten des weitverzweigten Verwaltungsbetriebes

56)

Die Freundinnen.

Originalroman von Irene v. Hellmuth. ( Nachdruck verboten.)

Die junge Frau klagte bitter über ihr hartes Schicksal, sie verwünschte den Gatten und sich selbst. In solcher Gemütsverfassung zerschlug sie dann alles, was ihr gerade in die Hände fiel. Es spielten sich furchtbare Sze­nen ab, denn der Zorn der schönen Frau artete nicht sel­ten in Raserei aus.

Noch eine Hoffnung hielt Arnold aufrecht: das Kind. Vielleicht daß die Mutter sich auf ihre Pflichten besann, daß es ihr endlich klar wurde, welchem Abgrunde sie ent= gegensteuerten. Alle Vorstellungen des unglücklichen Gat­ten verhallten wirkungslos. Seine Frau, der der Leicht­sinn im Blute steckte, besaß nicht die Kraft, sich von ihren verderblichen Gewohnheiten loszumachen. So war denn das Ende vorauszusehen. Arnold verweigerte seiner Gat­tin jede unnütze Ausgabe. Sie tobte, flehte, bat und weinte, er aber blieb fest. Doch Berta wußte sich zu helfen, - sie machte Schulden. Sie konnte nicht leben, ohne sich zu schmücken; Gesellschaften, Bälle und Konzerte waren ihr Element. Stets wollte sie bewundert, beneidet sein, stets wollte sie als Schönste alle anderen in den Hinter­grund drängen. Es gelang ihr dies auch eine Zeit lang.

Ueber die Lage des Standes entwickelte sich eine län­gere Aussprache. Als Ort der nächsten Hauptversammlung wurde Alzey bestimmt. Die seitherigen Vorstandsmitglieder

Da Arnolds Eltern im Anfang für die Schulden der jungen Frau auffamen,- aus Mitleid mit dem Sohne, so gewährte man der schönen, eleganten Dame einen unbegrenzten Kredit. Doch auch die Schwiegereltern sa­hen nach und nach ein, daß sie außer Stande waren, sem drohenden Verhängnis Einhalt zu gebieten. Arnold be­gleitete seine Frau längst nicht mehr zu den Bergnügungen, die ihre ganze Welt ausmachten. Das Leben ekelte ihn an. Eine Art stumpfsinnigen Gleichmutes war über ihn ge­kommen. Er hatte es aufgegeben, die Gattta bessern zu mollen und ließ alles gehen, wie es gehen wollte, hatte einen Kreis zweifelhafter Freunde und Freundinnen um sich gesammelt. Es wurde hoch gespielt- und ver­Toren. Fast jeden Abend brachte sie bei diesen Freunden au. Und dann fam, was tommen mußte, das Ende. Berta hatte sich bei dem aufregenden Leben, das sie führte,

Ste

den Schwindsuchtsfeim geholt. Die einst vielbewunderte, cefeierte Schönheit war kaum wieder zu erkennen. Sonst war sie von einem Vergnügen zum andern geeilt, hatte sich nicht Ruhe gegönnt, hatte in der Champagnerlaune das Geld zum Fenster hinausgeworfen, nun lag sie da, ein Bild des Elends und der Vergänglichkeit. Noch ein­mal lehnte sie sich auf gegen das unerbittliche Schicksal. Sie wollte nicht sterben, sie wollte leben und genießen, sie war ja noch so jung! Ein Aufenthalt an der Riviera sollte ihre zerrüttete Gesundheit wieder herstellen.

Tausende verschlang die Krankheit der jungen Frau. Arnolds Eltern gaben wiederum eine große Summe, um den Wunsch der Kranken, nach dem Süden zu reisen, zu erfüllen. Sie reiste ab und kehrte nach zwei Monaten zurück- zu sterben. Währenddem hatte man dem ver­zweifelnden Gatten Rechnungen auf Rechnungen präsen tiert, die er unmöglich bezahlen konnte. Zu allem Unglück wurde auch noch Bertas Vater wegen betrügerischen Ban­ferotts gefänglich eingezogen. Noch während Berta in Nizza weilte, nahm Arnold Abschied vom Heere. Er wurde ihm, wenn auch mit Bedauern- gewährt.

Lokales.

Gemeind lich, daf

einen ei

ift. Die aber in terſtüßun destens

Ortsbürg tübungs

*

Verein

Darmita

4 in

merwoh

nachbart

ben bei berger

Gießen, 7. Juni 1910.

** Verliehen wurde vom Großherzog der Schriftsteller Allred Bock- Gießen der Titel Hofrat.

aus der

Fahrra

Ma

trug.

= h=

träger

gen.

*

Fleischt

waltun hohen

bemerle folgt:

melfleisc

fleisch u fleija noch 6 dauerli

*

wird

Postan

nannte

jept is

aus 10

in We

7000 S

Bericht

** Parlamentarisches. Als Termin ü den Zusammentritt der zweiten Kammer zu einer Sommer tagung wird wahrscheinlich der 22. Juni in Aussicht ge nommen werden. Es besteht die Absicht, in dieser Tagung neben verschiedenen keineren Vorlagen auch die Gemeinde steuerreform zu erledigen, für die der umfangreiche Aus schußbericht in den nächsten Tagen fertiggestellt werden wird.

Bei seinen Vorgesetzten galt Arnold von Brandt stets als pflichteifrig und vornehm. Man schätzte seine guten Eigenschaften auch bei den Kameraden. Dennoch konnte ihm keiner helfen. Denn ein Offizier mit solchen Schulden und einem Betrüger als Schwiegervater,- war un­möglich.

* Kaiser- Regiment. Am Sonntag unternah men die Unteroffiziere des 1. Bataillons eine Vergnüg ungsfahrt, welche nach Kloster Arnsburg und Lich führt und dank dem schönen Wetter auf das glucklichste verlies

Arnold fühlte sich frank an Leib und Seele und un­tauglich für den Dienst. Er zog sich schen von aller Welt zurück. Wenn auch der Gedanke, seinem Leben ein Ende zu machen, oft an ihn herantrat- so sträubte sich doch sein besseres Ich gegen einen solchen Frevel, namentlich auch um des Kindes willen. Was half es nun, daß seine ster­bende Gattin in Ohrenden Ausdrücken um Verzeihung bat, daß sie, die immer noch auf Besserung hoffte, gelobte, ein anderes Leben begiunen zu wollen, es war zu spät.

An ihrer Vahre stand Arnold ohne Groll. Sie hatte bereut und gebüßt. Nicht lange darauf starben auch seine Eltern; das Erbe, das sie ihm hinterließen, ermöglichte es ihm, wenigstens die ungeduldigsten Gläubiger zu befriedi­gen. Ebenso konnte er mit dem Erlös der Schmucksachen

verschiedene Schulden abtragen. Er atmete leichter um freier. Hoffte er doch. daß es ihm gelingen würde, späte wenn auch vielleicht erst nach Jahren, alle Schulden tilge zu können.

So mietete er sich das kleine Haus am Waldesrar und vertauschte das geräuschvolle Leben der Garnisonsa mit der Einsamkeit des Landlebens. Die trene Kathi zug mit ihm eine Pflegerin für sein Kind. In Neu Itnden störte ihn niemand bei der Arbeit. Er fing zu schreiben, unverdrossen. Tag und Nacht. Es galt Brot zu schaffen für die kleine. Ueber die erste Beit ihm eine Summe Bargeld hinweg, die er für sie nötig Bedürfnisse von dem Erbteil zurückbehalten hatte. sparte und darbte, und arbeitete immer eifriger an sein Werk. Endlich war es vollendet. Er sandte es voll fra Hoffnung ab, um es als unbrauchbar" zurückzuerhal Das traf ihn wie ein Schlag. Er fühlte seine Arbeitst schwinden, seinen Mut sinken.

hatte.

bereits

bar u

vidend thau

und 1

riel

den R

die ein

Seffion mehrum

Stüd

Bijchen

schwei

eine

besteht

Lojen,

tige 3

griffen

her u

Gerade um diese Zeit war es. als das füße Be einer wahren, echten und großen Liebe in seinem Hen Wurzel zu schlagen begann. Er wehrte sich gegen die denschaft mit aller Machi, die ihm zu Gebote stand. schalt sich selbst töricht und einfältig. Umsonst! Die h Liebe wuchs, je mehr er sich dagegen wehrte. Sie stärker als sein Wille. Was halfen alle Gründe der S nunft? Was half es, daß er sich vorstellte, wie lächel es war, an solches Glück nur zu denken? Niemals fo er es erreichen.

Was war er denn? Wie durfte er hoffen, vor d Augen des verwöhnten Mädchens und vor denen des N lionärs zu beſtehen?

Er hatte ja nichts, gar nichts zu bieten! Wit man seine Bewerbung nicht als schnöde Geldgier auslege Schon seit Wochen tobte dieser Kampf in ihm. Und doch lachten ihn die Augen des geliebten Mädde beinahe verheißungsvoll an. so daß es ihm fast schien, wäre er ihr nicht gleichgiltig.

( Fortseßung folgt.)

Lose

Den b

Lotter

würde

Ziehu

für di

gebrac

bedeu

ung

ungen

der F

mehr

ftreng

Schen find