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liche Angehörige der Zarenfamilie, sowie für Damen Herren des Gefolges angefertigt, damit sie beim Beſuch Bad Nauheims durch die Kontrolleure, denen sie persönlich nicht bekannt sind, nicht irgendwelchen Behinderungen aus­gesetzt sind. Durch große Bettelanschläge wird das Bad­Nauheimer Publikum aufgefordert, die großen Belästigun­gen" zu unterlassen, denen der Zar bei seinem ersten Be­such in Bad Nauheim ausgesetzt war.)

* Ilbeshausen( Nr. Lauterbach). Bürgermeister Löffler und seine Ehefrau feierten das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist 72 und die Jubilarin 75 Jahre

alt.

* Lich. Auf eine sehr schöne Sedanfeier blickt un sere Einwohnerschaft zurück, die in erster Linie den hier einquartierten 87ern zu danken ist. Um 4 Uhr versammelte sich Jung und Alt auf dem Hardtberg, auch die Offiziere und Soldaten der 87er fanden sich ein mit einem Teil der Regimentskapelle. Major Heinrichsen hielt die Festrede. Eine große Anziehung übten die Spiele und Vorträge und Ge­fänge der Soldaten auf die Zuschauer aus.

* Ober- Mock stad t. Die Sammlung für die beim Banttrach Geschädigten hat insgesamt 34 000 W. ergeben, darunter befinden sich noch besondere Sammlungen für Mit­glieder der Kriegertameradschaft Hassia und für Feuerwehr­leute. Seitens der Hassia- Vereine sind 5400 Mt. eingegan Die gen, 420 Vereine haben zu der Summe beigesteuert. Summen sind in allen Teilen Hessens gesammelt worden, am meisten hat der Kreis Dieburg getan.

* Weblar. 14 Veteranen aus den Feldzügen 1864, 1866 und 1870-71 sind bei den Buderus'schen Eisenwerken heute noch beschäftigt, denen am Sedantage mit einem ent­sprechenden Anschreiben eine Ehrengabe von je 50 Mart von der Verwaltung überwiesen worden ist.

* Wetlar. Wie bekannt, gewähren die Buderus­schen Eisenwerke vollständig auf ihre Kosten erholungsbe= dürftigen Kindern ihrer Arbeiter eine vierwöchige Badekur in Bad Orb. Während im vergangenen Jahre 107 Kinder inbetracht famen, nehmen in diesem Jahre 130 Kinder an der Kur teil.

* Lauterbach. Am Freitag hielten die Feldar­tillerie- Regimenter Nr. 25 und 61, in Gemeinschaft mit 2 Kompagnien des Fuß- Artillerie- Regiments, Brandenburgi­sches Nr. 3 in den Gemarkungen Lauterbach, Maar, Wern­

malige Ehrengabe von je 15 Mt. zu gewähren. Hierfür ist ein Betrag von 30 000 Mt. aufzubringen. Nach dem 3. Dezember wird die Stadtverwaltung eine weitere Vorlage betreffend die dauernde Unterstützung der Veteranen machen.

* Dortmund. Der zweite Direktor der Nieder­deutschen Bank, Josef Schmitt, wurde wegen Untreue und Vergehens gegen das Depotgesetz verhaftet.

* Neustadt a. d. H. Am Sonntag tagte hier die diesjährige Hauptversammlung des Verbandes Deutscher Ge­birgs- und Wandervereine. Mit ihr war im Saalbau eine Ausstellung von Einrichtungen, Gebrauchsgegenständen und Propagandamitteln verbunden, die dem Touristen- und Fremdenverkehr dienen.

)( Den 100 Kilometer Weltrekord ver­besserte Fritz Theile am Sonntag auf der Leipziger Renn­bahn in der Zeit von 1 Stunde 10 Minuten und 34 Sef. Theile gewann auf seinem flinten Brennaborrade die 100 Kilometer- Meisterschaft von Europa und schlug u.a. Wal­thour, Guignard und Salzmann.

)( Beim 100 Kilometer- Rennen in Steg­lib gewann P. Dickentmann am Sonntag den 20 und 30 Kilometer- Lauf. R. Scheuermann wurde im 50 Kilometer­Lauf und im Gesamtklassement Erster; im 20 und 30 Ki­lometerrennen behauptete er den zweiten Play. Das Prä­mienfahren gewann Techmer, der mit seinem Partner Groß­mann auch beim Tandemfahren zuerst durchs Ziel ging. Auch die genannten Steglißer Sieger benußen die erfolg= reiche Marke Brennabor.

von

** Königstein i. T. Die Königin Mutter Holland ist hier zu mehrtägigem Besuche der Großherzogin­Mutter von Luxemburg eingetroffen.

* Kamberg. Die städt. Behärden haben beschlos­sen, jedem Kriegs- Veteranen, dessen Jahreseinkommen ge= ringer als 1800 Mt. ist, einen Ehrensold von je 30 Mart zu gewähren.

Der polnische

Posen. Der polnische Reichstagsabgeordnete, Dr. von Starzynski, ist in Posen gestorben.

*

Kopenhagen. Der internationale Transport­

aber dürfe er vor Vollendung des 24. Lebensjahres nicht führen.

!! Eine bedeutsame Entscheidung für die

Auslegung des Kinderschutzgese bez hat das prew Bische Sammergericht gefällt. Der Filialleiter eines Kolo­nialwarengeschäftes hatte entgegen den Vorschriften des Kin­derschutzgesetzes einen Knaben, der 1896 geboren war, täg­lich über 3 Stunden zu Botengängen benutzt. Sch. betonte, er sei nur Angestellter, nicht Inhaber des Geschäfts; er fönne mithin nicht verantwortlich gemacht werden. Abweich­end vom Schöffengericht erkannte aber die Straffammer ge gen Sch. auf eine Geldstrafe. Diese Entscheidung focht Sch. durch Revision beim Kammergericht an. Das Kammerge richt wies jedoch die Revision als unbegründet zurück und führte u. a. aus: In erster Reihe sei der Geschäftsinhaber für Zuwiderhandlungen gegen das Kinderschutzgesetz ber­antwortlich zu machen, habe aber ein Kaufmann verschie dene Filtalen, so können auch Filialleiter zur Verantwort ung gezogen werden.

Geschäftliches.

Andauernde Regenfälle haben in vie len Gegenden nicht nur die Ernte beeinträchtigt, sondern auch die Arbeiten für die Herbstsaat verzögert. Infolgedessen ist torauszusehen, daß sich der Düngerversand wieder auf sehr furze Zeit zusammendrängen wird; es empfiehlt sich da her, Düngerbestellungen möglichst frühzeitig aufzugeben. Be­sonders gilt dies für Thomasmehl, für das schon jetzt sehr lebhafte Nachfrage besteht. Sollte es übrigens zutreffen, daß Superphosphat, wie hier und da verlautet, für dieses Jahr bereits ausverkauft ist, so wird die Landwirtschaft noch mehr als bisher Thomasmehl bestellen.

mitinder mit Darmtranfheiten furt

feine Milch vertragen. Kufete", in Wasser gekocht, bil­det hier sehr oft die einzige Nahrung, welche nicht erbro­chen, sondern gut vertragen wird.

ges ein Scharfschießen ab. Die Truppen wurden arbeiter- Kongreß_hat_beschlossen, den internatio. flingt die Kunde von den Bemühungen, Maschinen zustande

von dem Brigadefommandeur Oberst Noeldechen geführt. Der Uebung wohnten bei der kommandierende General v. Eichhorn, der Divisionskommandeur Generalleutnant Strank, sowie verschiedene Generalstäbler und Kriegsatade

mifer.

von

* Darmstadt. Der Provinzial- Ausschuß der Pro­vinz Starkenburg hat die Wahl des Landtagsabgeordneten Georg Hauck zum Bürgermeister von Schadheim für un­gültig erklärt.

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* Offenbach. Der Vorstand des Vereins Wahrung städtischer Interessen" beschäftigte sich fürzlich mit der Frage der bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen. Es wurde beschlossen, gemäß den Statuten, wie auch bei früh eren Wahlen, zu versuchen, die bürgerlichen Parteien zu einem gemeinsamen Vorgehen gegen die Sozialdemolatie zu vereinen. Der Vorstand wird zu diesem Zwecke Ver­handlungen mit den Organisationen der einzelnen bürger­lichen Parteien einleiten.

* Frankfurt a. M. Dem Ausschuß für Volts­vorlesungen sind vom Institut für Gemeinwohl 600 Mart bewilligt worden, um 6 Frankfurter Arbeiter zum Besuch der Weltausstellung nach Brüssel zu senden. Es wurden Arbeiter gewählt, die in den letzten Jahren durch ihre Teil­nahme an der Verwaltung des Ausschusses oder durch be sonders eifrigen Besuch von dessen Veranstaltungen ein re­ges Interesse für Voltsbildung betätigt haben.

in * Mainz. Es ist wieder ein Milch frieg Aussicht. Nachdem die Agitation der Milchproduzenten in dem Frühjahre d. Js. um Erhöhung der Milchpreise resu!- tatlos verlaufen ist, soll nunmehr eine neue Agitation, vor­der aussichtlich schon im nächsten Monat, zur Erhöhung Milchpreise eingeleitet werden.

* Mainz. Kürzlich wurden wieder auf einen Po­sten des Regiments Nr. 88 am Pulverhaus 15 zwischen dem Binger- und Gonsenheimer- Tor drei scharfe Schüsse abgegeben. Der Soldat sah 3 Kerle fortlaufen und gab so­fort einen Schuß ab, traf aber niemanden. Die Wäche un­ternahm einen Streifzug, der jedoch ebenfalls ergebnislos verlief.

* Lißberg. Bis jetzt haben 28 Gemeinden des Kreises ihren Beitritt zu dem Elektrizitätswerk Lißberg er­tlärt.

nalen Seemanns- Streit ins Werf zu setzen, wenn die Rheder nicht in Unterhandlungen wegen Lohner­höhung treten wollen. Der Streik soll in 2 bis 3 Mo­naten beginnen.

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* London Der Arbeiter Vertreter Wilson, Führer der englischen Matrosen und Heizer, erklärte, die englischen Arbeiter seien vollständig für den Streik vorbereitet. Sobald die Parole zum Beginn des Streiks ausgegeben werde, würden 40 000 Mann innerhalb 14 Tagen streifen. Die Beamten der Haupt- Schiff fahrtslinien erboten sich, Deputationen der Leute zu empfangen, um die Lage zu besprechen.

empfangenis. 19tad einer fast monatlichen Unter­

*

suchung find 12 Beamte des Partser städtischen Steuer­Büros der Bestechung überführt worden. Die Summe, um welche die Stadt Paris geschädigt ist, wird auf etwa fünf Millionen Francs geschäßt.

* New- Yorn Roosevelt sett den Kampf gegen die Milliardäre in scharfer Weise fort. Kürzlich erklärte er in einer Rede:" Die völlige Abwesenheit von irgend wel­chen Einschränkungen seitens des Staates gestattet es einer unehrenhaften Klique von fabelhaft reichen Menschen, sich immer reicher zu machen mit dem Geld der armen Steuer­zahler. Unsere erste Pflicht muß sein, die sozialen Lebens­bedingungen völlig zu ändern, welche es diesen Menschen gestatten, sich der Macht und des Einflusses zu bemächtigen auf Kosten vieler Millionen Entrechteter. Wir dürfen nicht gestatten, daß ein riesiges Vermögen wächst, wenn es nicht dabei zugleich der großen Allgemeinheit dient."

* Santiago de Chile. Die Präsidentschafts­wahl in Chile, die durch den plöblichen Tod Pedro Moutts notwendig geworden ist, wurde auf den 15. Oftober anbe­raumt.

Aus dem Gerichtssaal.

* Kassel. Eine von etwa 5000 Personen besuchte Voltsversammlung im Stadtparksaal beschloß nach einem Referat des Stadtverordneten Scheidemann den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung zu ersuchen, bei der Reichsregierung um sofortige Aufhebung der Zölle auftig entschieden. Aus den für alle Hundebesitzer, die es an Schlachtvich, Fleisch und Getreide, sowie um Deffnung der Grenzen für Schlachtvieh unter Beobachtung eines schifanen­freien Seuchenschutzes zu petitionieren.

Aus aller Welt.

* Berlin. Der Reichskanzler wird zur Königsber= ger Kaiserrede im Reichstag teine Stellung neh­men, sondern sich im Falle von Partei- Interpellationen auf die formelle Erklärung beschränken, daß der Kaiser in nigsberg nur als König von Preußen gesprochen, also eine Interpretation der königlichen Ausführungen staatsrechtlich vor das preußische Abgeordnetenhaus gehört. Nur um Miß deutungen, die durch diese Haltung des Kanzlers im Reichs­tag entstehen fännten, den Boden vorweg zu entziehen, hat sich der Kanzler in Uebereinstimmung mit der Krone der bekannten amtlichen Erklärung in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" entschlossen.

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* Berlin. In der preußischen Gesetzsammlung ist jüngst ein Gesetz über die Bewilligung weiterer Staatsmit­tel zur Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbei­tern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering besaldeten Beamten veröffentlicht worden. Damit find wieder 12 Millionen Mark für die Lösung des Wohn­ungsproblems unter den preußischen staatlichen Arbeitern und gering befoldeten Beamten bereitgestellt. In den ver­flossenen 15 Jahren sind dafür 132 Millionen Mark bewil­ligt und fast auch verbraucht worden.

Berlin. Die preußische Ansiedlungskommission erwarb im Jahre 1909 17 Rittergüter, darunter 2 Staats­Domänen, 12 sonstige Güter und 50 Bauernwirtschaften mit einer Gesamtfläche von 21 085 hektar zu einem Preise von 26 827 616 Mart. Im ganzen sind bisher von der Ansied­lungstommission gegen 370 562 Heftar zum Preise von rund 350 Millionen Mart angekauft worden. 70 v. H. dieser Fläche entstammen deutscher Hand, 30 v. H. oder 111 329 Hektar sind von polnischen Besizern erworben.

* öln. Die Möner Stadtverordneten verfamm­lung beschloß, den Kriegsveteranen, die fein höheres Einkommen als 1200 Mt. jährlich haben, eine ein

!! Eine Warnung für Hundebesite r. Ein Radfahrer, der einen ihn in voller Fahrt mit wütendem Gebell umspringenden bissigen Hund durch einen Revolver­schuß tötete, begeht teine Sachbeschädigung. So hat die erste Straffammer des Landgerichts Schweidnitz rechtskräf= der nötigen Aufmerksamkeit fehlen lassen, beachtenswerten Gründen sei hervorgehoben: Durch das Verhalten des Hun­des habe für den Radfahrer die dringende Gefahr bestan den, daß er mit dem Rade zu Fall gebracht und dadurch an Körper und Rad ernstlich beschädigt werden würde. Ein in die Luft gefeuerter Schuß hätte das Tier aber nicht verscheucht, da sich Hunde nur dann zurückziehen, wenn die Waffe auf sie gerichtet sei.

1! Wann verjährt der Anspruch ankon ventional strafe? Diese Rechtsfrage unterlag der Entscheidung des Berliner Kaufmannsgerichtes. Der in der betreffenden Streitsache auf Zahlung einer Konventional- strafe verklagte Handlungsgehilfe wandte Verjährung ein, da der Anspruch der flagenden Firma bereits über zwei Jahre alt sei. Das Kaufmannsgericht entschied jedoch, daß die Forderung der Firma noch nicht verjährt sei. Der An­spruch auf Zahlung einer Konventionalstrafe, die durch Ver­legung der Konkurrenzklausel verwirkt worden ist, unter­Tiege nicht der furzen, zweijährigen Verjährung. Es trete somit die allgemeine, die 30jährige, Verjährungsfrist in Kraft.

!! nnungsmeister" oder Fleischer­meister". Das preußische Kammergericht hat eine Ent­scheidung gefällt, die für Handwerker von besonderem In teresse ist. M., der vor der Fleischerinnung seine Meister­prüfung bestanden hatte, betrieb ein selbständiges Geschäft, und nannte sich, obwohl er erst 22 Jahre alt war, Flei­schermeister. Nach erfolgloser Verwarnung durch die Hand­werkskammer wurde Anklage wegen Zuwiderhandlung gegen § 133 der Gewerbeordnung erhoben und M. von der Straf­fammer zu einer Geldstrafe verurteilt, da er sich wohl In­ungsmeister, nicht aber Fleischermeister nennen dürfe. Diese Entscheidung focht M. durch Revision beim Kammergericht an, das indessen auf Abweisung der Revision erkannte, wobei u. a. ausgeführt wurde: Nach der Novelle zur Ge­werbeordnung von 1897, die am 1. Oktober 1901 in Straft getreten ist, dürfen nur solche Handwerker den Meistertitel in Verbindung mit der Bezeichnung des Handwerks führen, die das Recht erlangt haben, in ihrem Gewerbe Lehrlinge anzuleiten und die Meisterprüfung abgelegt haben. Aber nur Handwerker, die das 24. Lebensjahr zurückgelegt haben. dürften Lehrlinge anleiten. M. tönne sich daher Meister" oder Innungsmeister" nennen, den Titel Fleischermeister"

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Die Konstruktion der Sprechmaschine ist die Erfüllung eines alten Herzenswunsches der Mensch- heit. Die Schriftsteller des Altertums erzählen bereits von singenden und sprechenden Figuren aus Gold, die an den Decken der Tempel angebracht waren und aus alten Zeiten zu bringen, welche den Gesang und die Sprache des Men­schen nachzuahmen imstande waren. Unserer Zeit war es vorbehalten, auch dieses Streben zum Ziel zu bringen. Nach der Erfindung des Phonographen waren viele Geister rege, auf dem gezeigten Wege zur Vervollkommnung zu ge­langen. Aus diesem Streben heraus gelang die Konstrut tion der Sprechmaschinen, unter denen die Mill- Opera" unstreitig den ersten Rang einnimmt, da diese den seelischen Gehalt des Gesanges und mündlichen Vortrages wie alle Feinheiten des Orchesters so natürlich wiedergibt, daß wir uns der Illusion hingeben möchten, als ständen sene Künst ler leibhaftig vor uns oder als lauschten wie in Wirklich­feit den Klängen eines Orchesters oder der bekannten Re­gimentskapelle. Die Mill- Opera" ist eine Musizier- und Sprechmaschine mit auswechselbaren Schallplatten aus har­tem widerstandsfähigem Material. Es wird allgemein in­teressieren, daß diese Sprechmaschinen in leistungsfähiger und solider Ausführung schon von zirka 35 Mart an haben sind. Die Firma Otto Jakob sen., Berlin, Frieden­straße 9, hat den Alleinvertrieb für Deutschland in Händen und gibt die Maschinen an solide Personen jeden Standes auf Wunsch auch gegen bequeme Ratenzahlungen ab ohne die Preise zu erhöhen. Man versäume nicht, sich die kleine illustrierte Broschüre über Opera- Maschinen gratis senden zu lassen. Zu den praktischen Erfindungen der letzten Zeit kommt nun wie ein Geschent des Himmels eine neue hin­zu, die berufen zu sein scheint, eine völlige Umwälzung auf dem Gebiete der Klavierspieltechnik hervorzurufen. Sie bezweckt nämlich nicht mehr und nicht weniger, als jedem völlig Ungeübten und der Notenkenntnis nicht Mächtigen, die Mittel an die Hand zu geben, innerhalb kurzer Zeit, meist schon nach einer halben Stunde, mit beiden Hän­den und vollen Attorden leicht und fehlerfrei vom Blatte spielen zu können. Das neue System, die Tastenschrift", wie es sich nennt, arbeitet ohne alle Hilfsmittel. Die Tasten schrift" zerlegt nämlich die 5 Notenlinien in zwei Abschnitte; sie macht zwischen der dritten und vierten einen größeren Zwischenraum, in dem zwei Noten übereinander stehen können. Die Notenlinien bezeichnen nun die schwarzen, die Zwischenräume die wei­ßen Tasten des Klaviers. Durch diese weise Einteilung ist von vornherein die Lage und der Tonwert jeder einzelnen Note einheitlich bestimmt. Die schwierigen und sinnverwir­renden Vorzeichen: die Erhöhungs-, Erniedrigungs- u. Auf­lösungszeichen, die bisher das Erlernen des Klavierspiels für jeden, der nicht besondere Begabung dafür hatte, zu einer unerhörten Qual machten, sind damit ein für allemal aus der Welt geschafft. Das Problem ist gelöst. Das Kla­vier, das bisher meist als totes Ausstattungsstück das Zim­mer schmückte, wird wieder zu Ehren kommen und der Lieb­ling des deutschen Hauses werden.

Literarisches.

Em por durch dich selbst! Ratschläge für jeden, der im Leben vorwärts tommen und etwas erreichen will. Von M. Unterbeck. Chemnitz, H. Thümmlers Ver­lag. Preis Mt. 1.20. Das Buch enthält eine Menge an­regender und wertvoller Winke, sodaß jeder Leser das Büch­lein immer wieder zur Hand nehmen wird.

Verantwortlich: Albin Alein, Gießen.

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Zur Verbilligung der Verpackung wird diese Cigarette, außer in Cartons à 100, auch in solchen à 500 Stück Inhalt geliefert.