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bier. stattgehabte Sturjus, welcher start besucht war, bon Streisarzt Dr. Heinrichs mit einer Prüfung geschlossen. * Alsfeld. Eine zeitgemäße Verfügung hat sere Kreisschulfommission getroffen. In den Schulfälen des Kreises Alsfeld müssen alle 2 Jahre Decken, Wände, Fen­ster und Türen neu gestrichen, die Fußböden dagegen jedes Jahr 2 bis 3 mal mit staubbindendem Del eingerieben werden.

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* Grünberg. Unseren Jakobimarkt" begleitete endlich einmal besseres Wetter nach den seitherigen unauf­hörlichen Regentagen. Der Schweinemarkt zeigte eine mit­telmäßige Auffahrt. Deshalb herrschte auch flotter Handel, so daß ein sehr rascher Absatz erzielt wurde. Die Preise hielten sich ganz auf der seitherigen Höhe. Man bezahlte für das Paar Fertel geringster Sorte 50-55 Mt., mitt­lerer 60-65 Mt., bester 70-85 Mt.; Läufer kosteten das Baar 90-100 Mt. Der Rindviehmarkt hatte die gewöhn liche schwache Befahrung. Die Preise waren auch hier hoch,

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* Grünberg. Eine Ackerbau und Obstausstellung findet für den Bezirk Grünberg am 22. und 23. Oftober in der Turnhalle statt. Seitens der Landwirtschaftskammer find zirka 800 Mt. zur Prämiierung bewilligt. Ein Obst­verpackungsfursus und eine Saatgutausstellung sind damit berbunden.

* Butzbach. Auch in diesem Jahre ist hier die Bautätigkeit eine sehr rege. Besonders in dem Stadtteil über der Bahn entstehen eine ganze Reihe neuer Häuser u. fleiner Villen. Immer näher rückt die Gartenstadt an den Wald und bildet für den Spaziergänger ein wohltuendes, schönes Bild.

* Bad Nauheim. Der verhaftete Chauffeur, der auf der Frankfurterstraße den Müller Krämer von Nieder­Mörlen überfuhr, wurde nach Aufnahme des Tatbestandes durch die Gießener Staatsanwaltschaft gegen Stellung einer Staution von 5000 Mt. aus der Haft entlassen.

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* Marburg. Das althistorische Grabenfest der Be­wohner der Vorstadt Weidenhausen fand hier statt. Am Sonntag nachmittag durchzog ein Festzug mit allerhand hi­storischen Gruppen und etwa 600 festlich gepußten Kindern vom Grün durch Weidenhausen nach dem Festplatz, Oberbürgermeister Troje die Festrede hielt. Später führten etwa 30 Kinderpaare den Weidenhäuser Grabentanz vor. * Frankfurt. Die Kinder eines Schreiners der Eichwaldstraße sammelten am Sonntag im Wald einige Schwämme, welche die Familie am Montag als Mittags­mahl genoß. Darauf erfrankten die vier Personen an Pilz­vergiftung. Ein neunjähriges Mädchen ist an den Folgen gestorben, die drei anderen Personen sind außer Lebensge­fahr. Also Vorsicht bei dem Genuß von Pilzen!

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* Mainz. Offiziell wird mitgeteilt, daß eine An­zahl opferwilliger Männer sich bereit erklärt hat, den zum Ueberlandflug des Deutschen Fliegervereins für einen Main­zer Preis erforderlichen Betrag von 7000 Mart zur Ver­fügung zu stellen. Der Preis ist unter der Bedingung ge­stiftet, daß die Stadt Mainz von mindestens einem Flieger tatsächlich überflogen wird.

* Mainz. Einen Rekord hat die Meisterschafts= mannschaft des Mainzer Ruder- Vereins in diesem Jahre ge­schaffen, sie hat bei ihren zahlreichen Siegen 5 Kaiserpreise nach Hause gebracht. Drei von Kaiser Wilhelm 2. gestif= tete wurden in Frankfurt a. M., Hamburg und Straßburg errungen; der Emser Preis ist von Kaiser Wilhelm 1. ge= stiftet, und ein Preis stammt von Kaiser Friedrich u. wurde von Berlin mitgebracht.

* Darmstadt. Vermißt wird seit 17. Juli der Oberrechnungsrevisor Adolf Helfmann aus Darm stadt, der sich auf einer Urlaubsreise im Montblanc- Gebiete befand. Touristen, die um jeme Zeit die in Frage kom­mende Gegend bereisten, und vielleicht Mitteilungen machen könnten, die geeignet sind, aufklärend in dieser Angelegen heit zu wirken, werden dringend gebeten, diese umgehend an die Behörden gelangen zu lassen. Der Vermißte ist 45 Jahre alt, über mittelgroß, schlant, hat ein schmales Ge­sicht, graumeliertes Haar und dunklen Schnurrbart. Er trug einen Kneifer, graugrünen Lodenanzug mit langen Hosen, weichen schwarzen Filzhut und Rucksack. Außer den

,, Es ist gut," unterbrach der Förster ihn ,,, ich brauche nichts mehr zu wissen! Geh!"

Als der Aufseher sich wieder entfernt hatte, legte Frau Adelheid die Hand auf die Schulter, ihres Mannes.

,, Sei doch vernünftig, Lorenz!" suchte sie ihm zuzureden. Er hörte sie nicht. In dumpfem Brüten starrte er vor sich hin, und was seine Lippen murmelten, klang wie der grollende Donner eines fern heranziehenden Gewitters:

,, Um feiler Weibsbilder willen verläßt der Sohn den Vater! Vom Lande, aus dem Walde, der sie geboren, zieht es die Jungen von heute in die Stadt, in die Großstadt, in den Höllenpfuhl, in den Abgrund, darin sie versinken! Hörst du's Mutter? Das ist ihr Jdeal, das ist die neue Zeit!"

Plötzlich sprang er auf, setzte den Hut auf den Kopf und riß die doppelläufige, blitzende Büchse von der Wand. Erschrocken verstellte die Försterin ihm den Weg zur Tür. ,, Was hast du vor, Lorenz? Wohin willst du?" Der Erzürnte stieß sie zur Seite.

,, Geh mir aus dem Wege! Ich will niemand sehen, die Hunde sollen mich begleiten!"

,, Die Hunde?" fragte Klara verwundert. Du willst jagen, Vater, so spät noch? Es dunkelt ja schon!"

Der Förster hielt schon den Türgriff in der Hand. ,, Was ich such', finde ich noch," entgegnete er. Draußen im Forst sitzt ein häßlicher, tückischer Uhu. Er hat mir schon manchen Finken und Zeisig zerrissen. Die fröhlichen Sänger sind selten geworden in unserm Walde!"

..Wie die Freude und das Gute in der Welt," vollendete das Mädchen ,,, armer Vater!"

Sie wollte das Haupt an seine Brust lehnen, aber er wehrte es ihr und faßte die Büchse fester.

,, Laß das heute," bat die Försterin, es ist zu spät und du bist zu aufgeregt-

Lorenz Reiner hatte die Tür geöffnet, auf der Schwelle wandte er sich noch eimal um.

Ich verfehle ihn nicht! Das Böse muß aus der Welt! Ich hab's ihm geschworen schon lange! Und heute will und muß ich ihn treffen!"

4. Kapitel.

Seit einem Jahre wohnte die Försterfamilie in der Stadt. Aber Otto war auch unter den Augen der Eltern fein anderer geworden und hatte seine Studien noch immer nicht beendet. Seit der rauhe, doch im Grunde des Herzens gutmütige und schwache Vater, um den Frieden des Hauses zu wahren und die ewigen Klagen der Mutter zu stillen, sich mit ihm versöhnt batte, hütete er sich, den Alten zu reizen, und hielt sich aus­

nötigen Ausweispapieren 2c. befindet sich in seinem Besitze| ten. Marken der vorerwähnten Art dürfen nicht mit einem eine vollständige homöopathische Taschen- Apotheke.( Nach­druck erwünscht.)

Darmstadt. Eine zweite Polizeifahrt des hess. Automobilklubs fand hier statt, nachdem die erste die Zwed dienlichkeit solcher Probefahrten erwiesen hatte. 5 Wagen fuhren verschiedene Gebiete der Provinz ab. Auf jedem be­fand sich wieder ein Polizeibeamter in Zivil. Auf ihren Fahrten begegneten die Autos 231 Fuhrwerken. Davon fuhren 169 richtig, 53 auf der falschen Seite, und 9 wi­chen falsch aus. Da die Fuhrleute von den Beamten auf ihre Achtlosigkeit hingewiesen wurden, haben die Fahrten zugleich einen erzieherischen Wert. Uebrigens sind soeben die zehn Gebote für Fuhrleute aufgestellt worden, die in 10 000 Exemplaren von der Polizei, von Gendarmen 2c. an die Fuhrleute verteilt werden sollen und sich ohne Mühe einprägen.

* Darmstadt. Bei der am 25. und 26. Sept. in Darmstadt stattfindenden 46. Jahresversammlung des Landesvereins für Innere Mission wird über das Thema verhandelt werden: Innere Mission und Ge­meindearbeit". Als Referent ist der als Spezialist auf diesem Gebiet bekannte Pfarrer D. Grünberg in Straß­burg gewonnen worden, der bei seinem Referat nament lich auch die Innere Mission auf dem Lande, die Dorf­firchenbewegung und den Braunschweiger Kongreß für Gemeindearbeit berücksichtigen wird. Für den Fest go: tesdienst hat Pfarrer Saul in Frankfurt die Predigt übernommen.

* Ockstadt. J. H. Gröninger 3., Hilfsweichenstel­ler von hier, fand in seinem Weizenacker am Kirschenberg einen weißen Pilz. Er hat einen Umfang von 1 Meter und eine Schwere von Pfund. Es handelt sich wahr­scheinlich um eine Bovista gigantea( Riesenbovist), welche eßbar ist. Gr. überwies den Pilz zur Untersuchung der Friedberger landwirtschaftlichen Winterschule.

* Hanau. Der Kreistag hat die Summe von 2000 Mart zu den ersten Vorarbeiten für das Projekt der Er­richtung einer elektrischen Ueberlandzentrale bewilligt.

* Rodheim v. d. H. Als eine Frau von hier dieser Tage mit ihrem 5% jährigen Söhnchen vom Walde, wo sie Himbeeren gesucht hatte, zurückfehrte, klagte dieses über heftige Schmerzen. Es zeigten sich Vergiftungserschein­ungen und schon nach einer Stunde war das Kind tot. Das Kind hatte im Walde Tollkirschen gegessen.

* Von der Nahe. Die Obsternte ist im unteren Nahegebiet zufriedenstellend ausgefallen. Es wurde ziemlich viel Obst geerntet und nach außerhalb zum Versand ge= bracht. Dabei wurden für den Zentner Birnen erster Sorte 11 Mt., zweiter Sorte 12-13 Mt., und dritter Sorte 14 Mart bezahlt. Der Zentner Frühäpfel wurde zu 10 Mart, der Zentner Pflaumen zu 8-9 Mt., der Zentner Aprikosen zu 20 bis 30 Mt. abgegeben.

Aus aller Welt.

* Berlin. Der Reichskanzler hat im Auftrage des Kaisers eine Beschleunigung der noch immer währenden fi­nanziellen Vorarbeiten für die den Veteranen zugedachte Staatshilfe veranlaßt. Es besteht an leitender Stelle der feste Wille, die Ausbringung der Mittel für die Veteranen­hilfe bis spätestens zu der bevorstehenden 40jährigen Wie­derkehr der Errichtung des deutschen Kaiserreiches durchzu­führen.

* Berlin. Der Bundesrat hat neue mün z po­lizeiliche Vorschriften erlassen, nach deren Me­daillen, Marken, wie Reklame-, Rabatt, Spiel, Speise- u. sonstigen Wertmarken nicht das Bildnis des Kaisers oder eines Bundesfürsten in der auf den Reichsmünzen befind­lichen Gestaltung tragen oder mit einer auf dem Rande be­findlichen Schrift versehen sein dürfen. Auch dürfen sie nicht die Bezeichnung einer im Deutschen Reiche geltenden Münzgattung oder die Angabe eines Geldwertes enthal

schließlich an die Wutter, die, wie er wußte, stets seine Partei nahm.

Auch heute, da Klara ausgegangen und er mit der Mutter allein war, bedurfte er wieder ihrer Hilfe. Doch so leicht wie sonst gelang es ihm diesmal nicht.

,, Es ist mir nicht möglich!" beteuerte die Försterin, die vor dem hohen braunen Schrank stand und die geschnitzte Tür in der Hand hielt.

Aber Otto ließ sich nicht abweisen.

,, So gib mir wenigstens zehn Mark!" drängte er. Die Stimme der Frau nahm einen fast s'ehenden Ton an: Aber bedenke doch unsere Verhältnisse, jetzt in der Stadt, das teure Leben, sei doch vernünftig!"

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Der Student vergrub die Hände in den Taschen seiner Beinkleider und trat, ärgerlich vor sich hinpfeifend, ans Fenster. Der Blick aus demselben hatte nichts Erfreuliches. Düster und lichtlos, wie der Gefangene im Kerfer, lag das kleine Sintergebäude zwischen hohen, schattenden Häusern ein­geklemmt. Das enge, niedrige Zimmer hatte aus seinen zwei Fenstern nur über die Bjorte eines Stafets hin einen schmalen Purchblid auf Straße und Stadt. Die duftigen, lachenden Blumen, die im Grünwalder Forsthause die vensterbänke ge ziert, hatten die Stadtluft nicht ertragen und waren von der Försterin durch künstliche ersetzt worden. Die altertümlichen Möbel waren in den engen Räumen, so gut es ging, zusammens gedrängt und alles erschien mit ärmlichen Mitteln möglichst aufgeputzt.

Otto ließ seine Blicke von dem Fenster weg durch das ganze Zimmer gleiten; ihm schien noch immer genug vors handen, was man im Falle der Not zu Gelde machen konnte.

Dieser breite, plumpe Arbeitstisch des Vaters, der zwischen den Fenstern stand, war ja wohl nicht zu entbehren und hatte auch wenig Wert, aber die Doppelbüchse und andere Gewehre, die Geweihe und Hirschfänger, welche die Wände schmückten, das war doch immerhin hier in der Stadt ein überflüssiger Lurus.

,, Eben, weil ich vernünftig bin, Mama," begann er nach einer Bause wieder ,,, eben deshalb brauche ich das Geld. Wer wird denn immer von heute auf morgen rechnen! Morgen fann man tot sein und nichts mehr brauchen!"

Die Försterin erschrat.

,, Aber, mein Herzens- Otto, wer wird denn so reden? Sterben, du, ein so fräftiger junger Mensch, der eine so große Zukunft vor sich hat?"

( Fortsetzung folgt.)

Durchmesser von mehr als 20 bis einschließlich 22 Milli­meter hergestellt werden. Unberührt von dieser Vorschrift sind Medaillen und Marken von ovaler oder von drei- bis achteckiger Form. Die Beschränkungen finden auch keine An­wendung auf solche Medaillen und Marken, die für das Ausland hergestellt und unmittelbar ausgeführt werden. Es ist verboten, Münzen, die auf Grund der Reichsmün­zengesetze vom Bundesrat außer Kurs gesetzt sind, nachzu­machen, solche nachgemachten Münzen in Verkehr zu brin gen oder sonst zu vertreiben, sofern diese nicht vermittels einer festen metallischen Verbindung Bestandteile anderer Gegenstände bilden. Als Strafen sind, sofern nicht nach anderen Bestimmungen eine höhere Strafe erwirkt wird, Geldstrafe bis 150 Mt. oder Haft bis sechs Wochen ange­droht. Die Bestimmungen trefen am 1. April 1912 in Kraft.

* Berlin. Am 1. Oktober d. J. wird eine Reihe brasilianischer Offiziere auf die Zeit von zwei Jahren im deutschen Heere eingestellt und auf die verschiedenen Waffengattungen verteilt werden. Etwa um dieselbe Zeit wird auch eine Anzahl deutscher Offiziere, etwa 20, in die brasilianische Armee eintreten, um dort als Instrukteure tätig zu fein.

* Berlin. Die Kosten der letzten Bauarbeiter­Generalaussperrung im Reiche betragen nach den jetzt vorliegenden Einzelabrechnungen für beide Parteien über zwei Millionen Mark. Der Verlust an Arbeitslohn wird auf achtzehn Millionen Mark beziffert.

* Dresden. Die sächsische Regierung hat Ermit­telungen anstellen lassen, ob sich die Lage des Tabak­gewerbes in Sachsen den letzten Monaten verschechtert habe. Nach dem jetzt vorliegenden Ergebnis ist in der Tat in der letzten Zeit eine weitere wesentliche Ver­schlechterung eingetreten.

Marienbad. Der deutsche Staatssekretär des Auswärtigen, bon Kiderlen Wächter, traf hier ein und begab sich zum Grafen Achrental, dem östereichischen Minister des Aeußeren. Aehrenthal erwiderte den Be­such in der Villa Luginsland. Im Laufe des Ge­sprächs wurde die orientalische Frage behandelt, bezüg lich derer die beiden Staatsmänner die gleiche Auf­faffung haben. Herr von Kinderlen- Wächter äußerte sich dahin, daß er seine Auffassung im auswärtigen Amt in Berlin zweifellos zur Geltung bringen werde. Er wird sich im Herbst dem Kaiser Franz Josef vor­stellen.

* Mannheim. Bei der Zwangsversteigerung des Hotels Viktoria" das im Besitze des Defraudanten Willhardt Frankfurt und seines Schwagers, des Bau­unternehmers Schäfer, war, erhielt den Zuschlag die Viktoria Haus- Gesellschaft m. 6. H." mit dem Gebote bon M. 310,000. Die amtliche Schäßung einschließlich Zubehör ging auf Mr. 366,614.

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* München. Der Reichstags- und Landtagsabge­ordnete Freiherr von Freyberg ist infolge Scheuwverdens der Pferde seines Wagens verunglückt. Er hat eine schwere Gehirnerschütterung erlitten und hat bis jetzt das Bewußt­sein noch nicht wieder erlangt.

* Dortmund. Ueber die hiesige Niederdeutsche Bank wurde der Konkurs verhängt. Der Direktor der Bank, Bantier Ohm, wurde auf Grund des Befundes der von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Bücher verhaftet. Das Aktienkapital des Institutes beträgt 12 Millionen Mart, die Verbindlichkeiten weit über 50 Millionen Mart. Der ver­haftete Bankier Ohm ist bei seiner eigenen Bank mit ge= waltigen Summen verschuldet. Man nimmt an, daß er sich in gewagte Spekulationen eingelassen hat. Das Amtsgericht bestellte einen vorläufigen Konkursausschuß, der sofort zu­sammentrat. Weitere Verhaftungen wurden nicht vorge= nommen. Der Staatsanwalt wartet das Ergebnis der Un­tersuchung und den Bericht des Kontursverwalters ab.

* Hamm i. W. Auf der Zeche Radbod sind jetzt insgesamt 182 Leichen geborgen. Bei der am Abend des 12. November 1908 erfolgten Schließung des Schachtes be fanden sich 300 Leichen in der Grube; es sind also noch 112 zu bergen.

* Hamburg. Ein allgemeiner Ausstand auf den deutschen Seeschiffswerften steht zu erwarten. Es tommen rund 120 000 Werftarbeiter in Betracht.

* Swinemünde. Der Kaiser ist an Bord der " Hohenzollern" am Samstag nachmittag in Swinemünde eingetroffen. Beim Einlaufen der Hohenzollern" stand der Kaiser auf der Kommandobrücke und erwiderte andauernd auf das freundlichste die Ovationen des Publikums, das beide Ufer der Swine dicht besetzt hatte. Die Forts schos= sen Salut.

Literarisches.

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Geschäftliches.

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Verantwortlich: Albin Klein, Gießen.