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bersöhnen und durch die Erklärung, daß eine administrative Rontrolle nicht stattfinden und daß eine Finanzkontrolle nur auf eine eventuelle Anleihe sich beschränken werde, zu beruhigen.

Kleine politifche Nachrichten.

Stade, 23. Oktober. Stichwahl zwischen dem National­liberalen Reese und dem Sozialdemokraten Ebert ist das Ergebnis der Reichstags- Ersatzwahl im 18. Hannoverschen Wahlkreise Stade- Bremervörde.

Hadersleben, 23. Oktober. Bei der Reichstags- Ersatzwahl im Kreise Hadersleben- Sonderburg wurde der Däne Hansen im ersten Wahlgang gewählt.

Washington, 24. Oktober. Schaßsekretär Shaw hat seine Demission gegeben, nachdem seine Stellung infolge seiner Schroffheit gegen die Finanzwelt unhaltbar geworden war.

Tanger, 24. Oktober. Die Lage in der von den Aufständischen eingenommenen Stadt Arzila hat sich verschlimmert. Man befürchtet weitere Gewaltmaßregeln Raisulis. Die Polizei posten in der Umgebung von Tanger wurden verdoppelt.

Hof und Gefellschaft.

Bestern empfing der Kaiser den österreichischen Generalstabschef Feldzeugmeister Grafen Bed. Der Kaiser wird Ende November und Anfang Dezember der Jagdgast berschiedener schlesischer Magnaten sein. Er wird den Herzog bon Ratibor in Schloß Raudten besuchen, den Herzog von Ujest in Slawenziz und den Fürsten von Donnersmard in Die Neuded, um bei ihnen dem Weidwerke obzuliegen. Hofjagd in Lezlingen wird am 7. und 8. November statt finden.

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In den letzten Tagen wurde der Papst wieder von einem Gichtanfall heimgesucht. Dr. Lapponi äußerte auf Befragung, es liege ein sehr leichter Gichtanfall im rechten Knie vor. Das Befinden besserte fich so, daß der Papst gestern den deutschen Staatssekretär von Tschirschky empfangen

onnte.

Deer und flotte.

Unfall in der deutschen Marine. Das Torpedoboot S 71 stieß beim Einlaufen in den Wyfer Torpedobootshafen gegen eine Mole. Das Schiff erlitt Beschädigungen und mußte zur Reparatur in die faiserliche Werft gehen.

Für die Kriegerwitwen. Am Geburtstag der Kaiserin verteilte der deutsche Kriegerbund 46 000 Mark an hilfs bedürftige Witwen verstorbener Krieger.

Maßregelung eines Kriegervereins. Dem schon seit bielen Jahren bestehenden Kriegerverein zu Wilster in Schleswig hat der Regierungspräsident die Erlaubnis zur Führung einer Fahne entzogen, weil der Verein sich weigert, bem neugebildeten Kriegerverband für den Kreis Steinburg beizutreten. Der Verein will fich indessen diese Bestrafung nicht gefallen lassen, sondern beim Minister die Aufhebung ber Verfügung beantragen.

Das gesunkene Unterseeboot ,, Lutin" ist mittels eines Schwimmdocs gehoben und nach einer weniger tiefen Stelle geschleppt worden. Man hofft, das Boot weiter nach einer nur 30 Meter tiefen Stelle bringen zu können.

Eine Amazonenfchlacht

im englischen Unterbaufe.

No. London, 24. Oktober. Mit einer ungewöhnlich stürmischen Ouverture hat die Herbstsession des Unterhauses begonnen, Szenen, wie die gestern stattgehabten, sind noch nicht erlebt worden. An der Stätte, wo sonst ernste Parlamentarier über des Volkes Wohl ju Rate fizen, zanfte, teiste und schrie eine Gesellschaft ,, wahl. toller" Weiber. Ein Höllen- Brueghel fönnte die Vorkomm nisse nicht halb so festhalten, die kühnste Phantasie wurde burch die Wirklichkeit übertroffen.

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Das

ins Gefängnis. Unisono lehnten die streitbaren Damen beides ab, fie wollten weder zahlen, noch fizen". weitere muß man abwarten.

Ob der Frauenbewegung damit gedient wird, wenn fanatische Elemente, in dem Glauben, zur Vertretung der Interessen der Frauen berufen zu sein, derartige Radauszenen herbetrufen, muß stark bezweifelt werden. Es ist jedenfalls auf das Schärfste zu verurteilen, wenn man versucht, durch derartige, unwürdige Protestfundgebungen, das zu erzwingen oder zu ertroßen, was vielleicht auf friedlichem Wege schneller und besser erreicht werden kann.

Soziales Leben.

X Ueber die Lage im Ruhrrevier wird am Freitag die Siebenerkommission in Essen Beschluß fassen. Man glaubt, daß ein Streik sofort nicht ausbrechen wird, da die Verbands­führer unter feiner Bedingung einen Vertragsbruch herbei. führen wollen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß eine Kündigung mit gefeßlicher, also vierzehntägiger Frist erfolgt.

× Jm Binnenschifferausstand haben die Arbeitgeber in einer Generalversammlung beschlossen, sich feinesfalls mit der Ausstandsleitung bezw. der Seftion des Binnenschiffer- und Hafenarbeiterverbandes in irgend welche Verhandlungen ein­zulassen, sondern nur von ihren Arbeitern Forderungen und Wünsche entgegenzunehmen, unter der Bedingung, daß die Arbeit von ihnen sofort bedingungslos wieder aufgenommen wird.

Nah und fern.

Gräfin Montignoso und ihre Kinder. Das Zusammen. treffen der Gräfin Montignoso mit ihren beiden ältesten Söhnen, dem Kronprinzen Georg und dem Prinzen Friedrich Christian von Sachsen, hat heute in München stattgefunden. Die Prinzen begeben sich morgen zu ihrem Vater, der gestern über München nach dem Süden abgereist ist.

Um einen Schirm. Der Oberförster Schönberger, der aus Magdeburg in Potsdam anfam, bemerkte, als er aus dem Zuge stieg, daß er seinen Regenschirm im Koupee stehen gelassen habe. Er wollte noch in den bereits in Bewegung befindlichen Zug hineinspringen, fiel aber und geriet unter die Räder. Dem Bedauernswerten wurden beide Beine ab= gefahren, so daß er im hoffnungslosen Zustande nach dem Krankenhaus gebracht werden mußte.

Kaum hatte der Premierminister Sir Henry Campbell Bannermann seine Begrüßungsrede gehalten, als von der äußeren Galerie ein müſtes Geheul und Getobe in den Saal hineinschallte. Ungefähr 30 der enragiertesten Wahlrechts­fämpferinnen glaubten nun den Moment gekommen, um die turbulenten Szenen, zu deren Schauplatz jene Fanatiker des Wahlrechts der Frauen sich fürzlich die Straße aussuchten, hier im Parlament zu wiederholen. Jene Frauen, die sich berufen fühlten, die Rechte des zarten" Geschlechtes zu bertreten, geberdeten sich wie Megären. Wild durch= einander schollen die Rufe: Frauenstimmrecht! Freiheit! Wir find feine Sklaven I und andere mehr. Eine der Frauen bestieg ein Sofa, und mit schriller Stimme schrie fie in das Tohuwabohu etwas hinein, was sie für eine Rede hielt. Eben ertönte wieder der Schrei: Was fümmern uns eure Gefängnisse! da erschienen die Konstabler auf der Bildfläche. Die sich nun entwickelnden Bilder spotten jeder Beschreibung: die radikalen Damen wehrten sich mit Händen und Füßen, mit Krazen, Beißen und Schlagen gegen die handfesten Konstablers. Erst als ein verstärktes Aufgebot von Schuhleuten erschien, fonnte mit Erfolg gegen die Rasenden vorgegangen werden. Mit Todesverachtung wagten Fich die fühnen Sicherheftswachmänner in den Bereich der Fingernägel der Wahlrechtlerinnen, wie die Tieger fielen diese über die Männer her und bald bewiesen herumliegende Fezen bon Kleidungsstücken, wie energisch die modernen Amazonen ihre Freiheit zu erkaufen suchten. An Händen und Füßen mußten die Frauen gepackt und so auf die Straße ge= Schleift werden, ohne daß sie ihren Widerstand aufgaben. Kaum draußen angelangt, wurden die Inhaftierten von einer Schreienden Menge empfangen, die Miene machte, gegen die Bolizei Stellung zu nehmen und die Häftlinge zu befreien. Auf der Polizeistation hielten diese Märtyrerinnen für das Bahlrecht der Frauen" begeisterte Brandreden, bis man sie, anscheinend nicht ganz höflich, zum Schweigen brachte. Zehn der Amazonen wurden in Haft behalten, die andern, deren heißer Rachedurst und fühner Mut im Polizeirevier gewaltig abgekühlt war, mit einer Verwarnung entlassen. Die zehn Rädelsführerinnen aber wurden vor den Kadi geführt. Dieser faßte die ganze Sache von der fomischen Seite auf und beschloß, die Frauen an ihrer empfindlichsten Stelle, an ihrem Geldbeutel zu strafen. Dann fällte er folgendes Urteil: Entweder ihr zahlt fünf Pfund Sterling als Sicherheit für euer ferneres Wahlverhalten oder ihr svaziert auf amei Monate

Der Mörder

Der Schandauer Mörder verhaftet. Arthur Schilling aus Chemnitz, der wegen mehrerer Blut­taten in der sächsischen Schweiz steckbrieflich verfolgt wurde, ist in Kamenz verhaftet worden. Er hat die Ermordung der 13 jährigen Frieda Thiermann und den Mordversuch an der Botenfrau Richter bereits eingestanden.

Aus der Provinzial

Entsprungener Knabenräuber. Frrenanstalt zu Treptow a. Rega entwichen ist der dort untergebracht gewesene gemeingefährliche Geistes tranfe frühere Seemann Emil Miller. Der Entwichene ist wegen schweren Diebstahls mehrfach vorbestraft. Seine letzte Straftat war die Aufsehen erregende Entführung des fünfjährigen Knaben Rosenberger in Stettin, die er in Gemeinschaft mit dem Glaser Steinweg und dem Arbeiter Fuchs ausführte. Der Haupt­täber Miller, der den Knaben in einen Sad gesteckt aus der elterlichen Behausung forttrug, war straffrei geblieben, da ihn die gerichtlichen Sachverständigen für geistesfrant erklärten.

Ein mysteriöser Leichenfund beschäftigt zur Zeit die Behörden in Orlamünde. Dort wurde unweit der ellan­fabrik Freienorla die Leiche eines Mannes gefunden, die schon einige Wochen im Wasser gelegen haben dürfte. Die Taschen des Toten enthielten verschiedene Wertsachen und einige Sparkassenbücher mit einer Gesamteinlage von über 2000 Mart. Die weiter aufgefundenen Legitimationspapiere lauten auf den Dienstknecht Theodor Gehring, der aus der Nähe von Koburg stammt und zuletzt in einem thüringischen Orte als Kutscher in Stellung war. Das Auffallendste ist, daß der Kopf der Leiche eine schwere Schußwunde aufweist. Ob ein Mord, Selbstmord oder Unglücksfall vorliegt, fonnte bisher nicht festgestellt werden.

als zu schwach, da die Neger wie wilde Tiere fämpften. Schließlich konnte der Tumult durch Neger- Pastoren beruhigt werden.

Bunte Tages- Chronik.

Halle, 24. Oftober. Heute nachmittag stürzte in einem im hiesigen Volkspark im Bau befindlichen Saale das Jnnen gerüst ein. Sieben Maurer wurden lebensgefährlich verletzt. Als Mörder des Landwirts Oldenburg, 24. Oftober. Strathmann in Petersdorf ist der Bandmann Emlen, ein Verwandter des Ermordeten, verhaftet worden. Emfen hat bereits ein Geständnis abgelegt.

Räuberfrechheit. Ein einzelner Räuber plünderte in einer sehr belebten Straße in Manchester ein Postamt aus, obgleich sich sechs Personen in dem Postamt befanden. Der Räuber, der den Postmeister mit einem Revolver bedrohte, ergriff nacheinander vier Häuschen von je 20 Sovereigns, die er in seine Manteltasche steckte. Während dieses Auftrittes befanden sich außer dem Postmeister drei weibliche Postbeamte und zwei Telegraphenjungen in dem Dienstraum, die alle das Sprachvermögen und die Bewegungsfähigkeit verloren zu haben schienen. Der Räuber ging, den Postmeister stets unter der Waffe haltend, rüdwärts nach der Tür, steckte dort seinen Revolver ein und verschwand.

Mülheim a. Ruhr, 24. Oktober. Vergangene Nacht wurde bei Speldorf der von der Nachtschicht kommende fiebzigjährige Bergmann Seyen überfallen, seiner Barschaft beraubt und alsdann in die Ruhr geworfen. Die Leiche wurde gelandet. Der Raubmörder ist bisher noch nicht ermittelt.

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Brilon, 24. Oktober. Im Schlachthause wurde durch unvorsichtige Handhabung des Schußapparates statt eines Bullen der ihn zur Schlachtbank führende Geselle des Metzger. meisters Heizig getötet.

Der Untergang des Warjagin". Neuere Meldungen berichten, daß der Kapitän des russischen Dampfers ,, Warjagin", der am 21. Oftober auf eine Mine geriet, das Schiff vor fichtigerweise etwa vier Meilen nördlich der Torpedolinie führte. Trotzdem geriet der Dampfer beim Mandschurischen Kap mit seinem Hed auf eine Mine. Anderthalb Minuten nach der Explosion sank das Schiff. Von den Passagieren, deren Zahl 200 betrug, wurden 47, von den 23 Mann der Besatzung 12 durch Ehinesen gerettet. Die Namen der Um­gekommenen sind noch nicht befannt.

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Vermischtes.

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Die Jagd auf den Kassenräuber von Köpenick ist bisher noch immer erfolglos verlaufen. In Pirmasens hatte man einen Handelslehrer Rung verhaftet, da dieser aber sein Alibi bom 15.- 18. Oktober nachweisen fonnte, mußte man ihn wieder freilassen. In Amsterdam hat man ebenfalls einen Verdächtigen verhaftet, der in Berlin zuletzt gewohnt haben will, und eine Ueberfahrkarte nach Newyorf verlangte. Die Nachforschungen über die Identität dieses Mannes, der sich Lara nennt, find noch nicht abgeschlossen. Die Vers Bui des Bürgermeisters von Köpenid erinnert an die Weguyrung des englischen Königs Karl I. von Holmby House, wo er unter Obhut der Kommissare' des Parlaments war. Der Vorgang wird folgendermaßen geschildert: Am 3. Juni 1647 erschien die Truppe Joices in Schlachtordnung auf dem Hofe des Schlosses. Der König erschien oben auf der Frei treppe: Herr Joice," sagte der König, ich habe Sie zu fragen, fraft welcher Vollmacht Sie sich meiner zu bemächtigen und mich von hier fortzuführen gedenken." Majestät, ich bin gesandt durch die Vollmacht der Armee." " Das if feine gesezmäßige Vollmacht. Haben Sie einen schriftlichen Auftrag von Sir Thomas Fairfax?"" Ich habe die Be fehle der Armee, und der General gehört zur Armee." Das ist teine Antwort; der General steht an der Spize der Armee. Sagen Sie mir, wo ist Ihr Auftrag?" Da ist er, Majestät." Wo denu?" ,, Dort, hinter mir." Und er zeigte auf seine Soldaten. Niemals sagte der König, , habe ich einen derartigen Auftrag gesehen, ich gebe zu, er ist in schönen, sehr leserlichen Buchstaben geschrieben."

Die falsche Prinzessin. Bestern mittag versuchte eine etwa 60 Jahre alte Frau in Königsberg i. Pr. dem im Schlosse wohnenden Prinzen Friedrich Wilhelm etn Anliegen vorzubringen; sie gab sich bei dem Doppelposten vor dem Schlosse als Prinzessin von Oldenburg aus, worauf die Posten präsentierten, die Hauptwache trat ins Gewehr und das Spiel wurde gerührt. Der die Wache tommandierende Vizefeldwebel bot der angeblichen Prinzessin auf deren Wunsch einer. Stuhl. Es entstand eine große Menschenaufammlung, auf die die Polizei aufmerksam gemacht wurde. Die angebliche Brinzessin wurde schließlich als eine geiftestranke Wittwe aus Königs. berg festgestellt; fie wurde nach dem städtischen Krankenhause gebracht.

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Negertumulte im Theater. In einem Theater in Philadelphia wurde ein Stüd aufgeführt, das zahlreiche für das Negertum beleidigende Stellen enthält. Darauf drangen während der Vorstellung mehr als 2000 Neger ins Theater ein, bewarfen die Schauspieler mit faulen Früchten, Eiern und Steinen, stürmten auf die Bühne und verjagten die Schau­spieler. Darauf wurden die Zuschauer von den wütenden Negern angegriffen. Die berbeiaerufene Bolizet erwies sich

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den 4. Nov. zum F

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gebiete der Herren S wurden während ein 46 Rebe, 36 Hafen In 1 Freiherrn v. Miffl Jagd abgehalten. 3 Safen und 2 S Jm abgelaufe partaffe Gießer und einen Geschäftsg Jabresbilanz weift 1 57 325. 18 120 Dienstboten und als

Sklavenhandel im Zarenreiche. Jm Tale des Sumlar im Transkaspischen Gebiet wird noch heute ein flotter Stlaven Handel betrieben. Tagtäglich werden dort öffentlich Stiaven zu Dußenden verkauft. Die meisten Sklavenhändler wohnen in dem in dieser Beziehung weit und breit bekannten Dorfe Nuchur. Vorwiegend tommen Berserinnen in Betracht, Frauen, Mädchen und Kinder, die größtenteils in Persien geraubt und nach dem Sklavenmarkt gebracht werden, eine Arbeit, mit der fich hauptsächlich Perser beschäftigen. Interessant ist es, daß die beim Sklavenhandel oft vorkommenden Streitig feiten an Ort und Stelle durch die bestellten Richter ge schlichtet werden, wodurch der Sklavenhandel gewissermaßen einen offiziellen Anstrich erhält.

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Glimmerfunde in unseren Kolonien. In den Vitimiri Bergen in Deutsch- Ostafrika wurden größere Lager von Glimmer festgestellt. Der Finder hat Proben eingesendet, über die die königliche geologische Landesanstalt und Berg akademie das folgende Gutachten abgegeben hat: Die vor gelegten Glimmerproben find eine ausgezeichnete Ware, die wegen ihrer Durchsichtigkeit, Klarheit und Freiheit von Fleden und Einschlüssen, die wegen ihrer gesunden, durchaus ebenen, riß und nidfreien Beschaffenheit zu Glimmerwaren und natürlich auch in der Elektrotechnif sehr gut verwendbar ist. Wir schätzen den Wert der Proben auf etoa 5 Mart für 1 Kilogramm.

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Ein Dieb mit 36 Namen betrieb in der Rue d'Aligre in Paris unter dem bürgerlichen" Namen Marime Jousse ein fleines Milchgeschäft. Zum großen Erstaunen seiner Kunden wurde der ehrenwerte Herr Jousse dieser Tage wegen Bandendiebstahl verhaftet. Jousse stand in Wahrheit, wie die Polizei festgestellt hatte, an der Spiße einer weitver zweigten Gauner- und Diebesbande, die auf sein Geheiß in Paris und Umgegend Diebstähle ausführten. Er selbst hatte in den verschiedensten Stadteilen unter 36 verschiedenen Namen Läden und Depots gemietet, in denen er die ge stohlenen Gegenstände verkaufte und sogar einen schwung haften Handel nach England, Holland und der Schwe betrieb.

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Anti- Duellgesete in Spanien. Spanien ist wohl be Hlassische Land der Zweifämpfe, von denen sehr viele nur au bloßer Eitelkeit ausgefochten werden. Doch beabsichtigt die Regierung, in der Zukunft mit großer Strenge gegen di Kämpfenden einzuschreiten, und bereits hat der Justizminiſta Graf von Romanones einen Gesezentwurf vorbereitet, de demnächst den Cortes vorgelegt werden soll. In dieses Gesezentwurf ist vorgesehen, daß in jedem Falle eines Ehren handels ein Ehrengericht angerufen werden müsse, widrigen falls würde gegen ein Duell als Versuch oder als Tat ein Körperverletzung oder eines Mordes nach den Bestimmunge des Strafgesetzbuches mit aller Strenge eingeschritten werden : Der Kanal von Korinth meistbietend zu verkaufen Am 27. November gelangt der Kanal von Korinth samt be dazu gehörigen Immobilien und Remorqueuren zur öffent lichen Versteigerung. Sie erfolgt auf Betreiben der Ban von Empedoklis zur Sicherstellung eines uneinbringlich Guthabens von einer Million Franks. Dieser Schritt richte fich in erster Reihe gegen die Mißwirtschaft der Direktion welche bei Jahreseinnahmen von 300 000 Drachmen di Aktionäre leer ausgehen läßt.

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Die größte Postmarke, welche je ausgegeben wurde war eine Fünf- Cent- Marte der Vereinigten Staaten, die Zeitungspakete bestimmt war; sie war vier zu zwei Zoll gro Die kleinste Postmarke dagegen dürfte eine 25 Pfennig- Mark von Mecklenburg- Schwerin sein, die im Jahre 1856 au gegeben wurde und kaum ein Viertel der Größe einer ge wöhnlichen Postmarke hatte. Man hat berechnet, daß etw 13 000 verschiedene Sorten von Briefmarken in den ve schiedensten Ländern der Erde ausgegeben worden sind.

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freien Abendverfamm Dr. Burfter über di Soffor Jules Ramb Bei der Hauptversam Bduld und Unglüc Raumann aus Huber Lz. Die Saf

faft hielt bergang Sof ihren erften U diedenen Landsleut Dirletorträge wur Landmannschaft hat

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